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201801.03




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Niedersachsen
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Lieber Linus,
ich habe eben mit meiner Schwester(der Krankenschwester )darüber gesprochen, was
Du zum Thema Schmerzmedikation berichtet hast. Sie meinte, natürlich müssen die Ärzte
sehr vorsichtig sein, welches Schmerzmittel sie geben ( und man müsste auch immer
berücksichtigen, ob der Patient noch andere ' Baustellen ' hat ( Nieren, Leber, Herzprobleme z.B. ).
Aber sie sagte, irgendwas gegen solche extremen Schmerzen, wie sie Deine Mutter leider hat,
kann man IMMER machen. In ihrem Krankenhaus gibt es ein sog. ' Schmerzkonsil '. Das wird
einberufen, wenn die ' normalen ' Ärzte einen sehr schwierigen Fall bezgl. der Schmerzmittelverabreichung
haben, dann beraten sie beim Schmerzkonsil mit Ärzten von der Intensivstation, die eine
spezielle Ausbildung dafür haben, wann man welche Schmerzmittel in schwierigen Fällen
verabreichen kann...aber sie sagte, natürlich gibt es so ein Schmerzkonsil nicht in jedem
Krankenhaus, aber irgendwas könnte man trotzdem IMMER machen.

:knuddeln:

Auf das Thema antworten


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  01.03.2018 10:39  
Das mit den Schmerzmitteln verstehe ich auch nicht. Es gibt Schmerzpflaster, Infusionen, Nasenspray, das muss alles nicht über den Magen. Und wenn sie solche Schmerzen hat, behindert das doch ihre Genesung. Dass sie nicht mal ein Glas halten kann vor Schmerzen ist ja nun wirklich eine schlechte Situation.

Hat deine Mutter vor der OP häufig Schmerzmittel genommen? Vielleicht hat sie schon vorher chronische Schmerzen gehabt.





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  02.03.2018 03:01  
Cati, Luna....

um Euch mal zu verdeutlichen, was gerade in meinem Leben passiert: Meiner Mama ging es bis vor 2 Wochen blendend. Einmal die Woche zum schwimmen mit ihren Freundinnen. Mama ging noch arbeiten. Ein bischen Arthrose in den Schultern vielleicht. Ihr Blutdruck war eingestellt. Mallorca-Urlaub gebucht für Juni. Mama war nur unterwegs und auf Achse. Und nach Papa's völlig plötzlichem Gang in den Himmel, waren Mama und ich Sonntags oft abends essen. Als Trost. Als Zusammenhalt. Wir haben uns tapfer geschlagen in dieser schweren Zeit.

Und ganz plötzlich und auf einmal liegt meine Mom im Krankenhaus. Die Geschichte kennt Ihr ja nun. Ich könnte los schreien vor lauter Schmerz und Kummer. Das ist alles so schlimm und tut mir im Herzen weh. Mir reißt es fast das Herz raus.

Wieder sitze ich hier und heule. Mitten in der Nacht....War vorhin in Mama's Wohnung. Habe ihre Blumen gegossen. Alles riecht nach Mama. Nach Papa. So wie früher eben. Hab auf Papa's Couchplatz geguckt... so doof es klingt, ich hab Papa gewunken...... :cry:



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Sachsen Anhalt
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  02.03.2018 03:23  
Linus42
Ich kann ungefähr erahnen wie es Dir geht. Daher fällt es mir schwer zu verstehen warum Du dich nicht zur Wehr setzt um Deiner Mama zu helfen. Die Möglichkeiten habe ich Dir genannt.
Ich muss leider auch Abstand davon nehmen dir weiterhin Tips und Hinweise zu geben. Es tut mir nicht gut. Genau aus diesem und anderen Gründen habe ich mein Medizinstudium geschmissen. Ich kann die Welt als Einzelner nicht ändern. Schon gar nicht wenn Helfende, aus,vielleicht persönlichen Gründen, Hilfe nicht annehmen können oder wollen. Ich wünsche Dir und Deiner Mama das ihr so schnell wie möglich einen verantwortungsvollen Arzt findet der sich seiner Aufgabe bewusst und halbwegs klar bei Verstand ist. Von Herzen alles Gute euch beiden.

Danke2xDanke


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Niedersachsen
4345
  02.03.2018 08:43  
Lieber Linus,
gibt es denn keinen einzigen Ansprechpartner im Krankenhaus, mit dem Du bezgl.
der Schmerzmedikation reden kannst ?
Ich hoffe wirklich, dass Du schon sehr bald zu ihr zu Besuch kommst und der Arzt
sagt," Die Problematik mit dem Magen ist soweit gebessert, dass wir Schmerzmedikamente
verabreicht haben, und ihre Mutter hat jetzt weniger akute Schmerzen und bewegt sich
schon mehr. "
Denn bei Arthrose ist es ja eigentlich wichtig, dass man in Bewegung bleibt...

Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
3750
  02.03.2018 09:26  
Warum Intensivpflegepatienten der Willkür der Krankenkassen ausgesetzt sind:

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste ... -der-Willkü/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=50499150


PS.

Es muss der ganze Link kopiert werden.

