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201828.01




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NRW
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Hallo an alle,
Ich hab mich hier angemeldet weil es mir momentan so schlecht geht dass ich nicht weiß wie lange ich es noch schaffe arbeiten zu können und überhaupt alles aushalte. Es tut gut mit Leuten zu schreiben denen es ähnlich geht..obwohl ich nicht mal genau weiß, wo ich eigentlich hingehöre. ..Einzelgänger, soziale Phobie oder einfach nur introvertiert..nichts passt so richtig.
Die Erkenntnis dass ich einfach anders bin als die meisten anderen ist mein Grundproblem, was auch dazu beigetragen hat dass ich 30 Jahre in einer unbefriedigten Ehe ausgehalten habe, aus Angst nach einer Trennung ganz alleine zu sein. Wie schizophren..einerseits Einzelgänger aber andererseits einsam und nähesuchend! Eigentlich ein Familienmensch...ja und wg der Kinder geblieben die aber nun schon teils auf eigenen Beinen stehen. Ich rede nicht viel und nur ungern ...oder nur ungern weil mir nichts einfällt zu reden...schlechtes Gedächtnis....ich weiß es nicht..daher identifiziere ich mich sehr auf mein Äußeres und lege viel Wert auf Sport (zwinge mich dazu)und gesunde Ernährung und fühle mich gut wenn ich weiß dass ich wenigstens (noch) gut aussehe und dass ich so wenigstens irgendwie interessant erscheine.
Jedenfalls habe ich es letztes Jahr endlich geschafft mich zu trennen und bin ausgezogen..auch als Selbsttherapie und um mir später nichts vorwerfen zu müssen ..und um zu wissen wie es ist alleine zu leben. Das war sehr schwer!
Allerdings hätte ich es wohl nicht geschafft wenn ich nicht vor fast 2 Jahren jmd kennengelernt hätte. (Und mit Hilfe meines Therapeuten!) Und jetzt merke ich wie ich mich wieder anfange anzupassen und nur über diese eine Person zu definieren! Obwohl er nicht mal so richtig zu mir passt es war eigentlich nur eine Affäre! Er ist ein paar Jahre jünger als ich und ich selbst fühle mich sowieso mind 10 Jahre jünger und verhalte mich meist auch so. Nur wenn ich morgens aufwache oder sonst in diesem Tief stecke und die Einsamkeit da ist, denke ich oft dass mein Leben bald vorbei ist und fühle mich uralt!
Ich merke jetzt nach der Trennung mehr und mehr wie abhängig ich schon wieder bin! Ich habe angefangen zu rauchen, esse ungesund und treibe nur noch selten Sport. Ich versuche dagegen anzukämpfen aber ich schaffe es einfach nicht..fühle mich so hilflos und bin jede Minute am Grübeln. Suche jetzt immer die Vorzüge von meinem noch Mann..er kannte meine Art und kam wenigstens damit klar. Fühle mich sehr einsam und verzweifelt ...keine Freunde..niemand..ich bin nicht in der Lage normale Freundschaften zu pflegen, es liegt immer an mir dass ich den Kontakt irgendwann abbreche oder auslaufen lasse. Mache mich aber immer abhängig von einem Mann! Möchte mich gerne trennen von dieser Beziehung, obwohl er sagt dass er mit mir zusammen ziehen will! (wenn mein Sohn ausgezogen ist!) Aber dafür sehen wir uns nur 2-3× die Woche, was mir viel zu wenig ist. Und er meldet sich zwischendurch kaum, daher vertraue ich ihm auch nicht. Ich will lernen alleine zufrieden zu sein, fühle
mich aber wie ein hilfloses kleines Mädchen das von seinen Eltern verlassen wurde :-(
Hoffe auf hilfreichen Austausch hier..
Lg



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  23.02.2018 00:12  
Hallo Struggle!
Ich bin neu hier und stöbere so durch. Erkenne mich ein wenig wieder in dem, was du schreibst. Vielleicht können wir uns ein wenig austauschen. LG Janita



  23.02.2018 07:18  
Hallo @Struggle

kommt mir bekannt vor, nur, dass ich allein sehr gut klar komme. Ich mag keine Nähe mehr, fühle mich aber nicht schlecht deswegen. Andererseits hätte ich gern mal wieder eine weibliche Person als gute Freundin. Denn meine letzte Freundschaft habe ich nach 15 Jahren abgelegt. Die Oberflächlichkeit konnte ich nicht mehr ertragen. Wo machst du deinen Sport, allein oder im Fitness-Studio? Da gibt es vielleicht auch eine Gelegenheit zum Kennenlernen. Wenn du sonst aber zufrieden bist mit dir selbst, kann man sehr gut allein klar kommen. Das hat auch ein Vorteil, man muss sich nicht verpflichtet fühlen, kann machen, was man will, wann man es will, ist eigentlich frei von irgendwelchem Zwang, der wiederum auch nur in unserem Kopf entsteht, weil wir glauben, dass wir uns dann einschränken müssen (meistens wird das vom Gegenüber unbewusst hervorgerufen oder auch verlangt, je nachdem, mit welchem Mensch man es zu tun hat). Allein sein bedeutet nicht gleich einsam sein, sondern nur, dass man stark genug ist, nämlich die Dinge mit sich selbst auszumachen und zu regeln. Wenn man sich einsam fühlt, gibt es immer noch Möglichkeiten, das zu ändern. Fühlst du dich allein oder einsam bezüglich der Beziehung/Affäre? Gibt es wirklich keine Bekannten, mit denen du dich austauschen könntest? Seit wann ist das so, dass du nicht viel redest? Du schreibst ja schon, dass du Freundschaften nicht wirklich pflegen kannst, sie auslaufen lässt, warum ist das so? Wenn du schreibst, dass du ihm nicht vertraust, rede mit ihm. Wenn du merkst, dass er sich verdächtig verhält, würde "ich persönlich" keinen Funken Zeit mehr daran verschwenden. Ich kann dich gut verstehen, weil ich es ähnlich erlebt hatte. Hat auch längere Zeit gedauert, aber heute bin ich zufrieden, dass es so ist wie es ist. Ich hatte schon in der Kindheit das Glück, dass ich mich stets sehr gut allein beschäftigen konnte. Es war aber nicht so, dass ich allein war. Hatte immer Freunde, Bekannte über die Jahre. Je nachdem, was man selbst erlebt und durchgemacht hat, trifft man irgendwann eine Entscheidung, die für sich selbst die Beste ist. Ich betrachte mich heute als Einzelgängerin, aber nicht unbedingt im negativen Sinn. Befindest du dich noch in Therapie?

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