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201725.11




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Im Sprottenland
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spiegelkind hat geschrieben:
Ständig male ich mir aus, wie ich auf der Arbeit ohnmächtig werde, nix essen kann vor zittern, oder mir übel wird und wie dann alle schauen. Oder dass ich der Aufgabe nicht gewachsen bin. Ich weiß das ist total kontraproduktiv :(

Das malst nicht du dir aus, das macht dein Untermieter , gib ihm nicht so viel macht :wink:

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Danke1xDanke


  25.11.2017 15:20  
spiegelkind hat geschrieben:
Ich bin gerade auch so wütend auf mich selbst. Ich hatte seit dem Sommer solche Fortschritte gemacht und nun stecke ich wieder in dieser Spirale. Diese ganze Wut bringt mich net weiter, vor allem der Selbsthass. Ich wünschte gerade einfach nur, ich könnte das Leben so locker und gelassen leben, wie jemand der keine Phobie hat. Das ist aber der reinste Teufelskreis. Je mehr ich mich selber fertig mache und nicht akzeptiere, desto stärker werden die ängstlichen Gedanken und Gefühle.
Ständig male ich mir aus, wie ich auf der Arbeit ohnmächtig werde, nix essen kann vor zittern, oder mir übel wird und wie dann alle schauen. Oder dass ich der Aufgabe nicht gewachsen bin. Ich weiß das ist total kontraproduktiv :(



Wenn deine Eltern in Ordnung sind, dann werden sie es selber wissen, dass das Leben keine gerade Linie ist, die man irgendwo anfängt zu ziehen und sie immer gerade weiter zieht bis zum Tod - Irrungen, Fehler, Rückschläge, oft sogar mittlere oder auch ganz schlimme Katastrophen gehören zum Leben dazu.

Wenn deine Eltern in Ordnung sind, dann werden sie wissen, dass es im Leben darum geht, immer wieder aufstehen zu können. Und das gerade dieses Aufstehen nach dem "Fall" einen Menschen stärker und resistenter macht gegen die Launen des Lebens.
Was kann man im Leben verlieren? So manches, nicht wahr?
Ist das, wovor du jetzt so Angst hast, auch eines dieser Dinge?
Deine Ängste sind nachvollziehbar. Man lernt halt im Leben. Guck mal dich um: Viele berühmte und bewunderte Menschen erzählen, was für Rückschläge sie bewältigen mussten, wie "schlecht" sie angefangen hatten, wie viele Noberpreisträger der Literatur konnten jahrelang keinen einzigen Verlag finden, der ihre Bücher annehmen wollte!

Wenn deine Eltern also in Ordnung sind, dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Danke1xDanke




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  25.11.2017 15:33  
@kl Schnecke:

Danke, du hast natürlich vollkommen recht. Bisher ist es nur ein Schnuppertag. Hingehen sollte ich, wenn nur als Konfrontation für mich. Ich habe beim Gespräch schon recht viel gefragt und weiß so ungefähr was ich machen müsste bzw. das es auf jeden Fall anspruchsvoll ist und ich erst mal nicht unter ner 50h Woche wegkomme. Ich vermute ich muss daran arbeiten, immer nur einen Schritt weiter zu denken und mich nun erst mal voll auf den Probetag konzentrieren und nicht noch weiter denken. Wer weiß, vllt klappt es auch nicht und dann hab ich viel Energie mit Sorgen darum verschwendet, wie Arbeiten dort funktionieren würde.

Ja, eine Therapie habe ich auch schon mal über ein Jahr gemacht. Ich galt damals als erfolgreich austherapiert. Ich hatte die gemacht, weil ich schon mal mit sozialen Ängsten zu tun hatte, die waren aber damals ganz spezifisch auf Präsentationen gerichtet. Inzwischen hat sich das leider ein wenig ausgeweitet und viele andere Sachen machen mir negative Gefühle. Daher ist Therapie für mich auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, ich muss nur schauen, wie ich das im Arbeitsleben manage. Was ich aber bald bekommen müsste, ist mein Zugang für die Online-Therapie (Der Link zu dieser Studie ist auch hier im Forum). Vllt hilft das erst mal zum Überbrücken.

