Nalas

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Hallo zusammen,


ich bin 30 Jahre alt und weiblich und leide unter Panikattacken die mitlerweile meinen ganzen altag bestimmen.
Angefangen hat alles vor einem Jahr als ich durch ständigen Schwindel und Kopfschmerzen Blutanämie diagnostiziert bekam.
Mein Arzt schickte mich dauernd zu Ärzten um die Ursache zu finden, insgesammt habe ich 1 CT vom Kopf, 1 CT Abdomen, 2 mal Röntgen Brustraum, Herzecho, 4 Ekg´s, Lungentests und 8 Blutbilder hinter mir.
Die Ursache wurde schliesslich gefunden und liegt im Gynäkologischen Bereich weil ich einfach meine Regelblutung zu stark hab.
Doch leider passierte in der richtung bis jetzt nichts und mein HB Wert liegt immer noch bei 9,1 statt 12.
Seit nun ca 4 Monaten habe ich immer wieder schmerzen im linken Brustbereich weswegen auch ein EKG und das Herzecho gemacht wurde.
Mein EKG war in Ordnung und beim Herzecho sagte mir der Arzt er hat was gefunden und dann wiederlegte er es... was mich aber beunruhigt hat.
Durch diesen eigenartigen brennenden Schmerz habe ich Panikattacken und Schwindelgefühl über den ganzen Tag. Nachts kann ich nicht einschlafen da ich das Gefühl habe das es da am schlimmsten ist, ich bekomme Schweißausbrüche fange an zu zittern und habe Herzrasen.
Vorgestern bin ich wegen Schmerzen im Bein und Brustbereich nochmals zum Arzt allerdings zu einer vertretung da mein Hausarzt im Urlaub ist.
Er macht ein EKG und sagte mir sofort ins Krankenhaus da er eine Rechtsherzbelastung auf dem EKG sieht.
Also verdacht auf Thrombose gefolgt mit Lungenembolie.
Also fuhr ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus und wurde dort auf den Kopf gestellt, erneutes EKG, Blutabnahme im Arm und am Ohr und weitere Tests.
Der Krankenhaus Arzt sagte mir dann alles in Ordnung... Herzwerte im Blutbild sind ok genug Sauerstoff im Blut usw.
Auf meine Frage mit der Rechtsherzbelastung, sagte er nur man könnte da einer erkennen wenn man will aber es wäre keine.
Thrombose wäre auch nicht zu erkennen sondern scheint eher eine Entzündung des Wadenmuskels zu sein.
Er wollte alles von mir wissen und ich sagte ihm das auch mit den Panikattacken, darauf meinte er es könnte Psychich damit zusammen hängen.
Mitlerweile habe ich das Gefühl mich versteht keiner mehr und jeder Arzt sagt etwas anderes.
Ich traue mich nicht mehr zum Arzt weil ich Angst habe der erklärt mich für eine Simulantin.
Ich bilde mir die Schmerzen im Brustbereich nicht ein und auch bei allen Untersuchungen kam auch raus das ich Herzrasen hab, aber irgendwie fühl ich mich als will mir keiner helfen.
Allerdings leide ich auch unter Rückenschmerzen und auch da konnte man mir nicht helfen ausser mit medikamenten die ich nun täglich nehmen muss.
Ibuflam 800 und Novalminsulfon Tropfen.

Ich leide mitlerweile unter Todesangst. Ich brauche jede Nacht fast 5 std bevor ich einschlafen kann und auch dann schlafe ich nur durch Erschöpfung irgendwann ein.
Ich habe sogar schon manchmal gehofft das endlich was passiert damit es endlich vorbei ist weil ich weiss das sobald ich Aufwache wieder von vorne alles losgeht.

Ich würde mir nie was antun weil ich zuviel Angst davor habe aber dieses Leben so ist für mich der reinste Horror da mich der Schwindel den ganzen Tag begleitet.
Hat jemand auch sowas ähnliches und kann mir vielleicht Tipps geben?
Habe versucht mich abzulenken aber meine Panik ist so stark das ich mich nicht mehr ablenken kann.

