» »

201620.11




19
1
4
1, 2, 3  »
Ich würde diesen Thread gerne nutzen um mich mit euch auszutauschen. Wie geht ihr mit dem Gedanken um, was hilft euch, welche Tricks habt ihr.
Das Motto ist Hilfe suchen, Hilfe finden und Hilfe geben :D

Auf das Thema antworten




19
1
4
  20.11.2016 21:04  
Ich leide seit 2 Jahren an einer Generalisierten Angstörung mit Zwangsgedanken. Die Krankheit begann schnell und begleitet mich bis heute.
Mein Zwangsgedanke betrifft die Liebe zu meinem Partner. Nach 3 Monaten Quälerei, habe ich damals bei meinen Hausarzt Hilfe gesucht. Seit September 2014 befinde ich mich in Psychatrischer Behandlung und seit Dezember 2015 mache ich eine Verhaltenstherapie.
Mittlerweile bin ich über den Berg aber noch nicht beschwerdefrei.
Ich würde mich echt freuen, wenn wir uns hier gemeinsam zu dem Thema austauschen könnten.



891
2
181
  21.11.2016 14:37  
Hallo PrinzessinLilliefee,

Ich hab gesehen das du einen eigenen Thread hast und dachte mir, ich antworte dir dann mal hier :)

Ich kann deine Ängste vor dem Absetzen soo gut verstehen. Mir ging es ganz genauso.
Das Einschleichen war damals schon der Horror. Ich wusste natürlich auch nicht ob es mir danach schlechter gehen würde.
Das Medi hab ich 1,5 Jahre genommen ohne eine Veränderung. Daher hatte ich beschlossen, es langsam auszuschleichen.
Mir ging es danach unverändert. Also nicht besser und auch nicht schlechter.
Auch das mit dem Gewicht kann ich zu gut nachvollziehen. Habe auch 10kg zugenommen. Ich hatte aber auch vorher 20kg abgenommen als es mir so schlecht ging. Ich konnte nichts mehr Essen und Trinken, sodass ich Infusionen bekam. Die 20kg hab ich nicht nur dadurch verloren, sondern über einen längeren Zeitraum als es mir so sehr schlecht ging. Ich hatte aber auch damals mein Höchstgewicht. Insgesamt hab ich 10kg weniger als zur Höchstzeit. Trotzdem fühl ich mich nicht wohl.
Du möchtest also schwanger werden? Aber da muss es doch bestimmt Medis geben die da kompatibel sind? Es gibt doch soviele Frauen die auf Psychopharmaka angewiesen sind und schwanger werden wollen. Da muss es doch was geben :?:





19
1
4
  21.11.2016 14:47  
Super, dass du hier bist ;-) !

Ich fand die Überschrift des anderen Themas nicht ganz passend.......

Laut meinem Psychater ist nur Sertralin unbedenklich. Ehrlich gesagt habe ich auch schon viele andere durch.
Mir haben die Medikamente schon gut geholfen. Ich nehme auch mittlerweile nur noch eine Erhaltungsdodis.
Am Mittwoch schaue ich mal beim Doc vorbei. Mal sehen was der sagt.
Ich habe derzeit eben mein absolutes Höchstgewicht und ich habe nicht das Gefühl, dass ich das Ende der Fahnenstange erreicht habe.......
Vielleicht sollte ich es einfach versuchen......
Versuch macht klug :o
Wie lange quälst du dich schon mit der Problematik?



  21.11.2016 22:26  
Hej liebe Gleichgesinnten!

Toll, dass ich nach 1000 Versuchen jemanden mit denselben Problemen zu finden, euch gefunden hab.

Zu meiner Situation.

