20.01.2011 18:40 • 03.12.2019 #1


41 Antworten ↓


Die mit Stachel hasse ich ebenfalls.
Perfektionismus ist auch ein Problem von mir.
Angst zu sterben habe ich auch manchmal.
Platzangst habe ich selten.
Höhenangst: hatte ich früher. geht.
Was Bakterien angeht: da würde ich mir sagen, ich kann es nicht ändern .
Was das Sterben angeht: Hast du Angst vor dem Tod oder Angst vor dem Prozess?

20.01.2011 18:59 • #2


ich hab ja panikattacken und die fühlen sich schei. an: herzrasen,schwindel,schweißausbrüche,übelkeit,hyperventilieren.denke immer,irgendwann schafft mein herz das nicht mehr.ich hab eher angst,vor nem qualvollen tod.vor nem plötzlichen tod gar nicht.
ich komm mit den ganzen ängsten aber gut klar und meide die dinge.nur mit den attacken und mit erbrechen komm ich nicht klar.aber ich muss ja nicht in die enge oder höhe

20.01.2011 19:43 • #3


Hmm Angst vor allem, ich denke du machst aus jeder Situation eine Angstsituation. Aber was ist hierfür der wahre Grund?

Versuche deine Panikattacken durchzustehen, es ist schwer aber du schaffst es. Und dann werden die PA.s immer weniger.

Wann tritt die Angst konkret auf? Bist du dann wirklich in einer so schlimmen Situation oder arbeitet dein Gehirn nur wie wild und malt sich Bilder aus wie es werden könnte?

Versuche Dich immer wieder ins Hier und Jetzt zurückzuholen, denn hier und jetzt gehts dir gut und es ist ganz normal.

Liebe Grüße

20.01.2011 19:50 • #4


25.09.2014 17:49 • #5


Erwartest du eine hilfreiche Antwort? Menschen ohne deiner Thematik benutzen nicht das Wort "kontaminiert" für Dinge des Alltags. Viren und Bakterien sind für diese Menschen nicht vorhanden.

Es gibt nur einen Tipp. Weiter Therapie machen, um der Ursache auf den Grund zu gehen und zu hoffen, dass mentale Erleichterung dein Problem irgendwann löst.

25.09.2014 18:28 • #6


Hallo, Beleya!

Welch "Zufall": Ich habe eine "Messiewohnung" und eine Angsterkrankung. Ich habe auch große Ängste vor Bakterien und Viren (und einigem anderem mehr). Erst heute habe ich mich im Net nach möglicher Hilfe beim Aufräumen umgesehen: Ich weiß, ich schaffe es nicht alleine (alleine vom enormen Arbeitsaufwand her - und wenn ich dann noch die Zeit für das viele Händewaschen zwischendurch und den Streß/die Ängste, die sich dann (mehr oder minder) einstellen werden, mit einrechnen muß ...). Aber einen Teilbereich will ich alleine schaffen. (Denn ich habe "saubere", "etwas bedenkliche" und "(evtl.) gefährliche" Bereiche. (Ich benutze übrigens auch oft den Ausdruck "kontaminiert".)

Schon seit vielen Jahren habe ich dieses Problem. Ich habe es jedoch auch immer wieder geschafft, viel wegzuwerfen, Müll zu entsorgen etc.

Leider habe ich über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder nur das Aller-Allerdringlichste geschafft. Der große "Haufen" ist noch vorhanden.

Die positiven Effekte des Aufräumens wirst Du bestimmt auch schon festgestellt haben: Ich jedenfalls fühle mich nach einem (Teil-)Aufräumen wesentlich freier/besser. Aber es kostet mich auch immer wieder Überwindung, es wieder von Neuem anzugehen, weiter aufzuräumen.

