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Aus aktuellem Anlass werde ich nun auch ein Tagebuch hier führen.

Hier die Kurzform der bisherigen Ereignisse: Meine derzeitige Leidensgeschichte begann im März diesen Jahres. Ich verspürte Schmerzen in der Brust, Atemnot, Schwindel und Übelkeit. Es verschlug mich also in die nächstgelegene Rettungsstelle und ich verbrachte ein paar Tage im Krankenhaus. Nach Blutentnahme, EKGs und Herz-Echo wurde ich entlassen mit verdacht auf Gastritis. Dieser bestätigte sich ein paar Wochen später nach einer Magenspiegelung. Zu der Magenschleimhautentzündung gesellte sich noch ein Zwölffingerdarmgeschwür.

Das zunächst verordnete Pantoprazol erzeugte einige Nebenwirkungen (Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen), so dass ich auf Omeprazol wechselte, was mir besser bekam. Die Übelkeit nistete sich allerdings längerfristig bei mir ein, so dass ich in kurzer Zeit über 10 Kilo abgenommen habe.

Nach dem Krankenhausaufenthalt hatte ich trotz negativer Befunde immer wieder das Gefühl, mit meinem Herzen wäre was nicht in Ordnung. In der Anfangszeit bin ich immer mal wieder aufgeschreckt und dachte es wäre stehen geblieben. Hinzu gesellten sich mit der Zeit auch immer wieder andere körperliche Symptome sowie Panikattacken (ausgelöst durch die Symptome, aber auch in vollkommener Ruhe). Nach dem Abklappern weiterer Ärzte musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich zwar nicht topfit bin, aber auch unter keiner schlimmen Krankheit leide.

Zur Zeit gehe ich einmal die Woche zum Reha-Sport. Ich hatte Tage, an denen mir fast alles am Körper weh tat und der Sport scheint mir tatsächlich zu helfen. Kommende Woche kann ich bei meiner Therapeutin (wir sind uns einig, dass sie es wird) mit dem Konsiliarbericht erscheinen. Möge es nützen. :)

Ich hatte in jüngster Vergangenheit gute Tage, aber auch schlechte Tage. Das Tagebuch soll mir, in Verbindung mit der Therapie dabei helfen, dass in Zukunft die guten Tage immer mehr werden und die schlechten Tage immer weniger. Man kann ja auch aus seinem eigenen Verhalten etwas lernen. :wink:

Ich habe auch meinen User-Namen, als ich mich seinerzeit hier im Forum angemeldet habe, mit Bedacht gewählt. Tolkien oder Herr der Ringe Fans werden es sicher verstehen. Als Gandalf der Graue bin ich hierher gekommen, in der Hoffnung irgendwann als Gandalf der Weiße gehen zu können. In der Zwischenzeit gebe ich gerne Tipps und stehe anderen zur Seite, wenn ich kann, und freue mich ebenso über Ratschläge und Aufmunterungen von anderen. :freunde:

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


  28.09.2017 07:10  
Ich wünsche dir all Glück dieser Welt und dass es dir bald besser geht

Danke1xDanke




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  28.09.2017 14:48  
@Michi2912 Danke für deine lieben Worte. :)

Ich möchte noch etwas von früher aufschreiben. Vielleicht hängt davon auch noch irgendwas in meiner Psyche fest, ohne dass ich es bewusst bemerkt habe.

Als Kind habe ich schonmal eine Therapie gemacht. Ich hatte damals Angst alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. So lange jemand dabei war, den ich kannte, war es allerdings kein Problem. Meine Eltern mussten mich also immer zur Schule fahren und abholen. Da gab es dann auch eine Phase in der ich unglaubliche Panik hatte, dass sie mich aus irgendeinem Grund nicht abholen würden, was für mich bedeutet hätte, dass ich ganz alleine gewesen wäre und nicht mehr weg könnte, da ich ja nicht die U-Bahn nehmen konnte. Das führte soweit, dass ich meine Mutter nicht gehen lassen wollte und sie den ganzen Tag in der Schule verbracht hat. Meine Eltern hatten es also wirklich nicht immer leicht mit mir.

