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Amily
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Betreff des Beitrags: Vom Nachteil, angstlos zu sein Verfasst: 10.Feb.2008, 00:16 |
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Registriert: 04.Feb.2008, 23:19 Beiträge: 21
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Hallo ihr Lieben!
Nachdem ich nun aufmerksam alte und neue Beiträge gelesen habe und auch in meinem eigenen Leben komische Wendungen dazu reizen, möchte ich eine Frage stellen, die mir seither im Kopf herumgeistert:
Angenommen, ab dem morgigen Tag wären wir unsere Erkrankung einfach los, wie würde es uns dann eigentlich gehen?
Gut?
Alles wäre wie "vorher"?
Was ist mit der riesigen Lücke, die dann vorherrscht, mit der Leere, die jetzt die Angst füllt? Wenn plötzlich die Beschäftigung mit sich selbst über Ängste wegfällt?
Was bliebe von euch übrig?
Amily
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kajal
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 00:55 |
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Registriert: 27.Dez.2007, 16:49 Beiträge: 2268 Wohnort: BW
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Interessante Frage! Die habe ich mir auch schon sehr oft gefragt! Und da es mir zur Zeit besser geht kann ich die Gedankengänge jetzt anderst füllen! Ich denke jetzt nicht mehr ohje, ich kann nicht auf dies Fest! Sondern, ach ich geh wahrscheinlich auf das Fest! Was werde ich da wohl alles erleben?! Du machst dir dann wieder solche Gedanken was du als nächstes machst, aber ohne ANgst! Ich konnte mir dies eine ganze ZEit lang nicht mehr vorstellen können. Aber es kommt langsam wieder! Und ich bin heilfroh!
Mache dir deswegen keine Sorgen! Die Angst verscchwindet langsam, und somit können die anderen Gedanken wieder eintretten! 
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Amily
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 10:51 |
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Registriert: 04.Feb.2008, 23:19 Beiträge: 21
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Hi Kajal!
Du hast zweifelsohne recht: Die angstdurchtränkten Gedanken weichen den optimistischen. Aber mit Deiner ganzen Antwort sagst Du indirekt, die Angst weiche den guten Gedanken. Das glaube ich nicht. Ich glaube, dass Angst Sinn gibt. Weicht die Angst, weicht erstmal der Sinn. Diesen Übergang stelle ich mir kompliziert vor und bei weitem nicht so einfach, wie Du ihn beschreibst 
_________________ Die Welt an sich hat keinen Sinn, erst der handelnde Mensch verleiht ihn ihr. (A. Camus)
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kajal
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 11:41 |
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Registriert: 27.Dez.2007, 16:49 Beiträge: 2268 Wohnort: BW
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Guten Morgen Amily,
und schon wieder lässt du nicht los!  Klar denke ich noch an die Angst! Aber ich sitze jetzt im Auto und denke mir, das habe ich vor einem Monat noch nohct machen können! Und die Angst in mir ist weg! Ich komme heute in Situationendie ich vor Wochen ohne Panik nicht ausgehalten hätte! Ich denke es mir mitten drin dan und ich fühle keine ANgst! Die ANgst weicht langsam! Ich merke wiemeine GEdanken sich auf etwas anderes konzentrieren! hne das ich immer dabei nach helfe! Klar bleibt die Grund Angst, die braucht jeder MEnsch, aber die Angst vor "harmlosen" Sachen und Orten weicht! Aber es dauert!
Glaube mir, ich mache es gerade durch! 
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steffi77
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 12:24 |
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Registriert: 06.Feb.2008, 14:12 Beiträge: 26
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Hallo Kajal,
sorry, aber irgendwie verstehe ich das nicht. Was meinst Du damit, dass die Angst langsam weicht. Wie schaffst Du soetwas. Ich finde es klasse, dass Du es schaffst und freu mich voll für Dich. Leider kann ich von solchen Erfolgserlebnissen nicht berichten und habe manchmal angst, dass ich das nicht in den Griff bekomme.
