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Natty
Nun habe ich erst entdeckt, daß es auch einen "Vorstellungs"-Thread gibt. Somit also hier noch mal:

Bin aus Fürth. Voll berufstätig, schramme immer wieder an Depressionen entlang und bin trotz vielen Kontakten, Freundeskreis und Freund öfter einsam.

Suche Menschen in ähnlicher Situation.

17.05.2012 10:48 • 17.05.2012 #1


10 Antworten ↓


Hallo Natty,

durch die Angsterkrankung geht es mir auch oft wie Dir. Ich fühle mich sozusagen nicht vollwertig dadurch. Ich erlebe viele andere als weitaus leistungsfähiger.
Mich betrifft zudem noch seit Kindesbeinen eine Krankheit vorwiegend nachts, die mich durch ihre außerordentliche Peinlichkeit sehr isoliert.

Aber ich glaube immer noch, dass irgendwann alles besser wird.

Viele Grüße

17.05.2012 11:59 • #2


Ich fühle mich auch sehr oft einsam... so wie jetzt gerade auch.

17.05.2012 12:44 • #3


Natty
Zitat von Bente:
Ich fühle mich auch sehr oft einsam... so wie jetzt gerade auch.


Hallo Bente,

mit Internetkontakt is es ja ein bissi weniger einsam nun, oder?

Aber das Internet kann natürlich nicht die realten Kontakte ersetzen. Ich denke mir, wenn die Leute hier im Forum zumindest ihren ungefähren Wohnort angeben würden, dann könnten die ein- oder anderen sich auch mal real treffen. Gerade die aus dem Einsamkeitsforum. Bei Dir finde ich leider keinen Wohnort.

Ich sende Dir eine Portion Gesellschaft! Wenn nun auch bloß virtuell.

Viele Grüße
Natty

17.05.2012 13:39 • #4


Natty
Zitat von Enuresis:
Hallo Natty,

durch die Angsterkrankung geht es mir auch oft wie Dir. Ich fühle mich sozusagen nicht vollwertig dadurch. Ich erlebe viele andere als weitaus leistungsfähiger.


Hallo Enuresis,

sehr einsam fühle ich mich öfter. Aber trotzdem vollwertig und überwiegend leistungsfähig. Zumindest nicht mehr- oder weniger vollwertig und leistungsfähig Leute die (vermeintlich?) keine ernsthaften Probleme haben.

Zitat von Enuresis:
Hallo Natty,
Mich betrifft zudem noch seit Kindesbeinen eine Krankheit vorwiegend nachts, die mich durch ihre außerordentliche Peinlichkeit sehr isoliert.


Ich denke mir, peinlich sind die Menschen, welche sich über solche Dinge verächtlich äußern, sich lustig machen oder ähnliches. Nicht die Betroffenen. Ich denke, vielleicht gibt es für solche Menschen ja dann auch irgendwann mal eine Gerechtigkeit und sie müssen für ihre Einfühllosigkeit büßen. Spätestens wenn jemand mal ein Pflegefall wird, dann büßt er ganz gewaltig, wenn er keine engen Bezugspersonen hat, die sich um ihn kümmern. (Leider "büßen" da öfter auch die Falschen.)

Viele Grüße
Natty

17.05.2012 13:46 • #5


Hallo Natty,

ich glaube büßen soll keiner, ich kann es ja auch nicht verlangen, dass man sich mit einer solchen Problematik wie bei mir vorliegend auseinandersetzt.

Wenn ich nicht selbst betroffen wäre, würde ich vielleicht auch darüber lachen, ich weiß es nicht.

Bestimmt sind es auch die vielen Sprüche der Ablehnung, die mir noch in den Ohren klingen und mich von vornherein misstrauisch machen, ob es überhaupt Verständnis dafür gibt - mich allerdings dadurch auch isolieren.

So und so ist es eine Strafe und die meisten Morgene beginnen mit einem Misserfolgserlebnis. Doofes Thema.

Viele Grüße

17.05.2012 18:14 • #6


Natty
Zitat von Enuresis:
Hallo Natty,

... ich kann es ja auch nicht verlangen, dass man sich mit einer solchen Problematik wie bei mir vorliegend auseinandersetzt.


Das häufige "Wegschauen" und sich nicht betroffen fühlen in unserer Gesellschaft macht mir öfter zu schaffen. Das finde ich sehr traurig. Jeden kann es irgendwann mal mit einer schweren Krankheit oder dergleichen treffen. Das verdrängen nur die meisten.

