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Bärlin Spandow
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Frozen93 hat geschrieben:
Dann hatte ich viel Stress in der Arbeit und alles ging wieder von neuem los...


Ich bringe meine Zwangsgedanken auch mit Stress in Verbindung. Leider ist es bei mir so, dass mir das ganze Leben Stress verursacht.

Auf das Thema antworten


  23.02.2018 17:09  
ich finde diese Zwangsgedanken einfach so gemein. was haben wir denn verbrochen, dass sie uns so das Leben vermießen... Wenn ich die Energie des letzten Jahres, die ich für den Kampf gegen die Zwangsgedanken benötigt habe, anders verwenden könnte, wär ich wahrscheinlich eh rundum glücklich.
aber egal, mein Kampf endet erst wenn ich alt bin und eines NATÜRLICHEN Todes sterbe

aber kennt ihr das, wenn auch diese Zwangsgedanken das Gefühl geben, nichts mehr zu wollen als ihnen nachzugeben?

Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
4872
  23.02.2018 17:15  
angsthaeschen238 hat geschrieben:
aber kennt ihr das, wenn auch diese Zwangsgedanken das Gefühl geben, nichts mehr zu wollen als ihnen nachzugeben?


Kenne ich sehr gut. So war es bei mir früher auch. Heute sind die Zwangsgedanken nicht mehr so drängend, nerven aber immer noch.



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  23.02.2018 17:30  
Lasse dir einfach Zeit.



  23.02.2018 17:33  
Danke für eure Hilfe. In schlimmen Zeiten bin ich immer froh, dass es dieses Forum gibt. Nirgends antworten einem liebe Leute so schnell wie hier :)

Danke2xDanke


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  23.02.2018 18:17  
angsthaeschen238 hat geschrieben:
ich finde diese Zwangsgedanken einfach so gemein. was haben wir denn verbrochen, dass sie uns so das Leben vermießen... Wenn ich die Energie des letzten Jahres, die ich für den Kampf gegen die Zwangsgedanken benötigt habe, anders verwenden könnte, wär ich wahrscheinlich eh rundum glücklich.
aber egal, mein Kampf endet erst wenn ich alt bin und eines NATÜRLICHEN Todes sterbe

aber kennt ihr das, wenn auch diese Zwangsgedanken das Gefühl geben, nichts mehr zu wollen als ihnen nachzugeben?

Ja das kenne ich auch sehr gut. Alles wird bewertet und zwar negativ. Ich habe auch Schwierigkeiten ein Gleichgewicht zu finden bei allem ob es jetzt der Kontakt zur Mutter ist oder wenn ich Spaß ohne Kinder habe das fühlt sich falsch an usw





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  27.02.2018 20:09  
Hi!

Ja der Stress ist ein Reiz der den Zwang fördert oder hervorruft. Ich glaube dass viele Zwängler hochsensible Menschen sind und auch durch die Reize aus ihrem Umfeld sehr belastet werden.

Wenn ich ganz alleine bin kann ich entspannen und Ruhe finden. So als ob mein Körper bzw. mein Inneres sagt "Zeit für eine Pause!"

Außerdem ist unser Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen am Boden sonsten würden wir uns nicht die verrücktesten Dinge einreden und daran noch glauben oder denken dass wir es glauben oder tun könnten.

Ich hatte gestern wieder Tiefenhypnose... kamen viele Dinge aus der Vergangenheit zum Vorschein. Dem entsprechend bescheiden war/ist mein Tag heute. Ansonsten ging es die letzten Tage gut.

Werde mich zum Thema "Hochsensibilität" etwas einlesen, habe einiges an Lektüre bestellt. Auch ein Buch über Ängste von Dr.Preetz.

Haltet alle die Ohren steif und bis bald wieder!
Nicht aufgeben!
Euer Floki



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  28.02.2018 09:12  
Hey Floki

Zuerst ein grosses Kompliment an dich. So toll wie du hier deine Empfindungen schreibst. Ich versuche so wenig wie möglich zu Googeln, da es wirklich auch mehr belastend sein kann. Aber wenn ich jetzt schon hier gelandet bin dann kann ich ja auch noch meinen Senf dazugeben.

Mir geht es seit kurz vor Weihnachten ähnlich mit diesen Gedanken. Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder, die ich über alles liebe. Ich glaube aber, dass auch daher diese Ängse kommen. Ich bin ein Mensch, der sehr viel Liebe gibt und sich sehr um das Wohl Anderer bemüht und möglichst harmonisch mit allen umgehen möchte. Möglichst niemandem auf den Schlips treten. Bei meinen Kindern ist dieser Anspruch am höchsten. Ich möchte, dass es ihnen möglichst immer gut geht, dass ich in jeder Situation korrekt reagiere und sie sich frei entfalten können. Diese Ansprüche sind nicht immer zu erreichen und machen mir viel Druck. Druck = Enge, Enge = Angst.

