tamarina hat geschrieben:
ich finde es krass, dass sie mich nicht mehr aufnehmen dationär sondern mir das messer auf die brust setzen: nur noch entzug.
Ich weiß nicht, wieviel du an Benzos nimmst... Aber: Die können dich nicht aufnehmen und eine bestehende Abhängigkeitsproblematik dabei ignorieren bzw. noch unterstützen.
tamarina hat geschrieben:
das geht doch nicht, mir die hilfe einfach zu verweigern. ich weiss genau, dass ich einen kalten entzug nicht aushalte.
deshalb muss ich jetzt erst mal einen arzt finden, der mir diazepan verschreibt. ohne das bin ich aufgeschmissen.
Ein stationärer Entzug ist
niemals ein kalter Entzug. Wenn du etwas anderes als Diazepam nimmst, wirst du auf Diazepamtropfen umgestellt und die werden langsam runtergefahren. Wobei langsam relativ ist, denn auch von einer vergleichsweise hohen Dosis ist man nach zwei bzw. spätestens drei Wochen auf Null. Das Ashton-Manual sieht dafür Monate oder sogar Jahre vor. Stationär ist also immer sehr flott und bringt deshalb Entzugssymptome mit sich. Dagegen gibt es zwar Medikamente, die vollbringen aber leider keine Wunder. Manchmal läuft es so, dass der Entzug an den Patienten relativ spurlos vorbei geht. Das ist aber nicht immer so und hängt u.a. von der Dauer der Abhängigkeit und der Dosishöhe ab. Und natürlich davon, wie "aktiv" das Grundproblem ist. Deshalb sollte sich unmittelbar an den Entzug eine Psychotherapie anschließen, ggf. stationär.
Liebe Grüße
Christina