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201811.02




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Warum liegt es daran was andere von mir denken können. Ich bin extrem schüchtern und rede nicht viel. Auf Arbeit bin ich auch mehr ein Einzelgänger aber ich schotte mich nicht ab. Wie meinst du das. Wie war das bei Dir. Was sie im Auto über mich denkt ist mir zwar nicht egal aber es belastet mich nicht, weil wir uns verstehen. Ich bekomme noch Echt einen Zuviel. Danke dir.

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BaWü
7453
  11.02.2018 12:58  
Schau, wir sind megaempfindlich. Dadurch geraten wir unter Druck und bilden uns uns alles Mögliche ein. Hat natürlich was mit dem Selbstbewusstsein zu tun. Is einfach so.

Ich weiss, wie du dich fühlst. Ist zum kotzen, wenn man sich so gefangen und ausgeliefert fühlt. Dabei ist es, rein emotionslos betrachtet, eigentlich kein grosses Problem. Es passiert nie das, was wir uns einbilden und rechts ran fahren,geht immer.

Ich hab die idiotischen Dinge getan. Hab mir auf die Wange gebissen, hab mir auf den Schenkel geschlagen,hab im Auto geschrieen, gesungen, habe Fenster auf, Fenster zu gemacht,hab den Ar. zusammengekniffen, bin auf dem Sitz rumgehopst, Schleichwege gefahren, Motivationscds gehört, CDs gewechselt, Nase geputzt, alles, um mich abzulenken. Ich kenn das, ich war felsenfest davon überzeugt, in Ohnmacht zu fallen und einen Unfall zu verursachen.

Bist du schon in Therapie?





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  11.02.2018 13:11  
Danke Dir. Da hast Du ja auch schon viel durch. Meine Therapie beginnt am 5. März. Bei dem Therapeuten war ich damals schon einmal. Damals hat er mir geraten Pilze zu sammeln und ich fühlte mich nicht beachtet. Dann habe ich vorsichtshalber noch einen Termin in einem Krankenhaus. Davon verspreche ich mir mehr. Könnte es sein das wir auch an einer Agoraphobie leiden. Ich habe da Videos gefunden die mich erschauern lassen. Manchmal könnte ich mich zu Tode saufen. Warum ist der Mensch so angreifbar und ausgeliefert. Die Natur hat das echt blöd eingerichtet. Ich kann auch nicht an Gott glauben. Denn ich bin ein guter Mensch und habe das nicht verdient. Seelisch sind die Verrückten.



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BaWü
7453
  11.02.2018 13:23  
vjakob68 hat geschrieben:
Danke Dir. Da hast Du ja auch schon viel durch. Meine Therapie beginnt am 5. März. Bei dem Therapeuten war ich damals schon einmal. Damals hat er mir geraten Pilze zu sammeln und ich fühlte mich nicht beachtet. Dann habe ich vorsichtshalber noch einen Termin in einem Krankenhaus. Davon verspreche ich mir mehr. Könnte es sein das wir auch an einer Agoraphobie leiden. Ich habe da Videos gefunden die mich erschauern lassen. Manchmal könnte ich mich zu Tode saufen. Warum ist der Mensch so angreifbar und ausgeliefert. Die Natur hat das echt blöd eingerichtet. Ich kann auch nicht an Gott glauben. Denn ich bin ein guter Mensch und habe das nicht verdient. Seelisch sind die Verrückten.


Logisch ist das Agoraphobie. Ist aber egal, wie die Diagnose lautet, ich hab nie nachgefragt.

Ja, es trifft die Sensiblen, Menschen die sich in ein Korsett pressen lassen, aus welchen Gründen auch immer.
Verletzlich trifft es am ehesten. Kann man noch so nach aussen hin funktionieren wollen, irgendwann ist aber etwas zuviel.

Es nützt aber nichts, das als ungerecht oder was auch immer anzusehen, man hat es nun bekommen. Saufen bringt nix, dich mit Benzos vollstopfen, auch nicht. . Alles ist dann nur vordergründig ok.

Therapie hilft. Und Pilzesammeln mag zwar ungewöhnlich sein, könnte aber eine sinnvolle Beschäftigung zum Runterkommen sein. Aber egal, wichtig sind Therapeuten, mit denen man kann, die einen ernst nehmen. Manchmal muss man danach suchen. Die wirkliche Arbeit hast aber du. Therapeuten zeigen uns Wege, gehen müssen wir die aber alleine.





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  11.02.2018 13:27  
Danke Dir. Ich muss jetzt erst mal ne Runde spazieren gehen und an die frische Luft. Schön das Du die Zeit für mich nimmst. Bis Bald. :herz:

Danke1xDanke


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BaWü
7453
  11.02.2018 13:33  
Lauf durch die frische Luft und sage dir, ich kann das, mir geht es gut.





