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philsmith

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Hallo,

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet um vielleicht andere zu finden, denen es ähnlich geht, da ich nicht mehr weiß, was ich tun soll und wie es mit mir weitergeht. Ich bin Phil, 16 Jahre und gehe noch zur Schule. In der Grundschule hab ich mich immer wohl gefühlt, Ich hatte eine sehr schöne Kindheit, war glücklich und auch sehr beliebt in der Schule. Als ich aufs Gymnasium kam, fing die Pubertät langsam an. Ich bekam Pickel und den ganzen andern Kram der da noch passiert. Ich war nicht glücklich damit, weil es so plötzlich kam und ich auch immer sehr viel wert auf mein Aussehen gelegt habe. Allerdings kann ich mich nicht genau an diese Zeit erinnern, wie ich mich da gefühlt habe, dazu ist es schon etwas zu lang her. Aber ich weiß, dass mich das sehr beschäftigt hat. Seitdem bin ich die meiste Zeit meines Lebens alles in einem hauptsächlich unglücklich, besonders in letzer Zeit. Das Aussehen steht für mich seitdem immer weiter im Vordergrund. Ich bin mir sicher, und glaube mittlerweise fest daran, dass ich ein überglücklicher Junge sein könnte, der das Leben in vollen Zügen geniesst, hätte ich nicht diese Probleme mit meinem Aussehen. Anfangs war es nur die Haut. Sie hat sich von zeit zu zeit immer weiter verschlechtert, ich habe immer mehr Angst bekommen, in die Öffentlichkeit zu gehen, Kontakte zu knüpfen, Ich zu sein. Jegliche Cremes ausprobiert, Medikamente genommen blabla das ganze Zeug, und ja, meine Haut ist besser geworden in letzter Zeit. Kein Vergleich zum Winter letzten Jahres. Ich will gar nicht gross drum rum reden. Warum ich glaube dass ich an Dysmorphophobie leide..?:

1. Ich habe seit einem 3/4 Jahr nicht mehr in den Spiegel geschaut. Ich kann es nicht. Das letze mal war beim Frisuer. Nachdem Termin, war ich einfach leer. Es hat so weh getan mich in dem Spiegel zu sehen. Ich war so traurig wie noch nie. Generell war es davor auch immer so, wenn mich irgendetwas dazu getrieben hat in den Spiegel zu schauen, und ich es getan hab, fing ich an zu weinen, und fühlte mich wie der unglücklichste Junge der Welt. Mittlerweile schneide ich mir die Haare selber. Es würde einfach zu sehr weh tun.

2. Ich kann anderen Menschen, nicht in die Augen sehen, wenn ich mit ihnen rede. Es ist wie eine qual für mich mit anderen, besonders hübscheren Menschen zu reden. Dadurch meide ich es häufig, raus zu gehen, sondern bleibe oft für mich alleine. Meine Mutter fragt sich immer warum ich mich so zurückziehe. Und das ist der einzige Grund-das ich mich nicht schön finde.

3. Ich denke 24/7 an mein Problem. Natürlich gibt es Momente, wo ich mit etwas anderem beschäftigt bin aber Ich bin dauerhaft unglücklich und ich halt es nicht mehr aus.

4. Durch mein Aussehensproblem, kann ich mich zu nichts motivieren. Ich versuche meine Depressionen durch Schlafen zu verdrängen. In der Schule fühle ich mich unwohl, die Schule ist für mich eines der schlimmsten orte. Darüberhinaus bin ich auch dort sehr schlecht und ich schiebe all das auf meine Depression, hervorgerufen durch das Aussehen. Es beeinträchtigt mich in all meinen Lebensbereichen.

5. Für mich gilt mittlerweile: gutes Aussehen- glücklich.

6. Ich vergleiche mich 24/7 mit anderen Menschen.


Ich mache grad ein Auslandsjahr in spanien bis Juni. Der grund warum ich hier bin, ist der, dass ich Angst hatte vor der Zeit die mir in Deutschland bevorstände. Auch hier in Spanien bin ich unglücklich und leide jeden Tag wieder aufs neue, aber wenigstens sind mir die Menschen aus meiner Heimat fern, vor denen ich Angst habe, mit ihnen zu reden, sie anzugucken.

