Toni-117

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Einen schönen Tag wünsch ich euch allen.

Bin 23 jahre alt, in meinem ersten Semester an der FH welches ich prompt in die erste mir ersichtliche Wand gefahren habe.

Hab seit dem ich mich erinnern kann mit meiner Angst zu kämpfen, irgendwann kamen dann noch Depressionen dazu. Ein wirkliches Traumpaar kann ich nur sagen <3. Hatte das ganze jedoch bis letzten September recht gut unter Kontrolle, natürlich hab ich durch meine Angst das eine oder andere nicht gemacht und viele Sachen waren totaler Horror für mich aber ich habs ja irgendwie gepackt. So kurz vor Studienbeginn fing das ganze etwas an außer Kontrolle zu geraten, hatte starke zweifel ob es das richtige ist, hab mir immer sorgen um die Zukunft gemacht und nachdem man mir in der ersten Woche Studium 100 mal gesagt hat 30% erreichen sowieso nicht das dritte Semester und ihr müsst nur zum Semester Examen erscheinen habe ich mir Woche für Woche ganz rational alle Vorlesung wegrationalisiert bis ich dann nur noch zuhause saß und mehr oder weniger Angstfrei war und entspannen konnte.

Fast Forward zur letzten Woche in der ich mich überwunden habe mal zu nem Arzt zu gehen und hier mit zittrigen Händen ne liste mit all meinen Symptomen gegeben hab weil ich nicht in der lage gewesen wäre das einfach so zu erzählen. Da ich das S Wort erwähnte habe wurde mir sofort angeboten in die Akutpsychiatrie verfrachtet zu werden aber nachdem ich nicht in lebensgefahr schwebe kam mir dies etwas zu Krass vor, die andere option war stationäre psychosomatische Klinik (Mit mind. 3 Monaten Wartezeit). Habe die Praxis dann mit einer Krankschreibung, Rezept für Opipramol, Überweisung für Psychotherapie und ner Entscheidungsfrist von 24 Stunden verlassen. Hab mich dann für psychosomatische Klinik entschieden da mir dies im ersten Moment sinnvoller vorkam.

Erstmal relativ happy gewesen das ich endlich mal beim Arzt war, dann super in Stress und Panik verfallen weil ich mir echt schwer tue mich mit meinen Problemen zu stellen da ich dies bisher nie wirklich getan hab. Nachdem ich jetzt wieder halbwegs funktioniere such ich mir gerade alle möglichen Informationen zusammen um überhaupt zu wissen was auf mich zukommt und ob ich überhaupt die richtige Entscheidung mit der stationären Klinik getroffen habe.

Mir kommt das jetzt alles einfach etwas überstürzt vor aber wo man durch muss muss man durch.

tl;dr: Nach langer zeit den depressionen und ängsten nachgegeben, jetzt die ersten schritte für therapie eingeleitet und total gestresst da dies alles neuland für mich ist.

Huh, das ja mal wieder viel länger geworden als gewollt, wers komplett liest ist echt top.

Liebe Grüße

09.02.2017 20:14 • 11.02.2017 #1


5 Antworten ↓


Perle

Perle


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Hallo Toni,

Willkommen im Forum. Ich finde es gut, dass Du Deine Probleme aktiv angehst. Eine gewisse Unsicherheit ist normal und gehört zum Leben nun mal dazu. Wichtig ist, dass man Entscheidungen trifft und sich Hilfe für Veränderungen sucht. Es gibt übrigens auch Akutstationen für die Psychosomatik und nicht nur für die Psychiatrie. Wollte ich nur anmerken, falls Dir eine Wartezeit von drei Monaten zu lang sein sollte.

Alles Gute, LG Martina

09.02.2017 20:39 • #2


cube_melon

cube_melon


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Hallo Toni-117,

Willkommen bei uns im Forum.

Da scheint es dir echt bescheiden zu gehen. Umdenken und handeln halte ich für sehr wichtig.
Hut ab, es kostet viel Überwindung und Mut zum ersten Mal zu einem Arzt zu gehen. Das hast Du gut gemacht.

Es ist absolut nachvollziebar, dass der Arzt dir das mit der akut Psychiatrie vorgeschlagen hat. Das hat er bestimmt nicht nur wegen nur einem Wort gesagt, sondern wegen dem Gesamteindruck.
Ob eine aktut Klinik das beste für dich wäre weiß ich nicht. Wenn Du in den drei Monaten halbwegs stabil bleibst ist das ok. Ansonsten würde ich mir das noch einmal Überlegen.
Eine psychosomatische Klinik ist tendenziell niederschwelliger als der andere Vorschlag.

Das Opipramol sollltest Du exakt nach Anweisung des Arztes nehmen.

Therapie ist grundsätzlich etwas gutes. Es ist wichtig erst einmal in diesem Bereich "anzukommen". Ein wenig wie ein ankommen zu Hause. Wird alles bei weitem nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Drück dir fest die Daumen.

Gruß
Cube

09.02.2017 20:57 • #3


Toni-117

Toni-117


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Zitat von cube_melon:
Ob eine aktut Klinik das beste für dich wäre weiß ich nicht. Wenn Du in den drei Monaten halbwegs stabil bleibst ist das ok. Ansonsten würde ich mir das noch einmal Überlegen.

Ich würde mal behaupten das ich die 3 Monate stabil bleibe. Aber ist halt schon eine recht lange wartezeit und wundere mich halt ob ich nicht doch einfach ja zur Akutklinik sagen hätte sollen auch wenn sich dies im ersten moment relativ extrem angehört hat.

Zitat von cube_melon:
Eine psychosomatische Klinik ist tendenziell niederschwelliger als der andere Vorschlag.

Huh, okay. Lust dies mal etwas genauer zu erklären?

Zitat von cube_melon:
Therapie ist grundsätzlich etwas gutes. Es ist wichtig erst einmal in diesem Bereich "anzukommen". Ein wenig wie ein ankommen zu Hause. Wird alles bei weitem nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Mach mir da definitiv zu viele Sorgen / Gedanken / Stress ist aber hart abzustellen.

10.02.2017 01:59 • #4


cube_melon

cube_melon


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Was Du für eine Therapie haben willst kannst Du noch selbst entscheiden. Es wird einen Grund geben, warum er dir eine akut-psychiatrische Unterbringung empfohlen hat. Andernfalls würde er fahrlässig handeln.

Mit Akutpsychiatrie ist die Unterbringung in einer Station gemeint, die normalerweise geschlossen geführt wird. Je nach dem wie die geführt ist kann es sein, das Du mit Patienten kontakt hast die zwanmgseingewiesen wurden. Es herrschen da klare Regeln. Du hattest noch nie Therapie, daher stellt sich mir die Frage in wie weit Du damit umgehen kannst. In einer offenen Unterbringung ist die Situation anders.

Aber eines solltest Du unbedingt beachten - wenn sich dein Zustand verschlimmert solltest Du wieder hin und das dem Arzt sagen.

10.02.2017 13:45 • #5


Mylife50

Mylife50


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Ich warte gerade auf Datum für meine sogenannte Reha...Das erste mal u wurde bereits genehmigt..Weiß auch nicht wie ich die 4 Wochen da erlebe ...Aber es Bedarf erstmal raus hier..Und dann mal sehen ... denk mal drüber nach ob so etwas auch für sich in Frage kommen könnte ...

11.02.2017 23:59 • #6




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