Seit jüngster Zeit habe ich gemerkt, daß es viel bringt, das Aufräumen möglichst streßfrei zu starten; also nicht unbedingt kurz vor knapp, bevor ich in Urlaub fahre, zu einem Konzert gehe oder sonstwas. (Denn ich möchte vor solchen angenehmen Ereignissen mich auch in punkto Wohnung dann beim Weggehen rel. gut fühlen; deswegen mach(t)e ich vorher rel. gründliches (Teil-)Aufräumen in rel. kurzer Zeit (d. h. sehr viele Stunden dann am jeweiligen Tag/den jeweiligen Tagen). Aber dann war ich so gestreßt, daß ich "Fehler" machte, die noch mehr Streß und Ängste auf den Plan riefen. Und bis ich mich dann wieder zu einem erneuten Aufräumen motivieren konnte, ging viel Zeit ins Land.) (Die Küche habe ich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr genutzt; da fällt also zumindest kein Müll an. Ich esse auswärts bzw., wenn ich daheim was esse, sind es Nahrungsmittel, wo ich später nicht viel Müll zu entsorgen habe (Joghurt, Apfel, etc.))

Deswege räume ich seit kurzem also weniger auf einmal auf, dafür räume ich aber regelmäßiger auf; ich gestalte die jeweilige Arbeitszeit sehr viel kürzer als bislang. Dann kann ich mit aufkommenden Ängsten viel besser umgehen bzw. sie sind dann nicht so heftig! Versuche mal, einfach nur ganz wenig wegzuwerfen und achte darauf, wie Du Dich währenddessen und danach fühlst. Mach es dann, wenn Du viel Zeit hast (außer, Du hast Nahrungsmittelreste in der Wohnung; dieser Müll sollte so schnell wie möglich weg).

Es kommt ja hinsichtlich Gefährlichkeit auf die Art der Bakterien und Viren an sowie wohin sie gelangen und in welcher Menge; dazu kann ich in einem Satz so nix Beruhigendes für Dich äußern, denke ich. Aber die meisten Menschen kommen gut mit den alltäglichen Verunreinigungen/dem Kontakt mit anderen Menschen (oder mit Tieren) zurecht, ohne nennenswerten Schaden zu nehmen.

Wichtig ist, daß Du Nahrungsmittelreste so schnell wie möglich entsorgst. Falls Du das nicht schaffen solltest, hol Dir Hilfe (Freunde, Verwandte, Nachbarn).

Frage auch mal Freunde etc., wie sie selbst mit ihrem Müll verfahren, ob und welche Ängste sie dabei haben. Vielleicht beruhigt Dich das (teilweise), was sie Dir sagen werden.

Achte darauf, daß Du Deine Hände auch immer wieder mit Handcrème eincremst, damit die Haut nicht übermäßig trocken wird. Wären so Gummihandschuhe, wie man sie in Apotheken bekommt, eine Hilfe beim Aufräumen für Dich? Man kann auch so kleine Plastiktütchen nehmen; in sie läßt sich mit den Händen leicht rein- und wieder rausschlüpfen, so daß Du mit den Händen z. B. "sauberere" Gegenstände und, wenn Du mit den Händen in die Tütchen geschlüpft bist, "weniger saubere" Gegenstände anfassen kannst.

Frag doch vielleicht mal Deinen Hausarzt oder Leute, die auf diesem Gebiet bewandert sind, nach der Gefährlichkeit bestimmter Viren und Bakterien/dem, was Dir Sorgen macht. So manche Erklärung hinsichtlich z. B. Lebensdauer/Übertragbarkeit bestimmter Viren konnte mich beruhigen - auch wenn ich öfters nachfragen muß/mußte.

Wenn Du schon weißt, daß Du Dinge in einer bestimmten Ecke gesammelt wegwerfen mußt/willst: dann ist es ja egal, ob von einer dieser Sachen auf die andere des gleichen wegzuwerfenden Haufens was "gefährliches" rankommt.

Alles Gute für Dich! Morgen muß ich selbst wieder in Sachen Aufräumen ran ...

25.09.2014 21:41 • #7


Jim Panse

10.08.2016 14:19 • #8


Icefalki
Wenn sich die Angst immer neue Wege sucht, fragt man sich doch, was die Hintergrundsproblematik ist?

Wenn ich Angst vor Krankheiten habe, bedeutet es vielleicht , Angst vor Schmerzen, Tod, auf Hilfe angewiesen sein, Peinlichkeiten? Generelle Angst, keine Kontrolle über was zu haben?

Arbeitest du in dieser Weise mit deiner Therapeutin?

Du schreibst, dass dein Leben immer noch nicht in geordnete Bahnen verläuft. Wieviel Ordnung ist dir wichtig?

