urbansoul67

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Hallo,

Ich leide auch schon seit über einem Jahr an Panikattacken. Diese äußern sich so:

Herzrasen, Angst umzukippen, Gefühl der Atemnot, unbewusstes Luftanhalten und manch andere Symptome.

Das komische ist, ich weiß, dass mir im Prinzip nichts passieren kann, allerdings ist es sehr schwer für mich in den Momenten der Angst, die in letzter Zeit wieder häufiger auftreten (fast täglich), mich an diesen Gedanken zu halten...

Ich werde mir jetzt auch Hilfe suchen, sprich einen Termin bei einem Psychologen/Neurologen holen.

Ich wollte eigentlich auch nur nochmal Meinungen von Gleichgesinnten einholen:

Wie geht ihr damit um ?
Habt ihr Tips für mich ?
usw.


Es ist echt grauenhaft. Ich war/bin so ein lebenslustiger Mensch, aber sobald ich weiß, dass ich das Haus verlassen werde und in engeren Räumen oder mich mit mehreren Menschen aufhalte, dann drehe ich durch. Ich hab ja schon Angst davor, dass die Panik wieder losgeht.

Ich war vor dem Beginn meiner Angst immer weg. Und genau das macht mir zu schaffen:
Ich will, aber irgendwas in mir hält mich davon ab mein altes Leben zu leben.

Ich kann auch gar nicht genau sagen, wann es losging. Ich habe früher gek. und ich erinnere mich, dass ich einmal einen Anfall hatte und dachte ich habe einen Herzanfall, woraufhin ich auch den Notarzt rufen lies, die aber nichts feststellen konnten.

Ich möchte nicht einfach irgendwelche Tabletten schlucken, sondern den wahren Grund erfahren und dies auch aufarbeiten.

Ich hoffe, ihr schreibt mir etwas dazu.

Entschuldigt bitte, wenn der Text etwas zusammenhangslos ist, aber ich habe mir jetzt einfach mal alles runtergeschrieben.

Vielen Dank schonmal !!

07.01.2011 14:36 • 07.01.2011 #1


4 Antworten ↓


Bullwei

Bullwei


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Hallo, ich denke mir, daß Deine PAs, wie Du sie hier beschrieben hast, bei vielen anderen in diesem Forum auch zutreffen. Du bist also mit Sicherheit nicht der einzige, der mit diesem Krankheitsbild zu kämpfen hat. Es ist leider sogar so, daß PAs und andere ähnliche Leiden in den letzten Jahren vehement in den Industrieländern zugenommen haben, was nicht allzu verwunderlich ist, bei all dem Streß, Sorgen, die Anzahl von Beeinflussungen usw., denen wir jeden Tyag ausgesetzt sind. Ich will damit nicht sagen, daß die Menschen in den Entwicklungsländern keine Sorgen haben, aber sie arbeiten diese anders auf, als wir.
Du bist auch schon auf dem richtigen Weg einen Therapeuten aufzusuchen, am besten, nach meiner Meinung und Erfahrung, einen Verhaltenstherapeuten; denn Du mußt lernen mit der Angst umzugehen. Sie ist ja nicht schädlich,
Gruß,
Bullwei

07.01.2011 16:13 • #2


urbansoul67


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Ok, vielen Dank. Machst mir wirklich Mut. Ich möchte, dass die Angst wieder komplett aus meinem Leben verschwindet, denn ich möchte endlich wieder leben.

Ich habe jetzt allerdings keinen Termin mit einem Verhaltenstherapeuten, sondern einem Psychologen/Neurologen, der aber auch Erfahrung in solchen Sachen haben soll...

Meinst du es wäre ratsamer einen Verhaltensth. aufzusuchen oder geht "mein" Termin klar?

Beste Grüße

07.01.2011 17:30 • #3


Bullwei

Bullwei


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Das mit dem Neurologen geht schon klar, ich bin auch seit geraumer Zeit bei einem in Behandlung, der mich dann weiter zu einer Verhaltenstherapie überweisen hat, mich aber ansonsten immer unterstützt.
Natürlich willst Du Deine übermäßige Angst los werden.
Das wollen wir doch alle hier.
Ich wollte vorher ja nur sagen, daß ein gewisses Maß an Angst notwendig ist, sonst würde sich ja jeder Pfosten irgendwo runter stürzen oder sonstwas.
Es ist für Dich wichtig, daß Du rechtzeitig Hilfe in Anspruch nimmst.
Ich habe damals sehr lange gezögert und wurde leider von Psychologe zu Psychologe geschickt und bei allen habe ich mich dann gefragt wer wohl die größere Klatsche hat
Es war echt sehr kraß damals. Wenn ich gefragt hatte woher diese PAs kommen bekam ich unter anderem zur Antwort "Fragen sie den lieben Gott", "Ihre Mutter ist schuld", "Das ist so in der Natur des Menschen" usw., mann, die waren vielleicht derbe drauf.
Ich hoffe, Du hast noch nicht diese Erwartungsangst, wie viele andere, auch ich, hier bereits haben. Da kann Dir aber eine Verhaltenstherapie wirklich helfen.
Hast Du Dich eigentlich schon einmal komplett vom Doc durchchecken lassen
Wenn da nichts festgestellt wurde kannst Du Dir sicher sein, daß Dir auch nichts passiert. Der menschliche Körper hält wirklich eine Menge aus und so ein bißchen Herzrasen bringt Dich nicht um. Klar ist das alles sehr unangenehm und schränkt uns auch sehr ein. Ich weiß ja nicht, wie es bei Dir aussieht, aber wenn ich mich gegenüber einem anderen oute bekomme ich immer zu hören "Was, so ein großer Kerl, so ein Klotz von Mann, das kann ich mir garnicht vorstellen", das macht es natürlich nicht leichter, aber auch damit kommt man zurecht, glaub es mir.
Keine Sorge, ich bin mir sicher, Du bekommst das in den Griff.
viele Grüße, Bullwei

07.01.2011 19:56 • #4


MASA


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Zitat von urbansoul67:
Ok, vielen Dank. Machst mir wirklich Mut. Ich möchte, dass die Angst wieder komplett aus meinem Leben verschwindet, denn ich möchte endlich wieder leben.


Beste Grüße



hallo,

kann ich gut verstehen! Aber ganz ohne Angst wäre wahrscheinlich auch nicht gut. Denn sie kann uns auch schützen!

Die Angst allerdings die uns beherrscht, die sollten wir in den Griff kriegen.

Damit dass du dir einen Therapeuten suchst, bist du ja schon auf dem besten Weg.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.

LG

MASA

07.01.2011 20:55 • #5



Dr. Hans Morschitzky


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