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201717.12




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Status: Online online
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Hallo Tialda,
ich glaube es ist vollkommen egal was wir von dem ganzen halten. Die einzige frage ist doch, was hälst du davon und willst du das so? Das hast du ja eigentlich schon klar gestellt.
Für dich ist es nicht in Ordnung. Und wenn etwas nicht in Ordnung ist, dann spricht man darüber und findet eine Lösung. Rede mit ihm deutlich drüber. Es gibt Dinge da können wir Kompromisse finden und Dinge bei denen uns etwas so wichtig ist, das es keinen Kompromiss gibt. Das musst du entscheiden und durchsetzen. Egal was wir denken oder tun würden.

Rein vom Menschlichen her kann ich nur sagen, es gibt unendlich viele verschiedene Typen. Einige meiner Ex-Freunde hätte ich mitten in der Nacht anrufen können und sie wären 5 Stunden Auto gefahren um meine Hand zu halten, andere sind wutentbrannt durch Türen gestürmt und haben Teig durch meine Küche geworfen weil ich gesagt hab "Ich mag keinen Zimt in meinen Pfannkuchen". Wieder andere hätten vielleicht genau so reagiert wie dein Freund.

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Danke2xDanke


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  17.12.2017 21:31  
Ich kann mit meinem Mann jederzeit darüber sprechen..und wenn er zuhause ist und es mir schlecht geht hält er mir den Rücken frei und
geht mit den Kids ins Zimmer spielen damit ich mich ausruhen kann.. ich kann ihn nachts immer wecken ob er arbeiten muss oder nicht... er krault mich so lange bis ich nicht beruhigt habe und wieder einschlafe.

Mir ist das so wichtig.. wenn mein Mann mich nicht ernst nimmt wer dann? Das ist doch DER Mensch den Mann zu 1000 % vertrauen soll...

Ich könnte so nicht leben wenn mein Mann so zu mit währe..

Mein Mann kann es zwar nicht verstehen warum ich diese Ängste habe (Angst vor Krankheiten mit heftigen panikattaken) aber er akzeptiert das und tut sein Bestes mir zu helfen..und dafür liebe ich ihn so sehr

Danke4xDanke


  17.12.2017 21:39  
Tialda hat geschrieben:
Nun zum Problem: ich erwarte mir von meinem Partner Unterstützung. Wie genau kann ich gar nicht sagen.

Wie soll er wissen, welche Art von Unterstützung für Dich die Richtige ist, wenn Du es selbst nicht einmal weißt?
Tialda hat geschrieben:
- ich bin kein Therapeut

Ein Partner hat auch nicht die Aufgabe den anderen zu therapieren und ist damit auch schnell überfordert, das ist eine zu hohe Erwartung,
die den Partner und die Beziehung latent belastet. So wie Du nicht in Deinen Partner hinein schauen kannst und wissen kannst, was genau
in ihm vorgeht, genausowenig kann er es bei Dir. Du erwartest unmögliches von ihm, wenn er wissen soll, was Du nicht mal über Dich selbst
weißt. Das Problem liegt wohl eher in der Kommunikation zwischen Euch, da Du Dir mehr Einfühlsamkeit wünschst und er wahrscheinlich
überfordert ist mit Deinem psychischen Problem und nicht weiß, wie er damit umgehen soll, oder kann.

Tialda hat geschrieben:
Findet Ihr so ein Verhalten ist in Ordung in einer Beziehung?

Nicht was wir finden ist von Relevanz, sondern wie Du damit klar kommen kannst, oder auch nicht.
Du suchst nach einer Bestätigung Deiner Sichtweise, damit Du weitere Schritte "mit Unterstützung" von außen gehen kannst,
in der Hoffnung, daß diese auch bei den Konsequenzen noch als sicherer, doppelter Boden erhalten bleibt. Mit den Konsequenzen
mußt Du aber ganz allein leben. Sprich mit ihm, was Du von ihm wünschst. Dann weiß er, wie er sich verhalten kann, damit
Du in diesem Punkt, von ihm Unterstützung bekommen kannst. Denn genau die suchst Du eigentlich und die von Dir selbst!