Ich schreib dir das, weil ich so selbst an mir gearbeitet habe. Zu wissen, warum ich Angst habe, hilft, zumindest mir half es, den Umgang damit zu lernen.

Es sind ja nicht die Bakterien und Viren, denen entkommst du eh nicht, die stehen nur stellvertretend für die Grundgeschichte.

10.08.2016 14:37 • #9


Jim Panse
Danke erst einmal für deine Antwort!

In den mittlerweile 10 Terminen haben wir (meine Therapeutin und ich) herausgearbeitet, dass ich
- keine Lebensvision habe
- kein Durchhaltevermögen mitbringe (alles langweilt mich schnell und ich möchte abbrechen/ aufgeben)
- mangelndes Selbstbewusstsein mit mir herumschleppe
- und mit immer neuen Ängsten zu tun habe (Viren, werde ich einer neuen Tätigkeit gerecht werden...)
das alles habe ich durch die Gespräche herausgefunden. Leider ist es bis zum befreiten Leben noch ein weiter Weg.

Leider ist es ja in der Therapie so, dass durch Gespräche einiges an die Oberfläche kommt. Aber eben sehr langsam. Mir wäre es lieber, dass die Therapeutin sagt: machen Sie A und B, dann kommen Sie bei C an. Leider läuft es so nicht. Das ist alles sehr zeitintensiv und, da ich im Moment Rückschritte mache, sehr zermürbend. Seit meiner Depression sind ja schon 9 Monate vergangen.
Dazu das "ungeordnete Leben". Damit meine ich im Grunde nur die Arbeitssituation. Wenn ich etwas zu tun hätte (außer Haushalt, Soprt und Einkaufen), ginge es mir vielleicht besser?! Aber auch da, die Angst, schaffe ich es überhaupt. Musste schon eine Stelle absagen, weil ich es nicht schaffte hinzugehen, ist aber schon 6 Monate her. Vor einem Jahr kannte ich mich so nicht.
Wie gesagt, ich fühle mich hilflos, und doch weiß ich, dass ich vieles in den eigenen Händen habe. Verrückt, das alles...

10.08.2016 14:58 • #10


Icefalki
Zu deinen herausgearbeiteten Erkenntnissen würde meine Frage lauten: Warum?

10.08.2016 16:41 • #11


Jim Panse
Du meinst mit dem warum, warum ich keine Lebensvision, Selbstbewusstsein etc. habe?
O.k. da muss ich noch weiter arbeiten, um an eine befriedigende Antwort zu kommen. Leider.
Trotzdem erwarte ich mir einfach mehr. Mehr Vorankommen, mehr innere Sicherheit, mehr Perspektive, mehr, mehr, mehr...
Zu viel wahrscheinlich, ist mir klar, aber ich bringe meinen Kopf mit dem Bauch (wollen, wollen, wollen) nicht in Einklang, mir geht es einfach zu langsam...

12.08.2016 11:42 • #12


Icefalki
Willkommen im Club der Menschen, die schnell eine Lösung wollen. Ich denke, das sind hier 100 Prozent.

Leider,leider funktioniert das nicht. Unsere Ängste sind ein Hinweis darauf, dass irgendwas nicht stimmt. Darum lautet meine Frage immer wieder WARUM?

Und beim warum geht es ans Eingemachte, denn rein logisch, dumm sind wir ja nicht, wie kann man auf solch idiotische Ängste kommen? Bei dir Bakterien, bei mir Panickattacken vor ? , dass der Himmel über mir einstürzen könnte? Saudumm.

Trotzdem ist sie da, die Angst. Warum hat man Angst vor solch einem Mist?

Und wenn du das nicht beantworten kannst, wer dann? Darum dauert Therapie ja so lange. Ist harte Arbeit an sich selbst.

Angst bekommt man, wenn Gefahr lauert. Das Leben selbst ist ja gefährlich und endet mit dem Tod.

Warum also sich vorher zu fürchten, wenn noch kein Worst Case eingetreten ist? Warum die Absicherung im Vermeiden oder sich eingrenzen?

Beantworte das ehrlich und du bist einen Schritt weiter. Ich wiederhole mich hier im Forum sehr oft. Aber um Selbstbewusstsein zu bekommen musst du dir erstmals deiner selbst bewusst werden.

Du sieht, alles große Themen, die einfach ihre Zeit brauchen um weiter zu kommen.