Kurz vor Weihnachten hat sich die Stimmung zugespitzt. Mein Sohn hat oft mit seiner kleiner Schwester gestritten, sie ständig geärgert. Ich hab mich davon total aufregen lassen (da ich ja Streit gar nicht mag) und hatte ihn dann so oft und so laut wie noch nie angeschrien. Hatte das Gefühl ich habe ihn nicht im Griff und war auch etwas geschockt über meine Reaktion. Dann kamen plötzlich diese Ängste und Zwangsgedanken. Hat mich völlig fertig gemacht!

Es tönt komisch, aber obwohl diese Gedanken schrecklich sind bin ich doch irgendwie dankbar für diesen Break, denn wegen diesen Ängsten habe ich mich nun viel mit mir im Allgemeinen und auch meinen Vorstellungen gegenüber den Kindern befasst. Ich denke, dass mir diese Gedanken signalisieren, dass ich die Agressivität nicht immer wegdrängen soll sondern in positiver Form in mein Leben/meiner Person einbeziehen soll. In positiver Form von Mut, Durchsetzungskraft, Ehrlichkeit, Gefühle zuzulassen und auch zu äussern. Dass dann auch mal Streit entstehen kann und darf.

Seitdem ich das versuche umzusetzen und auch meine Kinder mal streiten lasse ohne mich immer dazwischen zu stellen, sie auch mal wütend sein lasse, ist die Stimmung mit ihnen echt gut.

Trotzdem ist es mit den Gedanken ein auf und ab. Manchmal geht es so gut dass ich denke ich habe alles überstanden und dann kommen plötzlich wieder Tage an denen ich wieder in Foren rumstöber ;-) weil es mich so belastet. Ich versuche mich auf diese befreiten Tage zu konzentrieren und die angsterfüllten einfach zu akzeptieren (was echt sauschwer ist aber wohl zur gesamten Besserung beiträgt).

Ich weiss nicht ob mein Senf irgendjemandem etwas bringt, mir hat es aber gut getan das niederzuschreiben. Jedenfalls ist es wirklich immer gut zu wissen dass man nicht die einzige auf diesem Planeten ist, die sich so den Kopf zerbricht. ;-)

Ich wünsche dir und mir und allen anderen wirklich nur das Beste, viel Kraft und Vertrauen.

Danke3xDanke


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  28.02.2018 11:27  
shameu hat geschrieben:
Hey Floki

Zuerst ein grosses Kompliment an dich. So toll wie du hier deine Empfindungen schreibst. Ich versuche so wenig wie möglich zu Googeln, da es wirklich auch mehr belastend sein kann. Aber wenn ich jetzt schon hier gelandet bin dann kann ich ja auch noch meinen Senf dazugeben.

Mir geht es seit kurz vor Weihnachten ähnlich mit diesen Gedanken. Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder, die ich über alles liebe. Ich glaube aber, dass auch daher diese Ängse kommen. Ich bin ein Mensch, der sehr viel Liebe gibt und sich sehr um das Wohl Anderer bemüht und möglichst harmonisch mit allen umgehen möchte. Möglichst niemandem auf den Schlips treten. Bei meinen Kindern ist dieser Anspruch am höchsten. Ich möchte, dass es ihnen möglichst immer gut geht, dass ich in jeder Situation korrekt reagiere und sie sich frei entfalten können. Diese Ansprüche sind nicht immer zu erreichen und machen mir viel Druck. Druck = Enge, Enge = Angst.

Kurz vor Weihnachten hat sich die Stimmung zugespitzt. Mein Sohn hat oft mit seiner kleiner Schwester gestritten, sie ständig geärgert. Ich hab mich davon total aufregen lassen (da ich ja Streit gar nicht mag) und hatte ihn dann so oft und so laut wie noch nie angeschrien. Hatte das Gefühl ich habe ihn nicht im Griff und war auch etwas geschockt über meine Reaktion. Dann kamen plötzlich diese Ängste und Zwangsgedanken. Hat mich völlig fertig gemacht!

