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201213.07




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Hallo Rennbear,
ich nehme Opipramol seit Dez.2011 wegen Depressionen und akuten Angstzuständen. Opi hatte mir damals meine Hausärztin verschrieben, weil sie meinte, dass dies ein leichtes, sehr gut verträgliches und nicht abhängigmachendes Medikament ist, welches sie als Allgemeinärztin ohne Bedenken verschreiben kann. Es wird wohl als "Wunderpille" gehandelt. Ich hatte auch Angst vor Nebenwirkungen, aber in meinem Zustand damals brauchte ich dringend etwas, sonst wäre ich durchgedreht. Eigentlich sollte dies auch nur als Übergangslösung sein, da ich auf einen Klinikplatz warte, den ich nun- nach bald 8 Monaten bekomme. Aber meine Erfahrungen mit Opi waren durchaus überraschend- ich konnte mal wieder mehrere Stunden durchschlafen und das gleich nach der ersten Tablette. Ich muss dazu sagen, dass meine Ängste mit Einbruch der Dunkelheit hauptsächlich eintreten und ich gut mit einer Tablette abends hinkomme. Ich hab auch tagsüber mal eine genommen, aber das war mir zu hart. ich habe 2 kleine Kinder und ich war dann nur dauermüde, unkonzentriert und völlig neben der Spur. Also einige Zeit kam ich prima dsamit zurecht und die Ängste wurden einfach verschlafen. Nach ein paar Monaten allerding merkte ich schon, dass mich diese Vergesslichkeit und Unkonzentriertheit belastet. Ein über Tage andauernder heftiger Juckreiz am ganzen Körper veranlasste mich, mal Pause zu machen um zu gucken, obs an Opi liegt. Naja, es lag wohl daran. Für mich siehts so aus, dass ich dies Medikament durchaus weiter empfehlen würde. Es wirkt nach einiger Zeit echt stimmungsaufhellend und angstlösend. Ich denke, jeder, der an heftigen Angstzuständen leidet, nimmt ein paar Nebenwirkungen hin- so ists zumindest bei mir. Mit den Pausen alle paar Wochen für ein paar Tage klrieg ich meinen ASlltag wieder gut geregelt.
Nun ist aber bei dir ja schon einige Zeit vergangen, wie ist es dir seitdem ergangen?
vlg

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  21.07.2012 17:55  
Hallo liebe Mitglieder,
zunächst entschuldige ich mich von Herzen, weil ich hier so lange nichts geschrieben habe. Da verfasst man einen Beitrag, einige Menschen machen sich die Mühe und setzen sich hin und schreiben...und man selbst lässt dann eine ganze Zeit nichts von sich hören. Also erst mal vielen Dank an alle, die sich hier bisher geäussert haben.
Zwischenzeitlich war ich wg. meinem Benommenheitsschwindel/Gefühl ohnmächtig zu werden auch in der Schwindelambulanz in Mainz. Dort wurden versch. Tests mit mir gemacht. Anschl. hatte ich ein wirklich sehr nettes informatives Gespräch mit einem Arzt. Also es kommt alles von der Psyche. Ich bin körperlich absolut in Ordnung. Er sagte ich müsse lernen, mir selbst wieder zu vertrauen, dass ich alles machen kann. Und ich soll mich fragen woher die Anspannung in meinem Leben kommt. Er sagte auch, dass mein Rücken eine absolute Ausnahme (er hätte noch nie eine Frau in meinem Alter mit solch einem verhärteten Rücken gesehen....) sei. Diese extremen Verhärtungen, die ja auch noch schmerzhaft sind, würden erst verschwinden, wenn die innere Anspannung zurückgeht. Er hielt es auch vorteilhaft mir Botox in den Rücken spritzen zu lassen. Aber das möchte ich (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) nicht. Ich habe ja vor so vielen Dingen Angst, an erster Stelle natürlich Verlustangst um geliebte Menschen (meine Eltern), Angst vor der Zukunft, Tod allgemein....Ich bin nun schon 3 Monate krank geschrieben. Und ich habe mich so lange vor Antidepressiva gewährt. Einen stationären Aufenthalt lehne ich ab, wenn dann gehe ich bald in die Tagesklinik. Stehe auf der Warteliste, habe mir dort alles angesehen und möchte diese Chance nutzen. Zudem versuche ich auch wieder Dinge zu tun, die ich die letzten Monate gemieden habe, z. B. Einkäufe, Betreten von Geschäften, meinen geliebten Sport....Doch ich weiß, dass ich die Unterstützung eines Medikamentes brauche. Also habe ich vorgestern abend mit den Opipramol 50 mg angefangen. Ich soll eigentlich 3 Stück am Tag, also ins. 150 mg nehmen. Bitte lacht jetzt nicht. Ich habe die letzten 2 Abende, aus Angst vor Nebenwirkungen bzw. weil ich sehr sensibel auf Medikamente reagiere (ich bin sehr schlank, habe gerade auch noch meine Periode...) nur 1/4 Tablette genommen, also gerade mal 12,5 mg. Es ist wirklich keine Einbildung, aber ich habe jetzt wieder richtig schlimmen Schwindel (der eigentlich die letzten Wochen deutlich besser war), Benommenheit, Albträume (was ich so vorher auch nicht hatte), extreme Kreislaufbeschwerden, vor allem beim Aufstehen wird mir sehr schwarz vor Augen. Ich weiß gar nicht wie man von diesen Tabletten 3 Stück am Tag nehmen soll. Vergehen diese anfänglichen Nebenwirkungen? Wer von Euch hat denn ähnlich reagiert? Mensch, es ist doch nur so eine Mini Dosis....Die kann einen doch nicht so dermaßen umhauen ;-( Wie geht es Euch zwischenzeitlich? Freue mich von jedem zu hören und werde mich dieses Mal sehr flott wieder melden