Sicher kann keiner verlangen, daß sich alle anderen mit der eigenen Problematik tiefer auseinandersetzen. Aber das bewußte Flüchten und ignorieren finde ich schon traurig.

Viele Grüße
Natee

17.05.2012 18:53 • #7


Ich stimme Dir völlig zu, Natty.

Und durch Ignoranz und Wegschauen bringt man sich eigentlich selbst um so viel.

Ich meine damit nicht bemitleidet zu werden, aber es erweitert doch den eigenen Horizont, wenn man sich in andere Schwierigkeiten hineinversetzt.

Hast Du auch schon die Erfahrung von Ablehnung wegen Krankheit oder Problemen gemacht?

Viele Grüße

17.05.2012 20:50 • #8


Natty
Zitat von Enuresis:
Hast Du auch schon die Erfahrung von Ablehnung wegen Krankheit oder Problemen gemacht?


Hallo Enuresis,
ich kann mich nur an einen Fall erinnern. Da hat mir derjenige deutlich zu verstehen gegeben, daß er mit Depressionen so gar nichts anfangen kann. Ansonsten habe ich zum Glück keine ablehnenden Erfahrungen in Erinnerung.

Aber, daß mir oft völlige Unverständnis entgegen gekommen ist mit meinen Depressionen, daran erinner ich mich zu gut. Blöd ist auch, daß ich darüber nur mit den wenigsten direkt reden kann. Beruflich ist das ein absolutes "no go". Und Depressionen verstehen tun nur Leute die auch mal Depressionen hatten. Die bescheuerten Ratschläge von etlichen Nicht-depressiven erspare ich mir eh lieber.

Viele Grüße
Natty

17.05.2012 21:44 • #9


Hallo Natty,

ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und möchte kurz auf das Thema Angst und Depressionen im Berufleben zu sprechen kommen.
Bei mir ist die Krankheit mit den Panikattacken noch nicht so lang ausgebrochen, erst seit März diesen Jahres, aber trotzdem spüre ich schon die Ablehnung, gerade im Job.
Nicht von den Kollegen, sondern von den Vorgesetzten.
Ich weiß nicht ob das am Alter liegt, oder weil die so etwas einnfach nicht kennen.
Viele Kollegen, die noch jung sind, habe ich jetzt auch erst im Nachhinein erfahren, haben Probleme mit Burn Out, Panik o.ä.
Bei den älteren Vorgesetzten ist man nur krank, wenn das auch wirklich sichtbar ist. Gibsbein, Gibsarm, blaues Auge oder irgendwas anderes.
Letztes Jahr zum Beispiel hatte ich eine Kreuzband OP und war sechs Wochen krank geschrieben. War alles von langer Hand geplant. Hab die OP für August schon im Januar in der Abteilung angekündigt und musste trotzdem wegen Urlaub von Kollegen den Termin zweimal verschieben.
Als ich dann wiederkam meinte meine Chefin: Sie laufen ja schon wieder gut, da hätten die vollen sechs Wochen ja wohl nicht sein müssen...
Na das musste ich jetzt zu später Stunde noch mal los werden.

17.05.2012 22:21 • x 1 #10


Natty
Hallo Nordlicht,

in was für einer Skla. arbeitest Du denn? Da kannst Du ja nur gucken, daß Du möglichst schnell eine andere Firma findest.

Das mit dem nur krank sein, wenn es sichtbar ist, kenne ich leider nur zu gut. Wenn man mir nichts angesehen hat, dann ging es mir am dreckigsten im Leben. Als ich sechs Wochen mit Beinschiene an Krücken herumgehumpelt bin, das war nicht so wild. Aber alle Welt hat mich immer wieder ausführlich bemitleidet. Das hat mich sehr traurig gemacht und teilweise wütend. Weil im nicht sichtbaren Fall hat mich kein Mensch bemitleidet und mir kein Mensch geholfen. Dabei wäre ich da öfter faßt drauf gegangen. Aber so ist leider unsere Gesellschaft.

Ich habe meiner Freundin nach wochenlanger Fußkrankheit geraten sich die erste Zeit an Krücken in die Arbeit zu schleppen, auch wenn sie die gar nicht mehr nötig hat. Nur was die Leute sehen, das zählt. Leider. Dabei ist das unsichtbare oft viel grausamer.

Viele Grüße
Natty

17.05.2012 23:20 • #11




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