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 Betreff des Beitrags: Citalopram
BeitragVerfasst: 07.Sep.2011, 03:18 
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Registriert: 17.Okt.2010, 14:30
Beiträge: 98
Hallo, alle,
kennt jemand das Medikament Citalopram und kann berichten, gegen was genau er es genommen hat, wie es wirkt und ob die meterlangen Nebenwirkungen ein Anlass sein könnten, es besser nicht zu nehmen?
Wäre dankbar für Hinweise!
Danke und Gruß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 10.Okt.2011, 21:21 
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Registriert: 10.Okt.2011, 20:35
Beiträge: 1
Hallo Mahabharata,

ich kenne Citalopram und nehme es selbst nun schon seit 4 Jahren.

Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich einen völligen Tiefpunkt erreicht aus dem ich selbst nicht mehr rauszukommen schien.
Obwohl alles in Ordnung war - als bester meine Ausbildung abgeschlossen, Arbeitsvertrag für den Job, den ich 2 Jahre lang wollte, gute Freunde...- fühlte sich nichts mehr gut an.

Bin ein sehr emotionaler Mensch und hatte plötzlich weder Freude, noch konnte ich sonst etwas verspüren - nicht mal sauer werden konnte ich...
Alles was ich damals fühlte war Nervosität und Angst sowie Zweifel. Ich verstand mich selbst nicht mehr und konnte mich auch nicht fühlen - plötzlich fehlten mir Ziele und ich konnte sie auch nicht entwickeln.

Dann kam der Zeitpunkt als ich mir eingestehen konnte, dass ich Hilfe brauchte und dank meiner Familie auch zum Arzt ging.
Dieser verschrieb mir Citalopram 10 mg und gleichzeitig, was auch das wichtigste war, eine Gesprächstherapie.
Nebenwirkungen traten bei mir anfangs nicht auf - jedoch reichten die 10 mg bei mir nicht aus. Dosis wurde dann erhöht auf 20mg und später 30mg (was auch gut war, da ich damals noch völlig unter Strom stand bzw. mir selbst auf der Arbeit Stress machte, dann noch eine Beziehung in die Brüche ging etc..)
Zwischen 2009 und diesem Jahr hatte ich dann keine Therapie mehr - mir schien es wieder gut zu gehen und ich "funktionierte" wieder auf Arbeit und auch im privaten Bereich. Ich nahm weiterhin 30mg bis ich vor kurzem erneut einen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte und mich mein Arzt überzeugte auf 40mg zu erhöhen (wurde in den vergangenen Jahren öfters vorgeschlagen). Dies ist nun ca. 3 Wochen her und seit letzter Woche bin ich langsam am reduzieren - mittlerweile wieder bei 30mg angelangt und ab nächster Woche voraussichtlich wieder bei 20 mg :-).
Mir hat Citalopram geholfen, die schweren Situationen zu überstehen, aber das wichtigste bzw. hilfreichste für mich ist die Gesprächstherapie, meine Familie und meine Freundin, die sehr verständnisvoll ist und mit der ich von Anfang an offen über meine Situation sprechen konnte.
Nach 4 Jahren schaffe ich es nun einige Ängste und Denkmuster abzubauen oder leichter
zu nehmen und das habe ich beidem zu verdanken - den Medikamenten, die mich "stützten" und der Therapie, die mir Anstöße gab und gibt für Veränderungen.

Schreibe dies, um Dir Mut zu machen - bin auch kein Freund von Medikamenten und war anfangs ebenfalls geschockt von den möglichen Nebenwirkungen. Mir hat es jedenfalls geholfen und tut es im Moment noch immer. Doch wie gesagt, das Wichtigste für mich ist die Erkenntnis, dass Veränderungen möglich sind und man vieles leichter nehmen und sich somit auch das Leben leichter machen kann.

Wegen Nebenwirkungen:
Dies kann man nicht so pauschal beantworten denke ich - jeder Mensch / Organismus reagiert hier vermutlich anders.
Mir schien es so, dass ich bei Erhöhungen ein wenig vergesslicher war als normal - dies verging jedoch auch immer wieder.
Das einzige was für mich wirklich unangenehm war (und auch mehrfach schon im Forum gelesen), war die Situation wenn ich vergaß die Tabletten einige Tage zu nehmen - dann hatte ich das Gefühl kleiner elektrische Schläge im Kopf und hatte auch ein wenig Schwindelgefühle / Kreislaufprobleme.
Trotz der Medikamente hatte ich teilweise auch schwere Tiefs und Phasen - aber ich denke, dass gehört auch dazu.

Trotz allem - mir hat Citalopram geholfen und ich denke Medikamente als "Stütze" oder Krücke zu nehmen - neben einer gleichzeitigen Therapie ist ein guter Weg aus der Depression.

Am besten Du sprichst mit Deinem Arzt - denke ein enger und guter "Draht" speziell am Anfang der Medikation ist sehr wichtig, einfach auch um zu sehen, ob das Medikament wie gewünscht bei Dir wirkt, die Dosis ausreicht etc.

Wünsche Dir alles Gute, Hoffnung und Zuversicht!