  18.12.2017 19:21  
funny86 hat geschrieben:
Ich kann mit meinem Mann jederzeit darüber sprechen..und wenn er zuhause ist und es mir schlecht geht hält er mir den Rücken frei und
geht mit den Kids ins Zimmer spielen damit ich mich ausruhen kann.. ich kann ihn nachts immer wecken ob er arbeiten muss oder nicht... er krault mich so lange bis ich nicht beruhigt habe und wieder einschlafe.

Mir ist das so wichtig.. wenn mein Mann mich nicht ernst nimmt wer dann? Das ist doch DER Mensch den Mann zu 1000 % vertrauen soll...

Ich könnte so nicht leben wenn mein Mann so zu mit währe..

Mein Mann kann es zwar nicht verstehen warum ich diese Ängste habe (Angst vor Krankheiten mit heftigen panikattaken) aber er akzeptiert das und tut sein Bestes mir zu helfen..und dafür liebe ich ihn so sehr



Toll! Einfach toll!
So was zu lesen macht Freude.

Danke1xDanke


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  18.12.2017 20:28  
@abirel

Ja er ist wirklich toll..klar haben wir auch manchmal unsere kleinen Probleme wie in jeder Ehe.. aber was meine ängste betrifft nimmt er total rücksicht.. er merkt es auch..am Anfang hat er mich immer total ausgefragt wenn es mir schlecht ging.. jetzt merkt er wenn ich ruhiger werde und er fragt ob es mir nicht gut geht...und ist dann einfach nur da für mich..... ich bin sonst total quirlig und für jeden schei. zu haben..



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Bodensee
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  19.12.2017 17:38  
funny86 hat geschrieben:
@abirel

Ja er ist wirklich toll..klar haben wir auch manchmal unsere kleinen Probleme wie in jeder Ehe.. aber was meine ängste betrifft nimmt er total rücksicht.. er merkt es auch..am Anfang hat er mich immer total ausgefragt wenn es mir schlecht ging.. jetzt merkt er wenn ich ruhiger werde und er fragt ob es mir nicht gut geht...und ist dann einfach nur da für mich..... ich bin sonst total quirlig und für jeden schei. zu haben..


So ähnlich ist es bei uns auch. Mein Mann sagt er kann mir meine Ängste ja nicht abnehmen, aber er kann helfen es erträglicher zu machen. Das finde ich total toll...



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  20.12.2017 16:24  
Zitat:
Nun zum Problem: ich erwarte mir von meinem Partner Unterstützung.

Das ist tatsächlich ein Problem. Du erwartest dir ganz selbstverständlich von deinem Partner das er dich unterstützt. Das wäre auch wünschenswert aber erwarten oder gar voraussetzen kann man das nicht. Nicht jeder Mensch muss für alles offen sein und für alles liebevoll Verständnis zeigen. Es ist schwer Verständnis für etwas zu haben das völlig konträr zum eigenen Gefühlsempfinden verläuft.
Ich halte es für wichtig, dass man lernt, seine Erkrankung zu beherrschen und im Alltag klar zu kommen. Eine chronische Erkrankung wird auch nicht nach 6 Wochen Therapie besser werden. Das dauert viele Monate bis Jahre.

Ich selbst hatte absolut keine schöne Kindheit, da ist Schlimmeres passiert als das was du beschreibst aber trage das heute, mit 35 Jahren längst nicht mehr mit mir herum. Mich belastet das auch nicht und tu mir von daher schon auch etwas schwer zu verstehen was bei dir 25 Jahre so schrecklich ist was nur fast passiert ist aber nicht tatsächlich. Desweiteren frage ich mich warum du nach 25 Jahren eine Therapie machst und das nicht schon viel früher in Angriff genommen hast wenn du - wie du schreibst - seit vielen Jahren unter einer Angststörung leidest.