Ich bin 31 Jahre. Habe vor 5 Jahren meinen Partner kennengelernt. Wir haben uns gesehen und mir war klar: das ist er! Endlich!
Nach einer anderthalb jährigen Fernbeziehung zw. HH-Frankfurt bin ich 2013 zu ihm gezogen. Ganz wohl war mir damals mit dem Umzug schon nicht, weil der Ort wo er wohnt ganz einsam ist. Egal. Er arbeitete zu der Zeit noch unter der Woche in Stuttgart, sodass er nur am Wochenende zu Hause war. Neben der üblichen Diskussionen wann er nun endlich vor Ort einen Job sucht, war ich trotzdem glücklich. Ich bekam ziemlich schnell Anschluss und Anfang 2015 fing er endlich im Heimatort zu arbeiten.
Irgendwann, zwischen Gesprächen über Familie, Kinder, Hausbau, kamen Zweifel hoch. Ist das alles richtig so. Liebe ich ihn genug um das alles zu machen. Will ich hier wohnen oder doch lieber zu Hause in meinem Heimatort, in zwischen meiner Familie und meinen Freunden (man muss dazu sagen, dass er sich nur gelegentlich mit Freunden trifft. Ich dagegen kann ohne Freunde nicht leben).
Gut, lange Rede kurzer Sinn (obwohl ich das wohl schon verpasst hab :) ).
Im Dezember letzten Jahres war es so schlimm, dass ich Panik bekam und ich das Gefühl hatte, das mich alles erdrückt und ich nur fliehen will. Hatte ihm schon gesagt, dass ich nicht mehr kann. Das legte sich dann aber bis zum Urlaub im März. Den mussten wir abbrechen, weil ich nicht mehr aus dem Bett kam. Ich hatte ein totales Unwohlsein im Bauch, Kribbeln überall und keinen Appetit.
Zu Hause wieder angekommen bin ich zwei Tage später zu meinen Eltern gefahren.
Im April diesen Jahres habe ich mich getrennt. Ganz schlimm. Für ihn und für mich. Zumal ich im August 2015 die Pille abgesetzt hatte.
Erst fiel mir eine Last ab, dann aber kamen Zweifel ob die Entscheidung die Richtige war.
Es ging immer auf und ab und ich wollte so nicht mehr leben. Es hat alles keinen Sinn mehr gehabt. Ich hab die Arbeit gekündigt, bin von ihm weggezogen...alles Mist.
Seither bin ich immer noch arbeitslos und will in meinen Beruf auch nicht mehr zurück. Ich beginne nun eine Ausbildung zur Hebamme.
Aber trotzdem bin ich mit immer noch nicht sicher. Ich weiß im Grunde genommen das er der Richtige für mich ist. Aber wenn wir uns wieder darauf einlassen, geht es mal gut und ich würde ihn am liebsten sofort heiraten und im nächsten Moment bekomme ich wieder ein ungutes Gefühl.
Was soll ich bloß machen. Er ist doch eigentlich die Liebe meines Lebens. Was macht mein Körper mit mir? Meine Gefühle? Lange hält er das Hin- und Her auch nicht mehr aus.
Ich war schon sechs Wochen in einer psychosomatischen Klinik, aber weg sind meine Bauchschmerzen und Gedanken nicht, natürlich.
Bin weiter in Behandlung aber so voran kommen wir irgendwie auch nicht. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es mit einem anderen Mann genauso werden würde.
Hiiiiilfe! Ich krebse jetzt schon knapp n Jahr damit rum und es ist immer wieder ein Auf und Ab mit den Gefühlen.

Sorrry, für den ewig Text und allen Danke, die bis hierher gekommen ist :)))





19
1
4
  21.11.2016 23:09  
Hallo @nixe85,

Schön, dass du zu uns gefunden hast!
Leider befinden wir uns alle in einem ähnlichen Dilemma....
Mir geht es nach mittlerweile 2 Jahren wieder wirklich gut. Dank Therapie und Medikamenten.
Welche Diagnose haben die Ärzte bei dir gestellt und welche Therpieform machst du? Nimmst du Medikamente?
Ich hatte zu schlimmsten Zeiten immer das Gefühl ein Stein liegt auf meiner Brust. Und das den lieben langen Tag, dann habe ich angefangen zu grübeln und dann kam der Gedanke der mich quälte.
Ich habe es schnell nicht mehr ausgehalten und habe mich auf Medikamente einstellen lassen.
Was sagt denn dein Therapeut zu deiner Situation?
Auch ich glaube, dass mit einem neuen Mann, der kleine Kobold nicht weg wäre.
Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass es keine 100% Sicherheit gibt!
Die Liebe, das Leben und wir können uns immer verändern.
Was wäre denn das schlimmste was dir passieren kann? Eigentlich nichts, denn dein Leben endet nicht mit einem Fehltritt, einer Trennung, einer Scheidung oder ähnlichem.
Warum solltest du dich so mit dem Gedanken quälen, wenn er dir tatsächlich nichts bedeutet?
Dann könntest du dich einfach trennen und würdest dir danach keine Gedanken machen und nichts bereuen.

Nach einer berechtigten Trennung fühlt man sich meiner Meinung nach gut, frei wie neugeboren.

Lg PrinzessinLilliefee

Danke1xDanke


  21.11.2016 23:39  
Hey Lillifee!

