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Was ist bloß los mit mir in einer Beziehung?

201813.02




1981
11
Kreis Aachen
849
«  1, 2
Ne meine Freundin macht leider keine Therapie dagegen sie ist nicht so einsichtig wie du. Sie hatte auch einen tollen, netten Ex Freund bis vor drei Jahren aber hat es sich eben selbst zerstört. Jetzt ist sie 30, Mutter und weiß jetzt wird es sehr wahrscheinlich noch schwerer für sie da sie a. Das Problem hat und b. Auch noch ein Kind hat, was eben auch nicht immer klein bleibt da muss man sich den Partner noch genauer anschauen und kann nicht mehr so handeln wie eine kinderlose Single Frau ;)
Ich denke eine Therapie wäre sicher gut und das wirst du auch in den Griff bekommen ganz sicher :)
Versuch dich einfach aufzurappeln und geh zu einem hin :)

Viel Glück!

Auf das Thema antworten


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  14.02.2018 07:07  
Susan1990 hat geschrieben:
Erstmal freu ich mich über deine Antworten und die weiteren Fragen - ich will ja auch wissen, was mit mir los ist.

Also... ja, das habe ich ihm gesagt. Aber statt zu sagen, dass ich traurig bin wenn er sich wenig meldet und mir dann Gedanken mache, habe ich es eher als Vorwurf formuliert. Er war in solchen Situationen immer total rational, meinte er hätte halt viel Stress und wir würden ja wohl auch mal einen Tag ohne Kontakt auskommen. Letztendlich hat er aber trotzdem immer versucht, sich dann häufiger zu melden, aber irgendwie hatte ich dann oft das Gefühl, er macht das eher aus "Pflichtbewusstsein", während ich mir halt gewünscht hätte, dass er das selbst auch will... vielleicht hatten wir, was das angeht, auch einfach unterschiedliche Bedürfnisse.

Seine Worte bei der Trennung waren dann auch, dass wir nicht wirklich zusammengewachsen sind, dass die Beziehung ja nicht schlecht sei, aber es eben keine tiefe Liebe ist (nach fast 2 Jahren...) und wir wohl zu verschieden seien. Ich würde das gerne so akzeptieren, frage mich aber ständig, was wäre wenn ich mich nicht so verhalten hätte (wie soll man da auch zusammenwachsen?)...

Ja, vielleicht war das eine Art Test, nach dem Motto, "mal gucken ob er trotzdem bei mir bleibt". Oder ich wollte die Aufmerksamkeit, die mir gefehlt hat, irgendwie so bekommen? Vielleicht wollte ich auch einfach, dass er mir einfach einmal sagt, ich sei ihm wichtig und müsste mir keine Gedanken machen...sowas hat er nämlich nie, auch wenn er schon sehr liebevoll war, wenn wir zusammen waren. Ich bin einfach so verwirrt... es war einerseits wunderschön, ich vermisse ihn momentan so sehr, dass ich weder essen noch schlafen kann, und habe mir so sehr gewünscht, dass er "der Eine" ist. Aber andererseits frage ich mich, ob das wirklich Liebe war (von beiden Seiten)...


Guten Morgen Susan!
Hattest du vorher schon Beziehungen? War es da auch so?
Also hat er von sich aus aber nicht gesagt, das du zuviel gemotzt hast? Hast nur du das evtl. so empfunden und nicht mit der Frage warum abgeschlossen? Das dir die Aussage "wir sind nicht zusammengewachsen" nicht ausgereicht hat?

Was deinen Ex-Freund betrifft, niemand kann sagen ob man sich nicht zweimal im Leben über den Weg läuft, ob es tatsächlich Liebe war oder ob ihr wirklich nicht zusammen gepasst habt. Ich weiss auf all solche Fragen hätte man gerne eine Antwort und eine Kristallkugel (die wünsch ich mir auch immer mal wieder...) aber was du im Moment nur machen kannst ist - auf dich selbst konzentrieren, dich wieder versuchen aufzubauen, Pflaster aufs Herz kleben und es pflegen damit es heilt. Wenn ihr euch nochmal begegnen sollt, dann wird das einfach so sein, aber bis dahin sollte es dir gut gehen und du solltest nicht leiden. :trost:





