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Casadero
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Betreff des Beitrags: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 15.Jul.2011, 10:24 |
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Registriert: 16.Jul.2010, 08:51 Beiträge: 259
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Hallo,
ja, der Titel... vielleicht komisch... ich bin im Moment in einer emotionalen Zwickmühle. Vieles ist in den letzten Monaten in meinem Leben passiert, Angsterkrankung, Tod der Mutter. Trotz meiner Probleme habe ich mit meiner Partnerin einen Umzug durchstanden um in der Nähe meines Vaters (übrigens 67) zu sein - dieser ist nach dem Tod meiner Mutter zusammen geklappt. Wir sind als "Tür an Tür" mit ihm gezogen, haben ihn erst einmal ins Krankenhaus gebracht.
Nach und nach lebte er wieder auf, wir haben seine beiden Hunde (die vorrangig die Hunde meiner verstorbenen Mutter waren) mit übernommen (haben schon einen eigenen), haben seine Wohnung aufgelöst (und dadurch viel Geld eingenommen), ihm in allen Belangen geholfen - er musste sich um NICHTS kümmern. Vor einigen Jahren mussten wir übrigens aus einem riesigen Haus ausziehen, weil man Vater pleite war - das ist NICHT schlimm und keine Schande, aber er hat davon NICHTS erzählt. Es wirklich nur noch 100 Euro auf dem Konto waren und er bereits wichtige Versicherungen "aufgebraucht" hat: Da sagte er, dass wir wohl in wenigen Wochen aus dem Haus müssten, er könne nix mehr bezahlen. Meine Mutter wusste davon: Nichts.
Ihr hat es das Herz gebrochen, Umzug von 200qm² Wohnfläche mit 2000qm² Garten in eine 90qm² Wohnung ohne Garten. Mein Vater hat Emotionen immer nur mit Geld gezeigt, aufgrund seiner eigenen Geschichte (wurde als Kind wohl nur vermöbelt, sehr starke Mutter, keine Bindung zu seinem Vater - als der starb, ist er nicht einmal ans Grab). Ich habe Angst, dass sich das alles wiederholt, merke, wie mein Vater mich (bzw. uns) eigentlich nur verarscht hat. Er wollte in eine ganz kleine Wohnung ohne Treppen - er könne ja nicht mehr so. Haben wir besorgt: 40qm², barrierefrei, mit Balkon, Citylage im Nachbardorf. Im letzten Moment entscheidet er sich für eine Wohnung mit 70qm² und 3 Etagen ohne Fahrstuhl.
Irgendwann reicht es dann halt, ich kann nicht mehr, muss meine Angsterkrankung erst mal realisieren und auch den Benzodiazepinentzug (seit November 2010 nehme ich nichts mehr, zuvor 7 Monate lang gegen die Angst) und so vieles mehr. Inzwischen sind wir auch noch von der Wohnung gegenüber in die ehemalige Wohnung meiner Eltern gezogen, weil hier wenigsten schon eine Küche eingebaut ist - wir sind ja quasi mit "NULL" ins Kaff gezogen um meinem Vater zu helfen.
Der nächste Punkt ist: Mein Vater versucht hier auf dem Dorf immer noch den "Zampano" zu machen. Er war z.B. nach dem Krankenhaus in einer Einrichtung um die Psyche mal zu stabilisieren - was sagt er zu mir am Telefon? "Ich habe den Ärzten da zu verstehen gegeben, dass DU ja eigentlich krank bist, nicht das die mich da als psychisch krank abstempeln!". Als Anlass für diese Aussage hat mein Vater einen Brief genommen dem ich ihm geschrieben habe mit offenen Worten, dass ich im Moment keinen Kontakt will, er zu viel kaputt gemacht hätte. Und das er nie wirklich mein Vater war (ich wurde als Baby adoptiert) und er das nun nach 36 Jahren auch nicht mehr gutmachen könnte.
Mit diesem Brief rennt er jetzt bei uns durchs Dorf und stellt mich als den dar, der ihn einfach abschiebt. Meine Mutter hat in den letzten Stunden ihres Lebens zu meiner Lebenspartnerin gesagt: "Pass auf meinen Sohn auf und pass auf, dass mein Mann ihm nicht weh tut!". Meine Mutter hat meinen Vater zum Schluss nur noch gehasst, aber leider keine Energie mehr ihn zu verlassen. Ich weiss nicht, was da alles vorgefallen ist aber es muss eine Menge gewesen sein - vielleicht auch Dinge, die ich tief in mir verdrängt habe und die mich heute so sehr belasten.