Es tönt komisch, aber obwohl diese Gedanken schrecklich sind bin ich doch irgendwie dankbar für diesen Break, denn wegen diesen Ängsten habe ich mich nun viel mit mir im Allgemeinen und auch meinen Vorstellungen gegenüber den Kindern befasst. Ich denke, dass mir diese Gedanken signalisieren, dass ich die Agressivität nicht immer wegdrängen soll sondern in positiver Form in mein Leben/meiner Person einbeziehen soll. In positiver Form von Mut, Durchsetzungskraft, Ehrlichkeit, Gefühle zuzulassen und auch zu äussern. Dass dann auch mal Streit entstehen kann und darf.

Seitdem ich das versuche umzusetzen und auch meine Kinder mal streiten lasse ohne mich immer dazwischen zu stellen, sie auch mal wütend sein lasse, ist die Stimmung mit ihnen echt gut.

Trotzdem ist es mit den Gedanken ein auf und ab. Manchmal geht es so gut dass ich denke ich habe alles überstanden und dann kommen plötzlich wieder Tage an denen ich wieder in Foren rumstöber ;-) weil es mich so belastet. Ich versuche mich auf diese befreiten Tage zu konzentrieren und die angsterfüllten einfach zu akzeptieren (was echt sauschwer ist aber wohl zur gesamten Besserung beiträgt).

Ich weiss nicht ob mein Senf irgendjemandem etwas bringt, mir hat es aber gut getan das niederzuschreiben. Jedenfalls ist es wirklich immer gut zu wissen dass man nicht die einzige auf diesem Planeten ist, die sich so den Kopf zerbricht. ;-)

Ich wünsche dir und mir und allen anderen wirklich nur das Beste, viel Kraft und Vertrauen.

Du sprichst mir so aus der Seele man möchte den Kindern komplett gerecht werden und es ist immer was wo man ja Schuld haben könnte .





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  02.03.2018 12:58  
Hey ihr beiden!

Danke für das Kompliment und euer Feedback!

So wird der Thread am Leben gehalten und kann noch mehr Menschen helfen und Mut spenden oder einfach nur befreiend wirken.

Jede Meinung ist gerne willkommen! Danke hierfür!

Ich hatte am Montag meine Hypnoanalysesitzung, ging ca.2h und ich konnte einiges verarbeiten. Es kamen auch wirklich sehr reale Gefühle hoch... bei mir als würde ich ertrinken...bekam einen Klos im Hals und mir wurde übel.

Habe viele Erlebnisse aus der Kindheit abrufen können. Mein Therapeut hat mir dann geholfen diese zum Positiven zu wenden.

Hypnose hat nichts mit Show zu tun.. sondern ist harte Arbeit mit der eigenen Vorstellung. Die Momente die ich nochmal erleben darf sind zwar manchmal schlimm aber niemals so schlimm wie die Gedanken und Impulse denen man sonst ausgesetzt ist. Mein Therapeut ist auch Heilpraktiker.

Die Bücher über die Hochsensibilität sind sehr interessant... helfen mir mich besser zu verstehen.

Außerdem ist es wirklich interessant wie man sein Unterbewusstsein beeinflussen kann... seit fast 5 Monaten bin ich ohne TV und ich blühe auf.
Ich träume mein Leben! Versucht mal nach einem spannenden Actionfilm einzuschlafen... nach solchen Filmen bin ich total aufgedreht und bekomm kein Auge zu.... das Unterbewusstsein verarbeitet das gerade in Fernsehen erlebte.

Nehmt euch die Zeit und schaltet für 30-60min ab.... legt euch in euer Bett und versucht an nichts zu denken... ich benütze Selbsthypnose-Cds und es wird von mal zu mal besser. Ihr fühlt euch danach erholt und fit.

Die negative Polung wird weniger.... die positiven Suggestionen (Satz:"Mir geht es in jeder Hinsicht besser und besser!") helfen. Am Anfang dachte ich mir...."so ein Schmarrn!" aber es hilft.

Ich denke ebenfalls dass wir mehr auf uns selbst achten müssen und unsere Mitmenschen und Umwelt viel zu wichtig nehmen. Wir vernachlässigen uns....

Meine Mordgedanken verschwinden.. nun sind es aggressive Impulse jemanden zu beschimpfen... oder zu schlagen.... diese werden bestimmt auch noch verschwinden. Es braucht Zeit und Geduld....beides haben wir nicht ;) oder glauben es nicht zu haben.

Ich nehme meine 40mg Fluoxetin jetzt seit 5 Monaten.... und die haben mir aus der Depression geholfen und waren wichtig...aber am Anfang sehr gefährlich wg den Nebenwirkungen. Meinen Zwang werde ich jedoch auf geistiger Ebene besiegen müssen.