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  14.02.2018 09:48  
Danke!
Naja, er hat 2-3 mal angesprochen, was das soll und dass das so nicht geht, und bei der Trennung hat er das eben als einer der Gründe genannt, weshalb wir nicht zusammengewachsen sind (also weil er mein verhalten halt nicht verstehen konnte). Er meinte, er habe sich schon länger die Frage gestellt, ob es für eine gemeinsame Zukunft reicht, aber jetzt wo Entscheidungen bevorstehen gemerkt, dass das nicht der Fall ist. Da eben die Gefühle nicht reichen. Er meinte er hätte das erst versucht zu verdrängen und gehofft, dass sich das noch mehr entwickelt, aber er glaubt wir wären zu verschieden und man will ja auch irgendwann bester Freund und ein echtes Team sein. Finde ich auch legitim. Er meinte auch, es sei nicht meine schuld und ich hätte nichts anders machen können; das einzige was ihn ab und zu gestört hätte wäre halt das gelegentliche Ausrasten wegen Dingen die er nicht versteht gewesen. Also ja, vielleicht war ich nicht so schlimm, wie ich gerade denke. Das "Ausrasten" kam jetzt auch nicht täglich vor und wenn das jetzt DER Grund gewesen wäre, hätte er vermutlich ja auch früher Schluss gemacht und nicht gehofft dass sich mehr Gefühle entwickeln und wir trotz Gegensätzlichkeit zusammenwachsen...

Danke2xDanke


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  14.02.2018 12:33  
Susan1990 hat geschrieben:
Danke!
Naja, er hat 2-3 mal angesprochen, was das soll und dass das so nicht geht, und bei der Trennung hat er das eben als einer der Gründe genannt, weshalb wir nicht zusammengewachsen sind (also weil er mein verhalten halt nicht verstehen konnte). Er meinte, er habe sich schon länger die Frage gestellt, ob es für eine gemeinsame Zukunft reicht, aber jetzt wo Entscheidungen bevorstehen gemerkt, dass das nicht der Fall ist. Da eben die Gefühle nicht reichen. Er meinte er hätte das erst versucht zu verdrängen und gehofft, dass sich das noch mehr entwickelt, aber er glaubt wir wären zu verschieden und man will ja auch irgendwann bester Freund und ein echtes Team sein. Finde ich auch legitim. Er meinte auch, es sei nicht meine schuld und ich hätte nichts anders machen können; das einzige was ihn ab und zu gestört hätte wäre halt das gelegentliche Ausrasten wegen Dingen die er nicht versteht gewesen. Also ja, vielleicht war ich nicht so schlimm, wie ich gerade denke. Das "Ausrasten" kam jetzt auch nicht täglich vor und wenn das jetzt DER Grund gewesen wäre, hätte er vermutlich ja auch früher Schluss gemacht und nicht gehofft dass sich mehr Gefühle entwickeln und wir trotz Gegensätzlichkeit zusammenwachsen...


Also ich finde, du hast es gerade sehr schön selbst geschafft das gesamte zu erklären, da kann man nicht mehr viel hinzufügen. Du solltest deine Ausraster nicht ganz so streng bewerten, denn ich glaube auch das es nicht der ausschlaggebende Punkt war. Wir alle können mal einen schlechten Tag haben oder unfair sein, damit sollte man sich selbst aber dann nicht so runterziehen, sondern dazu stehen, sich entschuldigen und versuchen sich in Zukunft selbst auf die Finger zu klopfen. Das du eine Therapie benötigst und vollkommen über die Strenge schlägst, empfinde ich jedenfalls nicht so.
Ich glaube eher es ist die Schuld suche, der Liebeskummer, der Wunsch eine Erklärung zu finden, an der man arbeiten könnte. Etwas wie "zu unterschiedlich sein" ist schließlich kein Grund an dem man etwas ausrichten kann, man ist machtlos und kann es dann nur hinnehmen. Und das ist verdammt schwer.

Vielleicht magst du ja mal von @NurIrgendjemand das Trennungs-Tagebuch lesen. Ihr habt zwar nicht die gleichen Dinge erlebt die zur Trennung führten, aber ich (obwohl ich keinen Liebeskummer habe) lese und fühle dort sehr gerne mit und finde es irgendwie tröstlich.





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  14.02.2018 14:00  
Danke! Das werde ich mir mal anschauen.

Naja, ich finde mein Verhalten immer noch krass und wer weiß, ob ich mich in der nächsten Beziehung nicht genauso verhalten würde... aber die Intensität meiner aktuellen Verzweiflung ist vermutlich wirklich "einfach nur" Liebeskummer und der Wunsch, alles noch einmal anders und besser zu machen und meine Fehler ungeschehen zu machen.

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