Dann eines Tages, möglicherweise aufgrund der Therapie, kündigte ich an, sie müssen mich heute nicht abholen, denn ich würde alleine nach Hause fahren. So haben wir es gemacht und seit diesem Tag fahre ich ohne Probleme alleine Bus und Bahn. Das ist nun über 20 Jahre her. Seitdem habe ich auch nur selten Probleme allein zu sein, ich weiß ja, ich kann jederzeit losfahren und Leute sehen, wenn ich möchte.

Das war damals eine andere Angst, aber ich habe sie überstanden. :daumenhoch:





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  10.10.2017 20:48  
Heute mal wieder beim Sport gewesen. Währenddessen keine Schmerzen gehabt. Zumindest kaum. Nur die Körperteile die extrem beansprucht wurden schmerzten in dem Moment ein wenig. Also ganz normale Vorgänge.

Nun hat es mich vor knapp 2 Wochen in die Rettungsstelle verschlagen. Nachdem ich eine Erkältung halbwegs auskuriert hatte, hatte ich mal wieder Schmerzen in der Brust und auch im Bereich der Schulter. Der Rest war dann wohl die Panik. :seufzen
Abhören und Abtasten ohne Befund. EKG unauffällig, Blutwerte auch okay. Nur der Blutdruck etwas hoch, klar, durch die Aufregung. Also alles wie vor einem halben Jahr. Diesmal allerdings gab es als Diagnose Intercostalneuralgie.

Da die Schmerzen nicht so ganz weggehen wollten war ich heute nochmal beim Hausarzt. Ich soll weiterhin Schmerzmittel nehmen und ich habe eine Wärmebehandlung bekommen, die ich auch die nächsten Tage in Anspruch nehmen kann. Wenn noch jemand ne Idee hat, immer her damit.

Obwohl ich mir selbst zu 99% sicher bin, dass mein Herz in Ordnung ist, kann ich den Gedanken, jedes mal wenn es schmerzt, einfach nicht loslassen. Eine komische Bewegung, oder manchmal auch ohne bewusste Bewegung, und zack: Der Schmerz ist da und ich muss ans Herz denken. Was wenn doch was ist? Warum lässt mich das nicht los? Dieses eine Prozent... Ich könnte ebenso auf der Straße überfahren werden, davor habe ich aber keine Angst. Ich gucke natürlich links und rechts ob ein Auto kommt, aber Panik verursacht das Überqueren einer Straße bei mir nicht. Warum also diese Symptome, die sehr, sehr wahrscheinlich eine harmlose Ursache haben?

Klar auch in jungen Jahren kann da was sein, aber es wurde doch alles soweit abgeklärt und ein deutlich erhöhtes Risiko besteht bei mir auch nicht. Das sage ich mir immer wieder. Keine Geschichte in der Familie diesbezüglich, Übergewicht größtenteils weg, Butdruck ist auch im Rahmen, durch die Arbeit bewege ich mich viel und gehe zusätzlich zum Sport, statt Zig. gibts seit 3 Jahren nur noch Zig. (mit sehr wenig Nikotin), ich bin nicht Zuckerkrank und bedingt durch die Magen-Sache ernähre ich mich sogar etwas gesünder (nur noch selten Cola, dafür mehr Obst, weniger Kaffee, dafür mehr Tee).

Mein Verstand weiß das alles und trotzdem scheint es nicht in meinen Kopf zu gehen. In ruhigen Momenten, in denen es mir gut geht, ist das alles kein Thema. Nur wenn die Schmerzen wieder kommen hilft das alles nichts. Oder zumindest nicht so viel, dass ich mich immer beruhigen kann. Manchmal geht es gut, manchmal aber auch nicht. Ich hoffe so sehr, dass mir die Therapie dabei helfen kann.