Bin kein Esoteriker; habe auch nicht das Rad erfunden und kann auch nicht über das Wasser gehen, aber ich meine auf den besten Weg zu sein diesen Alptraum abzuschließen.

Meine Erfahrung:
Als die Krankheit vor 8 Jahren durchbrach brauchte ca 1.5Jahre um stabil zu werden... seit meinem Rückfall sind 5 Monate vergangen und es wird besser und besser....Rückschläge an manchen Tagen sind dabei und erschrecken mich...aber mein Humor kommt zurück!

Ich möchte hierbei auch mal den wenigen Zwänglern hier danken die immer mal wieder schreiben... hat mir viel geholfen.

Übrigens hab ich mir nen Boxsack zugelegt und Kickboxe nun :)! Auf den Spuren von McGregor ;)!
Seit frei für neues...entdeckt euch selbst neu... geht neue Wege! Ich habe meine Einstellung in der Arbeit geändert und sage nun meinem Chef direkt was mir nicht passt.

Passt auf euch auf!
Bis bald!
Floki

Danke1xDanke


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  08.03.2018 09:29  
Soo soo toll, wie du das schreibst und erlebst. Bin irgendwie stolz auf dich. :kuss:

Ich denke auch, der einzige Weg diese Gedanken loszuwerden ist, sich ihnen zu stellen und den Hintergrund zu erforschen. Je mehr man diese Gedanken akzeptiert und versteht, desto weniger wollen sie unsere Aufmerksamkeit.

Bin auch in Psychotherapie und verstehe immer mehr wie das autonome Nervensystem funktioniert. Wir haben auch Erlebnisse aus der Vergangenheit gefunden, die mich völlig unerwartet emotional total erschüttert haben. Obwohl ich dachte die sind verarbeitet. Sind sie halt eben manchmal doch noch nicht. Das ist einerseits sehr unangenehm, schmerzt in der Seele, aber danach hab ich mich wirklich so viel besser gefühlt, klarer.

Wie du sagst, wir müssen mehr auf uns schauen. Auch das Nervensystem braucht Pflege und Erholung, beim Körper tun das ja auch alle, ok fast alle... :P haha

Dass du dem Chef ehrlich sagst was du fühlst, das ist doch genau die richtige Richtung. Wir sollen mehr zu uns stehen und uns treu sein und äussern was wir denken/fühlen. Das ist auch mein grosses Vorhaben!

Danke1xDanke




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  10.03.2018 17:40  
Hi,

danke für die Blumen ;)!

Wie du sagst ist es wirklich harte Arbeit an einem selbst und an seiner Vergangenheit. Die Vergangenheitsbewältigung ist meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung um ein solides Fundament für unsere Psyche zu bauen.

Ich hatte am Montag meine dritte Hypnoanalysesitzung ( a 2h). Habe wieder paar Dinge aufgearbeitet. Wir hoffen nun den ausschlaggebenden Punkt für meine Zwänge gefunden zu haben.

Im Kindergarten bin ich einem Mädchen an die Gurgel gegangen und hatte sie gewürgt. Ich wollte ihr LOS haben. Danach war ich selber so enttäuscht von mir....habe als Kind lange daran knappern müssen. Ich hatte die Kontrolle in meinem Augen verloren! Deshalb hatte ich meine Zwänge gegen meine Schwester (Angst ich könnte sie erwürgen) und danach bei meiner Freundin und Frau.

Es schließt sich der Kreis... da ich hochsensibel bin kam ich damit im Kindesalter nicht klar. Ich habe es nie verarbeitet! Sobald ich in so einer Situation war.... kamen die Gedanken und die miesen Gefühle. Seit Montag geht es mir regelmäßiger gut... ich denke einen Zwangsgedanken den ich seit 25Jahren mit mir herumschleppe werde ich nicht von heute auf morgen ablegen.
Die nächsten Wochen werden zeigen ob es das endlich war.

Meine Medis nehme ich nach wievor!
Schüsseler Salze immer noch und Bachblüten zum Support (für meine Sensibilität).

Ich melde mich wieder!
Arbeitet an eurer Vergangenheit sie ist der Schlüssel für die Zukunft!

P.S habe mich neu beworben, will den Laden hinter mir lassen und neu beginnen!

Mut zu ;)!

