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Einsamerengel
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Betreff des Beitrags: Meine Thera und Ich Verfasst: 27.Feb.2011, 01:07 |
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Registriert: 22.Mai.2010, 16:57 Beiträge: 7
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Hallo,
bin grad eher in einer schlechten Phasen, mir kommen ständig Erinnerungen, Gedanken, Bilder von der Vergangenheit. Mein altes Leben holt mich ein, ich möchte davon laufen, weg rennen. Ich habe immer alles verdrängt und tue es auch heute noch und es tut weh wenn einem so viele dinge hoch kommen an die man gar nicht denken möchte.
Ich versuche mal eine Situation zu beschreiben. Ich fühle mich wie ein kleines Kind das verzweifelt nach seiner Mutter schreit die es aber nicht kümmert. Es geht mir nicht gut dabei zu sagen das ich keine richtige Mutter hatte die ihr Kind liebte und es ihm zeigte. Es gab keine Emotionen und es gab keine mütterliche Zuwendung, Zuneigung oder Liebe. Das kenne ich so nicht und das macht sich momentan wieder stark bemerkbar. Ich fühle mich noch so klein wie ein Kind und wünsche mir eine Mutter die für mich da ist und mir bei steht, einfach ne gewisse Zuwendung (wie z.b. mal in Arm nehmen) Ich gehe mit mir selber auch gar nicht gut um, ich neige stark zur Selbstzerstörung und Abwertung. Bin momentan auch in ambulanter Therapie und mit der Therapeutin verstehe ich mich total gut und ich fühle mich da wohl. Das Vertrauen ist da, was bei mir schwierig ist aber ich kann ihr wirklich alles sagen ohne Angst zu haben. Sie hat die nötige Geduld und vor allem das Verständnis. In der Regel kann sie meine Situation immer verstehen und hat von daher den besten Einblick. Ich finde das besondere an ihr sie hat eine sehr liebe, offene, ehrliche, fürsorgliche, einfühlsame, herzliche Art. Sie ist wohl so im gleichen Alter wie meine Mutter aber sie behandelt mich nicht wie ein Kind aber dennoch spüre ich eine besondere Bindung zu ihr. Ich würde jetzt nicht sagen ich sehe sie als Mutterersatz aber so in der vorstellung wäre das ideal. Sie steht mir so nah und ist doch so weit weg. Ich weis nicht was ich davon halten soll? ist das normal? soll man das etwa zu lassen? ich habe ja gesagt das ich mit ihr über alles reden kann aber da es auch um sie mit geht, kann ich das nicht, ich möchte von daher einfach mal von anderen hören was die dazu sagen ob sie das viell. auch kennen Ich mein auch wenn die Vorstellung viell. schön wäre sie als eine Art Mutter zu sehen, ich glaube nicht das es okay wäre auch nicht für sie Ihr Job ist da was anderes und nicht für ihre Patienten wie eine Mutter zu sein. Ich bin jetzt auch nicht so oft dort aber da es mir jetzt gerade so oft (täglich) schlecht geht würde ich am liebsten immer zu ihr gehen aber das mch ich natürlich nicht Kann es daurch Probleme geben? wobei bei mir eher das Vertrauen durch eine intensive Bindung besser wird Ich denke auch nicht das ich wie ein kleines Kind behandelt werden möchte obwohl ich mich manchmal so aufführe
aber irgendwie ist sie ideal und gerade wenn es mir so schlecht wünsche ich mir jetzt bei ihr zu sein
so mit Nähe kann ich nicht viel zu sagen so richtig in Arm genohmen hat sie mich eigentlich noch nie aber ich habe jetzt schon gemerkt das sie sich einfach mal neber mich gestellt hat oder die hand auf mich gelegt, von meiner seite aus spüre ich keine distanz die ich normalerwese immer habe von daher ist ds schon was besonderes
bin gepannt ws ihr mir dazu raten könnt
liebe Grüße
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GastB
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 27.Feb.2011, 20:18 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18 Beiträge: 5399
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Hallo Einsamerengel, ich denke: Freu dich, dass du so eine nette Therapeutin hast, die offenbar zu dir passt, zu der du Vertrauen hast und die dich offenbar auch mag. Ich glaube, es ist völlig normal, dass man/frau dann große Zuneigung und den Wunsch nach größerer und häufigerer Nähe entwickelt. Schließlich sind das ja zwei Menschen, die da zusammen über dein Seelenleben sprechen, keine Maschinen und keine reinen Geschäftspartner. In der Psychoanalyse gibt es die "Übertragung", die meines Wissens sogar dazugehört. http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbert ... en_KontextAber sie entsteht wahrscheinlich auch in vielen anderen therapeutischen Beziehungen. Ich hatte mal kurzfristig eine Psychiaterin/Therapeutin, deren beste Leistung bei mir darin bestand, dass sie einmal spontan ihre Hand auf meine legte.  Dabei war sie selber der Meinung, gerade das sei unprofessionell gewesen, und hat es leider nicht mehr wiederholt. Ich glaube, die meisten Psychiater und Therapeuten können sich überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, von seiner Mutter oder einer sonstigen Bezugsperson niemals wohlwollend angefasst worden zu sein.  Andernfalls würde das wohl viel mehr in das therapeutische Konzept eingebaut werden, meine ich.
