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201815.02




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Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier möchte euch mein Problem schildern und Erfahrungen von euch hören.
Ich bin 22 Jahre Alt und habe schon seit langem mit Zwangedanken zu kämpfen. Wirklich realisiert, dass ich Zwangsgedanken habe, habe ich ca. vor 4 Jahren. Ich muss oft Sachen wiederholen, weil mir meine Gedanken sagen, dass sonst beispielweise jemand stirbt der mir nahe liegt, was mir dann Angst macht. Immer eine bestimmte Zahl, z.B. die 6. Ich Zweifel auch dauernd an allem, an meiner Zukunft, an mir. Das hat mich die letzte Zeit schon sehr belastet seitdem ich aber in einer Beziehung bin ist es schlimmer geworden. Ich bin seit 6 Monaten mit meiner Freundin zusammen, es ging anfangs sehr schnell, ich hatte nicht groß Zeit darüber nachzudenken. Sie war mir sehr sympathisch, ich konnte super mit ihr reden, hab mich bei ihr wohl gefühlt und es war endlich mal eine mit der ich wirklich auf derselben Wellenlänge war. Ca. 2 Monate bevor wir zusammen gekommen sind hatte ich mit einer anderen Frau etwas am "laufen", was jedoch ziemlich ungesund war da es eher einseitig war (von ihr kam nicht viel), das war dann natürlich ein Gefühlskarussel. Ich hab mich bei ihr nie wirklich wohl gefühlt aber hatte halt dieses bescheuerte "kribbeln" und bin ihr sehr hinterher gerannt. Ich kannte sie jedoch kaum, das ganze ging auch nur ca. 1 Monat und nicht länger bis wir ein klärendes Gespräch hatten und ich ihr klar machte dass das vermutlich nicht das richtige sei (sie wollte nur S.uelles). Kommen wir zurück zu meiner Freundin. Anfangs hab ich manchmal schon an die andere Frau gedacht und vergleiche gezogen, die mich etwas beunruhigt haben ich konnte jedoch relativ gut damit umgehen. Sie waren nicht konstant da. Im ersten Monat lief unsere Beziehung perfekt. Ich habe meine Freundin vermisst wenn wir mal nicht zusammen waren, habe mich bei ihr wohlgefühlt, ich konnte noch nie jemanden so schnell vertrauen wie ihr, es beruhte auf Gegenseitigkeit. Nach ca. 1 Monat waren dann ganz plötzlich diese Gedanken wieder sehr konstant da, ich hab ständig angefangen alles zu hinterfragen. Die ganze Beziehung. Ich habe mir solche Vorwürfe gemacht weil ich schon extrem zwanghaft an die andere Frau gedacht habe. Die Gedanken haben mich fertig gemacht, und machen es immer noch. Ich kanns mir einfach nicht erklären, die andere Frau ist mir überhaupt nicht wichtig aber ich mache mir trotzdem dauernd Gedanken und habe auch was sie betrifft keine positiven Gedanken. Ich stell mir dauernd die Frage ob ich meine Freundin "verarsche", ihre Zeit vergeude und ihr total Unrecht tue. Dann krieg ich manchmal aus dem Nichts Panikattacken, ich fang an zu heulen und kriege Panik weil mir mein Kopf plötzlich sagt dass ich Schluss machen sollte. Dass das alles keinen Sinn macht. Diese Schuldgefühle machen mich teilweise echt verrückt, so viel Gedanken wie die letzte Zeit habe ich mir noch nie gemacht. Die Gedanken begleiten mich tatsächlich fast den ganzen Tag über. An manchen Tagen wirds dann wieder besser und ich bin erleichert aber dann fängt es plötzlich wieder an. Wenn ich neben meiner Freundin bin teste ich oft ob ich etwas fühle wenn wir uns küssen etc, wenn ich etwas spüre freu ich mich aber dann fängt gleich wieder das zweifeln an, ist ein Teufelskreislauf. Ich habe auch begonnen mich zu desozialisieren. Ich geh manchmal wirklich nicht mehr in eine Disco weil ich Angst habe dieses eine Mädchen zu sehen und dass dann vielleicht Gefühle hochkommen. Hört sich wirklich total unlogisch und verrückt zugleich an. Ich weiß momentan echt nicht was ich tun soll. Ich will meine Freundin nicht verlieren, und ich weiß dass ich das total bereuen würde aber kann die Gedanken nicht abschalten. Wenn mir Freunde sowas sagen wie "vielleicht ist sie einfach nicht die richtige" werde ich total nervös fang an Liebe zu googlen und kriege erneut Panikattacken. Ich zweifle wirklich dauernd und komme nie zu einem "befriedigendem" Ergebnis.
Hatte jemand von euch schon ähnliche Probleme? Wie geht ihr mit diesen Gedanken um? Ich möchte mir demnächst auch einen Psychotherapeuten suchen.

Schon mal vielen Dank fürs Lesen!

Liebe Grüße und einen schönen Abend euch allen!

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