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AnB79
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 14:53 |
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Registriert: 10.Jun.2011, 10:04 Beiträge: 27
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Hey,
was kann ich denn aber gegen folgendes Problem machen:
Es war schon bei meiner letzten Arbeitsstelle so, dass ich besonders morgens, wenn der Wecker geklingelt hat, erstmal total fertig war, dass ich jetzt wieder zur Arbeit muss. War aber auch eine Praxis, in der ein tierisch unfreundlicher Grundton herrschte.
Jetzt ist es aber immer noch so: Wenn ich morgens aufwache ist mein erster Gedanke: Ich kann nicht wieder in der Praxis arbeiten. Ich schaffe das nicht, diese ganzen Menschen, alle 10 Minuten ein neuer Kunde... Ich habe dann ein richtig beklemmendes Gefühl.
Und jetzt, wenn ich dann verzweifelt nach anderen Alternativen gesucht und geforscht habe....dort mir aber auch nur Steine in den Weg geworfen werden, dann geht es so langsam und ich denke: Na, aber erstmal ne Teilzeitstelle wird doch wohl gehen.....
Habe jetzt nur Angst, dass wenn ich jetzt wirklich ne Teilzeitstelle finde, dass ich dann jeden Morgen wieder diese Gefühl habe....
Aber wenn ich eben gründlich drüber nachdenke, bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig. Was soll ich denn wohl sonst machen??
Lg a.
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han123
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 15:17 |
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Registriert: 17.Okt.2011, 21:27 Beiträge: 88
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Hey,
ich habe die letzten Tage noch über dich nachgedacht und mir ist folgende, vielleicht total dämliche Idee in den Sinn gekommen... Du hast doch mit anderen zusammen studiert? War da niemand dabei mit dem Du dich gut verstanden hast oder sogar angefreundet hast? Vielleicht könnt ich ja zusammen eine Praxis aufmachen oder eine bestehende übernehmen, wo der alte Arzt in den Ruhestand geht... Dann hättest Du immer sozusagen einen Anker... Sprich Du hast einen Rückhalt, wenn Du weißt, dass da immer jemand ist, der dich halt auf alle Fälle mag. Ich weiß, dass das halt schwierig umzusetzen ist, aber außer einer Therapie fällt mir auch nichts ein. Einfach ins kalte Wasser springen wird sehr wahrscheinlich auch nicht klappen, weil Du dann total "dicht" machst und aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus kommst. Oder halt eine Teilzeitstelle und dann vielleicht nicht jeden tag 4 Stunden, sondern dass Du meinetwegen 8 Stunden arbeitest, aber dafür nur an 3 Tagen in der Woche...
LG Thomas
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AnB79
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 15:23 |
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Registriert: 10.Jun.2011, 10:04 Beiträge: 27
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Hey,
danke für Deine Antwort.
Leider ist es total utopisch direkt nach dem Studium eine eigene Praxis zu führen. Man kann einfach noch nix. Weil man im Studium alles nur auf Papier lernt.
Außerdem machen die, mit denen ich mich im Studium angefreundet habe, alle eine Dr-Arbeit. Die haben alle reiche Eltern bzw. Ehepartner und können sich das leisten. Ich leider nicht. Und wenn sie mit ihren Dr.-Arbeiten fertig sind - so in 2 Jahren - dann wollen sie wahrscheinlich in der Forschung bleiben, weil das DANN einfach besser bezahlt ist und man geregelte Arbeitszeiten hat. Das ist diese Ungerechtigkeit. Wenn man in die Forschung will, braucht man einen Dr.-Titel. Und den kann man aber nur machen, wenn man nicht jeden Cent 3x umdrehen muss. Und dann verdienen die Leute, die das Geld schon jetzt nicht nötig haben, später auch noch viel mehr Gehalt als ich in der Praxis jemals bekommen würde.
So ist das Leben...
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han123
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 15:56 |
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Registriert: 17.Okt.2011, 21:27 Beiträge: 88
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Hey, das Problem kenn ich aber auch. Ich konnte mir aufgrund des Geldes damals schon kein Studium leisten, bzw nicht fortsetzen. Ich hab das inzwischen von einigen gehört, dass es grade in Deutschland extrem ungerecht zugeht. Das ist wohl in keinem anderen europäischen Land so... Ich hätte das nie geglaubt, aber das soziale Netz ist bei uns ziemlich undurchlässig geworden. Ich finde es schade, dass jemand, der offensichtlich soviel Freude an seinem Beruf hat und wohl auch eine gute Tierärztin werden würde, soviel Steine in den Weg gelegt werden. Ich kann Dir leider nicht mehr helfen als mehr oder wenige gute Ratschläge zu geben. Tut mir leid  Dann bleibt Dir halt nur der Versuch, es mit einer Teilzeitstelle zu probieren... Immerhin muss man nicht soviel nachgrübeln was man machen soll, wenn man eh nicht soviele Möglichkeiten hat... Ein sehr schwache Trost, ich weiß. LG Thomas
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AnB79
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 16:20 |
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Registriert: 10.Jun.2011, 10:04 Beiträge: 27
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Hey Thomas, es ist schön, jemanden hier gefunden zu haben, der die finanziellen Probleme verstehen kann. Hab manchmal das Gefühl, wenn ich das anderen erzähle, dann gucken die mich an als wollten die sagen: "für alles hat sie eine Ausrede." Aber es ist ja nicht nur ne Ausrede. Zitat: Immerhin muss man nicht soviel nachgrübeln was man machen soll, wenn man eh nicht soviele Möglichkeiten hat... Ein sehr schwache Trost, ich weiß. Wenigstens kriegst Du mich doch noch zum schmunzeln heute.... Ja...man muss sich einen leichten schwarzen Humor zulegen. Danke Dir. Lg a.
