luottaa

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Hallo an alle!

Habe mich hier spontan angemeldet, um wenigstens so noch Kontakt zu irgendjemanden an diesem doch so schönen Tag zu haben.

Hier etwas hinein zu schreiben, fällt mir nicht leicht, da ich eigentilch nie über meine Gefühle rede. Aber da es hier einigen wohl auch so geht, sollte ich den Sprung ins kalte Wasser wohl einfach mal wagen.

Ich bin 26, wohne in Süddeutschland und fühle mich ständig einsam. Was nicht bedeuten soll, dass ich keine Freunde habe. Es gibt da schon ein paar Leute, die ich sehr gerne mag, und denen ich auch nicht egal bin. Aber selbst mit denen kann ich nicht über meine ständige Angst reden, ich habe das Gefühl, dass sie es nicht verstehen.

Jetzt zum Beispiel sitze ich hier am Fenster, sehe dass die Sonne scheint, glückliche Menschen an meinem Fenster vorbeilaufen und denke mir: Los raus, die Sonne scheint. Aber der entscheidende Schritt vor die Tür kommt leider nicht. Stattdessen sitze ich hier und bemitleide mich selbst.

Falls ich es dann doch mal schaffe, habe ich das Gefühl unter ständiger Beobachtung zu stehen,... obwohl die Leute da draußen sicherlich besseres zu tun haben, als ausgerechnet mich anzuglotzen. Aber ich werde dieses Gefühl einfach nicht los.

Und da ich auch nie in Discos gehe oder zu sonstigen Veranstaltungen, bei denen man dann doch mal Leute in seinem Alter kennenlernt, bin ich nun auch schon seit ca. 2,5 Jahren Single, was mich noch mehr stresst, denn manchmal tut es einfach gut, wenn man von der Person die man liebt einfach mal in den Arm genommen wird. Mein damaliger Freund hat mich verlassen, als es mit den Depressionen und der Angst los ging. Ein zusätzlicher Schlag... zudem, da er Psychologie studiert... Seit dieser Zeit traue ich keinem Menschen mehr über den Weg.

Zu dieser Zeit begann ich dann mit einer Psychotherapie, die mir auch ein Stück weit half (was ich mittlerweile aber mehr den Tabletten zuschreibe, die ich genommen habe / Citalopram). Die Therapie mache ich nun leider nicht mehr, da ich eine BU-Rente abschließen wollte, mich aber die Versicherung erst aufnimmt, wenn ich 2 Jahre lang keine Therapie mehr mache. Da sitz ich jetzt.... und frage mich wofür das alles.


Und da mir jetzt schon wieder die Tränen kommen, höre ich jetzt lieber auf und hoffe, hier ein paar nette Leute kennenzulernen, denen es auch so geht wir mir!

VG
lotti

01.05.2007 13:33 • 12.10.2007 #1


15 Antworten ↓


tinschti

tinschti


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Hallo,

habe mir durchgelesen, was Du geschrieben hast. Besteht die Möglichkeit, dass Du dich mit einem Stuhl vor die Haustür setzen kannst? Hört sich jetzt vielleicht dumm an, aber wenn du diese Möglichkeit hast, dann tue es und mache dann genau das, wovor du Angst hast. Glotze die Menschen, die an die vorbeigehen an. Schaue ihnen in die Augen, lächle dabei. Mache es jeden Tag, wieder und wieder, ich gebe dir Brief und Siegel, du wirst so dein Selbstvertrauen stärken und dir wird klar werden, dass es normal ist, dass Menschen sich gegenseitig anglotzen.

LG
Christina

01.05.2007 13:56 • #2


luottaa


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Hallo Christina!

Ich glaube nicht, dass ich mich hier jetzt mal einfach so auf die Straße begebe.

Sorry, kann sein, dass das helfen kann... nehme Deinen Rat aber ehrlich gesagt gerade nicht sehr ernst.

VG

01.05.2007 13:58 • #3


tinschti

tinschti


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Hallo,

ich schrieb ja, dass es sich dumm anhört, es ist aber mein voller Ernst. Ein Freund von mir hatte das gleiche Problem, egal wo wir waren hatte er das Gefühl er wird von allen Menschen angeschaut. Es ging soweit, dass er nicht mehr raus wollte. Ich redete Tage mit Ihm um ihn davon zu überzeugen, dass er raus muss um wieder zu lernen, dass es normal ist, dass Menschen sich gegenseitig anschauen. Wir haben in kleinen Schritten angefangen und uns tatsächlich bei ihm vor die Tür auf die Treppe gesetzt. Am Anfang trug er eine Sonnenbrille, dann nahm er Sie irgendwann ab und wollte selbst seinen Radius erweitern. Wir setzten uns in den Park, dann in ein Cafe. Das ganze hat ca. 6 Monate gedauert. Er ist auch heute noch recht schüchtern, aber er hat gelernt, dass schauen, ein völlig normales Verhalten des Menschen ist.