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Engel74
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 13:54 |
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Registriert: 26.Dez.2007, 20:30 Beiträge: 509 Wohnort: Wuppertal,Ronsdorf
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Ich kann Kajal nur recht geben.wenn du dich auf den weg begiebst und die Angst einfach da sein lässt nimmt sie ab.So habe ich eine drohende sozio phobie abwenden können.Das heisst ich kann ALLES machen denn ich weiss mir geschieht nichts.Natürlich ist meine Angst vor Krankheiten immer noch da aber ich hab sie nicht mehr so häufig und kann den hauptteil des tages geniessen.Der sinn besteht nicht darin die Angst komplett aus dem leben zu streichen sondern wieder zu lernen das man nicht vor allem und jedem Angst haben muss.Und dann wird sie auch weniger werden.
Liebe Grüsse Engel
_________________ Liebe grüsse Engel
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Fee
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 14:38 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 15:28 Beiträge: 43
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Also bei mir war es jedesmal so, dass ich keine riesige Lücke verspürt habe die "ungesunde" Angst los zu sein, sondern Erleichterung. Wie, als wenn man einen blöden Schleier gehoben hätte. Ich habe die ständige Selbstbeobachtung "vergessen", habe viel mehr unternommen, gelacht und am Leben teilgenommen. Und irgendwann war sie weg, diese "falsche" Angst.
Eine leere hat der Verlust sicherlich nicht hinterlassen  .
Ich fing an viele Dinge nicht mehr so absolut zu sehen. Ich habe einfach wieder gelebt. Kanns nicht anders beschreiben. Ich konnte Gedankenschleifen abstellen, war wieder viel mehr nach außen gerichtet, positiv gestimmt. Und irgendwann habe ich gar nicht mehr verstanden, was mich daran gehindert hatte, einfache schöne Dinge zu tun.
Und ja, ganz ehrlich, es war einfach wieder wie vorher und wunderbar!
Lg
Fee
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kajal
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10.Feb.2008, 17:16 |
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Registriert: 27.Dez.2007, 16:49 Beiträge: 2268 Wohnort: BW
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Hallo liebe Steffi!
Ich versuche es an Hand eines Beispiels dir zu erklären! Gestern war ich einfach so kurzfristig bei meinem Partner seinen Eltern im Garten! Das konnte ich mit der ANgst schon lange nicht mehr! Und als ich dort war sah ich die Aussicht und freute mich daran! Das hätte ich letzten SOmmer nicht! Ich hätte gedacht, woe lange wird der Krankenwagen wohl brauchen bis er hier ist! Ich saß gemütlich da und war etnspannt und konnte mich ruhig unterhalten! Früher so:Wann gehen wir? Wann wird wohl was passieren? Wo wird es passieren? Oh mein Gott ich glaub ich bekomme keine Luft mehr!
Klar wollen die Gedanken auf kommen, aber heute sage ich mir, hey du bist gesund! Was soll dir passieren? Stop, aus! Ich will mich gut fühlen und es ist ok!
Dann geht es auch wieder! Ich getraue mich auch heute noch nicht überall hin, aber ich gewöhne es mir an! Ich werde nicht mir nichts dir nichts sterben! Ich brauche diese ARt von ANgst nicht mehr! ABer ich muss es mir antrainieren! Und heute sehe ich die schönen Dinge die ich während einer ANgst Attacke nie gesehen habe!
Ich hoffe ich konnte es ein wenig verständlicher Darstellen! 
