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201827.02




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NRW
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Status: Online online
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PS: Das Schreiben hat mir einen Fels von der Brust genommen! Endlich, endlich kann ich dieses riesen Problem ansprechen und langsam, langsam vielleicht auch angehen. Ich danke euch fürs Lesen! Es ist wirklich ein ganz schwieriges Problem, das schwierig zu lösen ist. Könnt ihr euch das vorstellen?

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921
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NRW
515
  27.02.2018 21:19  
Grashüpfer hat geschrieben:
Es ist wirklich ein ganz schwieriges Problem, das schwierig zu lösen ist. Könnt ihr euch das vorstellen?

Ja!

Spontan fällt mir dazu sein, dass da Selbstvertrauen im ganz wörtlichen Sinn fehlt, also du kannst nicht auf die Signale von deinem Körper vertrauen, weil du sie nicht einordnen kannst. Oder?
Könnte das etwas mit Selbstvertrauen im allgemeinen zu tun haben? Oder sich nicht zutrauen es zu schaffen, und daher vorsichtshalber erst gar nicht anzufangen? (also Perfektionismus - eines von meinen "Lieblingsproblemen"). Nur so meine Gedanken...

Ich weiß nicht, ob und wie man dir als außenstehender eine Antwort geben kann.

Ich gestehe, ich mußte grinsen als ich das mit dem Geschirrspülen gelesen habe. Dieses Thema kenn ich auch. Hat lange gedauert, aber mittlerweile spüle ganz stur jeden Abend.

Was passiert, wenn du dir die Arbeiten in kleinere Portionen einteilst? Und dir gar nicht zum Ziel setzt sofort alles fertig kriegen zu müssen, sondern eben nur einen Zwischenschritt? Ist es dann auch zu viel?

Danke1xDanke




1414
14
NRW
581

Status: Online online
  27.02.2018 21:39  
Hm, ja, oft ist das schon zuviel. Es stimmt, dass es ein Grundproblem ist, dass ich kein Vertrauen zu meinem Körper habe. Ich sehe oft Bedrohungen wo keine sind und deute Kleinigkeiten als Katastrophen. Ich kann die Signale nicht einordnen und habe immer Angst vor Schlimmem. Auf der anderen Seite gibt es berechtigte Ängste. Dazu muss ich jetzt mal mehr über mich schreiben. Ich habe eine angeborene Fehlbildung im Beckenbereich. Die Bauchmuskulatur ist unzureichend ausgebildet. D.h. ich muss mein Leben lang Sport machen, um die muskulären Defizite auszugleichen, die Bauch- und Becken- sowie die Rückenmuskulatur zu stärken. Manche Bewegungen sind für mich anstrengender, z.B. Dinge in der Hocke tun. Ich weiß, dass die Lösung der kontinuierliche Sport ist. Wenn ich mich fi.t.ter fühle, verschwinden die körperlichen Selbstzweifel. Wenigstens ein Teil davon.
Oh Mann es ist immer das gleiche....
Das klingt jetzt sicher, als ob ich wahnsinnig eingeschränkt bin. Man sieht mir das ganze nicht oder kaum an. Aber ich merke es eben. Und dazu gehört auch, dass der Körper es schlechter kompensieren kann, je älter er wird.

Danke1xDanke


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12
Wien
197
  08.03.2018 14:54  
Liebe @grasgüpfer , wie geht es Dir denn?
Habe schon eine Zeitlang nichts von Dir gehört. :trost:

Mir geht es ganz gut, habe innerhalb einer Woche mein
Kuscheldefizit von 2 Monaten nachgeholt, darunter in einer
sehr schönen und berührenden Einzelsitzung, die alle möglichen
schönen, aber auch traurigen Gefühle und Erinnerungen hochgeschwemmt hat.

Gestern beim Kuschelabend habe ich eine nette junge Frau kennengelernt, und
es hat ganz schön gefunkt zwischen uns. Wir haben die Telefonnummern ausgetauscht
und wollen uns am Wochenende treffen. Ich wäre soooo froh, wenn ich meine letzte
Beziehung ganz abhaken und mich neu verlieben könnte...

