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201807.03




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Österreich
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Ich war oft schlecht zu dir. Weil du immer Angst hast, schreist und weinst, und verzweifelt bist. Ich hab dich weggestossen und eingesperrt und mit dir geschimpft. Ich hab gesagt: ich hasse die Angst und die Traurigkeit, geh weg. Ich hab gesagt: du hast überhaupt keinen Grund, halt die Klappe. Ich hab gesagt: ich will dich nicht.

Ich war im Unrecht.
Du darfst Angst haben wann immer sie kommt, und egal wie schlimm sie ist. Es macht nichts wenn andre sich grade nicht fürchten, es macht auch nichts wenn eigentlich gar nichts Schlimmes passiert und es eine Angst wegen Dingen ist die schon lange vorbei sind.
Es ist in Ordnung. Du bleibst bei mir und ich bleib bei dir, auch wenn es weh tut.
Ich nehme dich mit aus der Vergangenheit, ich nehme dich mit in mein Leben.
Wir können uns in die Decke einmümmeln und warten bis es besser wird. Wir können zusammen in den Garten gehn und uns die Pflanzen anschaun. Wir können mit dem Hund kuscheln, denn Hundebussis sind die besten.

Weisst du als ich heute Nacht geträumt habe dass ich einen kleinen armen Hund bei einer schlechten Familie gefunden hab, und den mitgenommen hab? Das warst du.
Ich kann dich beschützen, und all die Dinge die dir Angst machen, die kann ich auch regeln. Das habe ich schon oft getan, und darum weiss ich auch daß ich das kann. Wenn du darüber nachdenkst musst du zugeben daß ich das mittlerweile gut hinbekomme.

Du nimmst mich mit durch die Angst, und ich nehm dich mit zu den Blumen, zum Wind und zur Sonne.
Letzten Sommer, da war es wunderschön im Garten. Wir waren baden im Pool, und wir haben gegrillt, und da hab ich dich gespürt und bin wütend geworden. Ich hab gedacht - ich will mich jetzt nicht komisch und ängstlich fühlen, ich will entspannt sein und das Leben geniessen, geh weg. Dabei wolltest du nur mitmachen, dir das neue Leben auch anschauen.
Dieses Jahr will ich es besser machen. Ich will dich mitnehmen zum Baden und zum Grillen, und du darfst dich auch komisch und ängstlich fühlen. Schau dir alles an, das Leben wie es jetzt ist. Denn es ist viel Zeit vergangen und du darfst mitgehen.

Lass uns gehn, ich nehm dich mit.

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  08.03.2018 11:05  
Sani77 hat geschrieben:
Ich war oft schlecht zu dir. Weil du immer Angst hast, schreist und weinst, und verzweifelt bist. Ich hab dich weggestossen und eingesperrt und mit dir geschimpft. Ich hab gesagt: ich hasse die Angst und die Traurigkeit, geh weg. Ich hab gesagt: du hast überhaupt keinen Grund, halt die Klappe. Ich hab gesagt: ich will dich nicht.

Ich war im Unrecht.
Du darfst Angst haben wann immer sie kommt, und egal wie schlimm sie ist. Es macht nichts wenn andre sich grade nicht fürchten, es macht auch nichts wenn eigentlich gar nichts Schlimmes passiert und es eine Angst wegen Dingen ist die schon lange vorbei sind.
Es ist in Ordnung. Du bleibst bei mir und ich bleib bei dir, auch wenn es weh tut.
Ich nehme dich mit aus der Vergangenheit, ich nehme dich mit in mein Leben.
Wir können uns in die Decke einmümmeln und warten bis es besser wird. Wir können zusammen in den Garten gehn und uns die Pflanzen anschaun. Wir können mit dem Hund kuscheln, denn Hundebussis sind die besten.

