Hallo, ich bin ganz verzweifelt. Seit 2 Jahren leide ich unter Dauerschwindel. Es fing nach einer langen Phase beruflicher und privater Überforderung an und ist seither nicht mehr weggegangen. Der Arzt sagte, der Schwindel komme von einer versteckten schweren Depression. Hinzu kommen Angstzustände, Schlaflosigkeit. Mittlerweile habe ich 8 medikamente durch (Paroxat, Doxepin, Seroxat, Fluctin etc. etc. ), eine Besserung hat sich nur bei Tavor eingestellt. Die darf ich jedoch nicht mehr nehmen, da sie abhängig machen. Jetzt nehme ich Zoloft, die ich bisher am besten vetrage, aber der Zustand hat sich kaum merklich gebessert. Auch die Psychotherapie hat bisher nichts bewirkt. Mittlerweile kämpfe ich auch noch, trotz Sport, mit einer Gewichtszunahme von 13 Kilo. Ich bin total fertig - gibt es Leute mit ähnlichen erfahrungen? Ich würde mich total über Nachrichten freuen! Nicole

16.11.2003 10:55 • 10.03.2004 #1


11 Antworten ↓


Hallo Nicole,

eine Lösung habe ich leider auch nicht, aber ich leide selbst an Schwindel. Bei mir ist es zwar kein Dauerschwindel, aber oftmals wird mir ganz plötzlich schwindelig. Passiert ein paar mal am Tag. Ich denke, es ist wirklich die Psyche, da es bei mir meist passiert, während ich mich mit anderen Leuten unterhalte. Ich denke, es ist ein weiteres Symptom der Sozialphobie. Manchmal die Gesichtsröte und manchmal eben der Schwindel. Wobei beides natürlich sehr blöd ist, wenn man gerade in einem Gespräch ist.

Ich habe auch schon einiges an Medikamenten ausprobiert. Bisher waren die Nebenwirkungen immer zu stark. Tavor habe ich noch nicht genommen. Wenn du schreibst, dass es dir geholfen hat, macht es mir ja ein wenig Hoffnung. Macht das Medikament wirklich abhängig? Ist es nicht ein Antidepressivum, dass nicht abhängig macht? Z.Zt. nehme ich Paraxat, allerdings bin ich noch in der Einschleichphase um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Mal sehen, wie ich damit so klar komme.

Ich wünsche dir, dass es bald wieder besser geht. Wenn du an einem weiteren Erfahrungsaustausch interessiert bist, kannst du dich gerne wieder melden. Ich würde mich freuen.

Liebe Grüße,

Sven

16.11.2003 17:00 • #2


Hallo Nicole, ich leide seit 11 Jahren an Angst und Panikstörungen und seit einem halben Jahr wie du unter Dauerschwindel.

War 10 Tage im Dez.03 in einer neurologischen Klinik, organisch ist aber alles oB, sie haben nichts gefunden, also hat es wieder psych. Ursachen.Ich kann kaum den Kopf bewegen, der Schwindel hält 24 Std.an und dazu starke Übelkeit und das nun seit MOnaten, bin viele Wochen nicht mehr rausgekommen, bekomme gleich Panik.Das Leben ist kaum mehr lebenswert so,... (

Heute mußte ich zum Arzt, der hat mir Trevilor 75 retard verschrieben als 1.Therapie, werde sie versuchen, wenns nicht hilft, soll ich eine stationäre Therapie machen.

Ich hoffe, nicht noch weiter zuzunehmen, da ich durch Antidepressiva von 1993 -1995 ca 25-30 kg zugenommen habe und nicht mehr von dem erreichten Gewicht (ca 78-80 kg) heruntergekommen bin.
Ich wünsche uns beiden Gute Besserung, Gruß Heidi

15.01.2004 16:16 • #3


Hallo Heidi,
ich bin erschrocken, beim Durchlesen Deines Beitrages. Hast Du denn noch nie zuvor eine Therapie gemacht? Wenn nein warum nicht?
Die von Euch beiden benannten Symtome habe ich ebenfalls. Der Schwindel ist mir jedoch neu. Den habe ich nunmehr seit ca. 1 Woche. Zu meinen Brustkorbbeschwerden und der oberflächlichen Atmung, dem Zittern und den vielen Gedanken.
Habe nunmehr gestern Zoloft verordnet bekommen. Hoffe, dass auf die schnelle der Schwindel verschwindet. Kann deshalb teilweise kaum lesen. Mir kippen die Buchstaben weg, abgesehen von dem Übelkeitsgefühl.