Sicher, ich mag keine Schmerzen haben, wer will das schon, aber sie sind ja auch für was gut. Der Körper teilt mir damit mit, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nur wenn mein Kopf das dann falsch interpretiert, dann Schaden sie oftmals mehr, als dass sie nützen. Denn so geht Lebenszeit, die auch mit ein paar Schmerzen schön sein könnte, mit quälenden Gedanken dahin.

Jetzt ist der Beitrag hier viel länger geworden als geplant und während ich das alles geschrieben habe sind die Schmerzen nahezu weg. Ok, der Rücken tut noch etwas weh, aber in einem erträglichen Maße, ohne dass es mich groß beeinträchtigt. Aber so ein Tagebuch verträgt auch lange Texte. :wink:





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  15.10.2017 20:56  
Beim lesen und schreiben hier im Forum lerne ich manchmal was. Also eigentlich lernt man sogar ziemlich oft was, aber diesmal habe ich auch was über mich gelernt.

Ich leide unter Stress. Ich habe mal gelesen, Stress macht man sich selbst. Als Beispiel: Ich steige in den Fahrstuhl und fahre nach oben, steige wieder aus. Alles gut. Jemand mit Platzangst steigt in den Fahrstuhl und stirbt 1000 Tode während der kurzen Fahrt. Ich hatte keinen Stress, der andere schon. Selbe Situation, anderes Empfinden. Natürlich gibt es auch Situationen die jeder als stressig empfinden würde, aber die treten nicht so oft auf wie die alltäglichen Dinge.

Mich nerven viele Dinge. Hier ein paar Beispiele:
Ich bin genervt, wenn mir jemand im Weg rumsteht. Ich bin genervt, wenn mir jemand nicht richtig zuhört. Ich bin genervt, wenn mich jemand mit inhaltlosem Zeug vollquasselt. Ich bin genervt, wenn mir jemand eine Aufgabe erteilt, von der die Person wissen müsste, dass ich sie nicht sofort erledigen kann, sie dann aber fragt, warum nicht sofort was passiert. Ich bin genervt, wenn Leute vor mir an der Supermarktkasse ohne Not rumtrödeln. Ich bin genervt, wenn jemand in "meiner" Straße zu schnell fährt.

Dieses ganze Generve verursacht bei mir Stress (oder ist sogar mit Stress gleichzusetzen). Jetzt ist die Frage, warum stresst mich das? Vielleicht weil ich persönlich an den meisten Situationen nichts ändern kann. An normalen Arbeitstagen kommen auf jeden Fall meistens mehrere Punkte zusammen. Vermeiden kann ich es nicht, nur habe ich keine Ahnung, wie ich damit anders umgehen könnte, damit es mich weniger stresst.

Ein weiterer Punkt ist mein Perfektionismus.
Ich habe nun schon öfters gelesen, das Perfektionismus Teil einer Angsstörung sein kann. Ich bin schon etwas lockerer geworden, aber in manchen Sachen kann ich nicht anders. Es muss genau DER eine Teppich sein, der meinen Anforderungen entspricht. Deshalb habe ich nach einem Jahr immer noch keinen. Ich überlege jetzt seit über 2 Wochen, wie ich meine Schränke umräume, bzw. was ich neu kaufen muss, damit mein zukünftiges Soundsystem richtig reinpasst. Deswegen hat sich noch nichts getan, weil es immer alles perfekt werden muss, zumindest wenn es um Sachen geht, die längerfristig geplant sind. Ich weiß halt auch, dass ich mich ansonsten ewig drüber ärgern würde. Denn das mache ich auch im Moment, denn ich hätte das mit dem Soundsystem schon vor einem Jahr bedenken können, dann hätte ich gleich andere Schränke gekauft. Egal, wenn ich das nächste mal Zeit habe kaufe ich die Lautsprecher einfach. :lol:





