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201823.02




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Hallo alle zusammen

hab mich hier mal neu angemeldet, dann stelle ich mich auch mal vor, also ich bin der Andy, 36 Jahre und komme aus Düsseldorf.
Ich leide seit 2008 schon unter einer Angst und Zwangsstörung, eigentlich schon lange aber seitdem bin ich schon beim Psychotherapeuten, also immer mit auf und abs.
Also das fing alles irgendwann mal so an, das ich ganz früher schon Magenprobleme hatte, dann irgendwann Schwindel hinzu, 2007 war es ganz schlimm, vom Arzt zu Arzt gegangen, alle keine Ursache gefunden, bis irgendwann mein Hausarzt meinte es sei psychisch, lange habe ich mich geweigert mir das selber einzugestehen das es Psychisch ist, bis ich irgendwann nicht mehr konnte und zu mein Hausarzt sagte das ich Psychologische hilfe haben möchte, aber dann ging es aufwärts, war das beste was ich machen konnte zum Psychotherapeuten zu gehen, mit ihm komme ich auch sehr gut klar, hat mir schon so manches mal aus so ein tief wieder raus geholt. Danach freundin kennengelernt, währenddessen ging es mir richtig gut, bräuchte auch fast keine Gespräche mehr mit dem Therapeuten, er meinte dann mal ob wir es beenden sollen, da habe ich gesagt das wir die Gespräche reduzieren können, aber falls ich mal jemand brauche zum reden dann habe ich ja einen, so sollte es auch später sein.
So das waren die anfänge mit der Angststörung, also mit der Freundin war ich dann dreieinhalb Jahre zusammen, anfang 2012 getrennt, danach ging es wieder los mit der Angststörung, seitdem nicht mehr wirklich in Sachen Beziehung glücklich geworden, zwei kurze Beziehung, möchte ja nicht irgendeine nehmen, nur um nicht alleine zu sein, es muss schon diesen wow Effekt haben
naja die letzten Jahre immer wieder auf und ab, zuvor dachte ich das ich es endgültig besiegt habe, aber was solls es wird weiter nach vorne geguckt und ganz anders als damals weiß ich ja damit umzugehen, was jetzt eben wieder extremer geworden ist, das ich Angst vor Krankheiten habe, das etwas mit mir passieren könnte, denke immer ich könnte das schlimmste haben, jetzt ganz aktuell hatte ich eine Bronchitis mit Atemnot, im Krankenhaus Notfallambullanz 2 mal gewesen, beim Hausarzt, aber alle sagten das es eine Bronchitis ist, da kann man auch Atemnot haben, so ein spray bekommen, mittlerweile ist es auch wieder gut, aber seitdem sind wieder die Ängste extremer, fühle mich öfters schwach, Magenprobleme und schon wieder denke ich das schlimmste, hab mich mal hier angemeldet da ich es ganz gut finde sich über so manches auszutauschen, ach so die Angststörung hat sich wohl entwickelt, da ich schon sehr früh, als ich 9 Jahre war mein Vater gestorben ist, bin ein Mensch der nie wirklich weinen kann, also dementsprechend nicht richtig getrauert, also auch im allgemein schlucke ich immer alles runter, ich weiß es ist nicht richtig, aber das ist nun mal so bei mir, ist wohl doch ein längerer Text geworden
freue mich nun über jede Nachricht
Iiebe Grüße Andy

Auf das Thema antworten


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  24.02.2018 00:30  
Hallo @Andy1981

nicht runterschlucken, reden und nochmals reden, das ist wichtig, um verarbeiten zu können (meine Meinung). Man muss erlernen, mit Gefühlen umgehen zu können. Bei mir hat das auch sehr lang gedauert, aber es funktioniert. Es ist keinesfalls eine Schwäche, Gefühle zuzulassen, sondern eher eine Stärke. Ich kann's mit der Trauer gut nachvollziehen, da meine Großmutter vor etwa 13 Jahren verstorben ist. Ich vermisse sie heute noch und wünschte mir, dass ich damals bei ihr am Sterbebett hätte anwesend sein können. Ich denke, dass reden immer helfen kann. Ob zum Psychotherapeuten oder zum Hausarzt, zu einem guten Freund.





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  24.02.2018 01:20  
Hallo @Ana-A303

genau da sagst du was, das ist immer das wichtigste zu reden, aber das fällt mir immer etwas schwer, aber da hast du recht muss es echt erlernen, das ist bei mir ganz unbewusst, verdränge es alles irgendwie und im nachhinein wird es runter geschluckt, dadurch kommen letztendlich die körperlichen Symptome, es muss ja irgendwie raus kommen.
Da kennst du es ja mit der Trauer die nicht so richtig verarbeitet wurde.
Hast du dadurch auch noch irgendwelche Symptome?



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  24.02.2018 11:43  
Andy1981 hat geschrieben:
Hallo @Ana-A303


Da kennst du es ja mit der Trauer die nicht so richtig verarbeitet wurde.
Hast du dadurch auch noch irgendwelche Symptome?