Vielleicht hat einer nen guten Rat der mir endlich hilft mein Leben wieder zu geniessen.

Gruß Nalas

10.08.2012 23:31 • 11.08.2012 #1


3 Antworten ↓


crazy030


Ob Deine Beschwerden nun einen körperlichen Hintergrund haben oder z.T. dann auch psychosomatisch sind, kann ich nicht beurteilen, aber Du hast Beschwerden. Und ein Brocken Psyche ist scheinbar auch dabei. Mach mal einen Termin beim Psychiater und rede mal mit ihm/ihr, der Rest wird sich dann zeigen.
Zitat:
Ibuflam 800 und Novalminsulfon Tropfen
Ja, aber nur bei Bedarf und nicht ständig! Schmerzmittel dieser Art sind nichts für den Dauerkonsum.

11.08.2012 00:40 • #2


HeikoEN

HeikoEN


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Zitat von Nalas:
Mein Arzt schickte mich dauernd zu Ärzten um die Ursache zu finden, insgesammt habe ich 1 CT vom Kopf, 1 CT Abdomen, 2 mal Röntgen Brustraum, Herzecho, 4 Ekg´s, Lungentests und 8 Blutbilder hinter mir.

Das ist schonmal sehr gut, denn dann bist Du körperlich ja relativ gut untersucht und es liegen offenbar keine Erkrankungen vor!

Zitat von Nalas:
Die Ursache wurde schliesslich gefunden und liegt im Gynäkologischen Bereich weil ich einfach meine Regelblutung zu stark hab.
Doch leider passierte in der richtung bis jetzt nichts und mein HB Wert liegt immer noch bei 9,1 statt 12.

Ist denn Deine Regelblutung erst seit dieser Zeit so stark oder war das schon immer so?

Ich meine natürlich kann man jetzt schulmedizinisch krampfhaft versuchen den HB-Wert in den Normbereich zu bekommen durch diverse Maßnahmen. Wenn das aber schon immer so war, stellt sich die Frage, ob dass dann Sinn macht.

Zitat von Nalas:
Seit nun ca 4 Monaten habe ich immer wieder schmerzen im linken Brustbereich weswegen auch ein EKG und das Herzecho gemacht wurde.
Mein EKG war in Ordnung und beim Herzecho sagte mir der Arzt er hat was gefunden und dann wiederlegte er es... was mich aber beunruhigt hat.

Gut so, denn Ultraschall, insb. des Herzens, hat viel mit Interpretation und vor allem, Erfahrung zu tun!

Zitat von Nalas:
Durch diesen eigenartigen brennenden Schmerz habe ich Panikattacken und Schwindelgefühl über den ganzen Tag. Nachts kann ich nicht einschlafen da ich das Gefühl habe das es da am schlimmsten ist, ich bekomme Schweißausbrüche fange an zu zittern und habe Herzrasen.

Das sind ja bekannte Symptome eines psychischen Problems, die auch z.B. bei Angst auftreten und in jeder Symptomliste ganz oben genannt werden.

Zitat von Nalas:
Vorgestern bin ich wegen Schmerzen im Bein und Brustbereich nochmals zum Arzt allerdings zu einer vertretung da mein Hausarzt im Urlaub ist.
Er macht ein EKG und sagte mir sofort ins Krankenhaus da er eine Rechtsherzbelastung auf dem EKG sieht.
Also verdacht auf Thrombose gefolgt mit Lungenembolie.
Also fuhr ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus und wurde dort auf den Kopf gestellt, erneutes EKG, Blutabnahme im Arm und am Ohr und weitere Tests.
Der Krankenhaus Arzt sagte mir dann alles in Ordnung... Herzwerte im Blutbild sind ok genug Sauerstoff im Blut usw.
Auf meine Frage mit der Rechtsherzbelastung, sagte er nur man könnte da einer erkennen wenn man will aber es wäre keine.
Thrombose wäre auch nicht zu erkennen sondern scheint eher eine Entzündung des Wadenmuskels zu sein.
Er wollte alles von mir wissen und ich sagte ihm das auch mit den Panikattacken, darauf meinte er es könnte Psychich damit zusammen hängen.