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  20.11.2017 22:40  
Heute ist meine Sitzung ausgefallen, meine Therapeutin ist krank. Hoffentlich geht es ihr schnell besser. :knuddeln:

Es ist sehr schade, da es mir letzte Nacht mal wieder richtig schlecht ging. Ich konnte erst gegen 6 Uhr früh einschlafen. Vorher Schmerzen in der Brust und auch im Rücken, eine Panikattacek deutete sich über einen längeren Zeitraum an und alles gute Zureden meinerseits konnte nichts dran ändern. Es ging schon vor 4 oder 5 Tage los, als ich plötzlich wieder Übelkeit empfand. Ich dachte es wäre vorbei damit, aber nein. Dann habe ich es zunächst als Zeichen meiner Angst gedeutet, ich dachte mir, ich wäre einfach aufgeregt, schließlich sollte ich am Wochenende auftreten. Nun gut, dann muss ich da einfach durch und warte ab bis es vorbei ist.

Auftritt ganz gut überstanden, hat sogar etwas Spaß gemacht. Hinterher getanzt und gelacht und die Nacht zum Tag gemacht. Vielleicht hätte ich mich etwas zurücknehmen sollen, aber bei Freibier kann ich schlecht nein sagen. :lol:
Trotz der feuchtfröhlichen Nacht und viel zu wenig Schlaf ging es mir den Umständen entsprechend gut am Sonntag. Bis zum Abend bzw. der Nacht, als die Schmerzen mit einem Male zunahmen und es irgendwann in der Panik gipfelte. Lag das nur am wenigen Schlaf im Verbund mit dem Gerstensaft? Es fällt mir schwer das zu glauben, da ich eine ähnliche Nacht vor 2 Wochen auch schon hatte und die Tage darauf ging es mir gut. Also vermute ich noch einen anderen Auslöser. Ich habe nur keine Ahnung was es sein könnte.





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  20.11.2017 22:58  
Ein kleiner Nachtrag, damit ich es nicht vergesse:

Letzte Nacht war mir während der Panikphase total warm, allerdings ohne kalten Schweiß, der sonst durchaus auftrat. Heute ist mir dafür fast durchgehend kalt. Ich hab hier 21 Grad und bin warm angezogen und es fröstelt mich. Das habe ich sonst nur wenn ich krank bin oder krank werde. Damit schleicht sich gleich die nächste Angst mit ein. :?

Immerhin die Kopfschmerzen, welche letzte Woche immer mal wieder zwischendurch auftraten, scheinen weg zu sein. :daumen:





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  11.12.2017 21:53  
Habe vor ca. 2 Wochen das Omeprazol abgesetzt. Ein paar Tage später sind sämtliche Schmerzen bzw. körperlichen Symptime fast vollkommen weg. Und da soll es keinen Zusammenhang geben?
Jedenfalls sind dadurch auch die Angst und Panik nahezu verschwunden. Ich fühle mich zur Zeit fast wie früher. Wobei, eigentlich noch viel freudiger, weil ich jetzt noch mehr zu schätzen weiß, wenn es mir gut geht. So darf es gerne bleiben.





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  03.01.2018 01:08  
Einen knappen Monat Ruhe gehabt und wieder gelebt. Was war das schön. :D

Dann kurz vor Silvester auf einmal Übelkeit. Ich hab das auf die Aufregung geschoben, vor Silvester bin ich nämlich immer wahnsinnig aufgeregt. Kann meistens nichts essen und ab Schlag Mitternacht gehts mir wieder blendend. Ich fühlte mich bestätigt, als es mir am 1.1. (trotz Kater) ganz annehmbar ging und die Übelkeit auch ausblieb.

Heute nach dem Aufstehen war die Übelkeit dann wieder da. Dazu kamen auch noch Rückenschmerzen. Falsch gelegen? Die Übelkeit reduzierte sich nach einer Tasse Tee deutlich und war fast ganz verschwunden, die Rückenschmerzen blieben. Und das Angstkarussell began sich wieder zu drehen. Glücklicherweise nur ganz langsam und ich hoffe das bleibt auch so und kommt möglichst schnell wieder komplett zum Stillstand.