Fazit:
Wir hocken jetzt in der ehemaligen Wohnung meiner Eltern mit drei Hunden (und die Hunde abgeben kommt nicht in Frage, sie waren für meine Mutter wie eine Familie), mein Vater wohnt Luftlinie 3km weiter und macht einen auf "Mein Sohn behandelt mich wie den letzten Dreck!", ich werde von seinen vielen Bekannten (meine Eltern waren früher im Schützenverein, Saufkumpane, usw.) dumm angeschaut wie ein Aussetziger, er versucht sich immer noch als "unschuldig" zu "verkaufen" und darauf angesprochen heult er los und meint: "Ich kann halt nicht anders!".
Meine Frage:
Es mag alles sehr verworren klingen, aber wie soll ich damit umgehen? Muss ich meinen Vater lieben weil es der Vater ist? Darf ich mich ihm entsagen? Muss ich mir immer wieder mit Aussagen wie "Dann kann ich mir auch einen Strick nehmen" emotionale Erpressung von ihm gefallen lassen? Oder soll ich sein Verhalten schlicht als das ansehen was es laut seiner Ärzte ist: SEIN Krankheitsbild? Und dabei MEINES (dessen ich mir im Gegensatz zu ihm ja wenigstens bewusst bin) total nach hinten stellen? So wie es jetzt ist, geht es nicht weiter. Meine Beziehung leidet, bei jedem kleinsten Kontakt mit Vater werde ich sofort gereizt, aggressiv, brauche Tage um das wieder einigermaßen abfangen zu können. Ich bin phasenweise wie mein Vater und das kotzt mich so enorm an....
Wer hat ähnliches erlebt, wer hat eine ehrliche, offene Meinung dazu? Eine Therapie fange ich übrigens in Kürze an um auch in diese Richtung hoffentlich abgefangen zu werden. Ich danke Euch für jeden Tipp, jeden Austausch, jede Meinung....
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GastB
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 15.Jul.2011, 11:54 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18 Beiträge: 5399
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Hallo Casadero, meiner Meinung nach bist du auf keinen Fall verpflichtet, diesen Vater "zu lieben", wie man einen Vater liebt, der einem auch gefühlsmäßig viel gegeben hat. Es heißt selbst in den 10 Geboten: "Du sollst deine Eltern ehren", nicht "lieben". Mit "ehren" soll vor allem die Fürsorge gemeint sein. Früher vielleicht noch "Gehorsam" - heute ganz bestimmt nicht mehr bei erwachsenen Kindern. Ich finde, du und deine Lebensgefährtin habt schon enorm viel für ihn getan! Das ist für dich natürlich sehr schwer, wenn er dich dafür auch noch verleumdet, anstatt dir dankbar zu sein!  Ich weiß momentan wirklich nicht, wie ich damit umgehen würde. Es würde mir extrem schwer fallen, weiter in seiner Umgebung zu bleiben, dort zu leben, wo er seine bösen Verleumdungen streut und die Leute aufhetzt. Eine Möglichkeit wäre es natürlich, ihm ernsthaft mit Konsequenzen zu drohen. Was wäre für ihn das schlimmste? Wenn ihr wieder wegziehen würdet? Wenn du vielen Leuten die Wahrheit über ihn erzählen würdest? Dass er pleite und krankhaft aufschneiderisch ist? Lügenbaron? Münchhausen? Da dein Vater eigentlich noch sehr jung ist (67 ist wirklich noch kein Alter, und wenn er täglich in den 3. Stock zu Fuß raufgehen kann, ist er noch sehr fit), rate ich dir: Zieht so schnell wie möglich weit weg. Oder sagt ihm das wenigstens, dass wenn er mit seinen Verleumdungen nicht aufhört, ihr ihn verlassen werdet (das muss dann auch so gemeint sein). Du könntest dich auch erkundigen, ob man seine Eltern wegen "übler Nachrede" verklagen kann. Falls ja, könntest du einen Rechtsanwalt einen Brief an ihn schreiben und ihn eine Unterlassungserklärung unterschreiben lassen, dass er die üble Nachrede ab sofort einstellt oder angeklagt wird. Das würde ihm dann wohl doch kalte Füße bescheren, oder meinst du, selbst dann nicht? Oder will er sich für unzurechnungsfähig erklären lassen (ist auch eine Möglichkeit der Drohung)? Rechtsrat kannst du auch online von Anwälte bekommen, kostet sehr wenig (ab 20 Euro). Alles Gute! Und lass dich nicht einschüchtern!! 