Während ich das hier schreibe, weine ich. Ich weiss, ich könnte ein so glücklicher Junge sein. Es macht mich einfach fertig und ich kann nicht mehr, ich kann einfach nicht mehr. Die meisten werden vielleicht sagen, das ist normal. Ich bin ja in der Pubertät. Aber nein, das ist nicht mehr normal, das ist alles andere als Normal. Ich habe unglaublich grosse Angst davor, mich für den Rest meines Lebens so zu fühlen. Ich wollte es einfach mal irgendwo rauslassen. Ich werde es wahrscheinlich demnächst meiner Mutter sagen, und sie bitten, mir Hilfe zu organisieren. Ich glaube zwar, das mir nicht geholfen werden kann, weil ich glaube dass ich nur durch gutes Aussehen glücklich werden kann, aber fakt ist einfach, dass ich keine Wahl habe..

Was denkt ihr?
liebe grüsse

08.03.2017 00:14 • 24.04.2019 #1


9 Antworten ↓


Triste78


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Wie kommst Du den bei den Mädchen in Spanien an?

Das würde ich als Indikator nehmen, ob Du hässlich bist,oder nicht.

Aber WICHTIG! Du darfst nicht so als Kummerlappen daherlaufen.

Das überträgt sich auf Deine Körpersprache.

Versuch mal zu schauspielern, also in eine Rolle zu schlüpfen, die Du garnicht selber bist!Aber nicht aufschneiderisch wirken.

So nach dem Motto: Mich kann man nur Lieb haben und cool finden!

Ich bin noch in einem Pickup Forum angemeldet(Da geht es drum,wie man frauen richtig anbaggert etc.)

Die Körperhaltung ist immens wichtig.Männer, die nach viel Sex aussehen(obwohl Sie garnicht immens viel haben) bekommen auch mehr davon.

Das leben ist leider viel Fake!

Wenn DU dann bei den Mädels gut ankommst, dann steigert das Dein Selbstvertrauen immens!

Versuche es!

17.03.2017 10:18 • #2


Luna70

Luna70


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Zitat von philsmith:
Ich werde es wahrscheinlich demnächst meiner Mutter sagen, und sie bitten, mir Hilfe zu organisieren. Ich glaube zwar, das mir nicht geholfen werden kann, weil ich glaube dass ich nur durch gutes Aussehen glücklich werden kann,


Das halte ich für eine wirklich sehr gute Idee, dass du dich deiner Mutter anvertraust. Sie merkt ja ohnehin, dass du unglücklich bist aber vermutlich wird sie den wahren Grund nicht erraten können wenn du es ihr nicht sagst.

Eine Diagnose kann nur ein Arzt stellen, wir können dir hier nicht per Ferndiagnose sagen ob du Dysmorphophobie hast oder nicht. Aber Fakt ist ja, dass du massiv leidest und da wohl alleine nicht raus kommst. Ich versichere dir, dass dir geholfen werden kann, auch wenn du dir das momentan vielleicht nicht vorstellen kannst.

Schönheit oder Hässlichkeit ist immer auch etwas subjektives und das hat auch sehr viel mit dem "Inneren" zu tun. Sogar Menschen, die nach allgemeinen Maßstäben schön sind (wie Models zum Beispiel) quälen sich manchmal mit Selbstzweifeln. Und dann gibt es wieder Leute die sind eigentlich gar nicht "schön", haben aber trotzdem eine tolle Ausstrahlung.

Wie lange bist du denn noch im Ausland?

17.03.2017 11:19 • x 1 #3


philsmith

philsmith


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Bis Juli...

19.03.2017 09:28 • #4


Luna70

Luna70


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Das ist noch ganz schön lange.

Zitat von philsmith:
Ich denke 24/7 an mein Problem. Natürlich gibt es Momente, wo ich mit etwas anderem beschäftigt bin aber Ich bin dauerhaft unglücklich und ich halt es nicht mehr aus.


Hast du das in einem ganz unglücklichen Moment geschrieben oder ist das wirklich dauerhaft so? Wenn du wirklich ständig so unglücklich bist, sage deiner Mutter bitte die Wahrheit. Sie wird dann sicher das Richtige tun.

Das Problem liegt an deiner Wahrnehmung von dir selbst. Ganz sicher bist du nicht so hässlich wie du dich selbst siehst. Hast du schon mal was von Magersucht gehört? Diese Leute sehen sich selbst als dick, obwohl sie teilweise schon lebensgefährlich abgemagert sind. Sie schauen in den Spiegel und sehen sich selbst dort anders als sie es tatsächlich sind. So ähnlich ist es bei dir auch. Deine Haut ist wieder besser, sagst du ja selbst. Aber in deinem Kopf ist das Gefühl gespeichert, das du hattest während deine Haut so schlecht war.

