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201727.11




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Hoyerswerda / 02977 / Sachsen
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Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier im richtigen Bereich.
Kurz Vorweg : das hier jetzt nieder zu schreiben fällt mir ziemlich schwer, sollte ich also zu viel durcheinander schreiben oder Sachen für euch unverständlich sein, einfach kurz fragen ;-).

Ich war schon immer ängstlich und hatte Panikattacken, mal mehr mal weniger, ich glaube meine Psychologin führt das auf meine schwierige Kindheit zurück.
Kann mich was meine Kindheit angeht eigentlich fast nur an Angst und Gewalt erinnern.
Ich hatte Zeiten in den nich zwar mehr Angst hatte wie andere (steige auf keine Motorrad etc.) aber bin klar gekommen.
Dann gab es zwischendurch eine Zeit da habe ich es kaum geschafft zum Einkaufen zu gehen weil ich da üble Panikattacken bekam.
Dann wieder etwas ruhiger und jetzt nimmt es extreme Ausmaße an.

Es fing damit an, dass ich eines Morgens aufgewacht bin und nicht richtig Schlucken konnte ... nur mit starker Schwierigkeit und mit Schmerzen ging es etwas.
Zeitgleich war der Nacken steif und ich hatte Rückenschmerzen und konnte mich nur schwer bewegen.
Ich bin also in die Notaufnahme ... dort hat ein HNO draufgeschaut und mir gesagt da ist nicht es ist nur entzündet und ich solle aufhören zu Rauchen dann gibt sich das.
Gesagt getan auf der Stelle habe ich das Rauchen eingestellt.
Etwas später kam dann noch Heiserkeit dazu mir war Schwindelig und ich hatte Probleme beim auftreten (war völlig kraftlos).
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Schwindel nicht ein "Angstschwindel" war ... den bekomme ich ja häufig.
Ich habe natürlich sofort meine Symptome bei Google gesucht und dort natürlich gleich Ergebnisse mit Krebs und sowas gefunden.

Ich also zu meiner Hausärztin.
Die Gute konnte aber nichts finden Blutwerte etc. alles i.O.
Sie hat mich also krankgeschrieben mit der Aussage "Hm keine Ahnung was sie da ausbrüten"
Dann kamen noch mehr Beschwerden dazu wie Magenschmerzen, Blähungen, Aufstoßen und Sodbrennen.
Ich bin wieder zum Arzt und die hat mir eine Einweisung ins Krankenhaus gegeben um die Lunge zu Röntgen.
War Normalbefund.
Hier, obwohl so ein Lungenröntgen keine 10 Sek. dauert, war ich vorher völlig panisch und habe mir sonstwas ausgemalt bin fast verrrückt geworden.

Meine Hausärtzin hat mich dann zu einem HNO überwiesen.
Der hat dann alles gecheckt was dazu gehört und mir ein Anibiotikum verschrieben, welches ich allerdings aufgrund der Nebenwirkungen absetzen musste.
Er meinte auch es ist noch alles rot.
Bei einem nächtlichen schlimmen Schluckproblem bin ich dan nochmal in die Notaufnahme wo man mir sagte da ist alles i.O. und ich solle keine Antibiotika nehmen da ist nichts rot.
Ich weiss nicht ob die Ärzte unterschiedliche Dinge sehen können.

Also im Prinzip weiss niemand von was.

Bei meinem HNO hatte ich noch meinen heftigen Tinitus auf der linken Seite erwähnt (hab ich auch schon seit meiner Kindheit).
Er überwies' mich zum Kopf-MRT und dann ging das Ganze erst richtig los.
Schon vorher war mmir extrem übel und warm.
Ich habe die Schwester mit Fragen gelöchert wie lange ich drinliegen, muss ob ich schnell wieder raus kann wenn was ist und all sowas.
Sie hat nich dann "probeliegen" lassen und auch alles so eingestellt wie es dann ist.
Das war zwar übel aber ging irgendwie noch.
Dann kam sie auf einmal mit einem Kopfhörer an, setze den auf und lies mich hinlegen dabei noch so ein Gestell mit einem Spiegel dran über den Kopf.
Ich konnte mich gar nicht bewegen.
Da bin ich völlig ausgeflippt, hab keine Luft bekommen und alles drehte sich.
Musste ich also abbrechen.
Sie hat mir dann angeboten nochmal wieder zu kommen und mir was dagegen zu geben.
War ich bisher noch nicht.
Nach dieser Sache habe ich dann einen Termin bei einer Psychologin gemacht ... ich hab ja auch Angst einen Tumor zu haben und möchte das untersucht haben.
Da bin ich jetzt noch dran.

