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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 13:40 
bekommt man seine probleme auch ohne medikamente in den griff? mit therapie zb?
was kann man sonst noch tun um aus dieser leere rauszukommen? sich wieder freuen zu können und nicht immer diese ganzen ägnste usw haben?

habt ihr da tipps?

sun_1


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 14:05 
Hallo Sun_1,

also wirklich gute Tipps kann ich Dir nicht geben... Ich kann Dir nur sagen, dass mir die Tabletten geholfen haben, das Gröbste und Schlimmste zu überstehen und wenn man über das Schlimmste weg ist, kann man sie absetzen (aber nicht plötzlich sondern langsam ausschleichen).

Außerdem ist eine Therapie ganz wichtig! Welche kann ich Dir auch nicht raten... Es gibt verschiedene wie z.B. Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychotherapie...

Was auch hilft, sind Entspannungsübungen und auch Sport! Viel frische Luft und Sonne tanken (wenn sie da ist)!

Und: wenn Dir nach Weinen ist, dann wein...! Heul Dich so richtig aus! Das kann auch sehr befreiend sein!!!

Ich hoffe ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen...

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 14:23 
Offline
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Registriert: 27.Mär.2010, 12:29
Beiträge: 6307
Wohnort: Berlin
ja klar geht auch ohne finde ich...therapie ist meist ambesten eine bverhaltenstherapie.......da lernt dich mit den ängste zu konfrontieren.den das musst du eh um da raus zu kommen.du musst akzeptieren das alles psyche ist......und die symptome ignorieren udn die angst zulassen.es gibt sehr gute selbsthilfe bücher.wie das links aufgeführte z.b ängste verstehen und überwinden...oder die 10 gesichter der angst.......und viele mehr..sie helfen dir den alltag zubewältigen und begleitend zu einer therapie sind sie auch.............lg jacky

_________________
. ღ ♛♔♛ ღ .Ick bin die - die did Krönchen uff´m Koppe hat ! ! !. ღ ♛♔♛ ღ .


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 Betreff des Beitrags: Es geht MIT MEINEN KRÄFTEN
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 15:15 
Die Frage ist m.E. nicht "Geht es ohne Medikamente" sondern: "Was fehlt mir WIRKlich und wie gebe ich es mir?"
Bei meinen Recherchen für die Ich-kann-Schule ist mir aufgefallen, dass wir von klein auf ziemlich verkehrt mit uns selbst umgehen lernen. Wir QUÄLEN uns zum beispiel beim Lernen; das Gedächtnis muss dann alles MIT QUAL speichern und wir treffen diese QUAL ein Leben lang in uns immer wieder. Wir lernen auch, uns selbst für nicht gut genug zu halten; während wir unseren Körper täglich füttern lassen wir Geist und Seele verhungern. Da man uns davon abgelenkt hat, verstehen wir nicht, warum es uns so schlecht geht.
Wenn wir uns mit unseren feinen und für unsere existentiellen Lebensaufgaben zuständigen Geist- und Seelenkräften aussöhnen, sie stärken und aufrichten und nun gut pflegen, kann alles anders werden.
Problemlösung ist keine Frage der Anstrengung sondern eine Frage des feinfühligen,achtsamen Umgangs mit den tatsächlich dafür zuständigen Kräften in Dir.
Du wirst es schaffen.
Franz Josef Neffe


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 15:40 
Offline

Registriert: 22.Jan.2010, 23:49
Beiträge: 3310
Wohnort: Berlin (Spandau/Staaken)
Ja, Ängsten kann man sich stellen, wenn man überhaupt erstmal weiß, was einem Angst macht. Klingt schräg, ist aber so. Dieses Gefühl von Angst ist nicht in allen Fällen an Ereignisse, Orte oder Situationen gebunden, sondern einfach da. Klar, da fällt einem gleich die Generalisierte Angststörung ein, allerdings ist die gezeichnet von ständigen Sorgen und wenn das nicht vorhanden ist, dann kann es auch keine GAS sein.

