Reizmagen Behandlung

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Was tun bei einem Reizmagen?

Zunächst ist eine medizinische Abklärung notwendig, die eine körperliche Untersuchung, Laboruntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung und meist eine Spiegelung des Magens umfasst. Hinter den Beschwerden können sich auch Sodbrennen, eine Refluxerkrankung, Gastritis oder ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür verbergen. Wichtig ist, eine körperliche Erkrankung auszuschließen!

Diät, Medikamente und eine Psychotherapie sind die Bausteine der Behandlung.

Ziele der medikamentösen Behandlung sind Säurehemmung und der Abbau von Druck- und Völlegefühlen.

Die Kognitive Verhaltenstherapie, aber auch Hypnose und Imaginationstechniken haben sich in der Behandlung eines Reizmagens bewährt. In der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, die Zusammenhänge zwischen Körperreaktionen sowie Gedanken und Gefühlen herauszufinden. Auch die Angst vor einer schweren körperlichen Erkrankung und die verstärkte Selbstbeobachtung sind Thema.

Reizmagen-Betroffene lernen, weniger schnell aus dem Gleichgewicht zu geraten und sich zu entspannen. Konflikt- und Krisensituationen werden bearbeitet und Bewältigungsstrategien entwickelt.

Selbsthilfe Strategien beim Reizmagen

Verhaltensstrategien

1. Verzichten Sie aufs Rauchen, auf Kaffee, Alkohol und scharfe Gewürze.
2. Bauen Sie Anspannung durch körperliche Bewegung ab. Sorgen Sie täglich für ausreichend Bewegung.
3. Kauen Sie langsam und speicheln Sie das Essen gut ein.
4. Nehmen Sie kleinere Mahlzeiten zu sich.
5. Wärme tut gut. Legen Sie sich eine warme, nur wenig gefüllte Bettflasche auf den Bauch.
6. Trinken Sie vor jeder Mahlzeit einen leichten, 10 Minuten gezogenen lauwarmen Kamilletee.
7. Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2 Liter pro Tag.


Psychologische Strategien

1. Führen Sie ein Beschwerdetagebuch: Welche Situationen, welche Gedanken, welche Gefühle rufen Ihre Beschwerden hervor oder verstärken diese? Nutzen Sie dieses Tagebuch, um Strategien zu erlernen, um gelassener mit den Situationen umzugehen, in denen die Symptome auftreten.
2. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training. Dies führt in aller Regel zu einer deutlichen Linderung der psychisch bedingten Beschwerden.
3. Nutzen Sie zur Entspannung eine Atemtechnik, mit der Sie die Atmung verlangsamen und so entspannen.
4. Bauen Sie in Ihren Alltag Pausen ein, in denen Sie sich erholen.
5. Erlernen Sie Strategien der Stressbewältigung.
6. Machen Sie eine Psychotherapie, wenn Sie seelische Probleme haben, die Sie belasten.


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