Euer Floki

Danke1xDanke


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  10.03.2018 21:32  
Das Problem ist man versucht seine eigene Gedanken zu kontrollieren ob man wirklich so tickt und das wird zum Teufelskreis und ich finde auch dass es viel zu wenig Hilfe gibt für zwangserkrankte Menschen.
Verhaltenstherapeuten sind alle voll in der Psychiatrie sogar wenn du dich einweisen lassen möchtest schon von alleine Hilfe suchst musst du voll kämpfen und rackern die meisten Verhaltenstherapeuten nehmen nur Patienten die Selbstzahler sind.
Die anderen Verhaltenstherapeuten sind alle voll wo man Monate warten muss wenn man dann überhaupt noch dran kommt ja melden sich meistens gar nicht mehr zurück ich finde sie zuviel dass Leute mit Zwängen im Stich gelassen werden von den Psychologen es geht nur noch um Geld die Stunde so schnell wie möglich rumzukriegen also da muss viel viel mehr Hilfe geben . Und das nicht nach Monaten sondern so schnell wie möglich



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  10.03.2018 22:02  
Erkan hat geschrieben:
Das Problem ist man versucht seine eigene Gedanken zu kontrollieren ob man wirklich so tickt und das wird zum Teufelskreis und ich finde auch dass es viel zu wenig Hilfe gibt für zwangserkrankte Menschen.
Verhaltenstherapeuten sind alle voll in der Psychiatrie sogar wenn du dich einweisen lassen möchtest schon von alleine Hilfe suchst musst du voll kämpfen und rackern die meisten Verhaltenstherapeuten nehmen nur Patienten die Selbstzahler sind.
Die anderen Verhaltenstherapeuten sind alle voll wo man Monate warten muss wenn man dann überhaupt noch dran kommt ja melden sich meistens gar nicht mehr zurück ich finde sie zuviel dass Leute mit Zwängen im Stich gelassen werden von den Psychologen es geht nur noch um Geld die Stunde so schnell wie möglich rumzukriegen also da muss viel viel mehr Hilfe geben . Und das nicht nach Monaten sondern so schnell wie möglich

Ja genau man muss jeden Gedanken und Gefühle kontrollieren ein schlimmer Teufelskreis



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  11.03.2018 02:00  
Meiner meinung nach, kann mann Gefühle und Gedanken nicht kontrolieren,daher ist das ein Glücksspiel ,deswegen dieser Teufelskreis meistens haut der zwang sowiso das was er will dahin,wir müssen versuchen dieses Neutralisierungsdenken bzw Beruhigerdenken Komplett wegzulassen ,die panik attacken aushalten ,Die Angst wird aber sinken stunde für stunde daher keine sorge ,und der zwangsgedanke verliert seine macht .
Ist aber nicht einfach wenn es so weit ist und die Angst steigt ,aber ziehst du es komplett durch wird es für dich immer einfacher.
Die Angst macht einen sehr unsicher ,ist auch eine Unsicherheitserkrankung,für mich.
Ich hab mal Gelesen das wenn ,das Gehirn in so stress sitivationen ist Schaltet das Groshirn ab ,und mann ist sowiso nicht in der Lage klar zu denken ,
und dann noch eigene gefühle bzw Gedanken kontrolieren hat keinen sinn.Lass den Gedanken Ruhig zu Lache über den ,aber denke keinen Beruhigergedanke ,das macht einen immer unsicherer .




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  11.03.2018 14:48  
Floki hat geschrieben:
Im Kindergarten bin ich einem Mädchen an die Gurgel gegangen und hatte sie gewürgt. Ich wollte ihr LOS haben. Danach war ich selber so enttäuscht von mir....habe als Kind lange daran knappern müssen. Ich hatte die Kontrolle in meinem Augen verloren! Deshalb hatte ich meine Zwänge gegen meine Schwester (Angst ich könnte sie erwürgen) und danach bei meiner Freundin und Frau.


Kinder sind viel impulsiver. Sie reagieren noch mehr mit Angriff oder Flucht. Das ist ja später beides irgendwie unmöglich. Ich denke diese Situation war eigentlich garnicht so schlimm, wohl eher das Verhalten oder die Reaktion der anderen? (Lehrpersonen, Eltern, etc.) Vielleicht hätte man dich mehr unterstützen müssen nach diesem Erlebnis.

Floki hat geschrieben:
Meine Medis nehme ich nach wievor!
Schüsseler Salze immer noch und Bachblüten zum Support (für meine Sensibilität).


Welche Schüssler Salze nimmst du und welche Bachblüten?





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  18.03.2018 07:51  
Welche Schüssler Salze nimmst du und welche Bachblüten?[/quote]

Hallo zusammen!

Danke für eure Meinungen und Anregungen!

