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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 04.Sep.2011, 19:15 
... probier etwas anderes aus wenn deine Therapie nicht greift. Es gibt viele Möglichkeiten. Hypnose, Analytische Psychotherapie... versuche das als ein zweites (oder eigentlich der Dringlichkeit nach - erstes) Ziel in dein Leben zu integrieren.

LG :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 04.Sep.2011, 20:40 
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Registriert: 13.Jul.2010, 13:20
Beiträge: 709
Ich bin ein hoffnungsloser Fall...habe schon viele Medis durch..... Therapien bin ich grad an einer anderen, allerdings lostet die mich Geld...

Irgendwie werde ich das schon schaffen..... Teatime auch Du :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 04.Sep.2011, 21:46 
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Registriert: 30.Aug.2011, 08:18
Beiträge: 217
Mein Therapeut sagt dass es so richtig ist. Wenn du im supermarkt an der Schlange stehst und du bekommst Panik Attacken bleib stehen und hau nicht ab. Danach gehst du nochmal rein und suchst dir die längste Schlange aus und machst das ganze nochmal. Ich Stelle mich zum Teil der Angst. Auch wenn ich das Gefühl hab jeden Moment um zu fallen


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 10.Sep.2011, 10:51 
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Registriert: 02.Sep.2011, 14:45
Beiträge: 23
:? @ Manava
Was meinst du damit:

Oder wer es sonst erklären kann????


Diese Einstellung kostet euch viel zu viel Energie.
Eine Opferrolle ist immer sehr anstrengend, und vor allem unnötig.




Wenn du aber Angst hast dich zu blamieren und dir in Gedanken Horrorszenarien für den nächsten Tag ausmalst, dann hast du ganz klar ein Problem

Horrorzenarien male ich mir gerade nicht aus. Muss dazu sagen, mir ist unwohl vor dem nächsten Tag, was mich da wohl erwartet, was wir heute machen, hoffentlich kann ich das bewrkstelligen ohne mich zu blamieren oder etwas falsch zu machen.

Ist das,das was du gerade meinst :?

Wenn der Tag zu ende ist stelle, ich fest es ist gar nichts grossatrig Schlimmes passiert, keiner ist mir zu nahe getreten was ich vielleicht nicht abkönnte. Das was nicht so gut gelaufen ist, ist wahrscheinlich normal, dabei soll man sich nichts denken anderen ergeht es wahrscheinlich genau so.
Das ist das was mich am meisten belastet. Meistens auch erst bevor ich in die Schule gehe, wenn ich dort angekommen bin geht es einigermassen. In mir herscht einfach ein unangenehmes Gefühl, welches sich nicht in Herzrasen, Zittern, Schweissausbrüchen oder ich werd gleich ohnmächtig äußert, so eine Art druckgefühl, im Bauchraum.

Das macht mich zur Zeit traurig :sad und möchte es so gerne abstellen :stirn :?
Ich finde das ist wie so ein kleiner Teufelskreislauf.

Wie kann ich damit anders umgehen, oder wie kann man da raus kommen. Immer wieder fange ich an so komisch zu denken, obwohl es gar keinen Grund dafür gibt.

Wie ergeht es euch damit.

Mir ist noch etws anderes an mir aufgefallen, was ich demnächst an anderer Stelle noch mal erörtern möchte.

Wünsche allen ein schönes Wochenednde, hoffentlich mit etwa mehr Sonnenschein :zustim

LG. Teatime


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 18.Sep.2011, 00:30 
Zitat:
Wie kann ich damit anders umgehen, oder wie kann man da raus kommen. Immer wieder fange ich an so komisch zu denken, obwohl es gar keinen Grund dafür gibt.

Ja, genau das meinte ich mit anstrengend. Aber hinterher weißt du, dass die Gedanken "komisch" sind und nicht der Realität entsprechen. Abends siehst du ein, dass diese Gedanken unberechtigt gewesen sind. Und wenn du es schaffst in den Momenten, in denen diese Gedanken in deinem Kopf herumkreisen genau das Gleiche zu denken: Sie sind unwirklich, ich brauche nicht zu reagieren, sondern nur darauf zu warten, bis sie ausklingen, bist du kein Opfer mehr, sondern der Sieger.

Kein Opfer der eigenen Gedanken, sondern jemand, der seine Gedanken bewußt steuern kann, sie entweder zulassen oder vergehen lassen kann. Das alles ist nicht einfach, man muss viel üben. Das Verstehen ist die Vorstufe, Übungen dann die eigentliche Arbeit an sich. Manchmal geht so etwas auch in diesem Schritt, wie nennt man den nur... ich meine ein paar Schritte vorwärts, dann wieder ein paar rückwärts, aber wenn man vorne ist, ist es immer eine andere Stelle wie zuvor, und das erweitert den Blickwinkel. Deshalb sind auch Rückschritte sehr nützlich.

Gefühle sind an Gedanken gekoppelt. Ich habe aber die Wahl; kann entweder schlechte Gedanken zulassen und schlechte Gefühle unkontrolliert entstehen lassen, oder schlechte Gedanken als schlechte Gedanken wahrnehmen und sie ziehen lassen ohne dass ein Gefühl entsteht, dem ich mich hilflos ausgeliefert fühlen müsste.