  22.07.2012 09:20  
Also ich habe eine zeitlang 200mg/4*50mg über den Tag verteilt genommen bis darauf das ich ganz neue Zwangsgedanken davon bekommen habe wie ob ich meine Frau noch liebe oder ob ich schuld daran bin das sich mein Vater todgesoffen hat und lauter so kranken Mist, was ich vorher nicht hatte, hat es mir 0 gegen meine Ängste geholfen.

Zudem hatte ich starke Stimmugnsschwankungen davon, 10mal am Tag ein Wechsel von Weinanfällen, zu glücklich sein dann wieder Depri und Hoffnunslos und Zwischendurch Pa.
Nach absetzen des Opipramols ist das Gott sei Dank vergangen und ich hatte nur noch meine ursprünglichen Zwangsgedanken und Ängste.

Kreislaufbeschwerden wie du Sie beschreibst hatte ich nicht ausser etwas Müde, aber jedes Medikament wirkt bei jedem anders, vor einigen Jahren hatte mir Opipramol eine Zeit lang sehr gut geholfen.
Mit meinem jetzigen MEdikamt(Clomipramin) träume ich auch sehr intensiv/anders, die Träume fühlen sich sehr real an, wenn man aufwacht frage ich mich manchmal ob das wirklich passiert ist, bei S. ist das nicht übel

Gib dem Zeug eine Chance, es ist eines der schwächsten AD was es gibt, meine alte Psychiaterin hat mal es ist etwas stärker wie Baldrian
Mit welcher Dosis du klarkommt musst du gucken, aber 12,5mg ist schon sehr wenig...man kann sich auch viel an NW aus Angst einbilden
Schwindel, Benommenheit usw schafft wie du weisst die Psyche locker uns vorzumachen



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  23.07.2012 13:11  
Ersteinmal ein "Klasse" dass du wenigstens versuchst das Opi zu nehmen.
Jeder der sich mit Angst und Schwindel auskennt, weiss wieviel Überwindung das kostet.
Ich bin selber auch noch mitten drin und verstehe die Tage oder Situationen nicht, in denen mein Schwindel mich echt bis auf s letzte testet. Er ist einfach stärker....noch...
Am schwierigsten ist es zu glauben und zu akzeptieren, dass es tatsächlich "nur" ein Angstsymtom ist. WIe kann so eine heftige Körperreaktion nur stattfinden?
Aber es ist tatsächlich so und ich wünsche allen, die davon täglich auf s neue geplagt sind das sie stark genug sind durchzuhalten und eines Tages schwindelfrei sind.
Die Angst kann und muss ja gar nicht komplett verschwinden. Aber ihre Macht und die Symptome sollten sich in Grenzen halten....
Nun komme ich aber vom Thema weg...
Rennbaer, dir möcht ich ja antworten und Mut machen, die Opi s weiter zu nehmen.
Die Nebenwirkungen wie du sie hast, sind leider absolut normal. Klar reagiert jeder anders, und deine Dosis ist miniminimal. Steiger es aber ruhig in kleinen Schritten, wenn du dich damit besser fühslt. Deine Beschwerden nach dieser Mini dosis sind sicher NICHT vom Medikament selber, sondern leider die Gedanken, das Grübeln und die ANGST.
Angst in dem Fall vor dem Medikament und seinen Nebenwirlungen. Keine Kontrolle mehr über sich selber zu haben...All sowas. Lass dich nicht entmutigen. Wenn du jetzt aufgibst oder nachgibst wird die liebe Angst größer und mächtiger. Du musst tatsächlich durch sie durch. Sie erleben und zulassen. Erst dann verliert sie ihre Macht und ihren Stellenwert.
Jede Vermeidung, jede Angst vor der Angst macht sie größer und sie bleibt treu an deiner Seite.
Versuch, die Medi s einschleichend zu nehmen und freu dich, das du sooooo mutig bist und dich nicht unterkriegen lässt. Kopf hoch