Ich meine die Schüsseler Salze bewirken bei mir nichts...ich werde die Packung noch leeren und dann werde ich mir keine mehr bestellen.

Die Schüsseler Salze wurden mir von einer Heilpraktikerin spezifisch für mich ausgesucht.. deshalb möchte ich auch keine genauen Angaben machen....sind für jeden speziell. Falls Interesse besteht bitte an einen Heilpraktiker wenden.
Mein Ergebnis...haben nichts bis minimal etwas bewirkt. Das selbe Spiel ist es auch bei den Bachblüten....jedoch gibt es hier spezielle Blüten gegen Zwänge. Findet man recht schnell im Internet.

Habe mir einen richtig dicken Wälzer über Bachblüten bestellt und versuche mich mehr in die Materie einzulesen.

Zu meiner Form.... die war 1 Woche recht gut danach wieder sehr bescheiden.
Bei Stress und harter Arbeit bin ich total erledigt... und das Areal um meine Blut-Hirn-Schranke schmerzt. Die Gedanken waren wieder sehr präsent. Überwiegend gewalttätiger Natur... ich könne die Gläser auf den Boden werfen....in unser Auto treten usw.

ABER:
Ich habe in auf einer schweizer Seite für Zwänge einen sehr gut Artikel gelesen der in mir erneut die Hoffnung weckt.

n-acetylcystein wird auch bei der Behandlung von Zwängen eingesetzt. Hierzu gibt es hier auch ein Thread aus dem Jahr 2012 wo bereits Leute über die positive Wirkung berichtet haben.

Habe mir NAC bestellt und bereits nach der zweiten Einnahme in Höhe von 600mg ging bzw geht es mir besser. Dies wiederum brachte mich auf eine heiße Spur.... wenn ich sehr viel esse also wirklich sehr viel Fleisch (auch fettiges Fleisch) Gemüse, Nudeln und Co. geht es mir für einen kurzen Zeitraum sehr gut.

D.h. das Dopamin wird ausgeschüttet.
Mein Medikament setzt aber am Serotininrezeptor an und hat meiner Meinung nach "nur" gegen
meine Depression geholfen.

Mit dieser Idee im Kopf fand ich wiederum auf der schweizer Seite einen Bericht einer Frau die von Ihrer Zwangsstörung komplett geheilt wurde.

Ihre Heilung kam über eine Vitalstofftherapie die die natürliche Produktion der Mineralstoffe für unsere Rezeptoren in Gehirn fördert (Serotonin, Glutamin,Dopamin usw.).

Thema Orthomolekulare Medizin
Ich denke dass dieser Haushalt nicht passt und habe deshalb einmal einen Termin bei einer Ärztin die darin sich auskennt ausgemacht.

Die NAC halten mich bis dahin stabil :)!

Soweit so gut....wen die Berichte interessieren kann mir gerne eine PN schicken...dann sende ich euch die Links.

Zur Info:
Mein Medikament nehme ich nach wie vor.

Hypnose betreibe ich immer noch zur Entspannung :)!

Sobald ich vom Termin zurück bin melde ich mich mit den Ergebnissen! Ist eine heiße Spur....

