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Joaquim
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Betreff des Beitrags: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 14.Jan.2012, 02:28 |
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05 Beiträge: 533 Wohnort: EU
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Hallo, zusammen! Was für ein langer Begriff für eine Angst- bzw Persönlichkeitsstörung. Ich habe recherchiert, wie sie sich von der Soziophobie unterscheidet, die man damit in Zusammenhang bringt oder glaubt, sie wäre eigentlich dasselbe - unterm Strich gelten identische Symptome. Eins vorweg - ich hab den S******* und die Situation verläuft schon in der Sackgasse. Hab mich immer gefragt, wieso ich das habe, ohne den Hintergrund von Traumatas, Mobbing, zerütteter Familienverhältnisse und sonstiger augenscheinlich negativer Einflüsse. Es steckt schon lebensbegleitend und einschränkend in der Persönlichkeit, die wir uns nicht ausgesucht haben. Ursache und Wirkung: http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... rheit.htmlShit happens, Joe
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dunklerauenwald
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 14.Jan.2012, 11:21 |
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Registriert: 31.Jul.2010, 18:21 Beiträge: 671 Wohnort: Die Erde-Speziell in der Oberpfalz
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Hallo und vielen Dank für den super interessanten Link! Den Bericht habe ich aufmerksam gelesen  da ich auch eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit habe. Also zugrunde liegt dieser Persönlichkeit ja eine tief verwurzelte Angst....die sich mit verschiedenen Konzepten therapieren lässt. Ein Erfolg ist wie bei allen anderen Therapien nicht sicher, aber möglich. Selbst wenn sich dazu noch eine soziale Phobie eingestellt hat. Alles in allem denke ich, dass viel viel viel Eigeninitiative gefragt ist, auch wenn es nicht immer einfach ist. Aber ich bin überzeugt davon, dass auch diese Persönlichkeitsstörung lernen, reifen und heilen kann! Schöne Grüße
_________________ "Wer mit mir nicht klar kommt, sollte an sich arbeiten!"
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Joaquim
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 14.Jan.2012, 23:58 |
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05 Beiträge: 533 Wohnort: EU
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Hallo, dunklerauenwald !
In der Regel verlangt es viel Kraft, Zweifel und Ängste permanent aus dem Weg zu räumen. Kann man das schaffen, ohne daran zu zerbrechen?
Wer die Kraft hat, den schweren Stein vor dem Ausgang beiseite zu rollen, kann fliehen. Manchmal läßt er sich bewegen und man kann hinausschauen. Doch dann klemmt er wieder fest und rollt zurück.
Auch wenn Du ne Phase durchläufst, wo es Dir gut geht, bist Du tief in Dir drin immer noch der Alte, der seine Ängste an Ketten gelegt hat. Und diese Ängste zerren an den Ketten, werden eines Tages wieder bei Kräften sein, wenn jemand ihnen genug Futter zuwirft.
Joe
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dunklerauenwald
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 15.Jan.2012, 01:27 |
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Registriert: 31.Jul.2010, 18:21 Beiträge: 671 Wohnort: Die Erde-Speziell in der Oberpfalz
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Hallo Joe....
ja das hast Du sehr schön und vor allem trefflich geschrieben....hast Recht. Es ist so anstrengend und mühsam....jeder einzelne Schritt....und dann die Rückschläge.... Aber dennoch finde ich, dass es sich lohnt. Immer mehr und mehr die Ängste verhungern zu lassen, denn WIR bestimmen ja letztendlich, ob sie Futter bekommen oder nicht. Und ich bin festen Glaubens, dass die Ängste die wir so sehr fürchten, ein wichtiger Wegweiser sind...und das jeder den schweren Stein vor seinem eigenen Ausgang wegrollen kann. Nur Mut und nicht die Hoffnung aufgeben!
_________________ "Wer mit mir nicht klar kommt, sollte an sich arbeiten!"
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Joaquim
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 17.Jan.2012, 23:27 |
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05 Beiträge: 533 Wohnort: EU
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Du scheinst auf dem Weg der Besserung. Das klingt alles so euphorisch. Wie kommt das. Schaffst Du es trotzdem in einem Umfeld, was zu Deiner Persönlichkeit beigetragen hat - oder mußtest Du alle Zelte abbrechen und mit Deinem bisherigen Leben abschliessen. Ich lebe jedenfalls noch dort, wo sich alle meine Erinnerungen daran sammeln, wer ich bin.
Beste Grüße, Joe
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dunklerauenwald
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 28.Jan.2012, 21:46 |
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Registriert: 31.Jul.2010, 18:21 Beiträge: 671 Wohnort: Die Erde-Speziell in der Oberpfalz
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Hallo Joe, also euphorisch bin ich nicht, davor würde ich mich auch sehr hüten!!! Ich erkenne nur immer mehr, was mir gut tut und höre auf, den Umständen die "Schuld" zu geben. Als ich einen herben Rückfall vor einem Jahr hatte, da konnte ich dem Alltag nicht mehr standhalten. Es ging nichts mehr. Also musste ich auch zu den Menschen im meinem Umfeld immer öfter "Nein" sagen. Das wurde keineswegs verstanden und ich als Simulant abgestempelt. Nicht einfach, gerade von der eigenen Familie, aber so war das halt. Ich war gezwungen, mich aus diesem Sumpf, der ja die Persönlichkeitsstörung hervorrief, zu befreien. Sonst wäre ich untergegangen. Das war sehr sehr schwer für mich und ohne meinen Mann, wäre ich heute nicht mehr hier. Ich habe gelitten wie ein Hund und bis heute verstehe ich nicht, warum es alles so gekommen ist. In einer Familie sollte man doch zusammenhalten, dachte ich immer.....ich war diejenige, die immer hielt, während die anderen mir in den Arsch traten. Nun ist ein Jahr vergangen und in manchen stillen Minuten vermisse ich meine Familie....ich liebe sie ja dennoch! Aber mittlerweile liebe ich auch mich genug, um mich von Menschen fernzuhalten, die mir schaden oder mich ausnutzen wollen. Wie geht es Dir denn gerade so ? Schöne Grüße 
_________________ "Wer mit mir nicht klar kommt, sollte an sich arbeiten!"
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frederick
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 29.Jan.2012, 17:22 |
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Registriert: 21.Aug.2011, 16:33 Beiträge: 166
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Diese Persönlichkeitsstörung trifft meine Lebenssituation sehr gut.
Mein Problem ist, dass es bei mir gleich mehrere Ursachen gibt: - Dysmorphophobie - ein kühl distanziertes Elternhaus mit Überbehütung - eine eher selbstkritische Wesensart.
Und es ist genauso, wie ihr geschrieben habt: ein harter, langer, steiniger Weg. Man muss Tag für Tag, Woche für Woche den inneren Schweinehund überwinden. Die Ängste kommen leider sehr schnell zurück, wenn man ihnen auch nur die kleinste Chance lässt.
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urmel56
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 29.Jan.2012, 20:47 |
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Registriert: 06.Okt.2011, 22:37 Beiträge: 170
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hallo an alle,
bin froh diesen beitrag gefunden zu haben denn diese persöhnlichkeitsstörung passt auf mich wie die faust aufs auge. von kindesbeinen an sage ich mir ...ich bin nichts und ich kann nichts,kann nur schwer mit kritik umgehen fühle ich mich dann doch wieder in meiner meinung bestätigt! bekomme ich lob dann winke ich ab und werte ab.
habe ich es richtig verstanden,daß daraus auch panikattacken resultieren??
liebe grüsse urmel
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Schlaflose
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 30.Jan.2012, 18:35 |
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Registriert: 09.Jun.2011, 10:01 Beiträge: 560
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urmel56 hat geschrieben: habe ich es richtig verstanden,daß daraus auch panikattacken resultieren?? Bei mir nicht. Dafür Schlafstörungen. Die haben sich aber auch gegeben, seitdem ich einen neuen Job habe. (bis vor einem Jahr Lehrerin, jetzt in der Verwaltung) Liebe Grüße
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Joaquim
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Betreff des Beitrags: Re: Ängstlich vermeidende selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Verfasst: 31.Jan.2012, 00:36 |
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05 Beiträge: 533 Wohnort: EU
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Hallo, zusammen! @dunklerauenwald: Momentan halten Exixtenz- und Zukunftsängste mich zusätzlich in ihrem Bann. Ich bin oft kurz davor, das Handtuch zu werfen, weil ich nicht weiß, woher noch die Kraft und Hoffnung nehmen. Wenn man sich seiner vielen Schwächen bewußt ist, erscheinen die Stärken so klein.  Durchhalten - Aushalten - @urmel: Merkwürdigerweise überkommt mich auch keine Panikattacke. Dabei bekommen andere sie bei harmlosen Menschenansammlungen - und wir haben doch auch Angst vor Menschen - das verstehe ich nicht. Bei einer Panikattacke übernimmt doch das "emotionale Gehirn" die Macht. Irgendwie funktioniert dieser archaische Mechanismus bei mir nicht. Und ich habe selten gelesen, daß es bei SP oder ÄvsPs zu Panikattacken kommt. Vieleicht, weil wir eingeschränkt emotionsfähig sind - zumindest, Emotionen ungehemmt rauszulassen. Grüße, Joe
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