BlueBeholder
Moin zusammen!
Da ich dazu neige sehr weit abzuschweifen, versuche ich mich erstmal bewusst kürzer zu halten.

Ich heiße Basti, bin 37 Jahre jung und komme aus der Region Hannover.
Meine lästigen Begleiter sind eine generalisierte Angststörung, eine Zwangsstörung und Depressionen.

Erstmals negativ in Erscheinung getreten sind diese Begleiter 2010. Auslöser war wohl die Krebsdiagnose meiner Frau Mitte 2009.

Angefangen hat es mit plötzlichen Heulkrämpfen auf dem Weg zur Arbeit, welche meist in Panik endeten. Dies hat sich kontinuierlich gesteigert.

Mitte 2013 hatte ich dann eine Panikattacke im Auto, mitten auf der Schnellstraße bei Tempo 100.
Das war dann der letzte Grund, den ich brauchte um die Notbremse zu ziehen.

Seitdem war ich 6 Wochen in einer Tagesklinik, 5 Wochen zur Reha und habe 80 Stunden ambulante Verhaltenstherapie absolviert.

Zwischenzeitlich dachte ich, ich hätte langsam alles im Griff. Leider falsch gedacht.
Letztes Jahr gab es eine Info, die meine ganzen Erfolge wieder zunichte gemacht hat.

Seitdem nehme ich wieder vermehrt AD ein um über die Runden zukommen. Nebenbei habe ich eine erneute ambulante Verhaltenstherapie begonnen.

Auf das Forums hier bin ich per glücklichen Zufall gestoßen. Hatte mich über Möglichkeiten der Angstbewältigung informiert und dann den Linken gefunden.

Ich finde den Austausch von Erfahrungen wesentlich besser als irgendwelche Fachliteratur. Und es ist angenehmer mit Leuten über meine Probleme zu sprechen die es auch eher nachvollziehen können.


So nun ist es doch länger geworden als gedacht!
Hole aber gerne auch noch weiter aus.

14.04.2016 06:19 • 14.04.2016 #1


6 Antworten ↓


enten
Hallo und herzlich willkommen
im Club
bist richtig hier gelandet,findest hier viele mit diesen Symptomen,bist also nicht allein
wünsche die einen guten und schönen Austausch und viel Spaß
LG

14.04.2016 06:23 • #2


Janka
und WILLKOMMEN hier im Club der Angsthasen und Häsinen

zusammen läufts sich leichter durchs Auf und Ab der Angstgefühle

14.04.2016 06:35 • #3


Vergissmeinicht
Hey Basi,

begrüße Dich ebenfalls ganz lieb hier bei uns und wünsche Dir einen hilfreichen Austausch.
Nun, die Diagnose Krebs ist erschütternd; keine Frage. Wie geht es Deiner Frau und ist der Krebs wieder ausgebrochen?

Letztlich hast Du alles richtig gemacht; die Notbremse gezogen, Therapie .... Leider geht dies alles von heute auf morgen nicht weg und es ist ein harter und langer Weg.

Schön, wenn wir Dich dabei ein wenig begeiten dürfen.

14.04.2016 12:59 • #4


BlueBeholder
Vielen Dank für die nette Begrüßung.
Habe auch schon ein bisschen gestöbert.

Meiner Frau geht es den Umständen entsprechend gut. Sie hat einen Gehirntumor.
2009 wurde der erste diagnostiziert und operativ entfernt und 2013 ein zweiter.
Letztes Jahr wurde dann ein dritter gefunden. Dieser ist lässt sich leider nicht operativ entfernen.
Die Chemo schlägt zum Glück an und er wächst nicht mehr, aber sie muss wohl Ihr lebenlang Chemo machen.
Betroffen ist vorallem das Bewegungzentrum. Daher ist sie sehr unmobil und teilweise auf Hilfe angewiesen.

Bei meinem Problem bin ich gefühlt noch am Anfang. Entdecke immer wieder neues und andere Zusammenhänge. Kaum ist ein Symptom mehr oder weniger bekämpft, kommt ein neues.

14.04.2016 13:24 • #5


Vergissmeinicht
Hey Basti,

danke für Deine Ausführungen. Solch eine Krankengeschichte ist sicher nicht förderlich für Deine Probleme, aber sie gehört zu Leben dazu; leider. Niemand von uns kann es sich aussuchen.

Alle hier und nehme mich da nicht da raus, haben Angst vor körperlichen Dingen. Deine Frau hat sowas, wovor wir alle Angst haben. Wir, haben hingegen alles in der Hand uns das ist das Positive an der "Sache".

Hey, vergess Dich bei allem nicht und wünsche Dir erstmal weiterhin viel Kraft.

14.04.2016 13:56 • #6


BlueBeholder
Danke Vergissmeinnicht!

14.04.2016 18:16 • #7