Bis bald!
Floki



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  18.03.2018 10:23  
Hallo,
ich möchte mich heute dazugesellen, denn in manchen Beiträgen finde ich mich direkt wieder. Ich leide schon viele Jahre unter aggressiven Zwangsgedanken (angefangen hatte es ursprünglich mal mit Panikattacken). Bei den ersten ZG hatte ich immer Angst, ich könnte meinen Kindern etwas antun und bin dabei vor Angst fast verrückt geworden. Körperliche Symptome waren dabei dieses ganz starke ununterbrochenen Angstgefühl, dass sich so wie ein offenes Feuer im Brustbereich anfühlt, würgen, erbrechen, etc. Dank Clomipramin verschwanden diese dann, aber sobald ich es mal versuchsweise abgesetzt hatte,, kammen sie nach spätestens 3-5 Monaten zurück. Clomipramin musste ich urplötzlich absetzen, da ich dadurch sehr hohe Blutdruckwerte hatte. Dann wollte ich es wieder mal eine zeitlang ohne Medikament probieren, das war genau vor zwei Jahren im Februar und drei Monate später, im Mai, fing alles wieder so an wie immer. Erst beginnt es bei mir mit wahnsinniger Angst vor Krankheiten und ich habe dann jede Stunde meinen Blutdruck gemessen und traute mich aber andererseits nicht zum Arzt, aus Angst vor einer schlimmen Diagnose. Und dann kamen die Zwangsgedanken wieder, aber diesmal nicht mehr gegen meine Kinder oder einen anderen sondern gegen mich selbst. Ich fragte mich ständig, was ist, wenn ich mir jetzt etwas antue (Tabletten, Messer, Fenster) und das verursachte in mir so ein furchtbar schlimmes Angstgefühl, das mitunter den ganzen Tag lang bis zum Abend anhielt. Wieder mit morgendlichem Würgen und allem was dazugehört. Wenn der Gedanke kam, dann überfiel mich eine Art kalter Schauer und ich schreckte zurück und sagte mir innerlich immer wieder nein, nein, nein, bis der nächste Gedanke kam. Ich fuhr dann in die 1. Hilfe einer psychiatr. Klinik und die sagten, dass mein neues Medikament (Escilatopram 20 mg) erstmal anschlagen muss und ich mich für die dortige Tagesklinik anmelden soll. Gott sei dnk bekam ich nach 2 Wochen einen Platz und es tat mir auch gut und auch das Medikament begann zu wirken, jedoch vollständig erst nach 6 Wochen. Der Oberarzt sagte, dass die Gedanken nur in meinem Kopf sind und ich muss etwas in meinem Leben ändern, sozusagen Grenzen setzen. Das betraf hauptsächlich meine Tochter, die mich nachts ständig mit Hiobsbotschaften anrief und auch meine Mutter, die immer sehr dominant mir gegenüber ist. Theoretisch wusste ich das alles aber die Umsetzung... Ich fand auch einen neuen Job und ein dreiviertel Jahr später auch einen Verhaltenstherapeuten. Soweit ging es erstmal, bis ich das Escilatopram absetzen wollte, da ich fast 10 Kg zugenommen hatte. Sollte Fluoxetin versuchen, was bei mir nach 5 Tagen zu ganz depressiven Gedanken führte, also fehlgeschlagen und neuer Versuch mit Duloxetin 30 mg. Manchmal hatte ich eine Kapsel vergessen und um die Weihnachtszeit bis zum Februar d.J. war mir permanent übel. Bin zum Arzt, Blutwerte waren in Ordnung und auch ein Test auf Helicobakter war negativ (wieder Krankheitsängste!). Ich wusste nicht, woher diese Übelkeit kam und wollte mal versuchsweise für ein paar Wochen das Duloxetin weglassen, ob es evtl. daran lag. Das hätte ich jedoch nicht achen sollen, denn in den letzten Wochen hatte ich so einen Stress, dass die ZG gegen mich wiederkamen. Erst waren sie noch so la-la, bis dann letzten Samstag sich meine Ängste meldeten und so schlimm, dass ich sofort wieder mit dem Medikament begann, aber die Änste nicht mehr aufhalten konnte. Wieder morgens im Bett Änste gespürt, dann gewürgt und gekotzt und dann diese schrecklichen ZG, dass ich mir etwas antun könnte. Dieses starke Angstgefühl hielt wieder von morgens 06:30 Uhr bis ca. 14 Uhr an und war fast nicht zum Aushalten. Meine Ärztin sagte mir, dass die Übelkeit davon kam, dass ich hin und wieder mal eine Kapsel Duloxetin vergessen hatte und sofort die sog. Absetzerscheinungen auftreten und ich nun das Medikament regelmäßig morgens nehmen soll und schrieb auf den Krankenschein auch noch die Diagnosen Agoraphobie? und mittelgradige depressive Episode?, was mir wiederum wieder erneute starke Angst machte, da ich dann an Leute denke, die sich tatsächlich unter ihrer Depression etwas angetan haben. Hab dann die Symptome gegoogelt und da stand auch, dass man nur schwer bis kaum in der Lage ist, seine alltäglichen Dinge zu verrichten. Aber das stimmt nicht, ich stehe morgens auf und mache alle Dinge, die ich machen muss (das Frühstück für meinen Sohn, einkaufen, Wäsche, kochen usw.). Das Einzige ist, dass ich dann nicht alleine bleiben will, aus Sicherheitsgründen. Ich denke dann immer, falls ich meine Gedanken doch in die Tat umsetze, dann ist wenigstens jemand da, der mich rettet. Ich muss dazu sagen, dass ich mit meinen beiden Kindern immer alleine war, leider. Erst nach der Geburt mit meiner Tochter und dann später auch mit meinem Sohn. Es war tatsächlich nicht immer einfach und der Job als Krankenschwester und dass ich meine Kinder oft alleine lassen musste, verursachten in mir stets große Schuldgefühle. Zur Zeit lebe ich mit meinem Sohn alleine, meine Tochter hat eine eigene Wohnung. Ich war Anfang der Woche auch bei meiner Mutter wegen der starken Ängste, aber sie kann mit meiner Erkrankung nicht umgehen und drohte mir, mich mit der Zwangsjacke abholen zu lassen, was mir erneut starke Angst machte. Am Mittwoch hat meine Therapeut die sog. EMDR-Technik bei mir erstmals angewandt. Ich muss dazu sagen, dass es mir an diesem Tag so schlecht ging und ich tatsächlich kurz davor war, in die Klinik zu fahren. Dort bin ich dann wenigstens in Sicherheit, wenn was ist, dachte ich. Ich ging also zum Termin mit wahnsinnigen Ängsten und ZG und ich hätte es nicht gedacht: Nach der Stunde bin ich nach Hause und hatte dort bis zum nächsten Morgen keinerlei Angst mehr. Ich war völlig entspannt und konnte sogar etwas essen. Ich kann bei diesen Ängsten sonst nie etwas essen, höchstens eine Banane am Tag und nehme dann in rasanter Geschwindigkeit mehrere Kilos ab. Am nächsten Morgen waren die Ängste und ZG zwar wieder da, aber nicht in so großer Intensität, was ich aber auch dem Duloxetin zuschreibe und zur Zeit spüre ich zwar den ganzen Tag über eine große Angespanntheit und hin und wieder die Angst, aber es geht noch. Die ZG sind auch da, aber ich versuche, an etwas anderes zu denken- was nicht einfach ist.
Ich danke euch fürs Lesen meines Beitrags und es tut gut, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist mit diesem Sch....

