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201808.03




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Ruhrgebiet
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Ich Frage mich gerade, ob es überhaupt wirklich so schlimm war, was meine Mutter getan hat. Immerhin habe ich als Kind keinen S. Missbrauch erfahren und würde auch oft gut behandelt. Habe ich überhaupt ein Recht, mich im Unrecht zu fühlen? Oder stelle ich mich vielleicht auch an und dramatisiere alles?

Mir schwirrt der Kopf.

Auf das Thema antworten


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  08.03.2018 18:48  
Liebe Hazy. Du stellst dichwender an noch dramatisierst du.
Das sind ganz normale rationalisierungsgedanken. Denn das Elend zu spüren und zu zulassen, wäre im Moment für dich wohl schlimmer. Also tust du so und hast diese Gedanken.
Ganz geschickt von deiner Psyche das so zu erleichtern. Aber das ist nicht die Wahrheit!

Danke1xDanke


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  08.03.2018 18:54  
Eine recht gute Kontrolle ist die Frage ob DU das, was Deine Mutter gemacht hat, auch mit Deiner Tochter machen würdest?

Und bei auftauchenden Gedanken zu hinterfragen ob das IHRE Gedanken (z.B. frühere Äußerungen über Dich) oder wirklich Deine eigenen Gedanken sind?

Und einfach übernommenes Gedankengut von ihr gilt nicht! :wink:

Danke2xDanke




2116
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1202
  08.03.2018 21:29  
@kopfloseshuhn meinst du wirklich das ist nur mein Versuch, das Ganze nicht zu schlimm werden zu lassen? Also diese Rationalisierungsgedanken? Vielleicht habe ich es ja doch viel dramatischer in Erinnerung, als es war. Was ist, wenn ich mich das alles nur einrede oder mir etwas dazu dichte und meiner Mutter Unrecht tue? :(

Ein guter Trick mit der Frage, @mamamia75 , dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Ich würde Vieles definitiv nicht so machen, wie ich es von meiner Mutter in Erinnerung habe.

Ich habe gerade echt das Bedürfnis, ein paar Situationen aufzuschreiben, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Auch wenn es nicht viele sind, diese paar kann ich bisher nicht vergessen.



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  08.03.2018 21:32  
Mach das doch ruhig liebe hazy. Das schreiben.
Ja ich glaube das und selbst wenn es nicht hundert Prozent genauso gewesen ist...dein Gefühl ist das was zählt. Und das Gefühl muss schrecklich sein.

Drück

Danke1xDanke


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  08.03.2018 21:35  
@hazy : Du hast ein Recht die Dinge so zu sehen ,wie Du sie eben siehst. Da gibt es kein richtig oder falsch. Allerdings kann eine Änderung der Sichtweise für Dich sehr nützlich sein.

Danke1xDanke


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  08.03.2018 21:40  
hazyhue hat geschrieben:
Ein guter Trick mit der Frage, @mamamia75 , dann sieht die Sache schon ganz anders aus.


Ein Spiegel kann auch eine wirklich gute Freundin sein.
Wenn man da was erzählt und die einen auf einmal völlig entsetzt anguckt - wobei man sich selbst gar nichts schlimmes dachte weil es für einen selbst "normal" ist.
Da bekommt man auch mit was eigentlich NICHT normal gelaufen ist.
Selbst hat man diese Vergleichsmöglichkeit meist nicht weil man 1. damit aufgewachsen ist und 2. gar nicht auf die Idee kommt manche Dinge richtig unters Licht zu stellen und zu hinterfragen. Es ist ja als "Normal" abgespeichert.

Danke2xDanke




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Ruhrgebiet
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  08.03.2018 21:53  
Süßigkeitenschrank

Wir hatten in der Küche einen Hängeschrank, in dem manchmal auch Süßigkeiten gelagert wurden. Ich war 7 oder 8 und bin heimlich am frühen Morgen auf die Anrichte geklettert, um in den Schrank zu schauen und mir etwas Süßes zu mopsen. Meine Mutter kam von hinten angeschlichen, zischte irgendetwas wütendes von hinten, zerrte mich von der Anrichte und schrie mich an, wie unmöglich das wäre. Wenn meine Mutter böse auf mich war, krallte sie oft ihre langen Fingernägel extra feste in meinen Arm. Danach hatte ich immer Abdrücke in meinem Fleisch, dort wo sie sie reingedrückt hatte.



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  08.03.2018 21:57  
@hazyhue

würde ich bei meiner Tochter nie machen - und Du sicher auch nicht, oder?!

Ich würd sie runterheben wenn ich Angst habe das sie runterfällt und sagen das sie mich erst fragen soll wenn sie Lust auf Süßigkeiten hat.

Kein Zerren, Krallen, Schreien.

Danke1xDanke




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  08.03.2018 21:57  
Krümeltee

Ich habe mir mal von meinem Taschengeld Zitronentee Granulat gekauft und für mich war es voll der Schatz. Ich war 10 oder 11. Es war ein wunderschöner Sommertag. Als ich nach Hause kam, stand meine Mutter schon vor der Tür. Sie hatte bemerkt, dass ich wegen irgendetwas gelogen hatte und stellte mich zur Rede. Ich stritt meine Schuld ab. Meine Mutter nahm mir den Krümeltee weg, schraubte ihn auf und kippte ihn vor meinen Augen in die Mülltonne, als Strafe für meine Lüge. Das hat mich sehr wütend und hilflos gemacht. Ich war fassungslos. Auch wenn es nur so ein Pfennigartikel war.


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