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Casadero
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 15.Jul.2011, 12:07 |
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Registriert: 16.Jul.2010, 08:51 Beiträge: 259
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Ich danke Dir für Deine Antwort....
Nun ja, wegziehen? Mit drei Hunden und den aktuellen, finanziellen Umständen: Sehr schwer. Verklagen? Bringt auch nichts. Ich habe ihm jetzt einen Brief geschrieben in dem steht: "Ich möchte Deine Vergangenheit nicht zu meiner Zukunft machen!".
Das Problem: Glaube ich seinem Hausarzt, dann sollte ich meinem Vater vergeben, er könne ja für all das nichts, dass sei eben sein Krankheitsbild. Aber was, wenn dieses Krankheitsbild micht kaputt macht? Eine ganze Familie zerstört hat? Wenn dabei dieser Hausarzt immer schön zugeguckt hat um jetzt zu sagen: "Er kann ja nix dafür!". Ich solle mich in der "Kunst des Vergebens" üben. Bin ich moralisch betrachtet ein Arschloch (Verzeihung) wenn ich das nicht kann, nicht will? Wenn ich da mal nicht nach irgendwelchen Geboten lebe?
Meinen Brief an Ihn wird er nicht einmal einsehen sondern ihn als Zeichen MEINER Krankheit nehmen und das auch so vor seinen Bekannten verkaufen. Und ihn verklagen? Dann wird es noch schlimmer: "Jetzt verklagen der Sohn seinen Vater auch noch, den armen, kranken Mann!". Neee, das wäre keine Lösung... es geht ja hier wohl mehr um Moral als um Recht, um Emotionen als um Pflichten. Nur weiss ich da einfach nicht mehr weiter und brauche einfach mal eine "neutrale" Meinung...
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Ozonik7
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 15.Jul.2011, 13:22 |
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Nein. Du mußt ihn weder lieben, noch die emotional erpressen lassen. Bin damals weg gezogen hab 17 Jahre nichts von ihm gehört bis 6 Monate vor seinem Tod am Telefon. Er hatte sich keinen Millimeter geändert und wollte mit Geld das was er an mir und meiner Mutter versaut hatte wieder gut machen. Ich sagte er solle seinen Frieden mit Gott machen und ich lasse mich nie mehr kaufen.
Ich bin auch ohne Ihn bis heute gut klar gekommen. Mache mir deswegen auch keine Vorwürfe. Dazu hat er einfach früher zuviel kaputt gemacht und zerstört und Tiere getötet usw.
Auch Trauer hatte ich keine . Er war mein Erzeuger und ansonsten ein Terrorist unter dem meine Mutter und ich jahrelang gelitten haben. Körperlich und seelisch.
Seine Strafe von Gott hat er bekommen. 2 Infarkte einen Hirnschlag und 12 Jahre bettlägerig. (Aber das Rauchen hat er nie aufgegeben wie ich im nachinein hören durfte).
Was soll man da noch sagen-nix mehr. Ach ja. Ich hatte ihm nach dem letzen Telefonat noch einen dicken Brief geschrieben -der 3mal zurück kam. Wollte mich verabschieden. Beim 4ten Mal kam nix mehr zurück und die Pflegerin meinte sie hätte ihm den Brief aber noch vorgelesen.
Ich habe ihm trotz allem darin vergeben.
In diesem Sinne. Vieleicht hilft Dir die Geschichte irgendwie .
LG.
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GastB
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 15:01 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18 Beiträge: 5399
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Casadero hat geschrieben: Nur weiss ich da einfach nicht mehr weiter und brauche einfach mal eine "neutrale" Meinung... Damit sagst du, meine Meinung sei nicht neutral?  Was möchtest du denn hören? Welche Meinung würde dir weiterhelfen?