LG
Christina

01.05.2007 14:04 • #4


luottaa


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Hello again!

Schön, dass Du ihn dabei unterstützt hast....
So eine Freundin könnte ich jetzt auch gebrauchen.

Meine Antwort war etwas patzig, sorry.
Aber ich habe ja schon ein Problem damit durch die Straße zu huschen (so unauffällig und schnell wie möglich), da habe ich echt ein Problem damit, mich hier vor die Tür zu setzen, an einer Stelle zu sein, ohne mich verstecken zu können, das geht echt gar nicht.
Aber danke, weiß dass es gut gemeint war

LG zurück
Anja

01.05.2007 14:20 • #5


Ella 222


Hallo Anja,

Ich habe dein Bericht gelesen und das von Christina auch.
Und Sie hat vollig Recht damit, wenn man von was Angsthat, sollte man das gerade machen.
Doch mein Gefühlt sagt, dass es vielleicht Sinnvoll wäre
wenn du Dir Hilfe holst und zwar von eine Verhaltenthreautin.
Denn alleine ist es sehr schwer.
Ich merkte, dass du versucht dein Angst los zu werden, das du hier schreibt und gleich auf Antworten schreibt, ein Hilferuf ist.

Ich kann es Dir das sagen, weil es mir genau so ging und habe die Hilfe angenommen.
Das war nicht gerade sehr leicht gewesen über sein Schatten zu springen.
Aber man schafft es und ist nicht so schwer, weil du damit nicht alleine bist.

Das geht nicht von heute auf morgen und du solltes mithelfen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und ich weiß das du es schafft.

Alles liebe
Ella 222

01.05.2007 20:26 • #6


Psycholein


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hio, ich verstehe solche ängeste sehr gut da ich scho recht lange an sowas und starken depris leide:). das es bei sonnigen wetter besonderst schlimm is ,ist klar da die hitze und der gedanke an die *normalen* leute die draussen in der sonne spas haben scho sehr erdrückend sein kann. vor paar jahren im sommer gings bei mir schonma soweit das ich sogar angst vor den sonnenlicht an sich bekommen hatte und denn fürn paar wochen kein tageslicht mehr gesehen habe da ich mich mit runtergelassenen rollos ängstlich vorm pc verbarrikadiert habe Oo.

das mit den *sich freunden anvertrauen* is sone sache. als frau mag das ja noch ok sein da sich freundinnen eh alles anvertrauen^^ aber ich als mann sag doch nicht zu meinen letzten kumpel das ich kein fenster mehr brauche um sterne zu sehen*g*. will mich ja nicht vollkommen lächerlich machen weil bissel stolz hab ich ja auch noch:). dazu kommt noch das ich genau weiss das es eh nichts bringen würde da er eh nichts machen kann und leute die sowas nicht selber erlebt haben es auch nicht verstehen können/wollen. das gilt meiner meinung nach auch für die meisten psychologen die ohne genügend praxis für solche menschen sicherlich keine so grossartige hilfe sind. und die paar die gut praxis haben stecken ein denn in die psychatrie für ne verhaltenthera oder sagen ein das man sich den ängsten stellen muss und drücken ein nen paar medikamente in die hand(das mit den ängsten stellen weiss ich auch selber,dazu brauch ich keinen psychologen). bin noch nie für irgendwas zum psychologen oder sonstwehn gegangen obwohl es in hinsicht auf manch andere probleme von mir sicherlich was hätte bringen können. nur bei diesem problem bin ich mir recht sicher das man es nur alleine oder mit hilfe eines selbst betroffenen freundes oder ner beziehung zu nen ähnlich kranken partner wirklich schaffen kann, da es ein fulltime job ist. jetzt kommt bestimmt gleich woher ich das weiss^^ tja bin halt auch nen hellseher nur leider sehe ich meist dunkel*GG*.