Danke1xDanke


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  02.03.2018 11:19  
Ich verstehe dich ja. Meine Mutter war 69, als sie einen Schlaganfall hatte. Bis auf normale Wehwehchen topfit, hat auch noch Sport gemacht, war in Vereinen aktiv und sah viel jünger aus. Es traf uns damals auch völlig unvorbereitet getroffen und ich weiß wie man sich in so einer Ausnahme-Situation fühlt, wenn von einem Moment auf den anderen ein aktiver Mensch schwerstkrank in einem Krankenhaus-Bett liegt. Das Ganze hat dich natürlich bis ins innerste erschüttert, das ist völlig verständlich.

Aber deiner Mutter geht es ja zum Glück besser, also bitte versuche jetzt mal ein bisschen aus deinem Krisen-Modus zu kommen und sorge dafür, dass du nachts schläfst. Du brauchst deine Kraft, auf Dauer ist das echt nicht gut, nur so wenige Stunden zu schlafen.

Danke1xDanke




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  03.03.2018 03:11  
Ihr Lieben,

schade Mirko, daß Du mir keine Hilfe mehr geben magst. Ich versuche hier jeden Rat anzunehmen. Denn Ihr seid meine einzige Unterstützung momentan. Natürlich kämpfe ich für meine Mama. Bin jeden Tag bei ihr. Morgens vor dem Job und abends nach dem Job. Heute habe ich wieder mal gesehen, daß sie unerträgliche Arthrose-Schmerzen hat. Wahnsinn :shock: Wegen ner dämlichen Arthrose so ein Horror!

Dann habe ich heute Abend kräftig Theater bei den Schwestern gemacht. Wie kann es sein, daß sich jemand so quälen muß? Es ist Wochenende. Da passiert schon wieder mal nix im Krankenhaus. Ich werde mir das aber NICHT anschauen an diesem Wochenende! Habe herausgefunden, daß die behandelnde Ärztin sogar ausnahmsweise am Samstag da ist. Ich werde ihr die Hölle heiß machen an diesem Wochenende! So geht es nicht mehr weiter...

Luna, wie kann ich denn aus meinem Krisen-Modus rauskommen? Bis auf's Mark erschüttert, ich sehe nur noch Leid und Kummer. Heute morgen bin ich zum ersten Mal aufgestanden und hatte spürbare Herzschmerzen :oops: Auch jetzt noch, wenn ich genau darauf achte...... Papa tot.... Innerhalb 6 Monate hat sich mein Leben zur reinen Hölle entwickelt.

Heute ist der 3. März. Wißt Ihr, womit ich mich normalerweise um diese Jahreszeit beschäftige? Ich plane meinen Sommer-Urlaub in meiner Wahlheimat USA. Suche nach Flügen, plane Touren durch Californien, suche nette Hotels aus... Sowas hat mich immer aufgebaut...

Stattdessen: Der blanke Horror :seufzen



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Bärlin Spandow
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  03.03.2018 09:38  
Moin Linus

Pass bloß auf dass du nicht in eine Depression abrutschst. Das kann ganz schnell gehen.

Meine Mutter hat auch Arthrose und nimmt auch Macrumar. Da sie auch noch eine Bauchfelldialyse machen muss, muss sie auch mit Schmerztabletten vorsichtig sein.

Ich glaube sie bekommt Metamizol.

Danke1xDanke


6321
7
Niedersachsen
4345
  03.03.2018 11:38  
Der gewohnte Alltag mit Deiner Mutter existiert im Moment nicht mehr und
Dir wird bewusst, dass es auch nicht ewig so weitergehen wird. Also natürlich
wusstest Du das auch vorher schon. Aber man verdrängt das ein Stück weit im
Alltag und auf einmal wurde es ganz konkret. Und dann will man nur, dass es wieder
so wird wie vorher.
Mein Papa hatte vor einigen Jahren zwei Schlaganfälle und hat sich davon zum Glück
gut erholt, aber er darf keine längeren Strecken mehr mit dem Auto fahren, kann sich
nicht lange konzentrieren und muss eine Menge Tabletten einnehmen. Er versorgt seinen
Haushalt allein und fährt auch allein in Urlaub.
Er wohnt 100 km entfernt, und vor einigen Monaten rief mich ein Bekannter von ihm an
und erzählte, sie waren zusammen unterwegs gewesen und auf einmal fand mein Vater
die richtigen Worte nicht mehr, also was er sagte, ergab keinen Sinn und ihm war schwindelig.
Da hab ich große Angst bekommen, dass mein Papa wieder einen kleinen Schlaganfall haben
könnte, und ich rief ihn an und bestand darauf, dass er zum Arzt geht und das untersuchen
lässt. Denn er wollte nicht zum Arzt, er meinte, er hätte an dem Tag nur zuwenig getrunken.
Es stellte sich dann heraus, dass es kein neuer Schlaganfall war, er war wirklich dehydriert.
Aber da hatte ich große Angst an dem Tag, und mir wurde schmerzlich bewusst, wie schnell
sich alles ändern kann und meine Alarmsysteme liefen auf Hochtouren.

Dein Alarmsystem läuft auch auf Hochtouren, seit Wochen schon, weil Du Deine Mama so
lieb hast und sie beschützen willst, das ist etwas, was ganz tief aus dem Gefühlszentrum
kommt, und manche Menschen können das mit ihrem Verstand besser steuern, um nicht so
( mit-) zu leiden, und andere nicht.
Ich kann das auch nicht gut.

Alles Gute, lieber Linus. :knuddeln:

Danke2xDanke

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