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 Betreff des Beitrags: Re: Wenn Panik zum psychiatrischen Notfall wird
BeitragVerfasst: 14.Sep.2010, 13:08 
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Registriert: 13.Sep.2010, 18:53
Beiträge: 23
hallo samadi,

ich finde es krass, dass sie mich nicht mehr aufnehmen dationär sondern mir das messer auf die brust setzen: nur noch entzug.

das geht doch nicht, mir die hilfe einfach zu verweigern. ich weiss genau, dass ich einen kalten entzug nicht aushalte.

deshalb muss ich jetzt erst mal einen arzt finden, der mir diazepan verschreibt. ohne das bin ich aufgeschmissen.

lg
tamarina


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 Betreff des Beitrags: Re: Wenn Panik zum psychiatrischen Notfall wird
BeitragVerfasst: 14.Sep.2010, 21:22 
Offline

Registriert: 01.Aug.2009, 23:02
Beiträge: 121
Wohnort: bei Berlin
ich bin kein arzt, aber ein kalter entzug erscheint mir völlig unsinnig. such dir lieber einen anderen therapeuten/psychiater...

wenn es gar nicht mehr geht, kann man auch jederzeit in die notaufnahme jedes x-beliebigen krankhauses gehen. je nachdem was die dann meinen, könnte man dann direkt in die psychiatrie gehen.

ich war damals mit meinen nerven total am ende und meinte dann mal zu meinem hausarzt, dass ich schon drüber nachdenek mir das leben zu nehmen. ich hätte noch am selben tag in die psychiatrie gehen können... hab mich dann aber dagegen entschieden und ging dann erstmal zur psychiatrischen institutsambulanz, dann therapie bei einem psychotherepeuten und zwischendrin war ich halt noch ein paar monate in einer tagesklinik.

aber psychiatrie ist bestimmt nicht verkehrt, wenn man kein licht mehr am ende des tunnels sieht. gerade wegen medis und sucht brauch man doch jemanden an seiner seite. beim ein- und ausschleichen kann es doch immer zu problemen kommen, die mal mehr und mal weniger behandlungsbedürftig sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wenn Panik zum psychiatrischen Notfall wird
BeitragVerfasst: 14.Sep.2010, 22:27 
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Registriert: 25.Jan.2008, 21:22
Beiträge: 2673
tamarina hat geschrieben:
ich finde es krass, dass sie mich nicht mehr aufnehmen dationär sondern mir das messer auf die brust setzen: nur noch entzug.
Ich weiß nicht, wieviel du an Benzos nimmst... Aber: Die können dich nicht aufnehmen und eine bestehende Abhängigkeitsproblematik dabei ignorieren bzw. noch unterstützen.

tamarina hat geschrieben:
das geht doch nicht, mir die hilfe einfach zu verweigern. ich weiss genau, dass ich einen kalten entzug nicht aushalte.

deshalb muss ich jetzt erst mal einen arzt finden, der mir diazepan verschreibt. ohne das bin ich aufgeschmissen.
Ein stationärer Entzug ist niemals ein kalter Entzug. Wenn du etwas anderes als Diazepam nimmst, wirst du auf Diazepamtropfen umgestellt und die werden langsam runtergefahren. Wobei langsam relativ ist, denn auch von einer vergleichsweise hohen Dosis ist man nach zwei bzw. spätestens drei Wochen auf Null. Das Ashton-Manual sieht dafür Monate oder sogar Jahre vor. Stationär ist also immer sehr flott und bringt deshalb Entzugssymptome mit sich. Dagegen gibt es zwar Medikamente, die vollbringen aber leider keine Wunder. Manchmal läuft es so, dass der Entzug an den Patienten relativ spurlos vorbei geht. Das ist aber nicht immer so und hängt u.a. von der Dauer der Abhängigkeit und der Dosishöhe ab. Und natürlich davon, wie "aktiv" das Grundproblem ist. Deshalb sollte sich unmittelbar an den Entzug eine Psychotherapie anschließen, ggf. stationär.

Liebe Grüße
Christina

_________________
"Wer nichts weiß, muss alles glauben." (Marie von Ebner-Eschenbach)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wenn Panik zum psychiatrischen Notfall wird
BeitragVerfasst: 14.Sep.2010, 22:44 
Offline

Registriert: 15.Jun.2010, 17:15
Beiträge: 853
Wohnort: Berlin Hellersdorf
Huhu,


ja ich habe nach teilweise Qualvollen 3 Jahren und unterstützung einer Leute hier endlich eine Verhaltenstherapie begonnen...ist meine erste überhaupt und merke schon jetzt (bis jetzt auch noch ohne medis) das meine innere ruhe wieder kommt...ich schaff auch wenns nicht immer viel ist einige wege wieder alleine so wie früher...


LG Sabrina


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