Ich bekam 3 Monate nach dem Tod meiner Großmutter Panikattacken, die ich aber wieder in den Griff bekam bis vor Kurzem. Aber jetzt weiß ich, was es ist und wie ich damit umgehen kann.





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  24.02.2018 23:28  
Genau wie bei mir, das ist dann der Vorteil wenn man es schonmal hatte und es dann wieder kommt das man dann weiß damit umzugehen, dann geht man ganz anders damit um.
Dachte auch damals ich hab es komplett geschafft, keine psychischen Symptome mehr, dann kam es doch nach Jahren wieder.

Danke1xDanke


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  24.02.2018 23:34  
Leider trickst einen die Angst immer gerne mal wieder aus. Neue Gedankengänge, neue Symptome, neue trigger und auch wenn man weiß, es ist nur die Angst, beschäftigt und quält es einen ja doch irgendwie. Kann dich da sehr gut verstehen. Wichtig ist dann immer, sich davon nicht runterkriegen zu lassen. Die einen haben täglich Kopfschmerzen, die anderen einen beschissenen Job und wir haben nunmal unsere Angst/Panik Momente. So trägt jeder sein Päckchen :freunde:





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  26.02.2018 01:01  
Genau so ist das @banane2016
bei mir ist es auch so das immer etwas anderes kommt, das eine geht dann kommt das nächste. Jahrelang ruhe gehabt, aber wie du schon sagst die angst tricks ein immer aus.
Der Schwindel geht weg, da die Psyche gemerkt hat das es mich nicht mehr interessiert ob es mir nun schwindelig ist oder nicht, dann kommen magen Probleme, jetzt eben aktuell, da ich die Bronchitis hatte mit der Atemnot, ist es manchmal wie so ein Kloß im Hals, dadurch ist jetzt wieder die Angst vor dem umkippen mehr geworden, also kommt manchmal wieder Schwindel, so findet die Angst immer wieder neue Wege, man merkt aber wenn man glücklich ist das alles wieder von alleine weg geht



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  26.02.2018 01:20  
Es ist halt doch ein immer wieder ein kleiner Kampf. Aber ich finde, wenn man mehrere solche Kämpfe durchlebt hat, nervt einen zwar trotzdem der neue trigger, aber ich fühle mich nicht so hilflos. Ich weiß ganz genau wie der Hase läuft. Und für mich ist es auch immer irgendwie wichtig zu wissen, woher dieser neue trigger kommt - wie bei dir zb mit der Bronchitis. Allerdings lass dir auch gesagt sein, dass ein Körper nach einer Erkrankung erstmal wieder fit werden muss und sein Immunsystem wieder aufbauen muss - das kostet Energie und raubt einem manchmal auch ein bisschen den Kopf. Wenn du körperlich angeschlagen bist, bist du leichter anfälliger für irgendwelche neuen trigger. Deswegen gönn dir Ruhe und versuche nicht immer alles zu überanalysieren. Erstmal muss der Körper fit werden, dann können wir uns wieder der Angst widmen 8)



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  26.02.2018 08:30  
Hallo, ich finde mich in eurem geschrieben so wieder...
Immer wenn ich denke, wow jetzt ging es aber eine ganze Zeit lang gut, kommt wieder ein Brett und Zack ist die ganze Angst wieder da...
Ich finde es so furchtbar, da sie , wie ihr ja auch schon geschrieben habt, immer neue Wege findet und immer andere Symptome kommen, so dass man immer wieder denken muss, diesmal ist es aber wirklich was schlimmes...
Ich bin diese verdammte Krankheit soooooo leid.....



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  26.02.2018 11:54  
Heyhey, nicht in unnötiges Selbstmitleid fallen - das wäre zu einfach und dafür haben wir schon genug gegen die Angst gekämpft, als dass wir jetzt klein beigeben :wink:
Das Leben ist schön - von einfach war nie die Rede :klug:





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  26.02.2018 21:06  
Da sagst du genau das richtige @banane2016
die Ärzte haben mir auch gesagt das es eine zeitlang dauert bis man wieder so fit wie vorher ist, wie du schon sagst man sollte alles etwas langsamer angehen lassen dann.
Da ich ja eigentlich gar nicht so anfällig für Erkältung und Bronchitis bin, hatte es soviele Jahre schon nicht mehr, aber dann war das direkt wieder etwas neues, der Husten, die Atemnot, dadurch sind in meinem Kopf direkt die Alarmglocken angegangen und die Angst war wieder extremer da, aber man lernt damit umzugehen und auch das geht wieder vorbei.

Das stimmt schon mit dem "kein selbstmitleid" aber kann dich gut verstehen @Perdyhund
es gibt immer wieder momente wo man keine Lust mehr darauf hat, aber gerade dann heißt es weiter positiv nach vorne gucken, es kommen auch wieder bessere Zeiten

Danke1xDanke


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  27.02.2018 07:53  
Da hast du recht... nur wenn man gerade mal wieder in der Spirale drin ist, denkt man, warum immer wieder...
Aber Gott sei dank, kommen dann auch wieder gute Zeiten und dann ist diese blöder Krankheit, wenigstens für eine Zeit vergessen

Danke1xDanke

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