Katrin1506

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Hallo Zusammen,
ich hoffe das ich hier ein offenes Ohr bekomme.
Ich heiße Katrin und bin 30 Jahre alt Habe zwei Jungs 1 und 3 Jahre alt.
Bin seit 6 Jahren Glücklich verheiratet.
Ich selber leide nicht an Angst und Panik Attacken. Bin Momentan aber Psychisch sehr mitgenommen.
Es Geht um meinen Mann Thomas (32).
Er leidet seit einiger seit über Komische Anfälle wo er dann auch angst und Panik bekommt. In den letzten Wochen ist es immer schlimmer geworden.
Mein Mann ist selbstständig arbeitet daher immer zwischen 12 und 14 std. am Tag . So hat er überhaupt keine belastbaren Probleme. Es läuft ziemlich gut das er sich deswegen überhaupt keine sorgen machen muss.
Am Anfang war die Vermutung das er ein burnout hat und daher die Anfälle mit wahrnehmungs- Störung , herzrassen ect bekommt . Mittlerweile gehen sie davon aus das es eine angst und Panik Störung aus. Er wird seit di in der Klinik behandelt weil es einfach nicht mehr ging.
Ich selber fühle mich so hilflos, könnte nur heulen weil ich ihn nicht helfen kann. Ich sehe wie sehr er leidet.....
Er fühlt sich als Versager als nix. er meint er hat jahrelang für uns was aufgebaut und jetzt ist er für nix mehr zu gebrauchen. Ich sehe wie er kämpft aber im Moment immer wieder verliert gegen seinen Körper.
Ich bin selber am ende ich möchte ihn so sehr helfen. Will meinen Mann wieder haben der er mal war. Meine kids vermissen ihren Vater.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht. wie lange bleibt man dafür in der klink , was kann ich machen. würde mich über antworten freuen
,
Gruß katrin

04.06.2009 20:46 • 05.06.2009 #1


7 Antworten ↓


Pilongo


Huhu,

Du machst schon Alles, was du machen kannst:
Seine Attacken ernst zu nehmen anstatt sie als harmlos abzutun und zu ihm zu stehen.
So hart es auch scheinen mag: Mehr kannst du nicht machen.
Die Attacken rühren immer daher, dass irgendwas tief in der Seele nicht stimmt. Die Angst ist nur ein Mittel des Körpers, uns darauf zu stoßen. Nicht sehr sanft, das mag sein, aber wirkungsvoll
Ich leide selber an solchen Attacken, und kann dich beruhigen:
Es schaut schlimmer aus, als es ist.
Denn die Angst machen wir uns nur selber, und je mehr wir uns sträuben ,desto ärger wird es.
Dein Mann ist im Moment noch in einer Phase ganz am anfang, wo man das eigentlich garn icht versteht, wieso man plötzlich so einknickt, und dagegen ankämpfen will. Das hilft aber nicht.
Man muss lernen, dass die Angst nichts Schlimmes ist, dass einem dabei nichts passiert, und, irgendwann, dass die Angst sogar was Gutes hat.
Macht er denn jetzt eine Therapie?
Das ist nämlich der erste Schritt, den man gehen sollte.
Mir hat es sehr geholfen.
Bin inzwischen fast geheilt und hab keine attacken mehr.
Ich hab zwar manchmal noch Angst, aber sie ist erträglich
Man muss aber hart an sich arbeiten, um das zu schaffen, und eine Therapie kann dabei immer helfen.

Also: Nimm es nicht so schwer!
Du kannst wenig helfen.
Die Probleme liegen in der Seele deines Mannes, und da kommt nur einer ran, nämlich er selbst.
Geh so normal wie möglich mit ihm um, nimm ihn ernst, sei für ihn da, aber behandle ihn nicht wie ein rohes Ei.
Und sorge dich nicht: Viele leiden unter solchen Attacken, und es hat noch keinen umgebracht. Und was uns nicht umbringt, macht uns stärker

Alles liebe,
Pilongo

04.06.2009 21:30 • #2


Katrin1506


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Danke für deine einfühlsamen worte .
ja er macht eine stationäre terapie und wir hoffen das es die richtige lösung war!

04.06.2009 21:41 • #3


Pilongo


Zitat von Katrin1506:
Danke für deine einfühlsamen worte .
ja er macht eine stationäre terapie und wir hoffen das es die richtige lösung war!