12.08.2016 12:34 • #13


Jim Panse
An dem, was du schreibst, sehe ich, dass du schon viel Erfahrung gesammelt hast. Deine Worte sind wahr und im Grunde weiß ich das alles auch. Aber bis das wissen wirklich ins Hirn einsickert und auch verinnerlicht wird, man man man... lange...
Die Angst vor der Übertragung von Bakterien oder Viren, ist ja auch nur ein Thema unter anderen (nervt nur im Momnet sehr). Ich kenne auch andere Ängste, und wie du schreibst, sind sie rein logisch gesehen alle Quatsch.
Habe mir zu dem Thema auch ein Buch gekauft, dass wie ich finde, schon sehr gut erklärt, wie Ängste entstehen und auch hilft sie zu überwinden. Von Doris Wolf - Ängste verstehen und überwinden
Leider kommt zu der "Grunderkrankung" jetzt auch noch eine gehörige Portion Zukunftsangst dazu. Da ich von keiner Institution Geld bekomme und meine Krankenkasse selbst zahle, mache ich mir natürlich Sorgen, wie es weitergeht. Denn es scheint ja noch einige Zeit zu dauern, bis ich wieder vollkommen gesund bin.
Das führt wieder dazu, dass mein Kiefer (knirschen in der Nacht) und mein Rücken verstärkt verspannen.
Ein Teufelskreis...
Und sorry, ich heule hier rum, obwohl es mir im Vergleich zu anderen, die hier angemeldet sind, ja noch relativ gut geht. Aber da ich den ganzen Tag Zeit habe, grübele ich auch.
Da wird über das "Herzstolpern" am Abend ewig lange (während man fernsieht) nachgedacht. Und weil ich eine Nacht lang Kopfschmerzen hatte, habe ich Angst das diese wiederkommen und und und

12.08.2016 13:39 • #14


Icefalki
Jim, die ganzen Ängsten sind Angst vor dem Leben. Vor unserem eigenen Leben.

Und ja, selbst gesunde Menschen haben Angst. Und wenn du Angst vor der Zukunft hast, bedeutet es doch nur, dass du keine Entscheidungen treffen willst.

Und das wieder macht unsicher und Unsicherheit ist mit Angst gekoppelt und bedeutet Stress. Und Stress macht ES, und der Kreislauf beginnt.

Mal eine Frage, wie bezahlst du deine Krankenkasse? Und einen Job hast du nicht? Sorry wenn ich was überlesen habe.

12.08.2016 13:59 • #15


Jim Panse
Hi, sorry, dass ich mich erst jetzt melde...
Ich lebe sozusagen von meinem Erspartem. Ich besitze noch zu viel, um ALG 2 beantragen zu können. Außerdem ist meine Partnerin für mich da, auch in finanziellen Dingen. Möchte Harz 4, wenn möglich, aber auch vermeiden. Als psychologische Grenze...
Aber du hast Recht, ich scheue mich vor Entscheidungen, bin sogar sehr entscheidungsschwach. Dazu kommt auch noch mangelndes Durchaltevermögen und die schon erwähnte fehlende Lebensvision.
Hm...
Danke dir für deine Worte...!

17.08.2016 19:07 • #16


petrus57

07.04.2017 09:34 • x 2 #17


Gibt aber Menschen und Krankheitsbilder, da geht es nicht ohne Antibiotikum.

07.04.2017 09:49 • #18


Antibiotika...hab ich das letzte mal vor Jahren genommen weil es wirklich nicht mehr anders gegangen ist und wo ich noch keine Alternativen wusste...seit her nehm ich Propolistropfen...natürliches Antibiotika der Biene...damit halten sie Bakterien fern von ihrem Stock...Klasse Alternative wenns jemand wissen mag...die gibts Alk. und mit Alk....wirkt wunderbar...gerade bei meiner Angina die ich dauernd hatte früher...

07.04.2017 09:52 • x 3 #19


Ich nehme ganz selten Antibiotika. Und solange man kein MRSA bekommt, geht das noch lange gut mit Antibiotika. Man muss halt selbst bisschen mitdenken und abwiegen, ob man bei einer guten Ärztin gelandet ist, oder eher nicht.

07.04.2017 10:11 • x 1 #20





Prof. Dr. Borwin Bandelow