Ich bin neu hier

Lese schon seit einiger Zeit mit. Bin w, 24 Jahre und habe schon seit ich denken kann viele Ängste. Vor Menschen, der Zukunft, Veränderungen. Seit einigen Jahren kommen vermehrt Panikattacken dazu - zuerst nur sehr selten, jetzt leider regelmäßig. Häufig in Zügen, im Auto oder in Restaurants.. gerne auch im Supermarkt an der Kasse. Am schlimmsten ist aber die Angst vor Krankheiten jeder Art. Dazu kommt eine leichte soziale Phobie. Durch die Ängste habe ich auch immer mal wieder depressive Verstimmungen, die mir zusätzlich zu schaffen machen. Dann fällt es mir unglaublich schwer, auch nur das nötigste einkaufen zu gehen.. Habe auch viele körperliche Sypmtome, für die sämtliche Ärzte kaum eine Erklärung hatten (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrdruck & Ohrgeräusche, Verspannungen, Schwindel, ...).
Als ich vor einem Jahr zum Studium 500 km von zuhause weggezogen bin, ist es leider alles noch sehr viel schlimmer geworden. Jetzt habe ich mich endlich um einen Therapieplatz bemüht, aber die Wartezeiten sind sehr lang und ich muss mich wohl noch gedulden..

Soviel zu mir erstmal. Ich hoffe darauf, mich hier mit Menschen austauschen zu können, die mich verstehen.. Und vielleicht kann ich ja auch etwas helfen

05.10.2014 18:50 • 06.10.2014 #1


7 Antworten ↓


nala86
Hey,
Ich kann dich sehr gut verstehen..mir fällt es zur Zeit auch sehr schwer alleine vor
Die tür zu gehen...kann es nur in Begleitung machen.
Hast du schon einen festen Termin für deine Therapie?
Morgen mache ich mir auch nochmal einen Termin..2007 habe ich schonmal eine gemacht und es hat mir sehr geholfen
Gruß Dani

05.10.2014 22:05 • #2


Pestor
Na dann mal ein herzliches Willkommen, Mei.

Verstehen werden dich hier bestimmt die meisten und man wird dir auf jeden Fall auch einige gute Ratschläge geben können.

Hast du dir einen Therapieplatz in der Heimat oder am Studienstandort gesucht?

05.10.2014 22:05 • #3


Dankeschön ihr beiden
Ich hoffe so sehr dass es mir auch hilft. So wie es jetzt ist, kann es jedenfalls nicht bleiben.. Habe leider noch keinen festen Termin, nur Wartelistenplätze. Aber das kann 6 Monate dauern, wurde mir gesagt
Habe mir den Platz am Studienort gesucht. Obwohl ich mich dort nicht allzu wohl fühle bis jetzt. Manchmal möchte ich lieber wieder nach Hause zurückziehen.. Andererseits möchte ich das Studium dort unbedingt schaffen, da es mir eigentlich viel Spaß macht

05.10.2014 22:36 • #4


Pestor
Ach na klar. Warum soll es denn nicht helfen?!

Es zeigt dir doch schon mal, dass du mit deinen Problemen nicht ganz allein bist und einige Leidensgenossen hast und das Heimweh geht bestimmt auch weg, wenn du erst mal ein paar Leute dort kennengelernt hast.


Was studierst du denn?

06.10.2014 09:01 • #5


Ja, das stimmt Ich denke auch, dass es mir helfen wird. Man hört immer mal vereinzelt, dass es jemandem nichts gebracht hat eine Therapie zu machen. Und ich setze meine ganze Hoffnung im Moment darauf, vielleicht zuviel..

Ich studiere Medienwissenschaften, mein absolutes Traumstudium eigentlich

06.10.2014 14:28 • #6


Pestor
Nun, es kann passieren das der erste Therapeut nicht gleich der Richtige ist …
Klingt nicht nur so, es ist auch ein bisschen so wie in einer Beziehung, denn immerhin muss man ja auch eine gewisse Vertrauensbasis zu diesem Menschen aufbauen.
Wenn die Chemie einfach nicht stimmt kann sich so eine Therapie auch als wenig hilfreich gestalten aber es gibt ja immer noch die Möglichkeit sich dann einen neuen Therapeuten zu suchen.

Also hab vielleicht erst einmal nicht zu hohe Erwartungen, hinzu kommt noch, dass es häufig so ist, dass man sich am Anfang einer Therapie schlechter fühlt, weil erst einmal alles wieder hochkocht, damit man es dann besprechen und verarbeiten kann.

Traumstudium … eigentlich?!

Und wohin soll dich dieses Studium dann einmal führen?

06.10.2014 14:37 • #7


'Eigentlich' deswegen, weil ich mich teilweise mit dem Studieren an sich überfordert fühle. Nicht inhaltlich, aber man hat ständig mit neuen Leuten zu tun. Das ist für mich jedes Mal sehr anstrengend und ich bin nicht sicher ob das auf Dauer funktioniert. Zumal es grade in diesem Bereich wichtig ist, offen zu sein und auf Menschen zuzugehen. Kontakte zu knüpfen. Dazu kommt, dass ich mich in der Studienstadt einfach noch recht alleine fühle - und ich bin eigentlich ein Familienmensch. Ich möchte aber sehr gerne im Verlagswesen arbeiten. Deswegen will ich es auch durchziehen

Ja das kann ich mir vorstellen, dass die Chemie stimmen muss.. deswegen habe ich gleich bei mehreren Therapeuten Wartelistenplätze vereinbart, damit ich dann schauen kann, wo es ganz gut passt. Davor, dass es mir dadurch am Anfang schlechter geht, hab ich wirklich Angst.. aber wenn es langfristig hilft, ist es wohl der richtige Weg.. Ich habe soviele Pläne die ich umsetzen möchte in Zukunft, und das will ich mir von der Angst einfach nicht nehmen lassen.

06.10.2014 15:10 • #8




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