um da raus zu kommen is das *sich seinen ängsten stellen* und sich den angstsituationen gezielt auszusätzen sicherlich das beste nur das muss man erstma hin bekommen und vor allem immerwieder tag für tag übern längeren zeitraum kontinuierlich durchziehen....!?....ohne nen partner an seiner seite zu haben der andauernd dabei ist und ein in Ar. tritt und beisteht schaffen das mit sicherheit nicht viele der etwas härteren fälle. jetzt stellt sich noch die frage wo man nen partner herbekommt der bock auf sowas hat und ein versteht?.ja das is ne gute frage:P hab ich selber keine antwort drauf. vielleicht findet man irgendwo in solchen foren oder so nen passenden ähnlich kranken partner. *normale* leute sind meist nicht wirklich kompatibel zu psychisch kranken:)und vorallen schafft man es meist garnicht sie zu erobern ,vor allem auch weil man sich nichts traut und die leute angst vor solchen krankheiten haben ,was sie lieber auf distanz gehen lässt. man brauch denn auch noch unbedingt nen job um erfolge zu haben und nicht früher oder später wieder abzurutschen. nur das ist auch nicht immer so leicht wenn man z.b. wie ich nen völlig verkorksten lebensweg und nichtma nen abschluss hat wird man höchstens in solche seppen einrichtungen zu den letzten heulern gesteckt wo man denn wieder darauf warten kann das es berg abwärts geht*lol*.

zu mittelchen kann ich auch noch gut was erzählen da ich scho ne beträchtliche palette durch habe;(. also bei medikamenten sollte man sich auch nicht alles antun,nur weil es medikamente sind müssen sie noch lange nicht helfen und können ein noch weiter runter ziehen als man scho ist. man sollt sie auf jedenfall immer brav nach anleitung nehmen und falls sie nicht helfen oder nach na zeit ihre wirkung verlieren lieber einfach wegwerfen alls denn anzufangen mehr und mehr zu nehmen weils sonst böse enden kann....und von den ganz harten medis kann ich auch nur abraten,is zwar schön wenn man denn keine angst und depris mehr hat nur leider bringen die ein nicht weiter weil man denn plat in der ecke liegt und nicht mehr 1+1 rechnen kann:)

Dro. gibts ne mänge die fürn moment helfen,sogar über längere zeit .allerdings überdecken sie die angst/depris nur und früher oder später ist man denn eigendlich immer abhänig und hat denn die alten+neue depris/ängste gepart mit na unschönen sucht und fühlt sich noch beschissener als vorher:)bei manchen Dro. kanns nach na zeit sogar so schlimm sein das sie die angst/depries für die man sie ursprünglicher weise genommen hat schon direkt nach konsum verstärken ohne viel/garnichts von der beruhigenden wirkung zu zeigen.

das einzige ziemlich wirkungsvolle mittel ohne nebenwirkungen was ich bis jetzt gefunden habe ist sport machen bis man zusammenbricht und sich viel der sonne aussetzen sowie öffters in die natur gehen, auch wenns schwer fällt.man kann in der natur viele orte finden wo keine menschenseele ist:).gerade kommts auch gut in den noch etwas kalten seen zu baden, is wie ne schock therap:P

oh jetzt hab ich scho mehr geschrieben als ich eigendlich wollte:P war schon öffters in solchen foren unterwegs und hab auch scho zich ma angefangen ewig lange deprie posts zu schreiben die ich denn alle wieder gelöscht habe nachdem ich sie fertig hatte:P.obwohl ich scho länger krank bin ist das mein erstes post zu so einen thema und somit ne premiere! also sorry das ich bissel viel geschrieben habe mir war halt langweilig:)

02.05.2007 04:47 • #7


mietz27


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Hallo Anja,

glaub mir, viele Menschen kennen dieses Problem und obwohl ich in meinem Beruf mit sehr vielen Menschen zu tun habe, bringe ich es nicht über mich mal alleine wegzugehen. Ich denke dann immer, dass mir jeder ansieht, dass ich alleine bin. Ich habe zwar auch einige Freunde, aber keine echte große Clique. Ich komme übrigens auch aus deiner Gegend Und obwohl ich einen Partner habe, wurmt es mich immens, dass ich mich sogar unwohl fühle, wenn ich einkaufen gehe und ich meide alle möglichen Kollegentreffen. Seit einiger Zeit wird mir das aber zu bunt.
Mir ist jetzt klar geworden, dass man sich dadurch einen Großteil seiner Lebensfreude raubt und man wird sehr abhängig von anderen Menschen. Gerade, wenn man nicht alleine weggehen mag. Da kann man nur durch Training etwas ändern. Ich weiß ja nicht, wie schlimm das bei dir ist? Bei mir ist es eher so ein Unbehagen verbunden mit dem Gefühl, dass ich ganz schnell wieder in meine kuschligen vier Wände möchte.
@psycholein: Sport ist sicher eine tolle Methode, aber da muss man auch hart an sich arbeiten, dass man überhaupt mal rausgeht zum Sport machen.
Liebe Grüße an euch beide von einer Leidensgenossin, Alex

03.05.2007 14:38 • #8


Gast


Hi,
Habe mich in vielen dieser Berichte wiedererkannt. Also bei mir is es so,dass ich ab und zu schon alleine weggehe und ich fühl mich fast immer unwohl,weil ich mich total angestarrt fühle...in dem Moment denke ich,dass ich der einzige einsame Mensch bin,der in dem Lokal is und wenn ich dann frühmorgens nach Hause fahre,fühle ich mich noch einsamer als zuvor....