Heute Abend fahre ich mit 2 Kollegen zu einem Symposium in Innsbruck zum Thema
"technisches Schreiben". Mal aus dem Büromief rauskommen...
Obwohl: ich habe es echt gut hier: Null Streß auf der Arbeit - komm doch einfach zu uns arbeiten,
Grashüpfer^^- viele Vergünstigungen, sehr nette Kollegen...
Habe deshalb die Anfrage eines Abwerbers aus Frankfurt nicht allzu ernst genommen, weil es was
auf die mittlere Sicht ist, zumal wenn ich jetzt hier eine Freundin haben sollte.

Sie lieb umarmt

von câlin

Danke1xDanke




1414
14
NRW
581

Status: Online online
  19.03.2018 17:16  
Hallo ihr Lieben,

da bin ich weder und hole mal das Tagebuch aus der Versenkung rauf :) .
In den letzten Wochen gng es mir gelinde gesagt bescheiden, und ich hatte keine Kraft fürs Forum. Seit dem 26.2 bin ich krank geschrieben, bis Ostern. Ich hätte am 26./27.2. eine zweitägige Fortbildung gehabt, extern mit Übernachtung. Am Donnerstag und Freitag derselben Woche hatte ich Urlaub, am Freitag ein Vorstellungsgespräch. Ich hab nichts von alldem gemacht, es ging nicht, ich konnte nicht. Keine Fortbldung, kein Vorstellungsgespräch, mir war alles zu viel, ich war so erschöpft, es war nicht machbar.

Vorletzten Sonntag hatten wir Konzert mit dem Chor. Ich wollte unbedingt mitsingen. Das hätte ich nicht machen sollen. Eigentlich tut Singen der Seele gut, aber dieses Mal war es zu viel. Wir hatten vier Tage hintereinander Probe plus Konzert plus am nächsten Tag wieder normale Probe. Mich hat das Singen beim Konzert und die drei Proben dieses Mal wahnsinnig angestrengt, körperlich und psychisch, und am nächsten Abend bei der normlaen Probe dann wieder ging gar nichts mehr, ich konnte gar nicht singen. Auf dem Weg zur Straßenbahn hab ich geweint. En paar Freundinnen aus dem Chor wissen Bescheid und kümmern sich sehr. Darüber bin ich froh.
Am nächsten Tag bin ich wieder in totale Erschöpfung verfallen, es ging gar nichts mehr, nur Sofa, sonst nichts. Wieder Herzrasen, der Kreislauf im Eimer, die kleinste Kleinigkeit strengt furchtbar an. Dieses Mal kamen Magenschmerzen dazu, das hatte ich bisher nie. Seit Freitag geht es mir besser. Aber ich muss aufpassen, stabil bin ich nicht. Sobald ich mich mit dem Thema Arbeit beschäftige, nur gedanklich, darüber rede oder schreibe, kommt der Stress sofort wieder. Dann kann ich nicht mehr abschalten, und es hadert und tobt in meinem Kopf. In solchen Nächten liege ich wach.

Inzwischen glaube ich, dass das ein Burnout ist - entweder schon ist oder kurz davor. Die Symptome sind typisch: massiver Stress und Erschöpfung, im Wechsel bzw. schlägt der Stress in totale Erschöpfung um. Diese Phasen kommen immer öfter, und sobald mich etwas stresst oder anstrengt, haut es mich wieder umMeine Hausärztin hat mir einen Rehaantrag ausgestellt. Morgen habe ich noch mal einen Termin beim Psychiater, wo ich auch mit ihm über eine Reha / Kur sprechen will und fragen will, was besser ist - den Antrag von ihm als Facharzt ausstellen zu lassen oder ob Antrag der Hausärztin genügt. Letzte bzw. vorletzte Woche war ich bei seiner Kollegin, da er selbst krank bzw. nicht im Dienst war. Die Kollegin hat eine Kur sehr befürwortet, will die endgültige Einschätzung aber ihm als meinem behandelnden Arzt überlassen. Morgen wird der Antrag weggeschickt - egal wessen wir dann verwenden.