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  18.02.2018 09:48  
Hallo
Ich möchte Dir gerne berichten wie es mir ergangen ist. Die Angst kommt jeden Tag und ich habe Herzrasen verbunden mit schwitzenden Händen. Diese Woche habe ich mir Videos auf YouTube angesehen. Da habe ich Yon Yon entdeckt. Sie spricht sehr gut und berichtet von Ihren Erfahrungen. Das hat mir sehr geholfen und mich geprägt. Und man merkt wieder, dass es leider so viele Menschen betrifft. Dann habe ich aber auch gemerkt , wenn ich mir zu viele Videos ansehe das es mir nicht gut tut. Ich muss weiter an mir arbeiten und an den Erfolgen anknüpfen. Bevor ich auf Arbeit fahre habe ich mir nun entsprechende Dinge angewöhnt die mir unheimlich helfen. Als erstes höre ich eine Entspannung CD. Da redet auch jemand zur Musik und gibt Anleitungen zum Muskelentspannen. Das bringt mich wirklich zur Ruhe. Dann bereite ich mich langsam vor. Während ich mich frisch mache rede ich mit dem Hund. Das ist die Angst. Ich habe Ihn in einen Zwinger eingesperrt. Erst hat er mich verfolgt. Ich habe meine Angst im Kopf überdacht und richtig gestellt. Dann sage ich zu dem Hund. Ich habe dich eingesperrt. Du hast nicht Recht. Die ganze Zeit hast du mir etwas eingeredet was nicht richtig war und mir Angst gemacht hat. Erst wollte er jeden Tag aus dem Zwinger und hat gebellt. Damit meine ich die Angst. Nun sitzt er friedlich da und manchmal schläft er sogar. Das klingt verrückt aber es hilft mir meine Angst zu benennen. Dann sage ich zu Ihm .Eines Tages wirst du frei kommen. Und ich im übertragenen Sinn auch. Was mir unheimlich hilft ist das Reden. Ich mache mir immer kleine Zettel über was ich mit meiner Arbeitskollegin reden kann. Die Stille tut nicht gut. Dann denkt man nicht darüber nach und ist abgelenkt. Und am Freitag konnte ich seit langem einmal so richtig gelöst sein.Bald habe ich die erste Therapiestunde . Darauf freue ich mich sehr. Viele Herzliche Grüße.

Danke1xDanke


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BaWü
7453
  18.02.2018 14:03  
Ist ja sehr schön, dass du dir so gut helfen kannst. Weisst du, alles ist erlaubt, egal welche Massnahme du dir dazu ausdenkst. Und das mit dem Hund finde ich supi.

Ich sag dir mal was. Wer so toll in der Lage ist, an sich zu arbeiten, der schafft das auch auf Dauer. Du bist wirklich schon sehr weit gekommen.

Weiter so. Sperr diesen Angstwuff ruhig in seine Box. Dort darf er ruhig auch mal kläffen. Kannst ihn ja fragen, was er dir mit dem Gebelle sagen will. Wenn's nur Mist ist, soll er die Klappe halten. Bei wichtigen Dingen kannst du ihm ja mal zuhören.

Freut mich sehr für dich.



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Wien
324
  18.02.2018 16:59  
Icefalki hat geschrieben:
Die wirkliche Arbeit hast aber du. Therapeuten zeigen uns Wege, gehen müssen wir die aber alleine.


Das war bzw. ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich habe nämlich laaaange geglaubt, dass es ausreicht, wenn ich brav zur Therapie gehe und mich in den Stunden kooperativ zeige ... dass ICH selbst was ändern muss, das hat lange gedauert, bis ich das eingesehen habe ...
Das Pilzesammeln würde ich einfach als Beispiel sehen für eine Achtsamkeitsübung, das kann man durch alles Mögliche ersetzen. Hauptsache es interessiert dich bzw. macht dir sogar Spass.





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  19.02.2018 10:44  
Hallo .Ich habe mich über Deine Antworten gefreut. Ja ich arbeite echt hart an mir. Man muss auch Dinge für sich im Kopf annehmen und verarbeiten. Dabei muss man zu sich selbst finden und seinem Körper sagen. Du kannst mir vertrauen .Ich bin jetzt für dich da. Ich kann sehr gut unterscheiden was wichtig ist und mich voranbringt. Auch im Bezug auf den Therapeuten. Ich weiß jetzt schon, dass mir das was ich mir selbst aneigne weiter bringt als der Therapeut. Damals wurde ich in meinem Betrieb gemobbt und wollte es immer alleine schaffen. Dann suchte ich mir Hilfe .Es war viel zu spät. Ich hatte das Vertrauen in die Menschen restlos verloren. Geholfen hat mir ein wunderbarer Mensch den ich leider verloren habe durch mich selbst.(Trennung) Ist eine lange Geschichte. Aber durch Sie hatte ich es geschafft wieder ins Leben zu finden. Und ich habe lange gesucht nach einem guten Therapeuten. Das Glück war auf meiner Seite und ich fand eine sehr gute Therapeutin. Am Ende erkennt man eines. Man selbst ist es der sich auch selber aus dem Sumpf herauszieht. Das ist so und wird nie anders werden. Da helfen keine Therapeuten. Sie zeigen uns Wege. Ich sehe das genau so wie Du. Ich hatte ein kleines Erfolgserlebnis aber nun geht alles wieder von vorne los. Tag für Tag müssen wir an uns kämpfen. Wir sensibel und verletzbar. Man macht aus einem Pinguin keine Giraffe. Du bist auch ein toller Mensch.
Mit dem Hund das ist wirklich gut. Dan hat man etwas greifbares. Wenn er wieder am Gitter die Zähne fletscht dann sage ich Ihm energisch. Mach Platz und gehe in deine Ecke. Ich muss der Angst zeigen wer hier die Hosen anhat.Ich verstehe den Hund ganz genau .Er ist hinterlistig und will jeden Tag wieder heraus. Ich gebe Ihm keine Nahrung mehr. Die braucht er auch nicht denn das hat er sich nicht verdient. Ich grüße Dich recht herzlich .Schön das es dich gibt. War gestern noch an der frischen Luft. Entschuldige bitte.

Danke1xDanke

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