Im Allgemeinen erhoffe ich mir jedoch Besserung durch die Therapie. War letztes Jahr für dreieinhalb Monate in stationärer psyhotherapeutischer Klinik. Hat mir auch sehr geholfen (hinzu kam Medikamentencocktail: Trevilor, Aponal, Orfiril, bei Bedarf Tavor). Habe nach der Entlassung alles auf einmal abgesetzt. Darauf führe ich meinen jetzigen Zustand nicht zurück, sondern darauf, dass man mich einfach so entlassen hatte, keine Tagesklinik in Betracht gezogen hatte etc. Und genau jetzt habe ich den Knackpunkt wieder, es kommt wieder alles hoch. Was will ich Dir damit sagen: der stationäre Aufenthalt hatte sein Gutes, jedoch geht gar nichts ohne eine entsprechende ausdauernde Therapie.
Ich kenne die Ursachen meiner posttraumatischen Belastungsstörung, ebenso für meine schweren Depressionen genausowie wie für meine Bulemie, die ich jedoch seit dem Klinikaufenthalt sehr gut im Griff habe.

Ich bin teilweise geschockt zu lesen, wievielen Menschen es so geht wie uns. Ich bin noch relativ jung und kann es einerseits nicht fassen, in meinem Leben an so einem Punkt angekommen zu sein.

Aber ich gebe nicht auf. Werde alles daran setzen, wieder Freude und Spaß am Leben zu finden. Allem voran, meinen Kindern eine wieder gesunde Mutter zu sein.

Ich wünsche Dir und allen Betroffenen vor allem Durchhaltevermögen, einschl. mir. Und viel Erfolg mit Deiner Therapie.
Liebe Grüße Daniela

16.01.2004 15:17 • #4


probier Trevilor.

anfangsschwierigkeiten:1-5 Tage einfach ignorieren.
gute besserung

flo

18.01.2004 01:46 • #5


Hallöchen,ich habe meinen Dauerschwindel schon seit fast 12Jahren.Mein Schwindel ist ein schwankschwindel.Ich hatte schon alles versucht und dachte schon fast selber daran das ich einen an der Klatsche habe.Da ich viele Bücher und Hefte durchgelesen habe,ist mir schließlich ein super Bericht von einer Klinik aufgefallen.Die Klinik ist in Würzburg und hat eine eigene Abteilung für Schwindelpatienten.Die Klinik war von mir ca 350 Km entfernt.Was sind schon Entfernungen wenn es einem so beschissen geht.Also kann ich Dir nur den Rat geben dort hinzufahren.Ich wurde in einer STD. untersucht und sie hatten herrausgefunden das ich eine Zentrale Störung vom Gleichgewicht habe und eine Nystakmusstörung.Die Medikamente die ich bekommen habe haben bis jetzt noch nicht geholfen ,doch weis ich jetzt das ich doch keinen an der Klatsche habe.Also gebe nie auf Dir wird schon geholfen nur manchmal kann es etwas länger dauern.Probiere es doch einmal in dieser Klinik die waren super nett und haben Geräte die ich in meinem leben noch nie gesehen habe.Ich hoffe es geht Dir bald besser.Viele liebe Grüße Sandra

08.03.2004 16:48 • #6


Hallo

@Sandra:Ich denke nicht,nur weiles unsschwindelig ist das man dann direkt einen an der Klatsche hat.Denke da fehlt noch viel zu.Habe da so einiges erlebt,wo ich denke...da geht es dir ja noch gut.

@Nicole:Ich kenne deine Problem.Vor allem wenn ich stehen oder gehen muß und wie du mich mit anderen unterhalte.Es ist nicht zum aushalten.Diese Angst wenn man das Haus verläßt umfallen zu müssen.Habe ein Jahr Seroxat genommen,doch der Schwindel blieb.Habe mal gelesen man nennt es Angstschwindel,denn der Blutdruck ist immer völlig ok.Bin jetzt in einer Medikamentenumstellung und es geht mir sehr schlecht.Entzug von den alten..die neuen wirken noch nicht.Bin schon wieder so weit das ich nicht vor die Türe gehe vor lauter Angst.Und das nach 5 Mnaten Tagesklinik,nach der es mir eigentlich ziemlich gut ging.Konnte vor 3 Wochen noch Karneval feiern,und nun ist wieder nichts Lebenswert.

