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Hallo Ihr Lieben,
Ich leide seit einiger Zeit an verschiedenen Zwangsgedanken, unter anderem auch gegen meinen Mann.
Das belastet mich so sehr, da ich Ihn über alles liebe. Da kommen mir immer solche Gedanken wie zb.
Du widerst mich an, nicht anfassen, Idiot, Ich wünschte, Du wärst weg, oder ich muss mich von Dir trennen
Ich will nicht mehr mit Dir zusammen sein, ein flaues Gefühl im Bauch, wenn er mich küsst usw. ! Ist das ROCD oder sind das aggressive Zwangsgedanken gegen meinen Mann ? Manchmal kommen solche
Gedanken auch meiner jüngsten Tochter gegenüber . Ich weiss mir keinen Rat mehr. Ich habe bis zu meinem Selbstmordversuch
letzten Oktober 10 Jahre Clomipramin genommen, was mir gegen die Zwangsgedanken auch immer gut geholfen hat.
Nur nicht so gegen die Ängste. Seit fast 4 Wochen nehme ich jetzt Paroxetin. Die ersten 2 Wochen 10 mg, die 3. Woche
15 mg und seit Mittwoch 20 mg. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das nix besser wird.
Nun meine Frage:" Ist das ROCD oder sind das aggressive Zwangsgedanken ? " ich wäre so froh, wenn enigstens diese Gedanken verschwinden würden, denn die belasten mich am meisten. Und meinen Mann auch, da wir offen darüber reden.
Ich warte auf einen Platz in einer Spezialklinik für Zwangs und Angstpatienten und kann sehr wahrscheinlich schon am 13.
dort hin. Ich wäre so froh, wenn die mir dort helfen könnten. Hat vielleicht noch jemand solche Gedanken gegen seinen Partner ? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Diese Zweifel machen mich richtig fertig, denn es fühlt so echt an!

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 10:43 • 03.03.2017 #1


12 Antworten ↓


suekre
Hallo Maja,

schau mal hier:

beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/angst-den-partner-nicht-zu-lieben-teil-2-t66307.html

Lass mal den wörtlichen Titel des Themas außen vor, hier geht's wirklich um genau das, was du beschreibst. Du bist nicht allein.

03.03.2017 13:01 • x 1 #2



ROCD, oder aggresive Zwangsgedanken ?

x 3


Hallo Suekre,
die haben aber nicht diese bösen Gedanken, wie Du widerst mich an usw.
Und was meinst Du mit :" Den wörtlichen Titel des Themas außen vor lassen?"

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 13:08 • #3


suekre
Oh, du bist aber schnell damit, über 1.000 Seiten durchzulesen...

Scherz beiseite, auch das, was du schreibst, hab' ich schon dann und wann dort gelesen. Diese Sache äußert sich in vielen Formen und Gedankengängen. Du musst ja nicht dort mitdiskutieren, ich wollte dich lediglich drauf hinweisen, dass es für dieses Thema schon eine Anlaufstelle gibt.

Das Thema heißt ja "Angst, den Partner nicht zu lieben". Das ist etwas schwammig ausgedrückt, zumal du ja auch schreibst, dass du deinen Partner ganz sicher liebst, aber eben trotzdem diese Gedanken hast. Wenn du da dann erst mal einfach nur den Titel liest, kann's ja sein, dass du denkst "Hä, was will DIE denn? Ist doch gar nicht mein Problem." ... aber tatsächlich beschäftigt sich dieser Thread durchaus mit ROCD und Zwangsgedanken, die gegen den Partner bzw die Beziehung gerichtet sind.

03.03.2017 13:25 • #4


Hab gerade dort PoohMaus gefunden,
ich glaube sie hat ähnliche Gedanken Ihrem Freund gegenüber.
Und na ja, die Seiten habe ich mehr überflogen als gelesen auf der
Suche nach was, was meinen Thema ähnelt. Wie ist es bei Dir ?
Ich habe ja noch andere Zwangsgedanken und Ängste? Zb. habe
ich schon sehr lange die Angst, ich könnte gleichgeschlechtlich sein. Das macht
mich auch völlig fertig. Deshalb wollte ich mich letztes Jahr im Oktober
auch umbringen.

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 13:36 • #5


suekre
Zitat von Maja72:
Wie ist es bei Dir ?


Da die Beziehung, auf die sich meine Zwangsgedanken bezogen haben, mittlerweile in die Brüche gegangen ist, möchte ich eigentlich gar nicht mehr viel dazu schreiben. Das Einzige, was ich mit gutem Gewissen sagen kann ist, dass diese Situation mir klargemacht hat, dass ich mich im Verlauf dieser Beziehung völlig verloren habe. Ich habe meinen Ex-Freund abgöttisch geliebt, mich aber zu sehr verbogen, aus Angst, dass er mich verlassen könnte, sobald ich mal Ansprüche auf das Beziehungsleben äußere, die über das allernötigste hinausgehen.