Wegen der Feiertage und Ferien war ich jetzt seit über 2 Wochen nicht beim Sport. Ich stehe ja noch am Anfang meiner Genesung, möglicherweise fehlt mir das dann doch. Über Weihnachten gabs auch viel Süßkram, dann noch fettiges Essen. Auch nicht extrem gesundheitsfördernd. Vielleicht braucht mein Magen auch noch mehr Zeit zur Regeneration. Letzte Therapiesitzung ist auch schon ne Weile her und die nächste ist erst in 10 Tagen, vielleicht fehlt mir auch das noch als Stütze. Der Schlaf kam bei mir die letzten Tage leider auch etwas kurz, das könnte auch noch mit reinspielen.

War das jetzt zwanghaft positiv gedacht? Vielleicht ja, aber vielleicht ist das auch (noch) nötig, um nicht wieder in alte Muster zu verfallen.

Um mal was defintiv positives zu schreiben: Mein Piepen im Ohr wird immer besser und kürzer und taucht immer seltener auf. :kichern: Kein Omep mehr, dafür Magnesium.

Diese Woche steht noch ein Belastungs-EKG an. Wenn das gut ausfällt (wovon wir jetzt mal alle ausgehen), dann kann ich ja nur gesund sein und sollte mir alles zutrauen.

Eine abschließende Magenspiegelung möchte ich allerdings auch noch vornehmen lassen. Mein Magen war schon immer mein Sorgenkind und der soll jetzt auch endlich mal komplett ausheilen und wenn er es noch nicht ist, werde ich mir wohl nochmal Gedanken um meine Ernährung machen müssen.





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  05.01.2018 20:18  
Heute Belastungs-EKG. Ist schon ganz schön anstrengend sich da abzustrampeln, aber immerhin hatte ich dadurch heute 15 Minuten Sport. :lol:

Ergebnis: Mein Herz ist voll belastbar, alles in Ordnung, um nicht zu sagen ideal. Der Doc sagte sinngemäß: "Ihr Herz hat Freude an Belastung".
Manchmal fühlte es sich schon merkwürdig an, aber dann muss das wohl so sein. Also werde ich schön meinen Sport weiter machen, als auch die Psychotherapie, und brauche mich nicht mehr sorgen. Ich scheine körperlich gesund zu sein (von Kleinigkeiten abgesehen), jetzt darf sich mein Unterbewusstsein das auch mal merken. Was man aufschreibt merkt man sich besser, darum schreibe ich es hier nieder.





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  02.02.2018 07:48  
Seit ein paar Wochen nun habe ich immer wieder das Gefühl, irgendwas würde mir die Kehle zuschnüren. Mal ist es besser, mal schlechter. Wie ein Schal, der zu eng um den Hals gebunden worden ist. Vor zwei, drei Tagen kam dann noch ein leichtes Kratzen und ein Hustenreiz dazu. Als ich dann gestern 5mal herzhaft niesen musste wusste ich, dass ich eine Erkältung bekomme. Heute ist sie dann richtig da. Merkwürdigerweise fast komplett ohne Halsschmerzen. Damit fängt eine Erkältung bei mir sonst immer an: Extrem starke Halschmerzen, bei denen sich selbst ein Schluck Wasser anfühlt, als würde ich Glassplitter trinken. Diesmal nichts in der Richtung. Na egal, kann ich gut und gerne drauf verzichten.

Eine Erkältung nervt so oder so immer, allerdings kennt man das, also kein Grund zur Sorge. :wink:

Einzig dieses Gefühl am/im Hals ist immer noch da und so langsam frage ich mich, ob da doch noch irgendwas dahintersteckt. Eher wahrscheinlich ist aber, dass es doch mit der Angst zusammenhängt (obwohl ich mich echt gut fühlen würde, wenn das nicht da wäre), oder ich immer noch viel zu verspannt bin. Muss eh bald nochmal zum Doc um die Sache mit der Magenspiegelung zu besprechen.