Währenddessen hatte meine Hausärtzin mir eine Überweisung zu einer Magenspiegelung wegen der Magen-Darm Probleme gegeben und mir ebenfalls Opipram 100mg verschrieben.
Da nehme ich morgends eine halbe und Abends eine Ganze.
Ich nehme sie schon eine Ganze Weile kann aber keinen Unterschied spüren.

Der Termin zur Magenspiegelung rückte also ran (der war heute).
Meine Freundin hat mich begleitet schon völlig genervt.
Ich hatte natürlich eine üble Panikattacke bin aber trotzdem in den Unterschuchungsraum.
Dort habe ich mich hingelegt und der Arzt hat also versucht den Schlauch in mich hinein zu bekommen.
Leider keine Chance ich habe so extrem gewürgt und sogar den Schlauch selbst rausgezogen dass die Untersuchung abgebrochen wurde.
Ich habe ziemliche Magen-Darm Probleme, denke dass ich Krebs habe und all sowas aber schaffe es nicht diese Untersuchung durchzustehen.
Kann ich nicht verstehen ... bei der extremen Angst, die ich vor Krebs habe, war ich der Meinung ich schaffe das irgendwie.
Der Arzt hat mir dan neinen neuen Termin gegeben wo er mich sedieren will.
Und man kann es sich schon denken, ich habe Angst vor der Sedierung .. ich hab das noch nie gemacht ... merkt man da was also wird man da bloss "lahmgelegt" das man sich nicht wehren kann oder ist man da weg?
Habe natürlich schon alles was dabei schiefgehen kann gelesen und mache mich fertig.
Meine Freundin hat mich dann erstmal angemotzt und mich "Lappen" genannt.
Sie meint sie braucht jetzt erstmal eine "Pause".
Das habe ich also jetz auch "durchtrieben"

Ich finde aus dem Ganzen einfach keinen Ausweg mehr.
Es wird zuviel und ich kann nicht mehr klar denken.
Ich fühle mich als würde ich neben mir herleben.
Es ergint alles keinen Sinn für mich.
Ich habe das Gefühl, dass irgendwo auf meiner Reise etwas falsch gelaufen ist, dass ich einen Fehler gemacht habe.

Ich soll demnächst noch in eine Tagesklinik .. aber .. ja da hab ich Angst vor.
Ich bin jetzt seit ca 8 Wochen zu Hause und muss morgen wieder arbeiten da mich das Kranksein finanziell auffrisst.
Man bekommt ja von der Krankenkasse bloß 70% und das geht gerade gar nicht.
Ich hoffe alles geht gut .. .ich muss bei meienr Arbeit ziemlich viel Auto fahren und dabei eine Panikattacke bekommen ist nicht wirklich gut.
Ich werde versuchen hier jetzt regelmäßig zu schreiben .. .vielleicht auch mal nicht so verwirrend wie jetzt :wink:
Wer etwas schreiben möchte darf das gerne tun.

Auf das Thema antworten


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  27.11.2017 20:43  
Herzlich Willkommen!

Du hast einen großen Schritt gemacht, nicht nur indem du dich entschlossen hast, diesen Eintrag zu verfassen, sondern weil du dich mit deinen Symptomen auseinandersetzt.
Ich habe ein ähnliche Geschichte.
2013 bin ich mit Verdacht auf Schlaganfall ins KH. Ohne Diagnose und mit Antidepressive wieder nach Hause geschickt worden. Die Symptome Schwindel, Ohnmacht haben mich so überrumpelt, dass ich daraufhin Panikattacken bekam. Bis zu diesem Tag hatte ich von psychosomatischen Erkrankungen bloß gehört und gelesen. Jetzt war ich selber im Boot.
2017 dann wieder: Schüttelfrost, Durchfall, Appetitlosigkeit, Zittern, Muskelkrämpfe, Ameisenlaufen, geschwollene Gelenke.
Die meisten Symptome - das weiß ich jetzt - sind von meiner Psyche ausgelöst.
Jetzt bin in einer Psychotherapie und versuche zu verstehen, was mit mir los. Begleitend nehme ich wieder Antidepressiva, damit ich überhaupt therapiefähig bin.
Unser Unterbewußtsein versucht uns was mitzuteilen, daran glaube ich.
Versuche dochmal herauszufinden, was dir die Symptome sagen. Die Angst hat viele Gesichter.
Atemnot, Verspannungen, Schwindel sind klassische Angstsymptome. Der Dauerstress, den dein Kopf hat, kann sich auch auf den Magen schlagen.
Denke immer daran, die Angst sieht bedrohlich aus, die quält dich, aber sie kann dir nichts anhaben. Mir hilft es, mich irgendwo bequem hinzusetzen, auf die Atmung zu konzentrieren und mir zu sagen, es ist nur die Angst, die kann mir nichts anhaben. Manchmal nehme ich mir auch die Laufschuhe und laufe oder walke durch die Gegend. Frische Luft hilft.