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Cathy
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 11.Feb.2008, 13:37 |
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Registriert: 29.Mai.2007, 15:24 Beiträge: 356
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Hallo Steffi,
ich schalt mich nur mal kurz ein, weil ...sagen wir einfach, weil mir mal Jemand erklärt hat, warum er Angst davor hat, seine Angste zu verlieren bzw. aufzugeben. Der Prozess dorthin war schleichend aber sehr bewußt...aus einem Hans Dampf in allen Gassen, eine starke und sehr humorvolle Persönlichkeit, der die Auf und Abs in seinem Leben als natürliche und damit normale Entwicklung betrachtet hat und damit genauso umgegangen ist, wurde ein strenger, sich selbst und anderer kasteiender, depressiver und ängstlicher Mann, der hin und wieder auch schon richtig missgünstig werden kann. Die Ängste und Phobien will er jetzt nicht mehr loslassen, weil er ganz simpel zu viel Angst davor hat, was erst "passieren" wird, wenn er sich wieder erlaubt seiner "Lust" und "Stimmung" entsprechend Sachen zu tun, die NICHT RICHTIG und ACHTSAM sind...einfach nur zufrieden und entspannt sein, die Fähigkeit den lieben Gott mal einen guten Mann sein zu lassen...sich und Anderen einfach nur mal was gönnen...das ist über die Jahre schleichend "verloren" gegangen. Jetzt führt jeder Schnupfen zu Depressionen, fühlt sich für ihn an wie ne kleine Katastrophe, denn für ihn ist überhaupt nicht mehr ersichtlich WARUM ausgerechnet ER , obwohl er jetzt alles RICHTIG macht und auf sich ACHTET "krank" wird, warum ausgerechnet ER nicht von seinem Vorgesetzten gegrüßt wird, warum ausgerechnet ER "bestraft" wird...
wenn´s ihm schon dreckig geht, obwohl er alles RICHTIG macht (Ernährung, schwere Literatur statt TV, Wasser statt seinem vormals geliebten Rotwein, nach der Arbeit sofort nach Hause, statt spontan ins Kino, Sonntags 2 Stunden Joggen statt im Cafe sitzen und quatschen etc) was wird dann erst passieren, wenn er (wieder) FEHLER macht, und einfach wieder "riskiert"? ...Was wenn er wirklich einfach mal wieder nach der Arbeit mit den Kollegen ein Bier trinken geht und das nicht ein ganz großartiges Erlebnis wird?
Wenn soetwas bei ihm keine Euphorie und Hochgefühle auslöst, dann war es den "Aufwand" und den Bruch seiner Richtigen Lebensführung nicht wert...
Der hat keine Angst, dass er ohne seine Ängste und PA und Einschränkungen in eine "Sinnfreie" Zone geschleudert wird...sondern dass er nicht mit Glück, Hochgefühlen und ständiger Glückseeligkeit dafür belohnt wird, wenn er sie aufgibt oder los läßt...oder vielleicht sogar noch übler und heftiger "bestraft" und "gebeutelt" wird...Threrapie, ein gutes Gespräch oder ein Buch bringt kein ultimatives Aha Erlebnis mit sich? Dann wirds wohl nichts taugen...
Sorry, das war ne lange Ausführung...und ja, ich muß sagen,ich bin auch egoistisch...ich vermisse den Typen, der für ein doofes Stück noch warmen selbst gebackenen Kuchen Sonntag früh in seine Klamotten stieg durch die halbe Stadt gondelte um dann überraschend und breit grinsend vor meiner Tür zu stehen...unrasiert und ungekämmt aber mit Kuchenappetit für 3...es hat soviel Freude bereitet ihm beim genießen und zufrieden sein zuzugucken...jetzt will er nicht mehr "zufrieden", jetzt will er Lohn und Gerechtigkeit für seine Disziplin und restriktierte RICHTIGE Lebensweise.
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steffi77
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14.Feb.2008, 12:00 |
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Registriert: 06.Feb.2008, 14:12 Beiträge: 26
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Hallo Kajal, hallo Cathy,
ich habe auch gute Zeiten wo ich alles voll genieße, aber dann gibt es auch wieder die schlechten Zeiten wo mein Gehirn voll leer ist und ich mich an nichts schönes oder die guten Zeiten erinnern kann. Aber ich arbeite an mir und ich will es schaffen, ich glaube ich hatte noch nie so einen starken Willen, ich würde alles tun, damit ich wieder unbeschwert leben kann.
Zu Dir Cathy, Du klingst sehr verärgert und wütend, das kann ich nachvollziehen, das bin ich auch. Ich möchte auch einfach wieder die glückliche und fröhliche Frau sein, die ich früher immer war.
LG Steffi
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