Nora-
Ja ehm hi (^-^)/
Ich hab mir hier mal bisschen die anderen Themen durchgelesen und hab bemerkt, dass ich mit meinen 15 Jahren hier weitaus eine der Jüngsten bin. Aber ich hätte gern, dass man hier trotzdem meine Probleme ernst nimmt und nicht die bekannte Antwort "Jaja, Pupertät und ADS halt" gibt. Wäre sehr nett.
Naja, wie schon gesagt, bin ich 15 und ich glaub, man merkt, dass ich Nora heiße.

Ich habe schon seit ich ca 8-9 Jahre alt bin Panikattacken und andauernde allgemeine Angst ohne ersichtigen Grund, jedoch hat das mein alleinerziehender Vater nur auf die Scheidung zwischen ihm und meiner Mutter oder meines 'dummen Gerede' zurückgeführt. Irgendwann mit ca 11 hab ich aufgehört, mit meinem Vater darüber zu reden, da er es nicht verstand und nicht zuhörte. Es hielt aber trotzdem mit kurzen Pausen zwischendrin an und jetzt seit ca einem Monat ist es so schlimm, dass ich immer Beruhigungtabletten dabei haben muss um manchmal nicht umzukippen.
Ich war bis jetzt nie beim Psychologen, hab aber einen Termin für Dienstag, mein Hausarzt hat eine Angststörung diagnostiziert. Mein Vater ist strickt gegen eine Behandlung von diesem "Senilen ******" wegen meines Alters, aber ich will nur, dass es aufhört...

Ich hab mich hier angemeldet, weil ich niemanden kenne, der sich damit auskennt und ich einfach mal mit Leuten darüber reden will, die es verstehen.

Ich habe auch einige Fragen an die, die so eine Behandlung hinter sich haben und werde die hier mal drunter schreiben, vielleicht hat ja einer die Zeit sie zu beantworten.

Wie genau läuft die Behandlung ab?
Wie viel muss der Therapeut wissen, um eine erfolgreiche Behandlung zu machen?
Bekommt man Medikamente? Wenn ja, welche?
Wie hoch ist die Möglichkeit, wegen der Angststörung eine Psychiatrische Klinik besuchen zu müssen und hilft die Psychiatrie einen sehr?
Geht die Angststörung durch eine Behandlung ganz weg?
Und was kann ich machen, um zuhause mit Naturheilmitteln oder so etwas die Panikattacken zu mindern?

Ganz liebe Grüße! ^^

09.05.2015 21:36 • 12.05.2015 #1


9 Antworten ↓


vonnchen
Höre nicht im Hinblick auf deine angst auf deinen vater. Umso früher umso besser. Man sagt jeder 4. Circa leidet an irgendwelchen psychischen problemen/ Störungen/ängsten etc, mind. einmal im leben.

Zur Behandlung: unterschiedlich nach therapieart, was für eine machst du? Du wirst ca.1x die woche ( mehr oder weniger je nach problem und leidrr auch Auslastung) einen Termin von ca. 50 min haben.

Umso offener du bist umso besser kann er sich ein bild machen, nix ausdenken oder angst davor haben das du was falsches sagst. Rede was dir gut tut und alles andere wird er schon erfragen.

Je nach Krankheitsbild gibts auch Medikamente. Ich hab damit keine erfahrung.

In eine klinik musst du nur wenn du eine gefahr für dich oder andere bist (suizid, ...). Gedanken sind ernst zu nehmen aber bitte auch zu äußern und dann wird schon ganz genau hingehört wie akut es ist. Aber so leicht bekommt niemand einen in eine klinik.keine angst.
Freiwillig denke ich schon, dass es gut tut. Je nach schwere grad und Einschränkung Um einfach noch intensiver rund um die uhr hilfe zu haben.dort lernt man sicher in kurzer zeit, was man sonst in einem jahr therapie lernt.war aber nie in klinik, ist nur so meine vermutung und leseergebnisse.

Ob eine angststörung weg geht, liegt ganz an dir. Umsetzen musst du alles gelernte und es wollen. Erster schritt akzeptiere deine krankheit, , kämpfe nicht gegen sondern mit ihr. Sie ist ein eher u gewöhnlich er freund der dir eigentlich nur helfen will.aber lernst sehr viel in der therapie.