Danke3xDanke




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  18.03.2018 11:53  
Das kenn ich nur zu gut!
Ging auch lange Zeit nur gegen mich. Konnte kaum etwas essen! Hatte Angst mit dem Auto irgendwo reinzuscheppern!

Wichtig ist nicht alleine sein! Die Fluoxetin gingen bei mir voll nach hinten los. EMDR ist sicherlich auch gut zur Ablenkung und Beruhigung wie Meditation und Hypnose. Die innere Mitte finden...sagt meine Heilpraktinerin immer!

Hab mir heute 1200mg NAC eingefahren und ich erkenne mich selbst nicht mehr....Sonntag ist meistens der schlimmste Tag... immer mit meiner Frau beisammen. Heute lauf ich zur Höchstform auf.... 8Uhr schon Boxtraining und danach das Haus geputzt. Echt krass.... und ich fühl mich gut.
Bin so gespannt was bei der Professorin rauskommt....!

Viel Glück dir! Die Gedanken gegen einen Mitmenschen (Family usw.) können einen enorm fertig machen.... über die Dauer der Krankheit glaubt man auch noch dass man zu so etwas im Stande wäre. Deshalb zweifelt man so sehr an sich.

Am Rande:
Mein bester Kumpel wurde Papa. Er weis als einziger meiner Freunde bescheid...er hat mir selbst mal offeriert dass er "komische" Gedanken hat. Danach habe ich mich geöffnet. Er ist auch ein ganz normaler bodenständiger Mensch der nach außen auf dicke Hose macht und innen wie ein Lamm ist. Er hatte immer solche Gedanken wenn er Holz hackt oder sich körperlich sehr anstrengt.
Nun wo sein Kind da ist hat er solche Gedanken gegen sein Kind.

Bin sehr gespannt was die nächsten Wochen bei mir bringen. Werde mich auf alle Fälle wieder melden!

Wir halten zusammen!
Floki

Danke2xDanke


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  18.03.2018 14:29  
Danke für deine Worte! Ich muss mich auch immer ablenken von diesen schrecklichen Gedanken. Weiß auch icht, ob Ruhe momentan gut ist oder Stress. Gerade rief mich meine Tochter wieder an mit einer Katastrophenmeldung. Sie wurde von einem ihrer kürzlich beiden kastrierten Kater gebissen und so schlimm. dass eine Ader oder ä. verletzt wurde und sie nun im Krankenhaus in der Rettungsstelle sitzt. Jetzt muss ich erstmal dorthin fahren. Und so geht das immer weiter, das ist auch ein Punkt, der ich so belastet. Jeden Tag aufs Neue diese Anrufe und das mehrmals täglich. Ich wünsche dir heute noch viel Kraft und einen stressfreien Sonntag ohne ZG!



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Prof. Dr. Borwin Bandelow


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