Du musst wieder lernen, dich realistisch zu sehen und vor allem musst du dich von der Vorstellung verabschieden, dass ein gutes Aussehen automatisch glücklich macht. Sicher hast du viele Eigenschaften, die dich zu einem wertvollen Menschen machen und die nichts mit deinem Aussehen zu tun haben. Fällt dir da was ein?

19.03.2017 16:54 • x 1 #5


philsmith

philsmith


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ja, indem moment war ich traurig. Es gibt momente die mich ablenken und auch gute momente sind. Aber mein problem ist in meinem Kopf verankert. Jedes Ereignis, was sich eigentlich schön anhört, sei es ein Treffen mit einem guten Freund oder ein schönes Grillen mit meinem Bruder, meiner familie,nach einem anstrengenden Tag. Es begleitet mich immer, manchmal weniger, manchmal mehr. Ich will mein Leben genießen verstehst du, aber ist so so schwer. Der einzige Moment, in dem ich es nahezu komplett ausblende, ist, wenn ich auf dem Wasser bin.. Surfen ist meine Leidenschaft und dabei bin ich nahezu glücklich. Leider sind das seltene stunden, besonders im Winter wo ich das gar nicht habe. Und ich weiß auch das ich ein schönes inneres habe, aber das Problem ist so gravierend.. Des weiteren ist vor 3 Tagen ein sehr guter freund aus meiner Kindheit gestorben. ich bin sehr unglücklich und überlege auch demnächst nach hause zu gehen.. Ich weiß nicht mehr weiter

19.03.2017 17:20 • #6


Libelle93


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Hals Unwohlsein und Ekel vor Hälsen

Hallo, ich melde mich hier, weil ich wirklich nicht mehr weiter weiß...
Ich habe seit ich mich errinern kann, Probleme mit meinen Hals. Das Problem ist nicht, dass ich innerliche Schmerzen habe.
Es ist eher so, dass ich mich vor Hälsen Ekel, sowohl vor meinem eigenen als auch anderen. Bei Szenen, indem z. B. jemanden am Hals gefasst wird oder jemand seinen eigenen anfasst habe ich so schlimmes Unwohlsein.
Ich kann nicht mehr zu Ruhe kommen, da ich nicht mehr liegen kann wenn mein Hals frei liegt. Ich muss immer eine Decke drüber ziehen diese darf meinen Hals aber auch nicht berühren....
Es schränkt mich total ein und ich würde mich freuen wenn ich evtl ähnliche Ereignisse erfahre oder mir jemand weiter helfen könnte.
Es ist mal weniger da und mal mehr.
Grade ist es wieder unausstehlich und schränkt mich seit Wochen ein.

30.03.2019 22:43 • #7


Perle

Perle


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Hallo Libelle,

bist Du in therapeutischer Behandlung deswegen? Wenn ja, was sagt der Therapeut dazu?

Welche Ideen hast denn Du selbst dazu? Du scheinst es ja schon ewig mit Dir herum zu schleppen und ich kann verstehen wie sehr es Dich einschränkt und belastet. Hast Du mal irgendwann in Deinem Leben eine bedrohliche Situation erleben müssen, in der Dein Hals eine Rolle spielte? Wie war Deine Kindheit und Jugend? Fühltest Du Dich frei und gut oder in irgendeiner Form eingeengt? Erzähle uns mal ein bischen was von Dir.

LG Perle

31.03.2019 09:41 • #8


Perle

Perle


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Hallo,

warum wurden diese Beiträge denn zusammen gelegt? Sehe da keine Verbindung.

LG, Perle

02.04.2019 19:37 • #9


Libelle93


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Vielen Dank für deine Antwort!
Ich bin in keiner Behandlung und habe auch mit keinem Arzt gesprochen bis jetzt.
Ich hab schon oft mit meiner Familie darüber gesprochen. Sie können sich auch nicht mehr richtig erinnern wann es anfing.
Durch einschlägige Ereignisse kommt es in meinen Erinnerungen und auch der die mich sehr lange kennen nicht.
Ich hatte eine sehr schöne Kindheit und mein Verhältnis zu meiner Familie ist sehr innig.
Ebenfalls fühle ich mich sehr frei, ich hatte nie große Einschränkungen und durfte immer das machen und werden was ich möchte.

Ich hab gedacht, dass es evtl. An der haut liegt. Die stelle am Hals ist sehr empfindlich und (in meinen Augen dünn). Mir ist aufgefallen, dass ich archillesfersen und Handgelenke ebenfalls unangenehm finde. Aber bei weitem nicht so extrem wie der Hals.

Danke für die Hilfe

24.04.2019 17:27 • #10



Prof. Dr. Borwin Bandelow


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