Aquanaut79

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Hallo zusammen,

nachdem ich meine Ängste und Probleme (diverser Natur oder auch nicht!? Mehr dazu im Text) nun ca. 2 Jahre mit mir rumschleppe, wollte ich mal versuchen diesen Weg hier zu gehen um mich mitzuteilen und vielleicht den ein oder anderen Tipp mitzunehmen.

Ich bin männlich, 35 Jahre jung und arbeite im öffentlichen Dienst. Ich habe seit ca. 2 Jahren mit einer generalisierten Angststörung, einer Herzneurose sowie diversen diffusen Symptomen zu kämpfen die mit diesen Erkrankungen im Zusammenhang stehen.

Insgesamt habe ich mein Leben und auch meine Ängste ganz gut im Griff, trotzdem gibt es immer wieder Momente diebisch zwar nicht verzweifeln lassen, jedoch sehr unangenehm für mich sind.

Ich bin insgesamt eher ein nervöser Mensch und neige dazu zu tief in meinen Körper und dessen diverse Aktionen und Reaktionen reinzuschauen.

So richtig angefangen hat alles vor ca. 2 Jahren, nachdem mein Vater seinen 3. Schlaganfall hatte. Als ich mit meiner Mutter kurz danach und quasi hinter dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren bin, habe ich mich sehr merkwürdig gefühlt und je länger die Fährt dauerte um so schlimmer wurde es. Am Ende habe ich selber alles doppelt gesehen und hatte Schwierigkeiten den Wagen auf der Straße zu halten. Im Krankenhaus angekommen ging es wieder und auch mein Dad war außer Gefahr. Er musste zwar noch ca. 2 Wochen bleiben und anschließend in Reha, aber ihm geht es mittlerweile wieder richtig gut.

Mir dafür nicht

Seitdem habe ich oft mit sehr großer Nervosität und Unruhezuständen zu kämpfen. Mein Blutdruck schnellt in die Höhe und mein Herz fängt an zu rasen. Das ist in der Anfangszeit in den verschiedensten Situationen aufgetreten, ob im Auto, bei der Arbeit oder zu Hause, machte keinen wirklichen Unterschied.

Zwei Mal bin ich dadurch selber mit dem Krankenwagen abgeholt wurden, nachdem ich das Gefühl hatte ich verliere komplett die Kontrolle über mich btw. das ich jeden Moment kollabiere. Außer einem hohen Blutdruck (220/100) und einem schnellen Puls (ca. 130) wurde jedoch nichts festgestellt und ich konnte jeweils nach ca. 2 Std wieder nach Hause.

In der Folgezeit folgte ein Ärztemarathon mit dem Ergebnis, dass körperlich absolut nichts festzustellen war bzw. ist.

Dadurch kam ich dann auch auf den Trichter, dass es psychische Ursachen haben muss.

In der Folgezeit und durch eine begonnene Psychotherapie, tiefenpsychologisch, ging es mir immer besser. Im Moment pausiert die Therapie seit ca. 2 Monaten, weil ich mich zuletzt sehr stabil gefühlt habe.

Gerade kippt es aber wieder ein wenig, weil ich vor allem beim Autofahren Schwierigkeiten bekomme. Meine linke Körperhälfte beginnt sich komisch anzufühlen, ich habe das Gefühl ich muss den Wagen nach rechts lenken und ein kribbeln durchfährt den ganzen Körper. Ich kann das nicht gut beschreiben, weil es sich wirklich merkwürdig anfühlt. Sobald ich zu Hause bzw. am Ziel angekommen bin geht es nach ca. 10 Minuten wieder deutlich besser und die Symptome entwickeln sich komplett zurück.

Da ich eigentlich gerne Auto fahre nervt mich das schon ziemlich und ich merke gerade selber, wie ich beginne Fahrten zu vermeiden deswegen. Das will ich aber nicht.

Deswegen auch die Anmeldung hier in der Hoffnung ein paar Tips zu bekommen. Die Therapie werde ich wohl im Januar fortsetzen. Habe jedoch das Gefühl mich da ein wenig im Kreis zu bewegen. Eventuell ist eine Verhaltenstherapie besser geeignet.

Das erstmal für den Anfang... Habe bestimmt einiges vergessen, aber ich antworte natürlich gerne auf Rückfragen

LG
Der Aquanaut

29.12.2014 17:54 • 30.12.2014 #1


2 Antworten ↓


anna24

anna24


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Herzlich willkommen hier im forum aquanaut

29.12.2014 19:46 • #2


Fee*72

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Willkommen hier und einen guten Austausch

30.12.2014 11:37 • #3