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Wie entsteht ein Reizdarm und wie äußert er sich?Symptome, die beim Reizdarm auftreten können- Bauchschmerzen in Verbindung mit Durchfällen und/oder Verstopfung Nachts hören die Beschwerden auf. Für die Diagnose Reizdarm müssen die Beschwerden während eines Jahres insgesamt mindestens 12 Wochen auftreten. - Durchfalldominante Form: Durchfälle werden als Hauptbeschwerden angegeben, selten Bauchschmerzen. - Verstopfungsdominante Form: Verstopfung und Bauchschmerzen werden als Hauptbeschwerden angegeben. - Schmerzdominante Form: Bauchschmerzen werden als Hauptbeschwerden angegeben. - Blähdominante Form: Blähungen und Gasbildung stehen im Vordergrund. Ursachen eines ReizdarmEs gibt körperliche und seelische Faktoren, die für das Reizdarmsyndrom verantwortlich gemacht werden.körperliche Ursachen: - Möglicherweise das Bakterium Helicobacter pylori Krisensituationen, intensive Gefühle von Ärger oder Angst, Depressionen, Konflikte in Beruf oder Familie. Betroffene schildern: "Freue ich mich auf etwas, dann bekomme ich Durchfall, habe ich Angst vor etwas oder bin ich aufgeregt, genau das selbe". Dies erklärt sich damit, dass seelische Anspannung, Aufregung, Unruhe oder starke Ängste zu einer gesteigerten Sensibilität des Darms und damit zu Störungen der Darmtätigkeit führen, da der Darm vom vegetativen Nervensystem beeinflusst wird. Wer hat sich nicht schon einmal angesichts einer wichtigen Prüfung oder einer "stressigen" Situation" vor lauter Angst quasi in die Hose gemacht"? Darüber hinaus nehmen Betroffene ihre körperlichen Beschwerden sehr sensibel wahr und sorgen sich darum, eine lebensbedrohliche Erkrankung zu haben. Dies verstärkt die Beschwerden. Vorausgesetzt, dass Sie keine Essstörung wie eine Bulimie haben, klären Sie die Ursachen für einen Reizdarm systematisch ab. Schritt für Schritt Abklärung der Ursachen eines Reizdarms- Lassen Sie beim Arzt mit Hilfe eines H2 Atemtests prüfen, ob eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) oder eine Fruchtzuckerunverträglichkeit vorliegt. Etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sollen unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden. Eine Laktose-Intoleranz lässt sich nicht heilen, aber milchzucker- oder fructosefreie Lebensmittel helfen. Eine Unverträglichkeit auf Milchzucker kann auch mit einem Gentest festgestellt werden. Hierfür genügt ein Schleimhautabstrich aus dem Rachen. Dieser Test sei genauso zuverlässig wie der H2 Atemtest. Die Kosten von etwa EURO 120,- müssen selbst übernommen werden. - Ernähren Sie sich überwiegend mit ballaststoffreichen Nahrungsmitteln wie Vollkornbrot, Müsli, usw.? Dann reduzieren Sie mal für eine Woche die Menge der Ballaststoffe oder verzichten überwiegend darauf. Nicht jeder verträgt eine ballaststoffreiche Ernährung. Diese führt bei manchen Menschen zu Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. - Lassen Sie einen Glutenallergietest machen. Dies kann über eine Stuhluntersuchung abgeklärt werden. Weitere Informationen zur Glutenunverträglichkeit und zur glutenfreien Ernährung - Haben diese beiden Tests kein positives Ergebnis gebracht, dann eventuell eine Darmspiegelung vornehmen lassen. - Treten die Beschwerden überwiegend in Situationen auf, in denen Sie nervös, aufgeregt oder angespannt sind? Dann sind für Ihre Beschwerden sehr wahrscheinlich psychische Faktoren verantwortlich. Behandlung des Reizdarms aufgrund psychischer Faktoren. - Treten die Beschwerden überwiegend bei bestimmten Speißen auf, die fett oder scharf gewürzt sind? |