Weisst du als ich heute Nacht geträumt habe dass ich einen kleinen armen Hund bei einer schlechten Familie gefunden hab, und den mitgenommen hab? Das warst du.
Ich kann dich beschützen, und all die Dinge die dir Angst machen, die kann ich auch regeln. Das habe ich schon oft getan, und darum weiss ich auch daß ich das kann. Wenn du darüber nachdenkst musst du zugeben daß ich das mittlerweile gut hinbekomme.



Du nimmst mich mit durch die Angst, und ich nehm dich mit zu den Blumen, zum Wind und zur Sonne.
Letzten Sommer, da war es wunderschön im Garten. Wir waren baden im Pool, und wir haben gegrillt, und da hab ich dich gespürt und bin wütend geworden. Ich hab gedacht - ich will mich jetzt nicht komisch und ängstlich fühlen, ich will entspannt sein und das Leben geniessen, geh weg. Dabei wolltest du nur mitmachen, dir das neue Leben auch anschauen.
Dieses Jahr will ich es besser machen. Ich will dich mitnehmen zum Baden und zum Grillen, und du darfst dich auch komisch und ängstlich fühlen. Schau dir alles an, das Leben wie es jetzt ist. Denn es ist viel Zeit vergangen und du darfst mitgehen.

Lass uns gehn, ich nehm dich mit.



Liebe Sani77
Das hast du toll geschrieben es baut sehr auf ! Wünsch dir weiter eine gut Verbindung zu deinem Inneren Kind . Lg. Djamila

Danke1xDanke


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  15.03.2018 09:49  
Guten Morgen Sanni77
Nimmst du oft Verbindung zu deinem Inneren Kind auf übers Schreiben ? Und wie geht es dir damit ? Wünsch dir noch eine schöne Rest Woche ! LG Djamila

Danke1xDanke


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Wien
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  15.03.2018 09:55  
Liebe Sani77,
auch ich finde es wunderschön geschrieben und ich denke es ist ein guter Plan, das innere Kind jetzt überall mitzunehmen und sich gut um den kleinen Racker zu kümmern. Beide Daumen hoch!

Danke2xDanke




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Österreich
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  15.03.2018 10:00  
Guten Morgen Djamila :)

Vor Jahren hab ich das mal gemacht, angeregt durch ein Selbsthilfebuch. Dann hab ich jahrelang nicht in die Richtung gearbeitet und erst jetzt wieder damit angefangen. Ich glaub einfach daß ich nur so weiterkommen kann weil dieser kindliche Teil vom mir stark abgespalten ist. Darin sind aber sehr elementare Gefühle begraben von denen viele meiner Symptome kommen.

Nachdem meine Kleine leider sehr verzweifelt und traurig ist, ist das ganze sehr anstrengend. Gestern bin ich darauf gekommen dass ihr die Mama fehlt und sie die wiederhaben will, so wie Kinder das eben wollen. Ich empfinde das überhaupt nicht so. So tief ist da die Kluft. Gestern Abend dann habe ich diese Trauer zu mir lassen können und ziemlich geweint. Wenn ich daran denke kommen mir auch gleich wieder Tränen.
Schön ist das nicht, aber ich weiss daß es sein muss, sonst wird das alles immer weiter wie in einer Zeitkapsel konserviert, und dann würde sich nie etwas ändern können.


Hallo Schokopudding

Danke, ich geb mein bestes : )

LG Sani

Danke1xDanke


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Wien
322
  15.03.2018 10:05  
Sani77 hat geschrieben:
Gestern bin ich darauf gekommen dass ihr die Mama fehlt und sie die wiederhaben will, so wie Kinder das eben wollen.


Diesen Wunsch kenne ich nur allzu gut. Es wäre so schön, wenn man nicht so Vieles alleine wuppen müsste und es jemanden gäbe an den man viele der Erwachsenen-Sachen abgeben könnte.