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  23.02.2018 11:04  
Habe die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen aufgrund von Rückenschmerzen. Die machen mich grade echt fertig. Hatte auch mal wieder eine kleine Panikattacke. Können die Schmerzen denn wirklich nur von Verspannungen kommen?

Heute Termin zur Magenspiegelung, in einer Stunde geht es los. Angst davor habe ich keine, lief beim letzten mal auch alles gut.





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  23.02.2018 20:48  
Magenspiegelung gut überstanden, wie auch beim letzten Mal. Erstmal das Positive: Das Geschwür im Zwölffingerdarm ist nicht mehr da. Die Magenschleimhaut ist insgesamt auch nicht mehr gereizt, nur noch eine winzige Stelle (ca. 4mm) die grade heilt. Also dem Magen weiter gutes tun und der Haferschleim findet weiterhin Verwendung.

Alles was dann jetzt noch kommt, muss von der Angst und den Verspannungen kommen.





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  25.02.2018 01:21  
Ich hatte eigentlich ein ganz guten Tag. Ich war ein wenig draußen, hab mir was zu essen besorgt. Ein bisschen Gitarre gespielt und auch ein bisschen am PC. Dann dachte ich mir eben, wie schön es doch ist, wenn die Brust- und Rückenschmerzen mal einen Tag nicht ganz so present sind. Das hätte ich wohl nicht machen dürfen, denn mit einem mal fing mein rechtes Bein an zu schmerzen und zusätzlich gabs noch ein Kribbeln im Fuß.

Als ob mein Körper oder meine Psyche mir sagen wollen, freu dich nicht zu früh, wir haben da noch was in der Hinterhand um dich zu verunsichern. :?





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  13.04.2018 00:42  
Öfter mal was Neues. Eigentlich lieber nicht. Ok, was neues wäre es auch, wenn mal NICHT ein neues Symptom auftreten würde. Wo fange ich an...

Seit letzter Nacht verspüre ich ein komisches Kribbeln bzw. Vibrieren in der Brust. Natürlich links auf Herzhöhe. Hab dann eben mal hier im Forum rumgesucht und ich bin nicht der erste. Scheint wohl harmlos zu sein, ist es bestimmt auch, aber es nervt ganz schön. Jemand hat es ganz gut beschrieben mit "als ob dein Handy auf der Brust liegt und es beim klingeln vibriert", nur vielleicht etwas schwächer. Vielleicht kommts daher, dass ich gestern mit den Armen überm Kopf arbeiten musste (was ich sonst nicht mache) und das hautsächlich mit links. Wobei ich die gleich Arbeit vor über enem Jahr schonmal gemacht habe und da hatte ich hinterher nichts.

Hab ja noch nen offenen Termin beim Orthopäden, dann werde ich dem das einfach auch erzählen. Damit wäre ich schon beim nächsten Thema. Rücken- als auch Beinschmerzen wollen einfach nicht verschwinden, der Termin beim Doc werde ich also mit sicherheit wahrnehmen. Auch wenn ja der Verdacht naheliegt, dass all das auf Verspannungen zurückzuführen ist, die durch Angst entstehen, so sehe ich das etwas anders. Meine Therapie läuft ja schon ne Weile und meine Ängste und Panikattacken haben sich bereits reduziert. Zusammen mit dem regelmäßigen Sport sollten doch zumindest keine neuen angstbedingten Verspannungen entstehen.






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  18.04.2018 17:38  
Heute endlich den Termin beim Orthopäden gehabt. Spontanheilung ist nicht eingetreten, aber es tut auch mal gut wenn einem jemand zuhört und direkt noch ein paar fachkundige Ideen hat.

