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201814.01




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Hallo ich bin neu hier im Forum. Ich weiß gar nicht wie ich anfgangen soll.
Seit ca. einem Jahr habe ich starke Agoraphobie. Seither geht es mal besser mal schlechter.
So langsam packt mich die Wut. Ich würde so gerne leben.
Vor einem Jahr hat diese Angst begonnen stark auszubrechen. Ein wenig Agoraphobie hatte ich wohl schon immer, wenn ich darüber nachdenke. Aber nie war es wirklich so, dass ich gedacht hätte ich habe eine Phobie.
Vor einem Jahr gab es dann eine Situation die bei mir einen Trigger ausgelöst hat. Diese Situation war eine dauerhafte über 2 Wochen. Und hat meine PTBS getriggert. Die nehme ich aber gerne eher separat. Es war einfach so, dass ich gar nicht mehr rausgehen konnte. Nirgendwo hab ich mich mehr gut gefühlt. Auch nicht daheim.
Dauerhaft präsent war die Emetophobie. (wahrscheinlich ausgelöst durch das Trauma)
Ich konnte nicht mal mehr spazieren gehen. Mittlerweile kann ich spazieren gehen. Ich gehe immer mal wieder in die Stadt. Versuche jeden Tag mit einem vollen Bus dorthin zu fahren und dort möglichst lange zu bleiben. Ich fühle mich gerade sehr ausgelaugt. Dauernervös.
Eigentlich sollte ich seit dem 08.01. wieder zur Schule gehen. Ich war auch jeden Tag dort bzw. bin aufgestanden habe Yoga gemacht, mich angezogen, Haus verlassen, in den Bus gestiegen und dorthin gefahren. Manchmal bin ich dort gar nicht erst angekommen. Die Angst ist hauptsächlich so "weit" von daheim wegzugehen. Also dass es mindestens eine 3/4 Stunde dauern würde und ich öffentliche überfüllte Verkehrsmittel nutzen müsste um nach Hause zu kommen. Es scheint mir einfach komplett unmöglich. Also ich habe es bisher dann immer wieder heim geschafft ist ja klar.
Oft gebe ich schon auf, bevor es zu richtigen Panikattacken kommt. Also wenn ich merke da bahnt sich eine an, dann fliehe ich gerne gleich. Weil ich mir sonst schon so oft gewünscht habe, ich hätte es gleich gemacht. Es ist sehr komisch. Manche Panikattacken waren für mich bisher wie traumatisierend. Also ganz ganz furchtbar und ich habe mich dafür gehasst mich in so eine Situation zu begeben. Bei anderen war ich stolz auf mich sie überstanden zu haben. Obwohl da meist eine vertraute Person bei mir war, die die Nerven behalten hat. Generell habe ich das Gefühl das kann gar nicht mehr besser werden. Ständig belaste ich mein Umfeld. Mein Sozialleben ist so gut wie tot. Meine Freude an Unternehmungen und Dingen sowieso, durch die ständige Angst. Das schlimmste ist eigentlich die Angst vor der Angst.
Erschwerend kommt für mich hinzu, dass ich eben bei den Panikattacken auch eine starke Übelkeit mit Brechreiz überkommt. Übergeben habe ich mich noch nie dabei, was aber wohl eher mit starker Selbstkontrolle zusammenhängt und eben der Angst vor dem Erbrechen.
Ich weiß nicht warum genau. Es ist für mich das denkbar schlimmste, dass ich mich in der Öffentlichkeit übergeben muss, dass Andere es sehen, bzw. ich dadurch in der Situation gefangen bin und eben das übergeben an und für sich ist auch schon ganz schrecklich.
Ja jetzt hab ich es mir einfach mal etwas von der Seele geschrieben. Vielen Dank für jeden der sich die Zeit nimmt das zu lesen.



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  15.01.2018 11:36  
Hallo Soph und Willkommen im Forum.

Zitat:
Und hat meine PTBS getriggert. Die nehme ich aber gerne eher separat.


Hier sehe ich den ersten Fehler: Trauma kann man von Angst nicht separieren!
Ohne Angst - kein Trauma.
Nun ist es so, dass du dich eigentlich versuchst zu beschützen mit deiner Agoraphobie und Emetophobie, mit allen Mitteln das böse draußen zu vermeiden und damit vermeidest, dich wieder in eine gefährliche Sitaution zu bringen oder weiteren triggern zu begegnen die das Trauma wieder wach rufen könnten. Und am Ende mit Panikattacken natürlich auch den gräßlichen Panikgefühlen aus dem Weg zu gehen.

Das ist bei einem Trauma nichts ungewöhnliches. Und mit einem traumatischen Hintergrund geht man anders mit der Angst um als mit einer "normal-neurotischen" Angst.
Nämlich mit Verständnis für sich, Verständnis für die Auslöser und dann arbeitet man mit Skills.

Ich empfehle dir dringend eine vernünftige Traumatherapie umd das zu verarbeiten und damit danna uchin ein angstfreieres Leben zu starten.
Mit Trauma ist das Weltbild erschüttert und das wird vermutlich auch nicht wieder so "rose" wie es früher mal war. Angst beibt ein Begleiter aber man kann sie so weit in den Griff bekommen, dass Leben möglich ist.

Aber hier tatsächlich nur mit guter Hilfe.

So weit erstmal. Liebe Grüße



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  16.01.2018 21:23  
wünsche dir viel glück auf deinem weg

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