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Casadero
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 15:16 |
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Registriert: 16.Jul.2010, 08:51 Beiträge: 259
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Ich habe die Neutralität Deiner Meinung in keiner Weise in Frage gestellt, das hast Du nur so wahrgenommen oder ich unglücklich formuliert. Es gab jetzt noch ein Telefonat, mir wurde so "ganz nebenbei" die neue Lebensgefährtin am Telefon präsentiert (die darf er haben, keine Frage, aber bis vor 8 Wochen war er nach fast 40 Jahren ehe und dem Tod meiner Mutter vor etwas über einem Jahr noch der Meinung, es ohne meine Mutter nicht zu schaffen). Ich glaube langsam wirklich: Er ist krank und sieht`s nicht ein - aber davon lasse ich mein Leben nicht weiter zerstören, für mich hat es jetzt einen klaren Punkt gegeben.
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GastB
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 15:20 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18 Beiträge: 5399
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Da ist doch prima, dass er jetzt eine Neue hat! Die kann sich dann um ihn kümmern, du brauchst nichts mehr zu machen und kannst den Konakt auf das Minimum reduzieren, das dir genehm ist.
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Ozonik7
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 15:35 |
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Meiner hat ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter eine Ex von mir geheiratet und mir das Heilig Abend in der Therapie am Telefon mitgeteilt. Ich hatte sie gewarnt. Nur ihn nie heiraten. Sie hat nicht gehört und wurde genau so geschlagen wie meine Mutter. Sehr hilfreich so was in der Langzeitherapie zu erfahren. Er hat keine Gelegenheit ausgelassen um mich zu demütigen  Was juckts Dich was er macht ? Er ist alt genug. !!! Ich habe meinem damals gesagt von mir aus kann er nackt auf dem Tisch mit meiner Ex Samba tanzen. Das interessiert mich nicht. Mir tut nur die Frau leid. Antwort war. Das soll sie ja auch. Aufgelegt. Frohe Weihnachten  Das war mein klarer Punkt !!! Seit dem war er für mich schon gestorben als er noch lebte  Ich lebe heute noch und nicht schlecht. ! Mach Dir nicht so einen Kopp. Du weisst doch wie es ist. Wenn einer keine Krankheitseinsicht hat, man kann sie ihm auch nicht reinprügeln. Der einzigste der geprüpgelt hat, war mein Vater. Er war Alkoholiker. Erst körperlich, später seelisch. Mein Tipp- Steig aus. Wer sagt das Du jedes Spielchen mitmachen musst was er spielt ? Bist Du masochistisch angehaucht ? Sorry falls ich zu heftig war. (Die Erinnerung- Du verstehst ) ? Danke 
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Casadero
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 15:48 |
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Registriert: 16.Jul.2010, 08:51 Beiträge: 259
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Tja... ich war halt nur als Kind bzw. Heranwachsender nicht immer das, was eine Mutter sich als Sohn wünscht... und von meiner Mutter musste ich mich dann vor knapp einem Jahr verabschieden, da war so vieles unausgesprochen und doch weit mehr an Emotionen vorhanden als ich dachte bzw. zulassen konnte. Und in kleines Stück weg denke ich halt heute: "Ich muss bei Vater gutmachen was ich bei Mutter versäumt habe!". Nur damit gehts mir schlecht. Lasse ich Ihn jedoch "links liegen", dann habe ich Angst das es mir schlecht geht wenn er von heute auf morgen "ganz geht" und ich mir Vorwürfe mache - so was in der Art muss ich mir ja von seinen Bekannten im Dorf (wir versuchen ja hier weg zu kommen) erzählen lassen: "Kümmer Dich, sonst machst Du Dir ein Leben lang Vorwürfe!". So langsam kotzt mich aber dieser emotionale Druck von Aussen an, die Leute wissen nicht wie es wirklich aussieht...
