MimiKlein

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Hallo.
Ich bin 19 Jahre alt und auf dieses Forum gestoßen, als ich mal wieder aufgrund meiner vermeintlichen Problematik durchs Internet klickte.
Ich leide seit knapp einem Jahr an ventrikulären Extrasystolen, also Herzrhythmusstörungen in der Herzkammer, die allerdings alles andere als tödlich oder lebensbedrohlich sind. Ein Herzstolper hier oder da- manchmal auch häufiger, manchmal sehr häufig-... damit lässt sich zur Not noch auskommen.
Allerdings nimmt meine Problematik trotz Behandlung durch Magnesium und Betablockern nicht ab. Im Gegenteil, ich fühle mich immer schlechter. Ich habe Schmerzen im linken Arm, im Kopf, Herzstechen, Schwindel, manchmal Schweißausbrüche und Schüttelfrost, war dieses Jahr dreimal deswegen im Krankenhaus, via Rettungswagen, lebe in permanenter Angst, zu sterben. Und das alles ohne ein nennenswertes Herzproblem.
Ich muss nämlich dazu sagen, dass die "Erkrankung", die ich habe, ungefähr jeder Zweite hat, davon merkt es nur nicht jeder. Ich bin eh schon so sensibel, mein Körper spielt sowieso schon bei den kleinsten Dingen verrückt.
Aus diesem Grund bin ich dann auch auf die sogennate Herzphobie oder auch "Herzneurose " aufmerksam gemacht worden, da diese scheinbar zu meinen Symptomen passt. Dem muss ich zustimmen, die Angst, nein, die *beep* Panik, ist mein täglicher Begleiter. Ich kann kaum noch aus dem Haus aus Angst, tot umzufallen, genausowenig kann ich alleine im Haus sein. Meine Beziehung zu meinem Freund leidet darunter, da auch Sex kaum noch möglich ist- ich könnte ja einen Herzinfarkt bekommen.
Ich trinke keinen Alk. mehr, gehe nicht mehr mit Freunden weg, *beep* nicht und nehme auch sonst keine Dro.. Genauso habe ich das Kaffeetrinken aufgegeben, obwohl ich diesen immer gerne getrunken habe. Auch meinen Lieblingstee habe ich aus meinem Leben verbannt, da er den Blutdruck negativ beeinflussen kann. Ich esse auch kaum noch Fleisch wegen der mehrfach gesättigten Fettsäuren.
Also, wie ihr seht, bestimmt das Thema mein Leben. Und ich suche hier auf diesem Weg nach Leidensgenossen oder Menschen, die diese Krise überwunden haben. Ich brauche einfach mal jemanden, der das irgendwie versteht. Ich hoffe, ich bin hier richtig.
Grüße,
Mimi.

26.12.2011 16:35 • 27.12.2011 #1


2 Antworten ↓


urmel56


hallo mimi klein,

willkommen,bestimmt findest du hier hilfe von anderen betroffenen,auch ich bin eine davon.bin 55 jahre,könnte also fast deine oma sein,habe aber genau solch eine panik wie du.der kardiologe hat bei mir eine bindegewebsschwäche in einer der beiden herzklappen festgestellt,soll auch völlig harmlos sein aber jedes mal wenn mein herz stolpert bekomme ich panik.ich höre auch immerzu in mich hinein es ist schon wie ein zwang.
zwei therapien haben mir ein wenig auf die beine geholfen so das ich mich vom täglichen leben nicht mehr ausschließe,es ist zwar manchmal schwer aber ich möchte auch nicht zu grunde gehen.

daher mein rat liebe mimi,such dir unbedingt einen therapieplatz du wirst sehen du schaffst das bestimmt.du bist doch noch so jung hol dir hilfe sonst verplemperst du deine schönsten jahre.


viele liebe grüsse
urmel

26.12.2011 21:01 • #2


MimiKlein


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Danke urmel!

Ich werde mir auf jeden Fall einen Therapieplatz suchen, denn ich möchte nicht für den Rest meines Lebens in Todespanik leben. Ich möchte wieder Spaß haben und mit Freunden ausgehen (vielleicht auch mal wieder ein Glas Sekt trinken, ich war eigentlich nie ein Trinker...).
Es macht Mut zu sehen, dass ich nicht alleine bin und dass ich etwas ändern kann.
LG

27.12.2011 11:58 • #3