Die Behandlung eines Reizdarm

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Was tun bei einem Reizdarm?

Zunächst einmal ist eine medizinische Abklärung notwendig, die eine körperliche Untersuchung, Laboruntersuchung des Stuhls, eine Ultraschalluntersuchung des Bauches und meist eine Spiegelung des Mastdarms und/oder Dickdarms umfasst.

Wichtig ist, eine körperliche Erkrankung wie etwa Morbus Crohn, eine Dickdarmentzündung, Darmkrebs, oder Milchzuckerunverträglichkeit auszuschließen.

Bis zu 50 Prozent der Betroffenen werden bei richtiger Behandlung beschwerdefrei. Diät, Medikamente und eine Psychotherapie sind die Bausteine der Behandlung. Ziele der medikamentösen Behandlung sind Stuhlregulierung, Verhinderung von Blähungen und der schmerzauslösenden Krämpfe.

Die Kognitive Verhaltenstherapie, aber auch Hypnose und Imaginationstechniken haben sich in der Behandlung des Reizdarmsyndroms bewährt. In der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, die Zusammenhänge zwischen Körperreaktionen sowie Gedanken und Gefühlen herauszufinden.

Auch die Angst vor einer schweren körperlichen Erkrankung und die verstärkte Selbstbeobachtung sind Thema. Betroffene lernen, weniger schnell aus dem Gleichgewicht zu geraten und sich zu entspannen. Konflikt- und Krisensituationen werden bearbeitet und Bewältigungsstrategien entwickelt.

Selbsthilfe Strategien beim Reizdarm

Grundsätzlich gilt: alles was Körper und Seele beruhigt, hilft, die Darmtätigkeit wieder zu normalisieren.

Verhaltensstrategien

1. Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2 Liter täglich.

2. Teilen Sie Ihre Mahlzeiten in kleine Portionen ein.

3. Meiden Sie scharfe Gewürze, blähende Speisen, Alkohol, Nikotin und Coffein.

4. Bauen Sie Anspannung durch körperliche Bewegung ab. Am besten Sie sorgen täglich für Bewegung. Ausreichende Bewegung kann die Darmtätigkeit wieder normalisieren.

5. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Naturheilmittel Sie bei Verstopfung (z.B. Kleie, Leinsamen), bei Durchfall (z.B. Flohsamen), und Blähungen (z.B. Kamille, Fenchel, Kümmel, Anis) einsetzen können. Bei Schmerzen, Krämpfen und Blähungen hat sich das Pfefferminzöl bewährt. Laut Aussagen von Betroffenen in unserem Forum hilft Bäckerhefe, um den Darm zu beruhigen und Durchfälle zu stoppen. Informationen zu Heilkräutern.

6. Haben Sie getestet, ob eine ballaststoffreiche Ernährung für Ihre Beschwerden verantwortlich sein könnte? Lesen Sie hierzu die Informationen unter Reizdarm Ursachen Symptome

Zubereitung eines Fenchel-Tees
1Tl frisch zerstoßener Fenchelsamen in eine Tasse mit heißem Wasser geben, 5 Minuten ziehen lassen und abseien. Mehrmals täglich eine Tasse trinken.

Zubereitung eines Kümmel Tees
1Tl frisch zerstoßener Kümmel in eine Tasse mit heißem Wasser geben, 5 Minuten ziehen lassen und abseien. 3 Mal täglich eine Tasse trinken.

Psychologische Strategien

1. Führen Sie ein Beschwerdetagebuch: Welche Situationen, welche Gedanken, welche Gefühle rufen Ihre Beschwerden hervor oder verstärken diese? Nutzen Sie dieses Tagebuch, um Strategien zu erlernen, um gelassener mit den Situationen umzugehen, in denen die Symptome auftreten.

2. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training. Dies führt in aller Regel zu einer deutlichen Linderung der psychisch bedingten Durchfälle und Beschwerden.

3. Nutzen Sie zur Entspannung eine Atemtechnik, mit der Sie die Atmung verlangsamen und so entspannen.

4. Bauen Sie in Ihren Alltag Pausen ein, in denen Sie sich erholen.

5. Erlernen Sie Strategien der Stressbewältigung.

6. Machen Sie eine Psychotherapie, wenn Sie seelische Probleme haben, die Sie belasten. Sie wissen ja: Ärger und psychische Belastungen können auf Magen und Darm schlagen.

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