Bei mir ist das alles so. Ich hab das seit 1,5 Jahren, ich vermeide nichts und hab auch nie was vermieden. Ich stelle mich dem Angstgefühl ständig. Es ändert nichts. Ich hatte gerade 5 entspannte Tage, Besuch, viel Ablenkung etc. Ändert nichts. Diese standardisierten Formeln in der Psychologie helfen nicht allen, mir bisher auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Es geht nur MIT: mit den eigenen Kräften, die es zu stärken
BeitragVerfasst: 21.Aug.2010, 18:36 
Wir haben meines Erachtens nicht oder verkehrt gelernt, zu schauen, was überhaupt unser Problem ist.
Wenn ich Angst habe und mich der Angst stelle, dann löse ich das verkehrte Problem.
Wenn meine Kräfte so schwach sind, dass ich mich fürchte, dann darf ich nicht die geschwächten Kräfte durch "Mutproben" noch mehr schwächen sondern ich muss mich erst einmal um meine Kräfte kümmern und sie wieder stark und wachsen machen. Dies würde ich z.B. mit Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué machen.
Unsere beschränkten bewussten Kräfte, mit denen wir immer alles in den Griff zu bekommen suchen, sind für die Problemlösung überhaupt nicht zuständig. Unsere unbewusten Seelen- und Geisteskräfte, die können es und es ist auch ihre Aufgabe. Aber mit denen müssten wir überhauopt erstb einmal ins gespräch kommen.
Und nun schau einmal genau hin: Mit allen Leuten können wir reden, bloß mit uns selbst können wir es nicht. Da wird es höchste Zeit, mit dem Üben anzufangen. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 26.Aug.2010, 17:31 
aber wie bekommt man dieses gefühl der leere weg?

ich hab das gefühl alles wird schlimmer...

die ängste, die borderline atacken und ich hab angst und das gefühl ich bin auf dem weg eine psychose zu bekommen :(

was kann ich denn tun ausser medikamente?

meine therapie geht erst im oktober los (tagesklinik)

wie komm ich da so raus?????

diese wahnvorstellungen und ängste und gefühlsausbrüche sind so schrecklich.

warum bessert sich das trotz meiner beziehung nicht?? eigentlich müsste es einem durch den partner doch besser gehen oder???


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 26.Aug.2010, 17:36 
Offline

Registriert: 21.Jul.2010, 12:36
Beiträge: 36
ich kann nur aus erfahrungen sprechen,

ich bekam vor meiner therapie Tabletten, die mir helfen sollten, ein Gefühl zu bekommen, wie es mir mal gehen könnte .. Tabletten sind keine Lösungen, aber .. Eine Alternative, ersteinmal wieder "glücklich" zu sein, ohne Ängste o.Ä. zu leben ..

Am besten ist es jedoch Tabletten + Therapie, ich sah es bei mir .. Hat zwar auch 1.5 Jahre gedauert, aber nur Mut !! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: geht es auch ohne?
BeitragVerfasst: 26.Aug.2010, 18:00 
Offline

Registriert: 22.Jan.2010, 23:49
Beiträge: 3310
Wohnort: Berlin (Spandau/Staaken)
Laut meiner Therapeutin, sagte sie mir gerade heute erst wieder, kann man in einer Therapie gegen Angststörung nur sicher arbeiten, wenn man kein Medikament nimmt. Es soll Leute geben, denen geht es dann mit Medikament relativ gut und es besteht, einfach keine wirkliche Lust mehr auf die Therapie zu haben. Und, wenn das Angstgefühl chemisch unterdrückt wird, wie soll ich dann immer wissen, was Angst macht?

Aktuell sieht es auch so aus, steht sogar von einem Professor in der letzten Apothekenrundschau, von den Medikamenten etwas abzurücken und wenn, dann nur noch bei ganz schwerer Depression oder so schlimmer Angststörung, wo man vielleicht schon wochenlang das Haus nicht mehr verlassen hat oder wo wirklich NICHTS mehr geht und/oder wenn Suizidgefahr besteht.

Mir wurden auch etliche AD u.a. verschrieben, sicher 7-8 verschiedene. Genommen hab ich sie dann doch nie oder mal "getestet". Ich bin aber immer allein in die Klinik zur Psychiaterin gefahren, fahre auch zu meiner Therapie seit 8 Monaten durch halb Berlin mit den Verkehrsmitteln. Und so weiter. Und da frage ich mich heute wirklich, warum man mir überhaupt was verschrieben hat, gefragt hab ich nämlich nicht immer danach. Fazit: Medikamente werden viel zu schnell verschrieben.

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 Betreff des Beitrags: "A bissl was geht immer." (Monaco Franze)
BeitragVerfasst: 01.Sep.2010, 10:50 
Wer sagt denn, dass DIE LÖSUNG ist, "das Gefühl der inneren Leere wegzubekommen"???
Warum nimmst Du nicht einfach das Gespräch mit Deiner ausgehungerten Seele und ihren Kräften, denen die Kraft immer mehr ausgeht, weil Du nichts für sie übrig hast, auf? Von jedem guten Wort von Dir würden sie etwas wachsen und dann wären sie größer und stärker und lebendiger und vitaler, und dann würde die Leere immer weniger und weniger.
E.Coué, der das jedes Jahr mit zehntausenden Hilfesuchenden aus aller Welt erfolgreich praktizierte, sagt: Man muss nicht daran glauben, man muss es einfach tun.
Und eine Schwerarbeit wäre das ja beileibe (und bei Seele und bei Geist) wahrlich nicht.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe


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