Inzwischen gab es auch ein Treffen zusammen mit Personalrat und Behindertenvertretung. Im Nachhinein bin ich enttäuscht, denn eigentlich kam in den zwei Stunden reden nicht viel raus.
Die Psychiaterin hat mir die Nummern von zwei Kontaktpersonen vom Integrationsfachdienst mitgegeben und mir geraten, mit denen Kontakt aufzunehmen. Dieser Dienst ist städtisch, also extern und unabhängig und kümmert sich u.a. um schwierige Situationen behinderter Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Ich warte jetzt auf Rückruf und werde mich von denen mal beraten lassen.

Der Abstand zur Arbeit tut mir gut. Mir ist auch klar, dass niicht allein die Arbeit schuld ist, mein fehlendes Vertrauen in meinen Körper und das Alltagsüberfordeungs- und Haushaltsproblem haben auch ihren Anteil. Aber die Arbeit ist zweifellos und bei weitem die Hauptlast.

Seit dem Wochenende wird es besser. Vorgestern war ich 1,5 h spazieren, gestern im Sport. Ich versuche, jeden Tag etwas Schönes, für mich, zu tun.

@calinmagique
Danke für deine Nachfrage, das tut immer gut! :) Es freut mich, dass du jemand Nettes kennengelernt hast, und ich drücke dir die Daumen, dass dein Wunsch in Erfüllung geht. :knuddeln:



921
3
NRW
515
  19.03.2018 18:50  
@Grashüpfer nur kurz jeztzt: schön mal wieder von dir zu hören :-)
Ich hab schon angefangen mir Sorgen zu machen...
Ich glaub du bist auf dem richtigen Weg, was zu ändern. Reha ist sicherlich ein guter erster Schritt. Ich hoffe, das klappt und bekommst schnell einne Platz.

Liebe Grüße
Igel

Danke1xDanke


536
12
Wien
197
  19.03.2018 21:46  
ashüpfer, mir geht es wie Igelchen: auch ich habe mir Sorgren gemacht,
weil Du so ganz von der Bildfläche verschwunden warst. :(

Ich glaube ebenfalls, dass Du an Burnout leidest; zudem kam beim Lesen
der Gedanke hoch:

'Sie sollte nicht zu dieser Arbeit zurückkehren.'

Mach einen Aufhebungvertrag, fertig.

Du gehst uns da kaputt, und zugrundezugehen, ist keine Arbeitsstelle dieser Welt wert!

Natürlich ist das ganz Deine Sache, aber an Deiner Stelle könnte nicht zurück.
Du bist so fähig, auch in anderen Berufsfeldern als der Bibliothek, da findest
Du schon was. Komm halt zu uns, da würdest Du ne ruhige Kugel schieben. :knuddeln:
Aber es zieht Dich zurück ens Ländle, was ich gut verstehen kann.

Ich umarme Dich ganz lieb und finde es toll, dass Du jeden Tag was Schönes für Dich machst. :trost:
Und singen könntest Du ja auf dem Sofa oder unter der Dusche, da macht es besgtimmt wieder Spaß. :-)

calin

Danke1xDanke




1414
14
NRW
581

Status: Online online
  20.03.2018 11:01  
Ihr Lieben @calinmagique und @kleinerIgel , ihr seid einfach die Besten! Ich bin gerührt über eure so lieben Posts! Danke! Habt ihr euch wirklich solche Sorgen um mich gemacht? Ihr seid wirkliche Freunde, auch wenn es nur virtuell hier übers Forum ist! Ich bin froh und dankbar, dass ihr da seid und euch so viele Gedanken macht. :knuddeln: :kuss:

Ich war heute früh beim Psychiater. Es ist schon krass, er sagt, 60% seiner Arbeit besteht aus Fällen wie meinem - schwierige Arbeitsumstände machen krank. Er sagt, eine Reha würde mir sicher helfen und ich soll das machen, und es ist auch egal, ob der Antrag von ihm oder der Hausärztin kommt. Er sagt, das wird mir aber nur vorübergehend helfen, entscheidend ist das Arbeitsproblem zu lösen. Er sieht das wie du, calin, die Lösung besteht wahrscheinlich darin, wegzugehen, weil sich wahrscheinlich nichts ändern wird. Als ich sagte: "Aber das geht doch so nicht, die opfern mich, und andere Kollegen auch!" meinte er nur: "Frau D., wo leben Sie? Das ist inzwischen fast überall so brutal!".