Wünsch uns allen das Beste
Shannon

09.03.2004 06:56 • #7


Hallo,

Dein Problem kann ich sehr gut nachvollziehen. Seit 6 Jahren leide ich unter einer Angstneurose, seit 3 Jahren ebenfalls unter Dauerschwindel. Es gibt Tage, da ist es besser, dann mal wieder traue ich mich nicht vor die Tür, vor Angst umzukippen. Zur Zeit ist es wieder schlecht. Am schlimmsten ist Einkaufen, das ewige Warten an der Kasse, und nicht klar denken zu können. Ein Mittel dagegen habe auch ich leider noch nicht gefunden. Arbeite weiter an meiner Therapie, und hoffe das es irgendwann aufhört. So wie es jetzt ist, ist das Leben wenig lebenswert. Ich würde trotzdem niemals aufgeben. Ich wünsche Dir alles Gute!

09.03.2004 11:48 • #8


Schwindel: Meniersche Krankheit ?
oder
Ohren müssen ausgepustet werden ?

09.03.2004 16:04 • #9


Liebe Nicole,
ich leide seit ca. 1/2 Jahr an diesem Zustand. Mein Schwindel ist immer auch kombiniert mit Herzrasen. Das bekam ich vor ca. 3 Jahren. Anfangs half es noch, zum Kardiologen zu gehen, der mir immer bestätigte, daß mir nichts fehlt. Dann bekam ich einen (erträglichen) Tinitus. Daraufhin folgten diverse Ohrenuntersuchungen, aber alles ist soweit ok. Der Schwindel setzte vor kurzem ein und verläßt mich nicht mehr. Zu Beginn trat er nur manchmal auf, heute ist er mein ständiger Begleiter. Ich war auch beim Orthopäden, der an meinen oberen Halswirbeln eine Verschiebung feststellte. Ich bekam physikalische Therapien, die ein wenig Linderung brachten. Der Arzt vermutete, daß möglicher Weise die dritte Ader (nicht die beiden Halsschlagadern) eingeklemmt wurde, und so die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigt sei. Die physikalische Therapie sollte den Halsbereich lockern. Leider Fehlanzeige. Ein Gehirntumor wurde ausgeschlossen. Nun werde ich meine Gefäße prüfen lassen, um organische Durchblutungsstörungen auszuschließen. Ich glaube allerdings, wenn ich Deine Mail so lese, daß es auch bei mir eine psychische Sache sein kann. Deine Symptome in Kombination mit Angstzuständen kenne ich genau. Allerdings hat mir bisher kein Arzt irgend ein Medikament gegeben. Ich wache manchmal nachts auf, und bin von Todesangst geplagt (Herzinfarkt). In meinem Umfeld nimmt es niemand ernst und das ist auch schlimm. Meine Lebensqualität ist stark eingeschränkt.
Vielleicht findest Du in meiner mail einen neuen Aspekt, der bei Dir noch nicht berücksichtigt wurde. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles, alles Gute!
Doris

09.03.2004 19:04 • #10


ich habe schon in anderen beiträgen ein bischen was zu dem thema geschrieben. ja, vermutlich kommt der schwindel von der angst. mir hat damals eine gesprächstherapie geholfen. ich weiss das ich nicht verrückt bin und ihr alle seid es auch nicht. denn mal ehrlich, die die verrückt sind wissen es nicht. zur angst und panik gehören symtome wie schwindel, herzrasen, schnelles atmen und dadurch kann man schon mal umfallen. aber was solls. haben wir nicht alle schonmal erlebt, dass einer umgefallen ist? bei ner party oder in der disco? und wissen wir heute noch wer das war? nein. also selbst wenn ihr umfallt, wird sich am nächsten tag keiner daran erinnern und mit dem finger auf euch zeigen. ich habe wieder leichte symtome der angst. ich arbeite im verkauf, um mir selbst zu zeigen, dass ich im leben stehe. denn wenn ich ganz konzentriert im kundengespräch bin oder kollegen mit mir scherzen, vergesse ich meine angst. sie ist weg mit allen symtomen. dann wenn ich darüber nachdenke ist sofort alles wieder da. was ich damit sagen will. sie ist ein teil von uns ein gefühl mit dem wir lernen müssen umzugehen. sie ist normalerweise ein schutz, nur bei uns durch vielleicht falsches verhalten zuviel des guten. versucht mal eine therapie. ist vielleicht besser als gleich medikamente zu nehmen.

09.03.2004 23:27 • #11


Hallo Nicole

Glaub mir du bist nicht allein, bei ist auch Schwindel seit letzten Jahres September aufgetreten,dass ging soweit, das ich manchmal fast Indenditätsverluste hatte und gestüctzt werden muss.....kennt jemand ähnliches?

Grüße,
Mirjam

10.03.2004 19:01 • #12




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler