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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der Arbeit
BeitragVerfasst: 22.Dez.2011, 03:14 
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05
Beiträge: 533
Wohnort: EU
@Störtebecker:

Ach, alles zusammen - mag den Aushilfsjob nicht und laufe mit Soziophobie durch die Firma.
Wer liebt schon seinen Job und kann davon leben.
Ist ja heute nicht mehr so einfach.

Die fachlichen Kompetenzen im Berufsleben werden härter, es wird ausgesiebt.
Der Mensch bleibt auf der Strecke. Es zählt der Profit.

Das, was ich handwerklich kann, wurde von Computern übernommen.
Ein Neueinstieg macht aufgrund des Alters, massiger Konkurrenz und globalem Preiskampf nicht viel Sinn.
Die Welt ändert sich und es gibt Gewinner und Verlierer.
So ist das halt.

Liebe Grüße,
Joe


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der Arbeit
BeitragVerfasst: 22.Dez.2011, 11:27 
Offline

Registriert: 09.Nov.2011, 13:01
Beiträge: 19
Genau so ist es und ich denke dass macht auch Angst und Krank.
Das ist echt ein Witz mit der Zeitarbeit, damit kannst du auf ewig gerade so überleben, aber niemals damit leben. Ich finde wenn man arbeitet sollte man auch mal in Urlaub fahren können und was von der Welt sehn. Seinen Hobbys ( die ja auch oft Geld kosten ) nachgehen können, seinen Kindern einfach mal was kleines mitbringen können oder seiner Frau usw.
All das geht mit diesen Zeitarbeitsfirmen nicht, jetzt haben sie den Std Lohn angehoben und berichten darüber ganz groß im Fernsehn, mindestlohn ist jetzt : 7,01 Eu, davor waren es glaube ich 6,89 Eu, das ist so lächerlich alles. Damit kann man gerade so auskommen, aber nur mit Essen, Strom, Miete und Fahrkosten, mehr geht da nicht aber das interessiert von denen niemanden. Das man arbeitet um zu leben und nicht lebt um zu arbeiten das war mal..

Genau wie Monate lange Diskussionen ob Hartz 4 Empfänger eine Erhöhung von 5eu im Monat bekommen und die sind dann auch noch ganz Stolz drauf das sie diese 5eu durch bringen, das ist Menschenverachtend in meinen Augen. Sich selbst die Diäten aber bis ins Ultimo erhöhen und ein einfacher Familienvater muss 3 Jobs annehmen um seine Familie durchzubringen, sieht seine Kinder wenn überhaupt vielleicht noch ein paar Std am Wochenende und hat trotzdem keine Kohle um dann groß was mit Ihnen zu unternehmen. Man will doch seinen Kindern auch mal das Meer zeigen, oder einfach mal ins Kino fahren können, dafür arbeitet man doch, zumindest war das früher mal so und da ging man dann auch gerne zur Arbeit weil man wusste warum..

Als denkender Mensch ist es wirklich traurig, vor allem wenn man selbst in der Situation steckt und einem das jeden Tag bewusst ist.
Ich hab das ja auch gemacht, wer will schon zu hause sitzen und Hartz 4 bekommen ? Glaub mir das wollen die wenigsten, nur muss sich Arbeit wieder lohnen. Ich wurde dort Depressiv noch dabei, da man wenn man da drin steckt und arbeitet auch keine Chance mehr auf Weiterbildung bekommt da man ja in Arbeit ist.
Ich hab dann aufgehört, jetzt schon über 1 Jahr arbeitslos, bekomme aber dafür jetzt eine Umschulung, total beklopptes System.
Hab auf jeden Fall jetzt in dem Jahr mich Ehrenamtlich im Tierschutz engagiert und fühle mich damit 1000 mal besser ohne Lohn als damals als Zeitarbeiter mit dem ,,Mindestlohn" wo ich genau so viel hatte wie jetzt und noch mehr kosten. Habe da auch kein schlechtes Gewissen, arbeite dafür im Tierschutz was die meisten von denen nicht mal Interessiert, mache Sport und fühle mich gut damit und bin auch ausgelastet.