Wieder mein Rezept für neue Einlagen bekommen und dazu eine Überweisung für Physiotherapie. Er vermutet bei mir Blockaden im Bereich der Brustwirbelsäule. Zur Sicherheit wurde auch Blut abgenommen um Entzündungswerte zu checken, Stichwort Rheuma. In der Richtung vermute ich aber nichts.

Dann werde ich mir mal nen guten Physiotherapie suchen und dann sehen wie es weitergeht.





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  18.08.2018 20:04  
Huch, ne ganze Weile nichts mehr hier geschrieben. Bin ich etwa geheilt? Ne, noch nicht.

Die Physiotherapie hat mir ganz gut getan. Ganz weg sind die Rückenschmerzen noch nicht, aber sie haben schon etwas nachgelassen. Die linksseitigen Brustschmerzen sind allerdings deutlich besser beworden. Sie treten nur noch sehr selten auf, was mich bei meiner Herzangst einen guten Schritt weitergebracht hat.

Alles in allem habe ich die letzten 4 Monate relativ gut überstanden (von der einen Horrornacht abgesehen, in der ich 5-6 Panikattacken hatte), trotz der teilweise enormen Hitze. Ich hab aber auch Wasser getrunken wie ein Weltmeister.

Leider kam wieder was Neues. Und zwar Schmerzen in der rechten Schulter. Es kam ganz schleichend und nicht von einem Tag auf den anderen. Hab mir erstmal nichts bei gedacht, also schonmal keine Panik geschoben deswegen. So weit so gut. Wenn ich den rechten Arm über Kopf bewegen wollte, schmerzte es in der Schulter. Also z.B. beim Haare waschen, oder wenn man die Arme mal lässig auf dem Kopf ablegt, was ich hin und wieder mache, dann schmerzte die rechte Schulter. Oder auch wenn man den Arm hinter den Körper führt, bei verschiedensten Bewegungen, z.B. Rucksack aufsetzen.

War dann irgendwann doch mal beim Hausarzt und wurde an den Orthopäden überwiesen. Der hat sich das genau angeschaut und tippte auf eine Schleimbeutelentzündung. 3 Tage Schmerzmittel und gucken ob es besser wird, ich sollte aber zur Sicherheit nochmal zum Röntgen wiederkommen. Gesagt getan, die Schmerzmittel halfen, aber nach dem Absetzen waren die Schmerzen wieder da.
Dann zum Röntgen und tatsächlich war was zu sehen. Kalkschulter. Also die Sehne ist entzündet und bildet dann Kristalle, die fest werden können. Gibt es wohl bei vielen Menschen auch als Zufallsbefund, die keinerlei Beschwerden damit haben. Sowas kann sich auch von alleine wieder zurückbilden. Bei mir muss das schon ne Weile vorher da gewesen sein, kann man zumindest anhand der Aufnahmen sehen.

Hab dann eine Spritze mit Kortison direkt in den Schleimbeutel bekommen. Das hat mir meiner Meinung nach nicht wirklich geholfen, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, die Schmerzen wären noch schlimmer geworden. Wie auch immer, habe dann noch ne Überweisung für Krankengymnastik bekommen, also mal wieder zum Physio. Aufgrund der Hitzen hatten wohl einige Leute abgesagt, wodurch ich schnell Termine bekommen habe. Das hat dann auch ganz gut geholfen, in Verbindung mit Übungen zu Hause. Ganz wichtig: Den Arm bzw. die Schulter bewegen, aber ohne zu sehr in den Schmerz zu gehen.

Bin seit 1. August krank geschrieben, eine Woche habe ich noch. Danach muss ich mal sehen, ob ich die Schulter wieder etwas belasten kann.

Dann sitze ich heute da und muss eigentlich noch enkaufen, weil ich gestern was vergessen habe, was ich morgen noch brauche und auf einmal wird mir ganz anders. Aus dem Bauch heraus wird mir ganz flau und kalter Schweiß tritt auf die Haut. Also wohl doch mal wieder ne Panikattacke. Konnte mich aber beruhigen und bin erstmal los zum einkaufen. Als ich wieder daheim war und was gegessen hatte trat auf einmal wieder ein vertrautes Symptom auf: Schmerzen im linken Oberarm.