Werde auf jeden Fall berichten wie es war :)

@icefalki:
Du sprichst hier zwei Dinge an, mit denen ich mich auf jeden Fall auseinandersetzen muss. Dass ich zu mir stehen lernen muss, das weiß ich schon etwas länger. Immer wenn ich mehr Akzeptanz mir gegenüber zeige, geht es mir automatisch besser.
Das zweite war mir so nicht bewusst, aber das Ansatz ist gerade sehr interessant. Warum will ich Macht und Kontrolle über alles haben? Ich denke es liegt vllt daran, dass meine Eltern mich immer zu geschützt haben vor der bösen Welt. Vllt habe ich Angst, dass alles schief geht, wenn ich die Kontrolle verliere. Über den Ansatz Kontrolle sollte ich aber definitiv noch reflektieren.

@abirel:
Meine Eltern sind definitiv in Ordnung und ich denke daher hast du recht. Vllt sollte ich mir das immer wieder sagen. Mir wird immer klar, dass es eher um meine überzogenen Erwartungen an mich selbst geht und dass ich diese eventuell auf andere proijeziere :roll:



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BaWü
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  25.11.2017 15:56  
Spiegelkind, noch ein Gedanke. Wer überbehütet aufgewachsen ist, der könnte auch zum Schluss kommen, dass man ihm nichts zutraut.

Ein Mensch zu sein, der alleine zu schwach ist. Ist ja kein Wunder, irgendeinen Grund muss es ja geben, vor der bösen Welt beschützt werden zu müssen.
Versuch mit solchen Gedankengänge dir Klarheit zu verschaffen. Brauchst auch keine Schuld bei jemanden zu suchen.

Ich selbst liebe es über Ursache und Wirkung nachzudenken. Schafft Klarheit und die Möglichkeit zur Änderung der falsch erlernten Muster.

Danke1xDanke




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  28.11.2017 16:05  
Phew so langsam kommen immer mehr aufgeregte Gefühle, zu einem gewissen Teil ist das aber sicher normal. In ca. 24 h habe ich es aber rum. Ich hoffe wirklich, dass alles relativ reibungslos abläuft.
Falls nicht, wird es mich aber wohl auch nicht umbringen :D





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  29.11.2017 20:07  
lief leider nicht besonders gut. es waren aber nicht die ängstlichen gefühle, die mir zu schaffen gemacht habe. hatte vor allem probleme die testaufgaben zu lösen und hab selber erkannt, dass die position vermitlich zu viel für mich wäre. ich kann es mir einfach nicht vorstellen direkt von der uni ins senior management zu springen. mit meiner ganzen problematik erscheint mir das doch zu viel druck für mich.
naja................





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  13.12.2017 22:19  
wie erwartet wurde das nichts. hatte jetzt noch ein weiteres bewerbungsgespräch. war sehr anstrengend, ging fast 2 stunden. das wäre dann die erste runde, wenn ich in die nächste komme dann müsste ich ein projekt vorbereiten und es vor der gesamten belegschaft präsentieren....
ich verstehe echt nicht warum bewerber heutzutage so dermaßen auseinandergenommen werden....



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  14.12.2017 22:41  
Icefalki hat geschrieben:
Spiegelkind, noch ein Gedanke. Wer überbehütet aufgewachsen ist, der könnte auch zum Schluss kommen, dass man ihm nichts zutraut.

Diesen Ansatz finde ich goldrichtig. Und man ist damit auch bei der Frage, WARUM die Eltern so handelten und hat einen sehr guten Einstieg in die eigene Therapie, abseits der VT o.ä. Versuchen...

Danke1xDanke

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