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201804.03




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Niedersachsen
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Hallo an alle,

ich habe ein großes Problem. Auf meiner Arbeitsstelle ist ein großer Hund (ein weißer Schäferhund). Dieser ist immer im Pausenraum; er gehört einer Arbeitskollegin von mir. Leider habe ich große Angst, wenn ich den Raum betreten will, zumal ich dort öfters mal hin muss, weil dort auch die Toiletten und einige Räume mit Arbeitssachen sind. Nun ist es so, dass der Hund dort nicht angeleint ist und immer wenn jemand die Tür öffnet aus dem Pausenraum kommt und kuckt. Wenn die Kollegin im Raum Pause macht rennt er auf mich zu und bellt mich an. Diese Problematik habe ich auch schon mit ihr besprochen, aber sie nimmt mich wohl nicht ernst und meinte der Hund sei so lieb, er würde mich nie beißen. Sie hat zwar auch gesagt, dass sie jetzt besser auf ihn aufpasst und ihn anleinen will, wenn sie drinnen ist, aber meine Angst ist nach wie vor da und ich muss ständig an diesen Hund denken. Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich, oder es kennt sich jemand mit Hunden aus, denn meine Angst ist schon extrem. Jedes Mal wenn ich dort hin muss und zur Tür gehe zittere ich schon.

Danke für eure Hilfe

Gruß
jh1d92

Auf das Thema antworten


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RLP
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  04.03.2018 22:21  
Das Problem ist, das der Hund deine Angst riecht und es ihn verunsichert, weil er nicht versteht warum du Angst hast. Also wird er schrecklich unsicher, denn er kann dich nicht einschätzen. Schäferhunde, besonders die Weißen, sind super sensible Weicheier. Daher neigen sie dazu, wenn sie unsicher sind, auf alles zu zu stürmen und es anzubellen. Ich finde dass aber für dich eine unzumutbare Situation. Da bekommt doch jeder Angst ! Ich hoffe, die Besitzerin ist jetzt wirklich so rücksichtsvoll, den Hund im Pausenraum an der Leine zu lassen und darauf zu achten, dass er ruhig liegen bleibt. Kommst du nochmal ni diese Situation, dann halte die Arme ruhig. einfach hängen lassen und den Hund nicht anstarren, sondern den Blick senken. Schau auf deine Schuhe und warte dass die Besitzerin hilft. Damit signalisierst du dem Hund, dass du keinen Streit möchtest. Wenn du dich mit dem Hund anfreunden möchtest, dann bitte die Besitzerin, ob du sie ein paar Mal beim Spazierengehen begleiten darfst. Der Hund wird dich dabei nicht anbellen, keine Angst und wird wahrscheinlich sogar ganz freundlich versuchen Kontakt zu dir aufzunehmen, weil du jetzt so tolle Sachen mit ihm unternimmst. Und es wäre super, wenn du den Hund jeden Morgen auf der Arbeit füttern dürftest. Du wirst sehen, in zwei Wochen bist du sein absoluter Liebling.

Danke4xDanke




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Niedersachsen
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  08.03.2018 14:26  
@Kupferglöckchen

Vielen Dank für deine Tipps. Es ist zwar etwas besser geworden, aber die Angst ist leider nach wie vor da. Ich hatte nochmal die Halterin angesprochen, sie würde auch mit mir zusammen in den Raum gehen. Dann benimmt sich der Hund komischerweise. Er rennt zwar hin und her und springt rum, aber das kann ich aushalten. Ich habe nur große Angst davor, wenn der Hund mich mit seinen großen Augen anstarrt. Dann kann ich nicht einfach wegkucken. Solange ich in dem Raum bin, habe ich immer wieder Kopfkino, wie der Hund auf mich zu rennen könnte und beißen würde. Ich kann ja nicht einfach zu meiner Kollegin sagen, sie soll bitte den Hund von jetzt an immer anleinen, wenn ich da bin. Spazieren geht sie mit dem Hund immer alleine, wenn sie Pause hat. Ich würde mich nicht trauen, dem Hund aus meiner Hand etwas zu geben. Das Leckerli könnte ich nur auf den Boden vor ihn legen, so hatte ich es auch immer mit meinem früheren Hund bei meinem Vater gemacht.



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  08.03.2018 15:32  
Das ist eigentlich Sache deiner Kollegin, das ganze besser zu lösen. Aber wenn sie nicht einsichtig ist, hilft es ja nichts. Vielleicht hast du mal Lust, dich ein klein bisschen mit Hundepsychologie zu beschäftigen um das Verhalten des Hundes besser einschätzen zu können.

jh1d92 hat geschrieben:
Dann benimmt sich der Hund komischerweise.


Ja, klar, weil er dann weiß, was von ihm erwartet wird bzw. nicht erwartet wird. Sein Frauchen kommt mit dir zusammen rein, das heißt für ihn "alles okay, der darf hier rein". Er müsste kapieren, dass es immer in Ordnung ist, dass du in den Raum kommst. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich hilfreich wäre, wenn die Kollegin eine Zeitlang mit dir zusammen rein geht. Wenn er sich ruhig verhält, müsste sie ihn belohnen. Dann versteht er, was er machen soll und was von ihm gewünscht ist. Bei Hunden ist es immer wichtig, gewünschtes Verhalten zu belohnen.

Ihm zu festen Zeiten etwas wirklich richtig leckeres zu geben, finde ich eine gute Idee. Am besten die Kollegin fragen was er haben darf und was er sonst nicht kriegt. Damit verknüpft er dich mit etwas positivem. Die Leckerchen auf den Boden werfen ist vollkommen in Ordnung, du musst es ihm nicht aus der Hand füttern.

Und bitte auf keinen Fall dem Hund in die Augen starren. In Hundesprache bedeutet das Provokation. Etwas zur Seite drehen und den Hund aus den Augenwinkeln beobachten ist viel besser.

Danke1xDanke




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Niedersachsen
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  22.04.2018 21:17  
Mittlerweile ist der Hund schon ein bisschen mein Freund geworden. Er lässt sich jetzt sogar von mir streicheln. Meine Kollegin hat meine Sorge ernst genommen und sie sagte, sie gehe auch regelmäßig zur Hundetrainerin und hatte mit ihr das Problem besprochen. Es gab zwar auch mal wieder eine Situation, wo der Hund mich anbellen wollte, aber meine Kollegin hatte ihn sofort dabei gestoppt. Ich bin so erleichtert, dass sie mir hilft, den Hund zu verstehen und ich habe auch so gut wie keine Angst mehr vor ihm. :D


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