Ich habe gedacht, ich könnte dauerhaft so leben. Konnte ich aber nicht. Diese fürchterliche Zeit hat mir das bewusst gemacht.

03.03.2017 13:55 • #6


Ok, das verstehe ich natürlich. Ich muss mich aber nicht verbiegen.
Und trotzdem ist dieser Mist in meinem Kopf. Seit meinem Selbstmordversuch
sind die Gedanken sehr schlimm. Vorher mit meinem alten Medi konnte ich wenigsten
vernünftig leben, bis zu meinem Selbstmordversuch. Aber ich glaube, das lag nicht
an meinem alten Medi, sondern mir hätte mal jemand eine Therapie anraten müssen,
was zu der Zeit keiner gemacht hat. Hast Du schon mal eine Therapie gemacht ?

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 14:11 • #7


suekre
Ich bin seit 2012 in Therapie, allerdings war diese Sache nicht der Grund, warum ich sie begonnen habe. Diese Zwangsgedanken bekam ich erst im Sommer 2015.

03.03.2017 14:30 • #8


Ich kann sehr wahrscheinlich am 13. März in AHG Klinik Berus.
Das ist eine Spezialklinik für Angst und Zwangserkrankungen und Psychosomatik.

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 14:45 • #9


suekre
Das klingt ganz toll! Sehr gut! Dann hoffe ich für dich, dass du während dieser Zeit der Sache auf den Grund gehen kannst.

Selbst wenn meine Gedanken nicht ganz so aggressiv waren wie deine - ich weiß so gut, wie quälend sowas ist. Auf den Inhalt der Gedanken kommt es am Ende auch gar nicht wirklich an. Der Zwang an sich ist das, was fertig macht. Ich konnte wochenlang nicht richtig schlafen und essen, habe im August 2015 bei einer Größe von knapp 1,85 m noch etwa 63 Kilo gewogen (von ursprünglichen 70, was auch nicht wahnsinnig viel ist). Ich habe mich gefühlt und gelebt wie ein Zombie, stand völlig neben mir und war praktisch jede Sekunde geplagt von immensen Schuldgefühlen gegenüber meinem Ex-Freund.

Es war eine ganz, ganz schreckliche Zeit. Aber ich bin gestärkt draus hervorgegangen. Ich hoffe, dass es dir auch so gehen wird.

03.03.2017 14:50 • #10


Danke suekre. Das mit dem abnehmen hatte ich auch. Ich bin 1,70 und hatte abgenommen
von 68kg auf 59 kg. Was die Schuldgefühle betrifft, die habe ich auch extrem. Wie gesagt,
ich liebe meinen Mann so sehr. Ich hoffe, das Sie mir in der Klinik helfen können, den ganzen Mist
in den Griff zu bekommen. Wie geht es Dir zurzeit ? Ich hoffe doch gut, oder ?

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 15:24 • #11


suekre
Als die Beziehung in die Brüche ging, hat sich ja auch irgendwie automatisch das Problem mit den (ROCD-)/Zwangsgedanken erledigt.

Deswegen kann ich im Moment nur allgemein sagen: Mir geht's ganz gut. Bin oft noch traurig weil ich immer wieder darüber nachdenke, was wir mal waren und was wir mit ein bißchen Anstrenung von SEINER Seite aus hätten sein können. Aber ich habe auch verstanden, dass ich ohne diese Beziehung langfristig besser dran bin. Das ist allerdings kein Trost für Leute, die noch mitten in der Sache drin stecken und es trifft auch auf gar keinen Fall zu, dass eine Trennung die ultimative Lösung ist. Meine Beziehung war doch ein recht spezieller Fall in der Hinsicht und es fällt mir ziemlich schwer, sie zu verarbeiten.

03.03.2017 15:40 • #12


Das tut mir sehr leid für dich. Schade, das es so kommen musste.
Ich wünsche Dir, das Dein nächster Partner richtig auf Dich eingeht,
und Du eine glückliche Beziehung haben wirst. Mein Mann ist ein wunderbarer
Mensch, der wirklich auf mich eingeht und wegen mir schon so einiges
weg stecken musste. Ich hoffe, das ich irgendwann genauso für Ihn da sein kann,
wie er immer für mich. Und ja, ich verstehe, das sowas nicht leicht zu verarbeiten ist.
Wahrt Ihr sehr lang zusammen ?

Liebe Grüße
Maja

03.03.2017 16:51 • #13



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