_________________
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden lässt sich etwas schönes bauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 10.Okt.2011, 21:33 
hallo :)

ich habe vor einigen jahren citalopram gegen depression bekommen.

ich persönlich habe damit sehr schlechte erfahrungen gemacht. es ist wohl eins der gängigsten antidepressiva aber mich hat es ins krankenhaus befördert. noch bevor ich irgendeine wirkung gespürt habe ging es mir nach ca einer woche schlagartig sehr schlecht. ich hatte höllische bauchschmerzen und aus so ziemlich jeder körperöffnung lief mir blut :shock: .. wurde dann zwei tage im krankenhaus aufbewart mit magenspiegelung und allem drum und dran - es waren die tabletten.. habe dann aufgehört sie zu nehmen. als ich ein paar monate später wieder ein schlimmes tief hatte und mein doc lange wartezeiten hat, habe ich den tabletten nochmal eine chance gegeben und nach einigen tagen bekam ich wieder diese heftigen bauchschmerzen - zum glück blieb es dabei. sie werden gerne verschrieben aber ich nehme sie nie wieder und kann nur abraten :stirn aber vielleicht bin ich auch zu empfindlich

liebe grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 11.Okt.2011, 19:58 
Offline

Registriert: 11.Okt.2011, 19:52
Beiträge: 3
hallo,

ich habe citalopram ca.2 jahre genommen,davor fluoxetin und zoloft....bei mir hat es gut gewirkt,ich fand es machte ein wenig träge und müde,aber auszuhalten...ich hab 10-20mg genommen am tag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 19.Okt.2011, 15:37 
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Registriert: 17.Okt.2010, 14:30
Beiträge: 98
Danke an alle, die mir geantwortet haben- hatte gar nicht mehr hier reingeschaut, da über einen Monat keine Reaktion gekommen, war, daher jetzt eine etwas verspätete Reaktion von mir!
Nehme das Mittel jetzt seit ca. 5 oder 6 Wo., vertrage es gut, nur so von Tag 3-5 gab es etwas Probleme (starkes Kopfweh und Einschlafprobleme), seitdem alles ohne Auffälligkeiten.
Bin mir allerdings auch nicht über die Wirksamkeit sicher, da ich es eigentlich weniger wegen Depressionen nehme, sondern mehr wegen Panik.
Dabei konnte ich bis jetzt nicht so wirklich feststellen, dass es helfen würde.
Aber dauert vielleicht auch noch...
Resley, Deine Nebenwirkungen waren ja der reinste Horror, das ist ja wirklich ganz schlimm gewesen, was Dir passiert ist!
Hoffentlich hast Du jetzt ein Mittel gefunden, mit dem Dir sowas nicht passiert!?
Viele Grüße an Alle!


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 19.Okt.2011, 17:53 
Offline

Registriert: 21.Dez.2010, 20:49
Beiträge: 91
Hallo,

ich habe Citalopram genommen von Jan - Aug. Nebenwirkungen beim Einschleichen waren am Schlimmsten diese Missempfindungen wie heiße Nadelstiche. Ansonsten kam ich gut damit klar. Wobei ich ja 2 Medikamente hatte, von daher weiß ich gar nicht, Welches jetzt genau welche Nebenwirkung gemacht hat.

_________________
Liebe Grüße,
Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 21.Okt.2011, 09:48 
Huhu

Ich nehme seit heute Morgen Citalopram und habe mit 5 mg angefangen (1/4 Tablette)
Mein Arzt sagte, ich solle mich langsam an die 20 mg rantasten und es einfach ausprobieren. Es ist mittlerweile das 4. oder 5. Medikament, das ich ausprobiere.
Ich weiß nicht ob es nur Einbildung ist (wobei Einbildung auch eine Bildung ist), aber ich fühle mich "aufgedrehter", glücklicher und nen bissl neben der Kapp. Aber ned im negativen Sinn.
Wie gestern schon mit Mixi am Tel besprochen, hatte ich aber kurz einen Anflug der Panik nachdem ich den Tablettenfussel (viel größer war es nicht) genommen hatte, der sich mittlerweile wieder gelegt hat.
Ich werd euch auf dem laufenden halten, wie sich die Einnahme bei mir auswirkt.

Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 21.Okt.2011, 09:55 
Offline

Registriert: 22.Jan.2010, 23:49
Beiträge: 3309
Wohnort: Berlin (Spandau/Staaken)
Citalopram (wie alle SSRI) ist in erster Linie ein Medikament gegen Depression, dafür wurden sie auch entwickelt. Und sie sind halt aktivierend, machen Antrieb, munter, gute Laune. Soll zumindest so sein. Das alle diese Medikamente auch gegen Angst wirken, ist eigentlich nur ein Nebeneffekt.
Wegen der Aktivierung (und Euphorie) können sie aber eben auch Angst verstärken, extrem unruhig machen etc. Darum vertragen sie auch viele Leute nicht (ich auch nicht). Ich weiß z.B. von vielen Leuten mit ADHS, da verträgt kaum einer SSRI.

_________________
www.mattBLOG.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Citalopram
BeitragVerfasst: 04.Nov.2011, 23:50 
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Registriert: 17.Okt.2010, 14:30
Beiträge: 98
Hallo,
wie geht es Dir mittlerweile nach zwei Wochen mit dem Mittel, Chaos?
Ich bin mir nicht so sicher, was es tut- einerseits leg` ich mich tagsüber hin und schlafe zwei, drei Stündchen :confused , andererseits wache ich morgens extrem früh auf (völlig ungewöhnlich für mich, bin normal ein Langschläfer).
Ausserdem meine ich, dass ich wirrere Träume habe als ohne das Zeugs.
Ansonsten bin ich weder besser noch schlechter drauf.
Vielleicht ein wenig gelassener, das kann schon möglich sein :wink:
Viele Grüße und ein schönes WE!


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