Och nö, ich dachte das wäre endlich mal vorbei. :seufzen

Was war heute los? Vielleicht wieder die Psyche, weil ich morgen früh raus muss? Oder weil ich am Montag Geburtstag habe? Oder weil ich dafür ne kleine Feier zum kommenden Wochenende plane? Oder mal wieder alles zusammen? Möglich wäre es, aber mal ganz ehrlich, das sind alles keine großen Sachen und aufgrund meiner Krankschreibung bin ich im Moment auch nicht überlastet und kann eigentlich fast jeden Tag oft Pause machen, auch wenn mal das eine oder andere geplant ist.





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  20.08.2018 00:21  
Mein Hausarzt hat mir immer wieder gesagt ich solle mal schwimmen gehen. Wäre gut für den Rücken. Das mag sein, heute war ich tatsächlich mal schwimmen und dem Rücken gehts gut, dafür schmerzen die Oberarme ein bisschen und ich hab mal so richtig Muskelkater in der Brust.

Rückenschwimmen, Brustschwimmen und ein bisschen Kraulen. Ok, war auch das erste mal Schwimmen nach über 10 Jahren, aber dass es so heftig wird hätte ich nicht gedacht.

Ich könnte ja noch fragen wo denn der Ausschlag auf meinen Armen herkommt, aber das ist dann doch nur ein handelsüblicher Sonnenbrand. :lol:





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  05.09.2018 17:55  
2 Wochen Muskelkalter von ein bisschen Schwimmen. Ich bin echt untrainiert, was das angeht. :lol:

Jetzt gehts aber wieder. Schulter wird auch besser, dank Physio und den Übungen, die ich jeden Tag zu Hause mache. Ich bin nunmal ein ungeduldiger Mensch, daher geht mit das meiste immer zu langsam. Aber manchen Dingen muss man einfach Zeit geben.


Es hat sich wieder etwas eingeschlichen, was ich vor rund 3 Jahren schonmal hatte: Druckgefühl im linken Oberbauch. Keine richtigigen Schmerzen, aber es fühlt sich unangenehm an. Im Sitzen ist es am unangenehmsten, im Stehen wird es meist besser, im Liegen ist es normalerweise weg. Bin deswegen dann doch mal zum Arzt gegangen, hab mir aber nichts Schlimmes bei gedacht. Der Hausarzt vermutet nun wieder eine Gastritis. PPIs wollte ich nehmen, da ich davon immer unschöne Nebenwirkungen hatte, also diesmal nur Riopan.

Über Nacht entwickelte es sich dann aber zu Schmerzen, weshalb ich gleich am nächsten Tag nochmal hin bin. Beim HA wurde dann gleich mal ein Check-up gemacht (bin ja jetzt über 35, da bieten die das an) und ein Ultraschall wurde probiert. War aber wohl zu viel Luft im Bauch, ich soll nochmal wiederkommen, ohne Essen vorher, dann würde man mehr sehen.

Jetzt warte ich noch auf die Blutergebnisse. Leider haben sie mich telefonisch heute nicht erreicht, ich soll morgen zurückrufen. Was extrem Schlimmes erwarte ich auch diesmal nicht, aber zurückrufen werde ich natürlich sobald wie möglich.





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  06.09.2018 15:13  
Ergebnisse von der Blutabnahme: Ein Leber- und Bauchspeicheldrüsenwert sind leicht erhöht, vermutlich aufgrund meiner vorherigen Wochenenden, an denen Geburtstage gefeiert worden sind, und ich dem Genuss mehrerer Kaltgetränke nicht abgeneigt war. Dann halte ich mich jetzt zurück (steht eh nichts an) und soll in 2 Wochen nochmal zur Blutabnahme vorbeischauen.


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