Panikattacken tipps gibt es im forum sehr viele, stöber mal durch.kurz gesagt helfen bei mir sport wenn ich eine attacke bekomme auch wenn einem absolut nicht nach sport ist ( aerobic, hampelmann, kniebeugen). Alles machen trotz angst, Vermeidung vermeiden. Entspannungs verfahren Wie progressive muskelentspannung, autogenes training, yoga. Gedanken beeinflussen, nur positive und hilfreiche Gedanken zulassen. Negative helfen nicht. Symptome sind in der regeal nicht gefährlich und es wird nix passieren. Ärztlich hast du sicher alles abgeklärt?

09.05.2015 21:50 • #2


Icefalki
Nora, wie heißen deine Beruhigungstabletten? Und herzlich willkommen bei uns. Und du musst keine Angst haben, wir nehmen dich sehr ernst.

Wenn du möchtest, erzähle uns noch ein wenig mehr von deiner Kindheit. Vonnchen hat dir ja schon tolle Tipps gegeben. Aber vielleicht hilft es dir noch etwas, wenn du uns deine Gefühle zur Trennung und insbesondere zu deinen Eltern erzählst.

09.05.2015 22:11 • #3


vonnchen
Da kann ich dir vielleicht auch helfen.hatte auch vorbildeltern und Trennung als ich 12 war

09.05.2015 22:16 • #4


Butterfliege
Herzlich willkommen. Bei mir fing auch alles früh, mit 12 ca. an, insofern hab ich da volles Verständnis!

10.05.2015 12:21 • #5


Nora-
Ich danke euch <3

Meine Beruhigungstabletten sind rein pflanzlich. (Passionsblume, Dr. Böhm)

Naja... in meiner Kindheit war ich mit meiner Schwester (sie ist 2 Jahre jünger als ich) die meiste Zeit alleine, da ich auf einem Reitbetrieb lebte und somit meine Eltern immer im Stall oder mit Pferden und Kunden unterwegs waren. Wir waren meistens draußen auf Wiesen oder auf so einem bestimmten Fleck am Waldrand wo wir immer spielten. Naja, irgendwann mischte sich die Schwester meiner Mutter in die Beziehung meiner Eltern ein und redete meiner Mutter immer ein (die heute noch leicht zu beeinflussen ist), dass sie nicht mehr am Hof arbeiten sollte. Mein Vater war ein Fuß amputiert geworden und musste in dem Jahr 2 Hüften operieren, dann konnte er noch am Hof 2 Ausritte pro Tag und für 16 Pferde den Stall ausmisten. Meine Eltern zerstritten sich in der Zeit so sehr, dass meine Mutter teilweise vor mir und meiner Schwester zu weinen begann. Ich war da ca 8 und hatte keine Ahnung, warum Mama weinte und dachte immer, dass aus irgendeinen Grund ich dran Schuld bin. Naja, irgendwann ging es dann nicht mehr und meine Mutter zog weg, in eine Kriseneinrichtung, ich und meine Schwester blieben bei meinem Vater, den ich damals nicht sonderlich gern hatte, weil jeder ihm die Schuld gab, aber heut weiß ich dass er meine Mutter nur liebte und alles für sie getan hatte...
Die ersten Panikattacken hatte ich zwischen 9 und 11, kann mich an die Zeit nicht erinnern, jedenfalls war es in dem Sommer, als mein Vater operieren musste und in Reha war, weshalb ich und meine Schwester bei meiner Tante wohnten. Ich hatte von etwa 10-14 niemanden zum Reden und kaum Freunde, da mir andere in meinem Alter nicht sympathisch waren und ich mich abkapselte.
Viele Lehrer sagten, dass mir die Scheidung sehr zu schaffen machte, was ich in dem Moment verneinte, da es sich nicht so anfühlte, aber jetzt weiß ich, dass es mir unterbewusst doch viel ausmachte.