Du hast aber meinen höchsten Respekt das du das machst, ich konnte das damals nicht mehr.
Meiner Meinung nach müsste ein Mindestlohn festgesetzt werden von dem man Leben und nicht nur überleben kann und dann kann das auch mit Zeitarbeit bleiben, das Prinzip ist ja eig super, ich kann das ja verstehen das man heutzutage als Firma nicht einfach Leute einstellen kann weil man grad einen guten Auftrag hat, sie danach aber nicht mehr halten kann. Nur müssen diese Zeitarbeiter trotzdem fair bezahlt werden und nicht nur ausgenutzt und ausgenommen.
Heutzutage nutzen das ja viele Firmen komplett und schamlos aus, wie damals Schlecker zb. Da werden die eigenen Mitarbeiter rausgeworfen und über Zeitarbeit für die hälfte vom Lohn wieder eingestellt und die Gewinner steckt man sich selbst in die Tasche.

Echt traurig was heutzutage abgeht und meiner Meinung nach wird das auch noch schlimmer wenn sich keiner dagegen wehrt. Da hetzt die Geringverdiener jetzt schon über Hartz 4 Empfänger weil sie das gleiche an Geld haben, dabei haben ja nicht die Hartz 4 Empfänger zu viel sondern die Mindestlöhner zu wenig und natürlich frustriert das, aber hauptsache dann immer weiter nach unten treten statt mal nach oben, dafür müsste man ja auch sein Bein heben..

usw. usf...

Kuck das du eine Umschulung bekommst ;)

lg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der Arbeit
BeitragVerfasst: 23.Dez.2011, 01:49 
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05
Beiträge: 533
Wohnort: EU
Hallo, Störtebecker!

Ich glaube, da hast Du den Tarif aus den neuen Bundesländern erwischt.
Der liegt unverschämterweise gut 1 Euro unter dem der alten Bundesländer, wie die meisten Löhne dort etwa 15 % unter Westniveau. Sind da die Lebenshaltungskosten geringer - ich kapiers nicht?

Momentan zahlen die meisten Zeitarbeitsfirmen im Schnitt 7,80 - 8,00 Euro als Einstiegsentlohnung für einfache Tätigkeiten wie Produktionshelfer. Die körperlich oft anstrengende Arbeit wird nicht honoriert. Ich habe aber schon gehört, daß viel weniger gezahlt wird (5,50 -7,00 Euro) - als Einräumer im Supermarkt oder Helfer in der Brotfabrik (superheiß und anstrengend).

Die Notsituation der nach Arbeit suchenden Menschen wird ausgenutzt, ganz klar.
Jahrelang werden Arbeiter hingehalten und mit einem Mindestlohn abgespeist, obwohl sie mittlerweile den Job genauso gut erledigen, wie die festangestellten Kollegen - das ist die große Schweinerei dabei.

Um in den Genuß einer Umschulung zu kommen, hat mir das Arbeitsamt berichtet, müßte ich von Arbeitslosigkeit bedroht oder seit mindestens 4 Jahren befallen sein.
Ist wieder nicht so einfach, um als Kandidat in Frage zu kommen. :cry:

Die große Abzocke findet auch über Praktkas statt.
Die Unternehmen haben es leicht, an billige Arbeitskräfte zu kommen in der heutigen.
Und wer ist dafür verantwortlich. Es sind die da oben mit den dicken Konten.

Liebe Grüße,
Joe


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der Arbeit
BeitragVerfasst: 05.Jan.2012, 20:09 
Hallo zusammen,
ich bin neu hier. Diese schreckliche A vor der Arbeit kenne ich auch leider sehr gut. Raubt mir auch fast die ganze Nacht,ständiges hin und her drehen im Bett, wenn ich denn mal kurz einschlafe und wieder aufwache, fühle ich mich sehr unwohl,als wenn ich gar nicht geschlafen habe. Morgens ist es dann besonders schlimm,stehe total neben mir,bin völlig durcheinander,denken geht nur sehr schwer und fühle mich benommen.........schwindelig!

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst vor der Arbeit
BeitragVerfasst: 06.Jan.2012, 09:00 
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05
Beiträge: 533
Wohnort: EU
Hallo,

wenn`s denn im Job etwas routinierter zugeht, wird sich das legen.
Die Arbeit macht nur Spaß, wenn man sie beherrscht und Dir keiner was kann.

Ich denke, wir müssen alle, so sehr schwer es einem fällt, akzeptieren, daß wir es NIE leicht haben werden.


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