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  29.07.2012 16:25  
Hallo liebe Mitglieder,
bitte lacht nicht. Ich weiß, dass viele von Euch das Opipramol in viel höherer Dosierung nehmen. Aber da ich allgemein empfindlich auf Medikamente reagiere und sehr schlank bin, sollte ich halt mit einer niedrigen Dosis anfangen. Also ich nehme es jetzt ca. 1,5 Wochen. Anfangen mit (lächerlichen) 12,5 mg, dann mehrere Tage 25 mg. Gestern abend habe ich zum erstem Mal 3/4 Tablette (der 50 mg Packung) genommen, also 37,5 mg. Ich habe geschlafen wie ein Tier! Gerade war ich 1/2 Std. laufen. Ich versuche halt schon gegen die NW anzukämpfen. Wobei ich nicht weiß...sind es jetzt NW vom Opipramol, oder doch meine "usprünglichen" Beschwerden. Was ich halt nie/nicht verstehe(n) (werde), ist, dass Opipramol bei meinem psych. bedingten Schwindel verschrieben wurde. Weil es doch Schwindel und Benommenheit als eine der am meisten auftretenden NW (keine Einbildung!, berichten ja auch andere Patienten) hat. Sicher, bei mir kommt das alles von innerer Anspannung und da wirkt das Opipramol. Aber diese Haupt NW Schwindel/Benommenheit, Schwäche in den Beinen....das macht es nicht einfacher. Und die Haare gehen mir auch wieder (wie vor Jahren bei Einnahme von Insidon) verstärkt aus....Ich frage daher nochmals gezielt diejenigen von Euch, die Opipramol schon mal genommen haben oder nehmen. Geht diese NW Schwindel/Benommenheit wirklich weg? In der Packung steht, dass es gerade am Anfang dazu kommen kann. Mit Glück kann ich in 2 Wochen in die Tagesklinik....Ich möchte darüber nicht vorschnell urteilen, also ob das nun das richtige für mich ist oder nicht. Ich möchte die Chance nutzen. Noch spüre ich übrigens keine positive Wirkung vom Opipramol. Die letzten Tage dafür mehr wieder Reizdarmsymptome, Bauchgrummeln, sehr laute Darmgeräusche....Wobei das Opipramol ja auch da eigentlich helfen soll....Ich würde mich über Antworten freuen.
Euch allen noch einen schönen Sonntag. Es tut schon gut, dass alleine zu schreiben. Ich habe eben wieder so geweint ;-( Zwischendurch sind Phasen wo ich denke, ich bin auf dem "richtigen" Weg, dann ist jeden Tag wieder was anderes (Bauchweh, Kopfweh, Schwindel...) und dazu kommt dann die Angst, nie mehr normal arbeiten gehen zu können.....Ich bin einfach fertig heute



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  29.07.2012 16:31  
Schwindel und Benommenheit sind die anfänglichen Nebenwirkungen von sehr vielen Antidepressiva. Das geht normalerweise weg, wenn du bei der Dosis angelangt bist, die du auf Dauer nehmen sollst und dies eine Zeitlang gemacht hast. Da muss man durch!
Deswegen macht es mehr Sinn, nicht zu langsam einzuschleichen, damit man schneller bei der dauerhaften Dosis angelangt ist.

Viele Grüße





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  29.07.2012 16:36  
Hallo Schlaflose, vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort. Es ist schon komisch...da sitzt man hier zu Hause mit Tränen in den Augen am PC und denkt, da draussen sind noch soo viele, denen es ähnlich geht. Was Du schreibst bzgl. dem nicht zu langsamen Einschleichen leuchtet ein. Man spürt anfangs nur die (möglichen) NW und noch keine Wirkung. Darf ich fragen, wie/wann es Dir geholfen hat und welche NW Du hattest? Lg



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  29.07.2012 17:39  
Opipramol habe ich nur etwa eine Woche lang genommen, weil bei mir mit 100mg am Abend überhaupt keine Wirkung zu spüren war. Ich hatte schon jahrelang davor Amitriptylin wegen schlimmen Schlafstörungen genommen, dessen Wirkung nachgelassen hatte und mein HA hat gemeint, ich solle es mal mit Opi versuchen, aber für mich war das viel zu schwach. Danach habe ich Doxepin genommen, das hat zum Glück gut gewirkt. Mit beiden Medikamenten hatte ich in den 1-2 Wochen tagsüber Schwindel und Benommenheit, auch Mundtrockenheit und etwas Übelkeit, aber mir hat das nichts ausgemacht, Hauptsache ich konnte schlafen. Ich habe auch ziemlich schnell eingeschlichen, war nach 5-6 Tagen bei der vollen Dosis.
Normalerweise dauert es 3-4 Wochen, bis sich die positive Wirkung eines ADs voll entfaltet. Da musst du noch ein wenig Geduld haben.

Viele Grüße



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  13.06.2015 20:12  
Hallo,
ich nehme seit ca. 2 Wochen Opipram,3x50 mg am Tag.Zuvor hatte ich Citalopram.Natürlich neben psychologischer Betreuung.Die Panik und Ängste gehen leider nicht zurück.Manchmal ist es unerträglich und man möchte nicht mehr...
Gibt es andere Medikamente die auf diese Diagnose helfen könnten?

Danke1xDanke


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  13.06.2015 21:00  
Citalopram ist eigentlich ein guter Kandidat, wobei ich dann direkt Escitalopram nehmen würde.
Ansonsten hilft Google gerne weiter.


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