Sehr gut dass Du das gesagt hast!

Zitat von Nalas:
Mitlerweile habe ich das Gefühl mich versteht keiner mehr und jeder Arzt sagt etwas anderes.

Völlig normal.

Drei Ärzte, drei Meinungen, insb. bei einem so schillernden Symptomkatalog und dem Zwang der Schulmediziner, dem Patienten eine Antwort schuldig zu sein, da Du ja die Symptome fühlst und somit auch der Überzeugung bist, krank zu sein.

Zitat von Nalas:
Ich bilde mir die Schmerzen im Brustbereich nicht ein und auch bei allen Untersuchungen kam auch raus das ich Herzrasen hab, aber irgendwie fühl ich mich als will mir keiner helfen.

Völlig richtig.

Die Symptome sind auch KEINE Einbildung.

Viele hier im Forum haben ebenfalls starke Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Schmerzen im Brustbereich, die alle keine Einbildung sind. Allerdings sind die Symptome relativ logische Reaktionen des Körpers, die z.B. nur durch Deine aufmerksame Beobachtung, sich ggf. in Angst- oder Panikzustände steigern können.

Zitat von Nalas:
Ich leide mitlerweile unter Todesangst. Ich brauche jede Nacht fast 5 std bevor ich einschlafen kann und auch dann schlafe ich nur durch Erschöpfung irgendwann ein.
Ich habe sogar schon manchmal gehofft das endlich was passiert damit es endlich vorbei ist weil ich weiss das sobald ich Aufwache wieder von vorne alles losgeht.

Es scheint so, als sei die Angsterkrankung schon relativ weit fortgeschritten und Du nur noch schwer alleine davon loskommen könntest. Daher meine klare Empfehlung, sich in die Hände eines Therapeuten zu begeben, der mit Dir eine Therapie macht.

Die Inhalte der Therapie sind u.a. eine Menge Wissen darum, warum diese von Dir geschilderten Symptome überhaupt entstehen.

Zitat von Nalas:
Ich würde mir nie was antun weil ich zuviel Angst davor habe aber dieses Leben so ist für mich der reinste Horror da mich der Schwindel den ganzen Tag begleitet.
Hat jemand auch sowas ähnliches und kann mir vielleicht Tipps geben?
Habe versucht mich abzulenken aber meine Panik ist so stark das ich mich nicht mehr ablenken kann.

Vielleicht hat einer nen guten Rat der mir endlich hilft mein Leben wieder zu geniessen.

Man kann schon Einfluß nehmen, z.B. mit Entspannungsübungen und körperlicher Betätigung (Sport).

Bei Deiner Vorgeschichte (Rückprobleme etc.) weiss ich aber nicht, wie weit das überhaupt möglich ist.

Daher nochmals der Rat, sich relativ schnell in die Hände von Profis zu begeben.

11.08.2012 07:33 • #3


Prinzessin22580


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Keiner hält dich für eine Simulantin und die Ärzte reagieren auf deine sehr umfassenden Symptome und daher diagnostizieren sie sich sehr umfangreich. Ärzte versuchen immer eine körperliche Ursache zu finden, dafür sind sie ausgebildet. Auch du bist offensichtlich davon überzeugt das es eine körperliche Ursache gibt. Das ist aber wie die Ärzte festgestellt haben, nicht der fall. Die Symptome der Angst sind nicht eingebildet und die Schmerzen in dem Zusammenhang auch nicht, aber die Ursache ist eben nicht der Körper sondern die psyche. Daher solltest du unbedingt einen Therapeuten aufsuchen und dir dort helfen lassen. Nicht Ärzte können dir helfen aber Therapeuten schon.

11.08.2012 07:33 • #4



Prof. Dr. Heuser-Collier