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 Betreff des Beitrags: Re: medikament ja oder nein?
BeitragVerfasst: 23.Jan.2012, 11:57 
Hallo Hoffnungsschimmer,

Finde ich gut, daß Du so lange ohne Medikamente durchgehalten hast und es weiter versuchen willst. Ich will Dir auch auf keinen Fall zuraten, welche zu nehmen. Aber wenn es so wäre, dann müsstest Du so eine große Angst wirklich nicht haben. Sterben wirst Du dadurch sicher nicht. Obwohl alles was man einnimmt ein Risiko birgt, genau wie alles, was man ißt, aber die Wahrscheinlichkeit ist dochc verschwindend gering. Ich mußte auch nach langem hin und her was einnehmen, hab letztendlich auch einiges ausprobiert bis das richtige gefunden war. Angst hatte ich auch davor, aber es kommt immer drauf an, wie weit Deine eigene Kraft reicht. Bevor Du völlig in die Knie gehst und immer wieder waas neues dazu kommt, was zu therapieren ist, wäre es kein Fehler, sich auf Medikamente einzulassen um damit den Teufelskreis zu unterbrechen. Ein Arzt hat mir mal gesagt, man sollte sowas als Segen betrachten, denn es kann helfen, schlimmeres zu verhindern. Soll nicht heißen, das es die Lösung allen Übels ist, aber es ist eine Krücke, die beim Laufenlernen hilft.

Ich will Dir nur ein bißchen die Angst nehmen, die ist wirklich nicht nötig.


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 Betreff des Beitrags: Re: medikament ja oder nein?
BeitragVerfasst: 23.Jan.2012, 12:04 
Offline
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Registriert: 23.Apr.2010, 17:10
Beiträge: 4470
Wohnort: Im eigenen Käfig
Hallo Hoffnungsschimmer

Medikamente (Psychopharmaka) haben eigentlich immer zwei Seiten.

Abgesehen von eventuellen Nebenwirkungen (diese gehen vorüber)
lindern sie meistens erst einmal "nur" Symptome.
Trotzdem kann aber genau das notwendig sein, um überhaupt erst
einen anderen Weg (z.B. Therapie) mental zu ermöglichen.

Ich selber habe mein Citalopram, nach etwa 3 Jahren, nun abgesetzt.
Dauerhaft möchte ich nicht mit Medis leben, aber als Unterstützung
und/oder für "Notfälle" sind sie akzeptabel.

PS: Opipramol schläfert wirklich nur ein, war damit auch dauermüde,
hatte es daher damals auch sofort wieder abgesetzt.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

_________________
Nee, ich bin nicht die Signatur, ich mache hier nur sauber ... Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: medikament ja oder nein?
BeitragVerfasst: 23.Jan.2012, 12:30 
Offline

Registriert: 21.Feb.2011, 12:02
Beiträge: 242
Hallo Mugedu und Beobachter,

danke für eure Antworten!

Ja bei mir es so, dass ich nicht nur die Ängste,Panikattacken,Agoraphobie,Depression und Hypochondrie habe, sondern auch noch Dissoziationen,Zwang(Angst vor vergifteten lebensmitteln-inzwischen auch ausgeweitet auf Kosmetika),hinzu kommt eine leichte Essstörung.

wenn ich das alles selber so lese, was ich da gerade alles aufgeschrieben habe finde ich das einfach nur furchtbar :(

Bei mir ist halt das Problem, dass jetzta uch noch die Krankenkasse druck macht, weil ich schon so lange krankgeschrieben bin-wenn ich pech habe, muss ich eine vorübergehende Rente beantragen.Das will ich aber nicht!!!!Ich bin erst 24 und möchte wieder gesund werden und arbeiten!!


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 Betreff des Beitrags: Re: medikament ja oder nein?
BeitragVerfasst: 23.Jan.2012, 16:22 
Hallo Hoffnungsschimmer,

Du bist so voller Mut und Willen, davor hab ich größten Respekt. Wahrscheinlich hätten die meisten schon ein paar mal aufgegeben... Und das ohne Medikamente, alle Achtung. Aber das sind auch sehr sehr große Anforderungen, dieDu an Dich selbst stellst, das kann auch nach hinten losgehen. Nicht falsch verstehen, ich wünsche Dir ganz herzlich, dass Du das alles schaffst, aber ich denk eben auch, Du überforderst Dich. Das ist zu viel auf einmal.
Manchmal ist es vielleicht besser, komplett runterzufahren und mit ganz kleinen Schritten anzufangen. Soll heißen: Wehr Dich nicht mit Händen und Füßen gegen die Rente. Nicht dass Du Dir an dieser Stelle auch noch Ärger einhandelst. Fang mit einer Sache an, die sich vielleicht am ehesten in den Griff kriegen lässt. Denk noch mal drüber nach, ob ein Medikament vielleicht doch hilfreich wäre. Du strampelst Dich ab schon über ein Jahr und trotzdem wird es schlimmer....Dein Ziel ist doch, wieder zu arbeiten, das wirst Du ganz bestimmt. Aber wahrscheinlich nicht in nächster Zeit. Das mußt Du Dir wirklich bewußt machen. Klar versetzt der Wille Berge und ohne ein Ziel schafft man nichts, aber gegen diese Krankheiten kann man von außen nichts machen, weder Tee noch Salbe hilft. Deine Seele brauch Ruhe und Kraft, um zu heilen. Und beides wird sie sich nehmen, dagegen kannst Du nichts tun.

Hoffentlich versteht mich niemand falsch, ich will Dir keinesfalls die Hoffnung nehmen oder dagegen reden. Du mußt selbst einschätzen, was Du Dir zumuten kannst. Aber eben realistisch, damit Du nicht auch noch enttäuscht wirst.

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: medikament ja oder nein?
BeitragVerfasst: 23.Jan.2012, 17:35 
Offline

Registriert: 21.Feb.2011, 12:02
Beiträge: 242
@mugedu:
Danke, dür deine Nachricht, aber ich glaube du hast das ein bisschen falsch verstanden.es ist nicht so, dass es mir immer schlechter geht.im gegenteil, ich schaffe es inzwischen wieder auto zu fahren, alleine einkaufen zu fahren,alleine zur theapie und auch mal kurz alleine in die stadt. Das war eine ganze zeit überhaupt nicht mehr möglich.
Es geht mir nur irgendwie nicht schnell genug und ich überlege halt ein medikament zu nehmen, weil ich so viele probleme habe und mich der kleinste rückschritt immer so verunsichert.
ich fühle mich übrigens eher schwach, bei dem gedanken, dass ich keine medikamente nehme, weil ich weiß, dass ich sie wegen meiner medikamentenpßhobie nicht nehme .


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