Hallo

Ich bin nun mittlerweile 34 (m) und manchmal denke ich, dass es einfach nie aufhört.

Nachdem ich nun rausgefunden habe, unter was ich eigentlich leide, nämlich unter Sozialphobie, denke ich dennoch, dass ich vielleicht doch etwas dagegen tun könnte?

Der richtige Ausbruch der Sozialphobie ereignete sich eigentlich nach meiner Scheidung vor etwa 9 Jahren.Vor dieser Zeit hing meine Phobie so ziemlich in der Schwebe und ich konnte sie noch einigermassen kontrolieren.
Doch während der Scheidung kam sie vollendes zum "Ausbruch" .
Angst vor dem Reden.
Angst vor Menschen.
Angst vor Krankheiten.
Ja sogar Angst vor Kindern....

Ich versuchte bereits jede Menge...
Ich las das Buch "Sorge dich nicht.Lebe!"
Ich versuchte es mit Meditationen.
Dann versuchte ich es mit Medikamenten."Clozan",Prozac und so....doch Clozan hilft nur kurzweilig und ich bin mittlerweile schon abhängig davon...nehme 2 Stück am Tag und wenn ich Keine hab,werde ich total depressiv,traurig und Angstvoll...ich hab mittlerweile 2 verschiedene Hausärzte in 2 verschiedenen Gegenden, die mir CLOZAN 10mg verschreiben...weil schliesslich keiner von dem anderen weiss, verschreiben sie sie mir halt...würden sie wissen, dass ich gleich 2 Stück am Tag nehme......

Doch ich merke auch, dass CLOZAN mir immer weniger hilft
Heute hatte ich wieder einen furchtbaren Tag...ich fühlte mich total matt im Kopf und auch körperlich, totale Unlust mit irgendjemandem zu reden (sogar nicht mal mit meiner Freundin, die mich allerdings versteht und mich so akzeptiert wie ich bin.)

Doch so kann es doch einfach nicht weitergehen.
Was wäre für mich am Besten?
Wird eine Psychotherapie von der Krankenkasse übernommen?

Bis bald...wer Lust hat kann mir ja mal mailen.

S.

05.01.2003 00:50 • 09.01.2003 #1


5 Antworten ↓


Hallo S.,

daß Deine Freundin zu Dir steht und akzeptiert ist doch schon mal Gold wert! Ich finde es auch toll, daß Du an Dir arbeiten willst und Dich so umfangreich mit Lösungen beschäftigt hast (darüber lesen, Meditation ausprobieren etc.).
Mit den Medikamenten würde ich allerdings echt vorsichtiger umgehen! Das sind keine Smarties! Versuche so weit wie möglich auf sie zu verzichten und sie nur im Notfall zu nehmen, wenn's echt nicht mehr geht. Ich hab' zwar nicht so die Ahnung von Psychopharma, aber ich kann mir vorstellen, daß man dadurch das Gefühl für sich selber verliert. Du darfst nicht vergessen, jeder fühlt sich mal beschissen und unmotiviert und ängstlich.
Versuche auf jeden Fall eine Therapie zu machen oder eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, vielleicht sogar zusammen mit Deiner Partnerin, denn auch wenn sie Dich versteht ist sie bestimmt manchmal mit der Situation überfordert.
Ich denke schon, daß eine Therapie von der Krankenkasse übernommen wird. Wenn Du einen guten engagierten Hausarzt hast, wird er Dich an die entsprechenden Stellen verweisen können. Oder suche Dir einen neuen Hausarzt mit der Zusatzbezeichnung Naturheilkunde, Psychotherapie. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß diese offener für diese Themen sind.
Laß' Dich nicht entmutigen, dauert manchmal einige Zeit bis man das richtige für sich gefunden hat. Immer wieder mal probieren und sich aber auch mal ne Aus-Zeit gönnen und Mißerfolge zulassen.

Alles Gute

Z.

05.01.2003 18:02 • #2


Hi Z.

Danke für deine Antwort

Ich habe mir nun echt vorgenommen, die Sache endlich RICHTIG in den Griff zu kriegen.
Wir ziehen im Februar um...neue Wohnung,neuer Ort,neuer Anfang und nachdem wir umgezogen sind werde ich dort in der Ortschaft mir einen ordentlichen Therapeuten suchen und das Ganze durchziehen....
Ich will einfach wieder LEBEN....so richtig LEBEN ohne mich einschränken zu müssen....ich war schon ein ziemlicher Idiot, dass ich fast 10 Jahre meines Lebens eigentlich einfach nur so vor mich hin gelebt habe und mich immer mehr eingeschränkt habe....wenn ich bedenke....im schönsten Alter...einfach die Zeit nicht genutzt und es nur mit scheinheiligen Lösungsansätzen versucht anstatt das Ganze gleich bei der Wurzel zu packen...ich muss einfach da durch damit ich endlich frei von Aengsten werde.Frei von all dem...ich will ein glückliches Leben mit meinem Schatz.
Ich denke und glaube einfach, dass NUR eine Therapie mir helfen kann...
Es gibt nichts mehr anderes...
Danke nochmal Z.

06.01.2003 19:48 • #3


hallo!

Bei Medikamenten wäre ich vorsichtig. Vor allem solche Hammerdinge können alles noch viel schlimmer machen. Ich würde dir dringend raten mal zu einem Homöopathen zu gehen!! Es gibt in der Homöopathie gute und sehr wirksame Mittel gegen jede Art auch psychischer Natur. Mir hat es sehr gut gegen meine angst vor menschen geholfen. Die Mittel haben keine Nebenwirkungen müssen aber auf dich abgestimmt werden und deshalb musst du dann zum Homöopahten!!

Viel Glück!

Angie

06.01.2003 21:20 • #4




Go for it!


Z.

06.01.2003 22:18 • #5


Hi Angie

Danke für deine Anregung

Ich war auch schon bei einem Homeöpathen...bekam dann allerhand dieser kleinen grünen Kügelchen in so nem Röhrchen...gebracht hat es mir nichts.
Wie gesagt...erst CLOZAN 10mg hat mir wirklich geholfen...doch das darf und kann nur eine Zwichenlösung sein...eine Art Entspannung für Zwichendurch....der Doc meinte sie hätten keine NAchwirkungen....haben sie auch nicht bloss brauche ich die Dinger mittlerweile....ohne gehts nicht mehr....

Deshalb die Thearapie

Gruss
S.

09.01.2003 06:36 • #6




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