Es ist natürlich nicht einfach, wenn das Umfeld, das nicht versteht. Hier kannst du dir Zuspruch und Beistand holen.
Viel Erfolg!

LG Ulli :trost:





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Hoyerswerda / 02977 / Sachsen
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  27.11.2017 21:28  
Danke für den tip ... Ich versuche es gerade wieder Sport zu treiben.
Ich habe früher jeden Tag Sport getrieben.
Habe es von einem Tag auf den anderen sein gelassen kann mir aber nicht erklären wie es dazu kam das ist nun schon einige Jahre her und ich komme nicht mehr in Schwung wie man so schön sagt.
Jedes mal wenn ich irgendwas tue bestraft mich mein Körper mit schmerzen ... Meistens Gelenk schmerzen fühlt sich an wie Grippe.
Da sind dann oft die Schienbeine steif und ich muss Pause machen.
2004 hatte ich eine Art Krampfanfall wo mir nie jemand sagen konnte was da los war.das hat auch irgendwas ausgelöst bin ich mir sicher.
Wie hast du es geschafft in deinen Kopf zu bekommen dass es nur die psyche?ist wobei NUR glaube ich nicht das richtige Wort ist



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  27.11.2017 22:30  
Ich schreibe alles auf, eine Art Tagebuch über Medikamente, Ereignisse, Symptome und Gefühle, eher stichwortartig. Das hilft mir Zusammenhänge zu sehen.
Kann ich dir sehr ans Herz legen.
In der Therapie habe ich Ereignisse aus meiner Kindheit gesehen und Gefühle erlebt, die ich vergraben glaubte. Sieh das Kind in dir an, es kann dir sicher einiges über dich erzählen.

Wenn du unruhig bist und du merkst, gleich flipp ich aus, kannst du diese "fehlgeleitete" Energie auch positiv nutze. Wenn du nicht laufen kannst, dann geh eben spazieren. Geh raus, schau dir den Himmel und die Bäume an. Mir hilft auch der Umgang mit meinem Pferd.
Wenn dein Körper lange nichts getan hat, dann meckert er schonmal, beachte es einfach nicht. Das heilt schon wieder.

Angstgestörte wie wir, schauen viel zu sehr auf die Symptome und empfinden Schmerzen auch intensiver. Unser Gehirn ist etwas falsch programmiert und schaltet zu schnell auf Alarm. Aber das kann man korrigieren.
Dein Umfeld kannst du nicht verändern, aber du kannst selbst etwas gutes für dich tun.

Danke1xDanke




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Hoyerswerda / 02977 / Sachsen
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  22.01.2018 18:27  
Ich muss hier auch mal was Positives schreiben ;-)

Die Magenspiegelung war nun am Freitag.
Hin gegeangen bin ich natürlich mit Panik.
Meine Sicht war teilweise vor Angst richtig verschwommen.
Als ich dort im Warteraum war hatte ich dan nam meistens Angst nicht mehr aufzuwachen nach der Sedierung.
Ich habe natürlich vorher sämtliche Horromeldungen über Propofol gelesen, welche ich finden konnte.
Der Arzt hat sich dann echt Mühe gegeben mir das Ganze einfach zu machen war aber auch genauso ehrlich und sagte dass man Probleme dabei nicht komplett ausschließen kann.
Fand ich ganz gut.
Die betäubung war dan necht nicht schlimm.
Bin mir nicht sicher aber ich glaube das Zeug unterdrückt auch die Angst.
Kurz nach der Spritze hatte ich nämlich keine mehr.
War irgendwie ein gutes Gefühl mal ohne Angst zu sein aber auch irgendwie als würde etwas fehlen.
Nach dem Aufwachen war ich dann leicht bedüselt aber alles nicht so schlimm.
Und das Ergebnis war : alles gut, kein Krebs oder sowas.
Das ist doch toll jetzt nur noch Darmspiegelung, Kopf-MRT und Lungenfacharzt.
Mal schauen was da raus kommt.
Man bekommt ja teilweise Termine erst Monate später.

Hm .. ich wollte doch was Positives schreiben.
Also genieße ich am besten erstmal, dass im Magen nix Schlimmes ist solange wie das gute Gefühl anhält ;-)


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