Er sagte auch, ich soll entscheiden welche Art von Reha ich will - psychosomatisch oder orthopädisch. Jetzt überlege ich folgendes: Ich hab ja zwei Probleme: Arbeit und das Misstrauen zu meinem Körper. Trotz Sport wird manches - orthopädisch - schlechter. Grund dafür ist meine angeborene Fehlbildung im Beckenbereich und die daraus resultuierende schwache Muskulatur in Beckenboden, Lendenwirbelsäule / unterer Rücken, Hüftbereich und untere Bauchmuslkulatur sowie glaub ich auch die schrägen Bauchmuskeln. Man sieht mir das nicht an, aber ich merke es ständig, es ist völlig instabil und zu beweglich. Ich habe immer das Gefühl, dass mein Körper mir nicht mehr gehorcht, dass es keine Hilfe für ihn gibt, denn ich mache ja Sport. Vielleicht mache ich zuwenig? Zu Hause, also wenn ich keine Ablenkung habe, frisst mich das auf - ich lausche, wie schon beschrieben, immer in mich hinein, achte auf jede Veränderung und Bewegung. Das ist auch Dauerstress, und Verzweiflung udn Angst und Hilflosigkeit. Jetzt überlege ich, ob es nicht sogar besser wäre, eine orthopädische Reha zu beantragen, die gleichzeitig psychologische Unterstützung bietet, damit dieses Problem kleiner wird und mich nicht mehr so extrem belastet. Denn das Arbeitsproblem lässt sich in der Reha ja nicht lösen, außer, dass es mir psychisch dann wahrscheinlich etwas besser geht hinterher. Die Hausärztin meinte letzte Woche, es ist klüger meine Grunderkrankung des Beckens als ersten Grund im Antrag zu nennen und die psychosomatischen Dinge als zweites, weil inzwischen so viele Anträge wegen Depressionen / Burnout gestellt werden, dass die oft abgelehnt werden und so etwas eindeutig physisches bessere Chancen hat. Leuchtet mir ein, ich glaub der Ansatz ist nicht schlecht. Jetzt frage ich mich aber, wie ausführlich so ein Antrag sein muss? Kennt ihr euch mit sowas aus? Sie hat nur die beiden Begründungen draufgeschrieben, meine Grunderkrankung + psychsosomatische Beschwerden. Von Ziel "orthopädische Reha" steht da aber nix. Ich weiß nicht ob das für die KK / Rentenversicherung so klar erkennbar ist, dass das orthopädisch gedacht ist. Soll ich den Antrag trotzdem so wegschicken?

@calinmagique : Du wirst lachen: In Wien ist gerade eine richtig gute Stelle ausgeschrieben, die passen würde und echt gut wäre! :daumen: :D Witzig, oder? :)

Danke1xDanke


536
12
Wien
197
  20.03.2018 11:29  
Gern geschehen, liebe @Grashüpfer . :freunde:

Ich finde den Ansatz Deines Therapeutten und Deiner Hausärztin richtig.
Du bräuchtest also m.E. eine psychosomatische Klinik mit Schwerpunkt Orthopädie.
Kann nicht Deine Hausärztin die Diagnose für den Antrag für Dich formulieren?
Die weiß ja am besten, was man da betonen muss. Ich weiß nur, dass auch bei
Eigenkündigung psychische Leiden kein gewicht haben, sondenr nur resultierende körperliche wie Schlafstörungen. :-/.

Ist ja witzig mit der Stelle in Wien. :-) Ist eine schöne Stadt...^^ Ich komme mir in meiner Firma vor wie positiv aus der Zeit gefallen - so wenig Streß...

lg

calin

Danke1xDanke




1414
14
NRW
581

Status: Online online
  20.03.2018 11:47  
Hallo calin,

ja ich weiß eben nicht ob das ausreicht was da auf dem Antrag steht. Ich hole ihn, warte kurz. Also, da steht:

I A. Rehabilitationsbegründende Diagnosen:
1. Diagnose meiner Grunderkrankung
2. Psychische Belastungs... situation? (kann man kaum entziffern) mit Somatisierung

Mehr steht da nicht, Stempel und Unterschrift, that's all.

Hm.... :confused


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