Es war bestimmt richtig!
Versuch einfach, so normal wie möglich zu sein.
Er muss an sich arbeiten, da kannst du ihm nicht helfen.
Lebt euer Leben einfach so normal wie möglich weiter, behandle ihn nicht wie ein Opfer oder nimm besondere Rücksicht.
Mir hat es damals sehr geholfen, dass mich meine Familie ganz normal behandelt hat, obwohl ich so arge Probleme hatte mit den Attacken.
Das verhindert, dass man in eine Opferrolle rutscht oder das gefühl bekommt, dass jetzt Alle Rücksicht nehmen müssen.. das stimmt nämlich nicht
Also, mach dir einfach keine so großen Sorgen.
Er schafft das schon.

Alles gute,
Pilongo

04.06.2009 21:53 • #4


GastB


Hallo Katrin,

ich finde es super, dass dein Mann und du sein Problem erkannt haben und dass dein Mann ziemlich schnell qualifizierte Hilfe bekommt.

Nur eine Sache ist mir an deiner Schilderung aufgefallen:
Zitat von Katrin1506:
Will meinen Mann wieder haben der er mal war.

Dein Mann hatte unterdrückte Probleme, die jetzt an die Oberfläche drängen. Wenn er seine Therapie macht und sie - hoffentlich - auch mal hinter sich haben wird, wird er nicht mehr ganz derselbe sein wie vorher. Vorher hatte er diese Probleme, tief in sich drin, und auch wenn du das nicht wusstest, hast du ihn damit gekannt.

Es könnte ihn zu sehr unter Druck setzen und einengen, wenn du von ihm erwartest, dass er wieder "derselbe" wird. Das ist ja nicht der Zweck einer Therapie.

Liebe Grüße,
GastB

04.06.2009 22:02 • #5


Meli77de

Meli77de


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Hallo Katrin,

kann mich Pilongo und den anderen anschließen. Es ist gut und richtig, dass Dein Mann gute und vor allem schnelle Hilfe bekommt.

Bevor ich in eine Klinik ging waren gut 3 Jahre vergangen.
Ich war 5 Wochen dort und sage bis heute: ich bereue es nicht! Ich bereue nur, dass ich nicht schon eher gegangen bin. Es hat mir sehr geholfen!

Als selber erkrankte fragt mich mein Freund oft, wie er mir helfen kann. Für mich (muss nicht auf andere zutreffen! ) ist wichtig, dass ich weiß, dass mein Partner trotz Anfälle etc. mich weiterhin lieb hat und zu mir steht. Was ich aber überhaupt nicht vertragen kann, wenn ich in Watte gepackt werde. Viele meiner Angehörigen neigen nämlich dazu, da sie Angst haben, es noch schlimmer zu machen.
Bei üblen Anfällen hilft mir schon mal eine klare Ansage, die mich wieder auf den Teppich holt. Nicht in Form von Meckern oder so sondern eher: "Quatsch! So, jetzt gehen wir mal eine Runde spazieren".
Das ist wohl ziemlich subjektiv und jedem bekommt hier was anderes besser.
Wenn ich selber überhaupt nicht mehr weiter weiß, dann antworte ich auf die Frage meines Freundes, dass ich keine Ahnung habe. Meist möchte ich dann in Ruhe gelassen werden, bis ich das schlimmste überstanden habe.

Zugegeben: für Familie sehr sehr schwer zu durchblicken. Da dies erkannt ist, wurde mein damaliger Freund auch für einen Tag in die Klinik bestellt. War eine sehr gute Idee!

Euch alles Gute!
Viele Grüße Meli

04.06.2009 22:26 • #6


Katrin1506


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Danke für eure antworten .
Mir ist schon bewußst das thomas nicht mehr der sein wird der er war , es ist ein wunsch von mir.
Ich packe ihn nicht in watte versuche normal mit ihm um zu gehen . Im moment ist alles sehr viel für mich geworden . Muß Mich teils um Die firma kümmern . Buchhaltung , rechnungen schreiben . Dann habe ich noch 2 kleine kinder . Wo einer davon die windpocken hat und dadürch nicht in die kita kann so das ich etwas entlastet bin . Dadürch muß ich ihn ja auch versuchen zu beschäftigen . Alles unter einen hund bekommen ist schwer . Es vergeht kein tag an dem ich nicht heulen muß weiol ich selber ziemlich platt bin . es nimmt mich einfach alles zu sehr mit .
ich hoffe und weis es auch das bessere zeiten kommen..
bis bald gruß katrin

05.06.2009 07:53 • #7


GastB


Ich wünsche dir viel Kraft!

Und versuche doch, wenigstens 1x am Tag wenigstens 5 Minuten lang nur für dich da zu sein - wenigstens ruhig sitzen, die Hände aufs Gesicht halten und einfach gar nichts denken, nur Augen und Seele entspannen.

Liebe Grüße,
GastB

05.06.2009 10:08 • #8




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