08.05.2007 18:19 • #9


Amelie1986


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Hallo an alle,
Ich hatte schon viele Phasen in meinem Leben,wo ich dachte,dass ich niemanden habe,der mich versteht und dem/der ich wirklich wichtig bin.Die wenigen "Freunde",die ich habe,sind alle oberflächlich oder zumindest bin ich nicht auf einer Wellenlänge mit ihnen...aber wie und wo findet man heutzutage Freund/innen,die einen so nehmen,wie man ist,mit denen man stundenlang quatschen kann über Gott und die Welt,die deine Probleme auch wirklich ernst nehmen...ich möchte mich nicht mehr in ons stürzen,um meine Einsamkeit für ganz kurze Zeit zu vergessen,sondern Freundschaften.

08.05.2007 18:38 • #10


Ella 222


Hallo Amelie,


Ich kenne es auch ganz gut, das Gefühl zu haben einsam zu sein.
Und ich weiß, wie schwer es ist neue Kontakt zu bekommen.
Ich suche auch neue Kontakt und da ist mir mal was passiert.
Ich bin der Therapie und wurde sehr gelobt, das ich was erreicht habe, was für mich sehr schwer war.

Das Lob tat mir wirklich sehr gut für meine Seele und mir ging danach sehr gut.
So gut, wie schon lange nicht mehr, ich stahlete von lauter zurfriedenheit.
Meine Augen waren am glänzend. Da sagte eine Frau, wie schön ich lächel kann und so kamen wir in Gespräch.

So fing ich an, die Menschen anzusehen und auch zu grüßen, obwohl ich Sie nicht kenne.
Sie schauen erst mal und die meisten kam ein lächel zurück.
Mir kam dann nicht mehr so vor, als ob ich alleine bin.

Wenn du möchtes könnten wir uns schreiben.

Ella 222

08.05.2007 20:46 • #11


Ella 222


Hallo Gast,

Das Gefühl fühlt sich nicht so gut an.
Ich weiß es und doch bis du auf den besten Wege, daraus zu kommen.
Denn es gehört ganz schön viel Mut dabei, alleine raus zu gehen.

Versucht es bitte immer wieder, bis du dich sicher genug fühlst,
erstmal Blickkontakte zu bekommen.

Sein einfach stolz auf dich.

Gib bitte nicht auf, denn so bekommt du immer das Gefühl,
das du auf den bessen Wege bist.

Ella 222

08.05.2007 20:50 • #12


Gast


Hallo bin auch allein. Aber richtig allein. Keine Freunde. Keine Konakte. Hatte noch nie einen Freund. Habe keine Arbeit....usw.

04.07.2007 19:52 • #13


Gast


jjdfcjeq

08.07.2007 21:54 • #14


Gast


HUHU Lotta!

Vielleicht hilft ja ne andere Denkensweise: Stell Dir vor, Dich würde kein Mensch auf der Welt anschauen, würdest Du Dich darüber freuen?
Ich habe 4 Jahre Angstzustände und Panikattacken gehabt, bin zum Schluss kaum noch aus dem Haus(grausam!)
Ich dachte mir: man, ich lebe nur einmal, das kann doch nicht so weiter gehen!
Machte ne einjährige Therapie(Gespräche!)
Am Tag meiner Hochzeit, waren die Ängste spurlos verschwunden
Ich will damit sagen: Das die Angst von heut auf morgen kam, aber auch genauso wieder verschwunden ist.......

Alles Gute, lg Mell

10.10.2007 18:38 • #15


Gast


hallo lotti,

zu deinem beitrag vom 1. Mai
findest du nicht, dass du mit 26 noch zu jung für eine BU bist.
habe auch ziemlich starke soziale ängste, die mein ganzes leben umgekrempelt haben. Aber deswegen würde ich noch lange keine rente beantragen. Das wäre für mich so als hätte ich den glauben an mich verloren. Ich bin anfang 31 und auf den 1. blick würde keiner für möglich das ich diese krankheit habe.
und das du deswegen 2 jahre keine Therapie mehr machen darfst das finde ich ganz schrecklich. das grenzt ja schon an unmenschlichkeit.Allein schon der gedanke würde mich fertig machen, das mir jede hilfe verweigert wird.
Eines würde mich noch interessieren: kann ich von dir nähere informationen zu dem Citalopram haben. welche auswirkungen hat es bei dir und wie sind die nebenwirkungen.

Danke

liebe Grüße, Ines

12.10.2007 13:14 • #16



Dr. Reinhard Pichler


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