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Schlaflose
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 17:58 |
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Registriert: 09.Jun.2011, 10:01 Beiträge: 560
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Hallo AnB79,
ich kann dir nochmal nur dringend anraten, eine Psychotherapie zu machen, bevor dir deine Ängste deine gesamte berufliche Zukunft zunichte machen. Mir hat das sehr geholfen. Ich habe zwar meinen alten Beruf als Lehrerin ja an den Nagel hängen können, aber auch in meiner neuen Stelle werde ich täglich mit Dingen konfrontiert, vor denen es mir eigentlich graust, z.B. Telefonieren. Außerdem herrscht zeitweise ziemlich viel Hektik und gerade, weil ich von der Verwaltungsarbeit keinen blassen Schimmer habe und mir jeden Tag etwa Neues beigebracht wird, schwirrt mir oft echt der Kopf. Ich habe auch jeden Morgen ein mulmiges Gefühl, vor dem, was mich erwartet. Aber durch die Therapie habe ich gelernt, mich auf frühere Erfolge zu besinnen und daran zurückzudenken, was ich alles trotz widriger Umstände geschafft habe, und dann denke ich, du schaffst das. Und wenn ich den Tag gemeistert habe, bin ich richtig stolz auf mich. Du solltest erstmal austesten, wie es auf dieser Stelle, die du anvisiert hast, zugeht, bevor du von vornherein Angst davor hast.
Viele Grüße
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han123
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 08.Dez.2011, 18:10 |
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Registriert: 17.Okt.2011, 21:27 Beiträge: 88
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AnB79 hat geschrieben: Hey Thomas, es ist schön, jemanden hier gefunden zu haben, der die finanziellen Probleme verstehen kann. Hab manchmal das Gefühl, wenn ich das anderen erzähle, dann gucken die mich an als wollten die sagen: "für alles hat sie eine Ausrede." Aber es ist ja nicht nur ne Ausrede. Zitat: Immerhin muss man nicht soviel nachgrübeln was man machen soll, wenn man eh nicht soviele Möglichkeiten hat... Ein sehr schwache Trost, ich weiß. Wenigstens kriegst Du mich doch noch zum schmunzeln heute.... Ja...man muss sich einen leichten schwarzen Humor zulegen. Danke Dir. Lg a. Hey, Dafür brauchst Du Dich nicht zu bedanken. Immerhin etwas und das freut mich dann einfach nur  Und Ausrede ist das doch nicht. Leider kosten bestimmte Dinge einfach Geld und wenn man das nicht hat, dann hab man ein Problem. Und wenn man dann gesagt bekommt "Ja dann geh halt noch nebenbei arbeiten..", dann landest Du ganz schnell im Burnout. Das Theater hab ich ja erlebt und dann ist von den Klugscheißern auf einmal keiner mehr da... Naja, ich bin mir sicher, dass Du deinen Weg finden wirst. Und eine Therapie ist auch nicht das schlechteste  LG Thomas
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pipilotta
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Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit Menschen. Trotzdem "Helfersyndrom" Verfasst: 07.Feb.2012, 19:06 |
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Registriert: 07.Feb.2012, 18:49 Beiträge: 1
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Hallo AnB79! Habe Deinen Eintrag gerade gefunden als ich auf der Suche nach Gleichgesinnten war und ich muss sagen, Deine Situation erinnert mich sehr an meine gerade. Ich bin 33, und habe als 2. Ausbildung Tiermedizin studiert, weil ich etwas Sinnvolles tun wollte, was anderen Lebewesen hilft. Mich durchs Studium mit Kind durchgekämpft, um jetzt festzustellen, dass mich dieser Job dermassen stresst, dass ich ihn am liebsten hinschmeissen würde. Ich würde mich allerdings auch nicht trauen, den 2. Job aufzugeben, alle würden mich für verrückt halten. Kleinere einfache Termine sind ok. Aber sowie ich Blut nehmen soll und die Chefs stehen neben mir, zitter ich doll und kann mich nicht mehr konzentrieren. Selbst vor Sachen wie Medikamente aufziehen habe ich dann Angst. Angst, eine falsche Dosierung zu wählen oder sowas. Auch mir macht der ständige Kundenkontakt zu schaffen. Manchmal denke ich, Du bist Berufsanfängerin, das wird schon. Aber dann reichen Kleinigkeiten, die nicht klappen und ich verzweifel förmlich. Dein Eintrag ist schon etwas her, aber falls Du nochmal reinschaust und meinen Beitrag siehst, würde ich mich freuen, zu hören wie es Dir inzwischen ergangen ist..
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