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Ozonik7
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Betreff des Beitrags: Re: Muss man seinen Vater lieben weil es der Vater ist? Verfasst: 17.Jul.2011, 17:02 |
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 Ich habe mir schon lange abgewöhnt mit anderer Leute Köpfen zu denken. Es führt zu nix. Sie denken sowieso was sie wollen  DFaran kannst und wirst Du nichts ändern können ! Also sollte Dir das schon mal die wenigsten Sorgen machen. Die reden alle lieber über andere,, als bei sich selbst nachzuschauen weil das könnte weh tun . Ergo- Bleib bei Dir. Deine Mutter hat Dich geliebt sie wußte am allerbesten wie, Du wann und warum so oder anders reagierst. Mütter sind nämlich nicht dumm  Ganz im Gegenteil. Auch wenn ihr Streit hattet, so wie ich mit meiner Mutter ,wegen meinem Vater, und auch nicht mehr alles sagen konnte als sie, nachdem sie bei mir mal wieder mit einem blauen Auge übernachtet hatte und mich für 12 Uhr zum Mittagessen bei sich 2 Häuser weiter eingeladen hatte, und ich sie Tod fand-am Herzinfarkt infolge des ewigen Stresses mit meinem Vater und der dadurch entstandenen Alkohol und Nikotinsucht (3Päckchen am Tag) gestorben war und ich die Pietät rief und sie die Treppe in einem schwarzen Leichensack hinuntergetragen wurde wie ein Stück Vieh...... Doch ich wußte das sie mich immer geliebt hat und es auch jetzt noch irgendwo da oben tut. Ich machte mir Vorwürfe weil ich statt um 12 um 12,15 Uhr erst kam. Vieleicht hätte ich noch etwas ändern können. Doch wer ahnt denn so was. Mein ach so "geliebter" Vater war beim angeln. Das erste was er sagte als ich Tränenüberströmt auf der Treppe saß war . Wenn Du Drecksack nicht gewesen wärst würde Deine Mutter noch leben. Du bist ein Klotz am Bein Deiner Mutter gewesen. Hätte ich Dich lieber an den D-Zug gespritzt hättest Du wenigstens die Welt gesehen Du elender Verrecker. Von mir bekommst Du keine Scheibe Brot mehr. Du warst nie mein Sohn und wirst es nie sein.!!! Glaub ich gerne. Denn ich bin als ich aus dem Heim kam und er meine Mutter die bewußtlos am Boden lag und schon aus dem Mund blutete immer noch in den Unterleib trat gegen meinen Vater, weil mir die Sicherungen durchgebrannt sind. Wahrscheinlich hätte ich eine große Dummheit begangen wenn meine Mutter nicht plötzlich aufgewacht wäre und geschriehen hätte ich solle mich nicht unglücklich machen. Mit mir konnte er nicht mehr so umspringen ,wie zu der Zeit bevor er mich ins Heim gesteckt hat. Aus dem kleinen Hänfling war ein starker, selbstbewußter junger Mann geworden. Seit dem haßte er mich wie die Pest und deshalb auch die Äüßerungen nach dem Tod meiner Mama. Mach Dir keine Sorgen. Deine Mutter weiss und wußte genau das Du sie liebst und hat Deine manchmal bestimmt unüberlegten Dinge und Sachen die Du getan oder gedacht hast sind längst verziehen . Schlepp das blöde Gefühl also nicht länger mit Dir rum. Denn es bremst Dich und es belastet Dich. Und wenn Du Deiner Mutter einen Gefallen tun willst ? Bleib anständig und lass Dir von niemanden auf die Füsse treten  Denn so und glücklich will sie Ihren Sohn sehen  Du kannst versuchen Deinem Vater-er ist als genug sachlich und mit dem nötigen Ernst mal die Meinung zu erzählen, auch wenn er alles von sich weist. Glaub mir er kann nicht aus seiner Haut-so hat er dann doch genau verstanden was Du meinst. Dann geh bevor Du Dir weitere Vorwürfe anhören mußt und Du hast das reine Gewissen das Du Dich ausgesprochen hast. Zum Schluß der Satz Papa ich hab Dich trotzdem lieb , bewirkt manchmal Wunder-manchmal auch nicht. So hast Du alles versucht was uin Deiner Macht steht;-) UND DANN LEBE  Ich tu es auch !!! (Schon meiner Mutter-meiner verstorbenen Liebe und meines verstorbenen Kindes zuliebe !!! Wäre so mein Tipp 
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