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201711.07




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Hallo ihr lieben,
ich wende mich heute an euch, weil ich hoffe, dass mir jemand ein paar Tips hat.

Zu mir, ich bin 32 Jahre alt und seit einem dreiviertel Jahr in Therapie. Muss jetzt leider etwas weiter ausholen..

Ich habe eine Kontrollsüchtige und krankhaft eifersüchtige Mutter. Alles was ich in meiner Kindheit und Jugend gelernt habe, ist einen Partner ständig zu kontrollieren und in ständiger angst betrogen zu werden zu leben. Bis vor einem halben Jahr/Jahr war das für mich ehrlich gesagt komplett normal. Mittlerweile weiß ich das es nicht normal ist und versuche es zu ändern. Ich habe meinen schlimmsten Fall erlebt und letztes Jahr heraus gefunden, dass mein Mann mich mehrfach betrogen hat.. Es war keine schöne Zeit, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich dadurch viel an mir selbst erkannt habe.. Ich habe meinen für mich schlimmsten Fall vor dem ich immer solche Angst hatte und durch ständige Kontrolle versucht habe zu vermeiden, aber auch überlebt.
Ich weiß mittlerweile, dass mein Verhalten nicht normal war (und teilweise auch noch nicht ist) , ich weiß auch, dass man nicht daran stirbt wenn man betrogen wird..
Und trotzdem ist diese ständige angst in mir gespeichert, sie ist einfach da.. Jeden Tag.. Ich will so aber nicht mehr leben.. Ich sehne mich so nach ruhe in meinem Kopf.. Ich weiß, dass die Angst komplett sinnlos ist..Aber ich bekomme sie einfach nicht los...
Vielleicht gibt es hier Menschen denen es ähnlich geht.. Vielleicht habt ihr Tips wie ihr mit der Angst umgeht oder was ihr tut, wenn die Gedanken schon wieder kreisen und das Teufelchen auf der Schulter will, dass man den Partner ins Verhör nimmt und ihm zum 1000 mal die selbe Fragen stellt...
Liebe Grüße und vielen Dank schonmal

Auf das Thema antworten


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  11.07.2017 23:43  
"ins Verhör nehmen" ... das ist es wohl was manche Menschen erst recht zum Fremdgehen bewegt. Es wird von vornherein alles Schlechte angenommen und auf den Partner übertragen. Er kann im Grunde machen was er will, er wird observiert und misstrauisch beäugt, das muss man(n) erst mal aushalten und sich vorallem auch gefallen lassen. Das grenzt für mich an emotionale Gewalt.

Mit der Therapie bist du sicher auf einem guten Weg. Das geht nicht von heute auf morgen und wird auch nicht innerhalb von ein paar Monaten erledigt sein was dir von klein auf eingetrichtert wurde. Möglichkeiten kann es mehrere geben: Je nach Therapieform ein ABC Schema verfassen und mit dem Therapeuten bei jeder Sitzung besprechen, die Gedanken wegschieben, Hobbies & Sport, am eigenen Selbstwertgefühl und am Vertrauen arbeiten. Im äußersten Fall würde ich die Trennung aussprechen und mich erst um mich selbst kümmern, dass man auf gesunden Beinen steht bevor man sich auf eine Partnerschaft einlässt.



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  30.07.2017 19:21  
Hey Leute,

Ich habe auch erkannt das es mir nicht gut geht und meine Eifersucht nicht normal ist. Egal Was mein Freund macht, ich habe Angst das er immer mit einer anderen schreibt. Mich verarscht oder Sonste was. Es ist wie ein dicker Klos in meinem Hals und ich versuche es jedesmal unterdrücken und mir gut zuzureden das alles okay ist und das er mich liebt und mich nicht verarscht aber meine Angst besiegt mich jedesmal und ich fange dadurch immer wieder aufs neue an ihn auszufragen oder zu weinen was ihn alles tierisch nervt. Dazu muss ich auch sagen das er bei der Bundeswehr arbeitet und nur am Wochenende da ist. Er am Anfang unserer Beziehung wo wir glücklich waren, ich null eifersüchtig war schei. gebaut hat und ich seit dem nicht verstehe warum das alles passiert ist und ich ständig in der Angst lebe das er weiter mit fremden Frauen heimlich schreibt und er es auch nicht einsieht und sein Handy komplett zu sperrr

Schonmal lieben Dank



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  30.07.2017 19:53  
Mir schnürrt es gerade die Kehle zu..

Deine Kindheit war mit Sicherheit schon nicht leicht.
Deine Mutter hat dir vorgelebt, dass Angst " normal" ist und dazu gehört.
Gut dass Du durch die Therapie erkannt hast, dass es alles andere als normal ist, wenn es über einem " normalen Rahmen" hinaus geht.

Aber trotzdem musstest Du die Erfahrung machen, dass es sich in deinem Fall wohl begründet.

Es gibt keinem Grund für dich, dass du gegen deine Angst vor erneuten Lügen vorgehst.

Es gibt auch keinen Grund, die Schuld bei dir zu suchen.

In diesem Fall ist deine Angst begründet und normal. Jede Ehefrau würde misstrauisch sein, nach einigen Seitensprüngen.

Wenn Du genau weißt, dass dein Mann untreu ist dann ist er das Problem!

Manchmal sucht man unbewusst nach genau das, was man eigentlich bekämpft!

Du weißt, das man nicht daran stirbt, betrogen zu werden?
Für mich wäre es kein Leben neben einem Mann,
dem ich nicht mehr vertrauen kann!

Es liegt nicht an dir,
wenn er dich liebt und deine Ängste kennt,
sollte er besser eine Therapie machen!


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