Schlechte Gedanken hat jeder. Manche Leute machen das so, dass sie sich Zeit zum Sich-schlecht-Fühlen nehmen. Sagen wir mal eine halbe Stunde am Tag sich gezielt Sorgen machen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man es bewußt und eben nur in dieser vorgegebenen Zeit tut, um sich davon für die restliche Zeit des Tagen frei machen zu können. Weil sonst Energie für die Bewältigung wichtiger Lebensaufgaben fehlt. Das merkt man auch - ist man in Gedanken versunken, steht man meistens irgendwo herum, zurückhaltend, nicht geistesgegenwärtig. Dann geschieht oft auch das, was wir im Nachhinein "Fehler" nennen. Das oder ähnliches ist vielleicht dann eine Situation, die du als Teufelskreis beschreibst falls ich das richtig verstanden habe. Die Angst vor den künftigen Fehlern lässt neue, gegenwärtige Fehler entstehen, die wieder der Nährstoff für Selbstvorwürfe sind.

Aber - das ist wieder ein Punkt, an dem man aus diesem Kreis aussteigen kann. Alles schlechte ist für irgendetwas gut. Man sagt sich: Warum soll das ein Fehler sein? Ich war verträumt, meine Gedanken sind mir wichtig gewesen, wichtiger als das Geschehen um mich herum. Es gibt keine Norm, nach der ich mich zu richten habe, wenn etwas für mich wichtig ist, ist es eben so, es hat seine Gründe, die ich vielleicht gerade nicht überblicken kann, aber ich kann auch den Mut aufbringen daran nicht zu zweifeln, dass alles seinen (guten) Grund hat.

Auf diese Art kann man denke ich mit allen vermeintlichen Missgeschicken umgehen.

Ich hoffe ich konnte helfen, liebe Teatime. Im Grunde kann jeder seine Übungsmethoden selbst neu erfinden, man kann sich inspirieren lassen, oder welche übernehmen. Teufelskreise, die man nicht unterbrechen kann, gibt es nicht. Man braucht sich z. B. nur den Teufel wegzudenken und die Möglichkeit des Ausstiegs als eine Eigenschaft dieser Kreise vorzustellen, und schon sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Dann stellt sich nur die einzige Frage: Wann werde ich das schaffen? Sicher irgendwann, nach und nach. Gelassenheit ist auf jeden Fall ein Faktor, der solche Prozesse beschleunigt.

Ist das nachvollziehbar, was ich geschrieben habe? Das wäre nämlich ein Riesenerfolgserlebnis für mich... wenn ich mich einmal so ausdrücken könnte, dass mich jemand vesteht.....

(Da hört man doch sofort meine Opferrolle heraus, oder?)

..............

; )

Liebe Grüße
Manava


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 18.Sep.2011, 08:36 
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Registriert: 13.Jul.2010, 13:20
Beiträge: 709
Teatime ich denke auch wie Du... und heute ist Sonntag, im Kopf sind die Gedanken schon wieder an Morgen.... Schule...still sitzen...zuhören... müssen.

Ich denke das wir immer die Kontrolle behalten müssen und in der Schule sind wir nicht der Chef sondern müssen uns unterordnen.... Vielleicht liegt es daran.. Natürlich spielt das "innere Kind" eine große Rolle und flüstert uns die Gedanken welche auf unsere Kindheit/Erfahrungen zurückgehen. meine Vermutung...

Manava mir leuchtet alles ein was Du schreibst. Und ich verstehe es. Nur die Umsetzung ist schwierig, wenn man jahrelang immer wieder solche Gedanken hat ist es schwer sie wieder loszuwerden. Gednaken nicht zulassen---wie geht das? Ich glaube das bekomm ich nicht hin irgendwas denkt der Kopf ja immer. Aber ich versuche es ganz bewusst, die Gedanken umzuwandeln.... Ich freue mich auf Schule da lerne ich was und so ähnlioch.

Mal schauen...vornehmen tu ich es mir oft...


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 Betreff des Beitrags: Re: Sich der Angst stellen?????
BeitragVerfasst: 18.Sep.2011, 11:48 
Gedanken nicht zulassen heißt ihnen keine größere Wichtichkeit zuzumessen als ihnen zusteht. Sich von ihnen nicht beherrschen lassen.

Wenn du also denkst: Morgen ist Schule, wie schlimm... :) ja wer kennt das schon nicht.... dann ist es eben nur ein Gedanke. Wenn man lernt ihn als einen von vielen aufsteigenden Gedanken zu sehen, der mit dem späteren In-der-Schule-Sein nichts gemeinsames hat, sondern eher mit unserer egoistischen Angst davor uns im Leben vermeintlichen Nachteilen aussetzen zu müssen, dann entsteht ein befreiendes Gefühl.

Ein befreiendes Gefühl entsteht auch dabei, wenn man merkt, dass alle Ängste aus unseren Bestrebungen nach eigenen Vorteilen im Leben heraus entstehen, Wir trennen zwischen Vor- und Nachteilen, und dieser Egoismus ist die eigentliche Ursache für all das Unglücklich-Sein.

Ein gutes Buch zum Umgang mit Gedanken, mit Gefühlen und zum Verständnis eines der möglichen Übungswege ist das hier... es ist leicht und witzig geschrieben, könnte euch gefallen...

http://www.ciao.de/Zen_im_Alltag__938131

Ähnlich wie im Kommentar steht: Nicht ein Weg für jeden, aber ein Weg zu der Erkenntnis, dass es zu der Notwendigkeit der Übungswege keine Alternative gibt. Und das ist auch gut so - wäre doch sonst das Leben zu langweilig...?

:)

Liebe Grüße.


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