Trotzdem, dass dein ExMann so gut auf dich eingegangen ist müssen dennoch andere Faktoren nicht gepasst haben wenn es dennoch zur Scheidung kam also war er für dich auch nicht der Richtige stellst aber deine jetztige Beziehung in Frage nur weil dein Partner nicht gequält auf dich eingeht, kannst ihm auch nicht klar sagen was du möchtest und wie du dir Unterstützung vorstellst. Was denkst du was der in seinem Beruf alles zu sehen bekommt? Ich finde es gut das du in Therapie bist und wünsche dir das du einen guten Weg findest aber an einen Partner solche Bedingungen zu stellen finde ich nicht richtig. Man kann sich von jedem Menschen gerne etwas wünschen aber nichts erwarten und es ist auch nicht zu erwarten das dein Partner jede Nacht an deinem Bett sitzt und dir das Händchen hält.

Danke1xDanke


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  20.12.2017 16:39  
Mein Lebensgefährte ist auch überhaupt nicht für mich da.... eigentlich er das Gegenteil. ...er sorgt durch seine Art noch mehr dafür das es mir schlecht geht.....stellt mich gern als blöd hin und lässt mich bei einem Panikanfall eiskalt stehen....auch wenn ich sage ob er mich nicht mal in dem Arm nehmen kann.....ist sehr verletzend. ..



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NRW
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  20.12.2017 18:33  
Auch wenn ein Partner zu einem steht, belastet sowas trotzdem die Beziehung.

Ich bin der Meinung das die Person "ohne" Probleme, nicht verstehen kann wie es dem anderen geht und umgekehrt aber genauso.
Ich kann nur vermuten wie schlimm es für den Partner ist, wenn ich auf von jetzt auf gleich auf einmal schweißgebadet, mit aufgerissenen Augen, zitternd, panisch und voller Angst, vor ihr stehe (am besten noch auf einem Festival oder so) und nicht mehr weiß, wohin mit mir, weg renne oder sogar einen Krankenwagen/Arzt haben möchte.
Genauso kann sich der Partner auch nicht vorstellen wie ich mich in diesem Moment fühle.
Sowas kann nicht komplett spurlos an einer Beziehung vorbeigehen.

Bei mir hat es dazu geführt das wir uns auseinander gelebt haben.

Wobei ich zu 100% sagen kann, dass sie immer für mich da war und mir auch immer den Rücken frei gehalten halt und es selbst jetzt noch tut. Genauso würde ich es auch tun, tue ich es grade und habe es auch immer getan, soweit ich es zwischenzeitlich den konnte.



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  20.12.2017 21:55  
Also ich finde schon das man von seinem Partner Verständnis verlangen kann..das sollte Voraussetzung einer Beziehung sein..

Wenn ich nicht die Macken ken meines Partners akzeptiere und ihn unterstütze wenn er Hilfe braucht...dann..ja keine Ahnung.. würde für mich was falsch laufen..

Ich muss seine Nacken und Probleme nicjt gut finden aber deswegen mache ich ihn nicht nieder..

Mein Mann hat letztens Wäsche aufgehängt um mir eine Freude zu machen.. Kreuz und quer.. ganz anders wie ich es mache.. aber egal.. die Wäsche ist trocken geworden und er hat mir gezeigt das er meine Hausarbeit schätzt indem er mithilft.

Ich beleidige auch meine Kinder nicht...weil sie vor etwas Angst haben was ich grade nicht verstehen kann..

Menschen die Mann liebt den hilft man..man ist für sie da..und auch wenn man nicht weiß wie man mit der Angst des anderen umgehen soll.. einfach die Hand halten ist manchmal alles was man braucht.

Danke1xDanke

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