Danke für deine Antwort.
Ich nehme keine Medikamente. Diagnose lautet: Somatoforme Störung des Magen-Darm-Traktes, Autonomie Abhängigkeitskonflikt und ein histrionischer Persönlichkeitsstil.
Ja, wovor hab ich Angst? Was wäre das Schlimmste? Das Schlimmste ist ja gerade, dass ich weder ihm noch mir Beständigkeit meiner Gefühle geben kann. Mal will ich bei ihm sein und im nächsten Moment bekomme ich wieder eine Art Fluchtgefühl im Bauch. Und natürlich habe ich auch Angst alleine zu sein. Und Angst davor das Falsche gemacht zu haben. Aber meine ständigen Gefühlsschwankungen machen mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Erschwerend kommt hinzu, dass uns 370km trennen und ich hier im April eine neue Ausbildung beginne.
Bevor der ganze Wahnsinn mich überkam, wollte er sogar mit in meine Heimat ziehen, weil hier Bauplätze bezahlbar sind im Gegensatz zum Frankfurter Raum.
Ich hätte alles haben können, was ich mir sooooo sehr gewünscht habe. Hier in meiner Heimat zw. meiner Familie und Freunden wohnen, bauen und eine eigene Familie gründen. Tzzzt...Pustekuchen. Diese Vorstellung konnte ich von einer Minute zur nächsten nicht mehr aushalten. Und dann nahm das Drama seinen Lauf :(



891
2
181
  21.11.2016 23:43  
Das Sertralin kenne ich, hatte ich auch schon mal kurz, habs nicht vertragen. Glaube ich fing furchtbar an zu zittern. Ich hatte auch schon so einige, kann die Nebenwirkungen der einzelnen Medis gar nicht mehr auseinanderhalten. Nur beim Venlafaxin kann ich noch genau sagen das ich einen furchtbaren Ausschlag im Gesicht hatte.
Genau, am besten besprichst du das mit deinem Psychiater. Ich hab aber auch schon festgestellt, das sich selbst die Fachärzte oftmals nicht einig sind.
Seit 30.10.2007 den Tag werde ich nie vergessen. Mit diesem Tag kamen die PA's und die Gefühle die plötzlich 'nicht mehr da waren'
Seither kämpfe ich mit PA und Depressionen. Die PA waren zwischendurch mal 3 Jahre weg. Aber seit Ende 2014 kämpfe ich erneut.



891
2
181
  22.11.2016 00:13  
Hallo Nixe85,

Willkommen bei uns! PrinzessinLilliefee hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht.
Ich hätte awohl auch gerne Kinder und Ehemann. Aber ich habe dasselbe Problem.
Ich glaube sogar, ich wäre die Braut die vor der Kirche abhaut :seufzen
Mir machen solche Gedanken auch Angst. Auf der einen Seite wünscht man sich das, auf der anderen Seite könnte man gerade weglaufen.
Ich denke für mich, das ich wirklich Bindungsängste habe.

Lg Vonnie





19
1
4
  22.11.2016 07:39  
@Vonnie006

Dann kämpfst du ja schon wirklich lange mit der Erkrankung. Was war denn zu den Zeiten als es dir besser ging anders? Es muss ja irgend eine Veränderung gegeben haben.... ich mein so etwas wie ein Schlüsselmoment als es wieder losging.

Ach so schnell wird man nicht zur Braut die sich nicht traut :D

@Nixe85

Für mich war es eine ganz wichtige Sache,um auf den richtigen Weg zu finden, dass ich mir immer wieder bewusst gemacht habe, dass ich keinen anderen Mann als meinen möchte!
Wenn du dir sicher bist, dass es keinen besseren für dich gibt, dann Kämpfe und sprich mit ihm.
Wie geht er denn mit deiner Erkrankung um?

Ich hatte zwar den Zweifel wusste aber immer wen ich will.

@Vonnie006 und @Nixe85

Wenn ihr heute keine Antwort mehr bekommt, ist es nicht böse gemeint. Heute wird es bei mir ein langer und arbeitsreicher Tag :schaaf:

« Angst vor allem! Was passiert wenn ich so weite... Wie geht es weiter? Job und Erkrankung » 

Auf das Thema antworten  27 Beiträge  1, 2, 3  Nächste

Foren-Übersicht »Angst & Panikattacken Forum »Zukunftsangst & generalisierte Angststörung



 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 
Angst den Partner nicht zu lieben

» Beziehungsängste & Bindungsängste

11237

318510

22.07.2017

Angst den Partner nicht mehr zu lieben

» Beziehungsängste & Bindungsängste

13503

913520

07.07.2015

Angst meinen Partner nicht mehr zu lieben :'-((

» Beziehungsängste & Bindungsängste

4

3417

02.06.2013

HILFE - Angst ich könnte meinen Partner nicht mehr lieben

» Beziehungsängste & Bindungsängste

4

3598

03.10.2014

Hi ihr Lieben ICH BIN DIE ANGST wollt ihr mir was sagen ?

» Agoraphobie & Panikattacken

77

7503

17.10.2014




Angst & Panikattacken Forum