Nach dem Sommer sind wir dann in eine kleine Wohnung gezogen in der wir heute noch leben und seitdem hab ich fast täglich Panikattacken oder generell plötzlich auftretende Angst ohne Grund. Zu meiner Mutter hab ich kaum noch Kontakt, da ich seit Herbst auf eine Internatsschule geh und da kaum zeit dafür bleibt. Es ging mir, als ich ins Internat gekommen bin, besser, aber jetzt hat es wieder angefangen..
Tut echt gut, das mal niederzuschreiben, obwohl ich nicht weiß ob es jemand durchliest. Aber es schmerzt schon, an diese Zeit denken zu müssen...

10.05.2015 13:54 • #6


vonnchen
Sicher schmerzt es. Aber wahrscheinlich wird es dir nicht helfen darüber nachzudenken wieso weshalb warum. Eine Scheidung der eltern in der Kindheit tut weh und meist erst später wenn man merkt was man so verpasst hat oder andere sieht dessen eltern scheinbar glücklich zusammen sind. Schade dass du keinen Kontakt gross zu deiner mutter hast. Schade, dass deine eltern scheinbar auch etwas unsensibel euch gegenüber mit deren problemen umgegangen sind.aber alles ist nicht zu ändern. jetzt ist es an der zeit dein eigenes leben zu leben beziehungsweise in die richtung zu gehen in die du gehen willst und alles dafür zu tun, dass du es dir so gestaltest wie du es dir wünschst. Schaffe dir ein positives Umfeld. Vielleicht kannst du deinen vater überzeugen, dass er mal zu einem termin mitkommt, damit er sich mal erklären lassen kann worum es geht. bei größeren krankheiten geht er ja auch zum arzt. das ist auch nur eine Krankheit. Die aus verschiedenen Gründen entstanden ist. Oder er liest mal ein buch über Panikstörung. suf jeden fall ist es ein guter weg in die therapie zu gehen , noch bist du jung und kannst vielleicht noch etwas felxibler und schneller lernen Als wenn du noch jshre wartest und irgendwann zusammen fällst und dich irgendwo durchquälst.versuch dir dein leben schön zu gestalten.

10.05.2015 15:15 • #7


Nora-
Danke für deine Antwort... ich geb mein bestes, aber es ist schon schwierig wenn man vom Vater nicht unterstützt wird. Gestern z.b. hat er mich angeschrien, dass ich ja an der Angststörung selbst schuld bin und mir da kein Psychologe helfen kann. Er sagte, dass das nur dran liegt, dass ich nie rausgehe. Aber unter der Woche, wo ich im Internat bin, bin ich jeden Tag ca eine Stunde in der Natur und da mich die Schule ziemlich stresst möchte ich am Wochenende wohl auch mal einfach im Bett liegen und den ganzen Tag mit meinem Freund telefonieren. Er meinte außerdem, dass die Krankheit schon ok ist, solang ich andere dadurch nicht belaste (er meint, solang er mich nicht zum Psychologen bringen muss). Ich soll außerdem daraus nicht so eine große Sache machen, aber er hat keine Ahnung, es ist eine große Sache für mich.

11.05.2015 07:09 • #8


vonnchen
oh man er hat wirklich überhaupt keine ahnung. sei froh , dass du im internat bist. schlimmer ist es nichts zu tun weil dann wirst du irgendwann zusammen brechen. halt durch. irgendwann bist du volljährig
ich wünsche dir dass dein vater anfängt dir zu helfen. das ist eine krankheit wie viele andere auch, wie kann man da sagen, dass man selbst dran schuld ist.
schade. versuch ihn zu überzeugen, dass er mal mit dir mitkommt.
wahrscheinlich denkt er auch psychologie ist hexenwerk und bringt nix. es wird leider immernoch zu wenig darüber geredet, sodass es solche unwissenden wie deinen vater immernoch gibt. wenn er wüsste, dass ca. jeder 4. psychologische probleme hat, dann würde er seine meinung vielleicht irgendwann anpassen.
ich wünsche dir alles gute auf deinem weg.

11.05.2015 08:20 • #9


Nora-
danke...

war heute bei der psychologin, die hat mich weiter zu nem anderen arzt wegen therapie und schilddrüsenuntersuchung geschickt..
Ich hab meinen Vater ein Prospekt über Angststörung gegeben damit er es liest aber das tut er nicht bzw er will es nicht lesen

12.05.2015 14:53 • #10




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