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201805.03




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Hallo,
ich bin neu hier.

Ich habe mich hier auf der Suche nach Betroffenen/ Gleichgesinnten und Antworten auf meine Fragen hin angemeldet.

Ich habe seit meiner frühesten Kindheit Ängste.
Erst im letzten Jahr wurde eine weitere Angst deutlich, die ich im Grunde schon lange in mir trage, aber für die ich bisher noch keine "Worte", bzw eine treffende Bezeichnung gefunden habe.

Es ist meine Angst vor den Sommermonaten, die mich gerade wieder heimsucht.
Seit gut zwei Wochen geht es mir zusehendst schlechter, bis auf die wenigen Tage, wo die Temperatur unter 0 lag... Es lag Schnee und war kalt. -10°, ich habe mich wohl gefühlt, bis heute, da gingen die Temperaturen hoch und die Laune runter.

-Bis hin zu Angstzuständen, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte, im Sommer/Herbst 2017 zuletzt.

Jahrelang habe ich diese Angst nicht wahrhaben wollen, bin dagegen an gegangen und konnte nicht verstehen, warum es den anderen im Frühjahr und Sommer "so gut" geht, aber mir hingegen so schlecht... :(

Ich habe mich heute morgen auf dem Weg zur Bahn (und in der Bahn) regelrecht geekelt vor all den Gerüchen, die da in der aufsteigenden Wärme ausströmten und die der tauende Schnee preisgab...

Ich könnte das Thema hier noch weiter ausführen, vielleicht findet sich Gelegenheit das hier auch zu tun...

Danke für eure Aufmerksamkeit und vielleicht bis bald :)



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Thüringen
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  05.03.2018 22:29  
Hallo und willkommen bei uns.

Ich denke mir mal hier wirst du einige Leute treffen die mit dir fühlen können. Für mich selbst ist es zwar nicht nachvollziehbar, aber das muss dich nicht stören, ich mag den Sommer, wobei 15°C für mich schon genug sind. mehr als 25°C müssen es nicht sein ;) Tendenziell mag ich den Winter und schlechtes Wetter auch sehr. Alleine schon weil man dann in der Natur weniger Menschen begegnen muss ;)

Aber was genau stört dich an den Gerüchen des warmen Wetters. Ich persönlich finde den Geruch nach einem kalten Winter wo bis auf Abgase wenig in der Luft ist den Geruch frischer Blumen und der erwachenden Natur sehr angenehm. Bist du eigentlich in einer Behandlung?





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  06.03.2018 13:30  
Hallo Eduard,

danke für deine Antwort. :)
Also, ich versuche es mal so zu erklären, es ist nicht der Geruch des schönen Wetters, Blumen bzw der Naturgeruch im Allgemeinen welcher mich stört sondern:

Ich bin Asthmatiker und leide unter Heuschnupfen, der schon im Februar beginnt und bis in den Herbst hinein andauert.

Die Monate der Grasblüher sind am schlimmsten für mich. Obwohl ich in der Stadt wohne, werde ich stark mit Pollen jeglicher Art konfrontiert, wenn ich raus aufs Land fahre, wo ich Ruhe , Menschenleere und die Abgeschiedenheit der Natur suche wird es besonders schlimm.
Ich bin dann auf ein Antihistaminika angewiesen. Und diese wirken alle durchweg ermüdend und mattmachend auf mich.
Diese unfassbare Trägheit und Müdigkeit ist lähmend und antriebshemmend, es macht mich auf Dauer unzufrieden und bisweilen sogar aggressiv...
Dann kommt dieses Geschwitze dazu, im Sommer bin ich oft krebsrot und schwitzein einer Tour, was mich belastet.
Und ich bekomme kaum Luft, weil die Luft steht, es übel nach Menschenzeugs riecht oder voll ist mit Pollen.

In der Stadt, (ich wohne in Hamburg), werden die Parkanlagen überlaufen, überall wird dann gegrillt und gelärmt. Unzählige (oftmals ignorante bis agressive) Jogger vereinahmen Park- und Elbwege. Die Wochenenden sind besonders schlimm!

Menschenmassen überall... Sie hinterlassen Müll, Berge von Müll und benehmen sich laut, respektloser und distanzloser als im Winter...

Die S und U Bahnen stinken nach Schweiß, Alk. und Siff... Die Straßencafes, Kneipen, Kioske und Restaurants werden belagert, in der Regel von Spaßpublikum.
Es wird dann gegafft- sie sitzen draußen im Café oder am Straßenrand in der Sonne und glotzen einen unentwegt an. (Haben die nichts zu tun? Keine Hobbys? Keine Arbeit?)
Vor allem am Abend wird an den Bahnhöfen gepöbelt und alle stehen und laufen sowiso immerwieder im Weg herum, weil sie mit gaffen, irgendwen "suchen" und mit dem Handy beschäftigt sind... Und das im Frühjahr/ Sommer weitaus ausgeprägter, als ohnehin schon!
Das (Privat)Leben wird dann einfach mal so auf die Straßen und in die Parks verlagert.

Im Sommer halten sie sich weniger an die Verkehrsregeln, vor allem die Fahrradfahrer, ich fahre selbst jeden Tag zur Arbeit, in die Uni und zurück...
Vor allem Männer treten in vielerlei Hinsicht agressiver auf, als in den Wintermonaten.

Die Zahl der Glasscherben und Hundekothaufen nimmt drastisch zu, vor allem in den Parks.
Autobahnen sind überfüllt, ständig Staus, Straßenbaulärm, Baustellen sowiso und überhaupt...

-kurz und gut: Aus und vorbei mit der schönen Ruhe.

Und das macht mir irgendwie Angst, bzw der Gedanke daran, dass die nächsten Monate "nicht schön", sondern stressig werden macht mir Angst,
Angst davor wieder an meine Grenzen zu kommen, mich unnötig oft aufzuregen und zu streiten, zu weinen und im Endeffekt in der Klinik zu landen :shock: ...

Vor zwei Jahren ist mir genau das passiert.
Ich bekomme seitdem Medikamente und mache eine Therapie.

Trotzdem. :(

Ich werde, wann immer es zeitlich passt an der Küste zu finden sein- meine einzige Rettung.
Und die Tiefen der Wälder aufsuchen...

Umziehen geht (noch) nicht, ich arbeite hier und gehe noch zur Uni.
:idee :D
Bis Bald, LG

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