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4
Österreich
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  15.03.2018 10:12  
Ja das wäre toll eine Mutter zu haben die einen unterstützt und Halt gibt und einfach nur da ist und einen liebt.
Leider hatte ich in der Hinsicht Pech mit meiner. Ausser Ablehnung, Feindseeligkeit und oft sogar richtig Hass, kam am Ende nix mehr von ihr. Darum war ein Kontaktabbruch auch notwendig. Ich habe vor 20 Jahren akzeptiert daß es so ist und nie anders werden wird, der kindliche Teil in mir aber leider nicht wies ausschaut. Jetzt muss ich wohl erstmal Trauerarbeit leisten.

Schöne Grüsse übrigens nach Wien, meiner ehemaligen Heimatstadt.



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  15.03.2018 10:59  
Sani77 hat geschrieben:
Guten Morgen Djamila :)

Vor Jahren hab ich das mal gemacht, angeregt durch ein Selbsthilfebuch. Dann hab ich jahrelang nicht in die Richtung gearbeitet und erst jetzt wieder damit angefangen. Ich glaub einfach daß ich nur so weiterkommen kann weil dieser kindliche Teil vom mir stark abgespalten ist. Darin sind aber sehr elementare Gefühle begraben von denen viele meiner Symptome kommen.

Nachdem meine Kleine leider sehr verzweifelt und traurig ist, ist das ganze sehr anstrengend. Gestern bin ich darauf gekommen dass ihr die Mama fehlt und sie die wiederhaben will, so wie Kinder das eben wollen. Ich empfinde das überhaupt nicht so. So tief ist da die Kluft. Gestern Abend dann habe ich diese Trauer zu mir lassen können und ziemlich geweint. Wenn ich daran denke kommen mir auch gleich wieder Tränen.
Schön ist das nicht, aber ich weiss daß es sein muss, sonst wird das alles immer weiter wie in einer Zeitkapsel konserviert, und dann würde sich nie etwas ändern können.


Hallo Schokopudding

Danke, ich geb mein bestes : )

LG Sani


Liebe Sani77
Danke für deine Antwort und ja arbeite in der Richtung weiter ich mache das schon viele Jahre und lese dann auch immer wieder mal in meinen Tagebüchern . Bitte sag mal Stimmt dein geb. Datum ! LG. Djamila :trost:



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  15.03.2018 11:04  
Schokopudding hat geschrieben:

Diesen Wunsch kenne ich nur allzu gut. Es wäre so schön, wenn man nicht so Vieles alleine wuppen müsste und es jemanden gäbe an den man viele der Erwachsenen-Sachen abgeben könnte.


Hallo Schokopudding man kann Erwachsenen Sachen auch Spielerisch erledigen ! Und wenn man lernt es ein wenig zuzulassen ist man nie wirklich allein , habe ich in vielen Jahren gelernt . Wünsche dir ganz viel Kraft für deine Erwachsenen Sachen die du bewältigen musst .
LG Djamila





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Österreich
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  15.03.2018 11:13  
Ich hab sogar auch zwei alte Tagebücher aufgehoben, eines aus meiner Teenagerzeit. Darin zu lesen ist teilweise zum Schmunzeln für mich weil das Geschriebene so typisch teenagermäßig dramatisch ist. Das liegt aber auch daran dass diese Tagebücher nicht wirklich dokumentarisch waren sondern ein Platz zum auskotzen ohne Reuhe und Zurückhaltung, für verbotene Gedanken gewissermaßen.
Im zweiten war ich schon bei der Therapiearbeit, darum stehen darin viele Träume aufgezeichnet und auch ein paar Gedichte, aber auch Zeichnungen und eben wieder extreme Gedanken ganz ohne Zensur. Dadurch schaut das da drin teilweise aus wie aus einem Horrorfilm.
Für mich ist Schreiben ganz wichtig und nützlich, auf sehr vielen Ebenen.
Ja, mein Geburtsdatum stimmt.

LG Sani

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