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Marie van Klant
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 28.Feb.2011, 07:25 |
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Registriert: 06.Feb.2011, 16:38 Beiträge: 533
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Guten Morgen....
... hm... das ist so eine Sache...
Es ist schön für Dich, Einsamerengel, dass Du zu Deiner Therapeutin so viel Vertrauen aufbauen kannst. Ich denke jedoch, dass Du Dich in einer Form von ihr abhänging machst, unbewusst.
Wie Du schreibst, hast Du keine Mutterliebe erfahren und wünschst sie Dir doch sehr.
Eine Therapeutin wird das nicht ersetzen können. Auch Therapeuten müssen sich - denke ich mal - schützen. Stell Dir mal vor, was sie sich täglich auf´s Neue von den Patienten anhören müssen. Jeder hat seine eigene Geschichte. Jeder kommt mit seinen Problemen und sie müssen stark sein und immer wieder auf´s Neue darauf eingehen. Sicher baut ein Patient zu einem Therapeutem eine ganz andere Beziehung auf. Das ist auch in Ordnung. Vertrauen ist schließlich das Wichtigste, um sich öffnen zu können. Ein Therapeut muss sich abgrenzen. Ich denke mal, dass sie darauf auch geschult sind. Sie würden so manchmesmal nachts nicht mehr in den Schlaf kommen.
Ganz sicher, besteht eine mentale Vertrautheit zwischen Therapeuten und Patienten. Bei manchen dieser "Beziehungen" wird es sicher etwas enger sein, als bei anderen. Was ich aber nicht glaube, dass eine Therapeutin Mutterliebe geben kann. Sie kann Dir das Gefühl von Geborgenheit geben für einen Moment und Du kannst Dich in diesem Moment davon ernähren. Was hälst Du denn davon, wenn Du das mal in einer Sitzung asprichst? Dann weiß Deine Therapeutin Bescheid und kann darauf eingehen. Ansonsten weiß sie nicht, was in Dir vorgeht. Dieses Gefühl von: da ist jemand, der mich versteht und dem ich mein grenzenloses Vertrauen geben kann, ist etwas sehr Schönes. Sag es ihr und sprich mit ihr darüber.
Liebe Grüße Marie
_________________ www.marievanklant.de
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GastB
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 28.Feb.2011, 21:08 |
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Registriert: 30.Jan.2008, 01:18 Beiträge: 5399
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Ja, darüber reden ist wichtig. Aber bitte ohne Schuldgefühle deswegen! Zuneigung ist eine sehr schöne Sache!
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Einsamerengel
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 04.Mär.2011, 01:31 |
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Registriert: 22.Mai.2010, 16:57 Beiträge: 7
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Danke für eure Antworten
Aber ganz ehrlich ich kann genau darüber nicht mit ihr sprechen weil sie ja da mit drin ist und sonst kann ich ihr alles sagen egal was aber das ist ja was auch über sie und ich wüsste auch gar nicht wie und was ich da sagen sollte. Ich könnte es nicht ausdrücken, ich weis ja auch nicht was da los ist. Vielleicht wäre sie dann ja auch plötzlich ganz anders. Ehrlich gesagt würde ich mcih auch schämen allein das alles und mit meiner Mutter und so und diese Ablehnung der anderen und das ich das nicht kenne und das sie so ist wie ich es mir gewünscht hätte.
Ich weis sie ist nur meine Thera aber ich bin die wo schnell abhängig wird, ich kenne das von mir aber das ist doch auch logisch oder? ich mein mn wird dies vermissen, jetzt ist sie noch da und versteht mich, begleitet mich, ich habe einen Menschen dem ich vertrauen kann, der mir zuhört, mir bei steht, der mich so annimt, wo ich nicht das Gefühl habe mich verstellen zu müssen.
Ich fühle mir ihr sehr nah obwohl ich sie privat nicht kenne und das muss ich auch nicht für mich st es ok, obwohl ich gerne öfter da wäre oder sie einfach mal in den Arm nehmen würde
Liebe Grüße
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Unique
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 09.Mär.2011, 03:40 |
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Registriert: 30.Sep.2010, 00:45 Beiträge: 123
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Du sprichst mir wirklich aus der Seele. ich hatte genau dieselben Empfindungen für meine Therapeutin. Ich habe mich ihr so nah gefühlt wie noch niemanden in meinem Leben  und jetz isse weg. Also schon seit einem halben Jahr, aber der Konflikt und meine Gefühle für sie wagte ich mich nie zu äußern. Bitte mache nicht den selben Fehler und verharre nach dem Therapieende immernoch in der Sehnsucht nach dieser Frau..
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Einsamerengel
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 12.Mai.2011, 00:21 |
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Registriert: 22.Mai.2010, 16:57 Beiträge: 7
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unique bist du m oder w? also ich kann es mir im Moment gar nicht vorstellen wie es ohne sie sein soll, ich möchte gar nicht weg egal ob klinik oder so weil ich probleme habe mich auf neue Menschen einzulassen ich schon viele Erfahrungen mit Therapeuten und es war bis jetzt keine so wie sie also es hat nie so gepasst und das vertrauen war auch nie so da wie jetzt ich kann alles sagen und mit ihr darüber sprechen Momentan sieht es so aus das ich mich ihr wieder so nah fühle. Sie hat eine totale liebe, einfühlsame Art und vor allem all das was sie sagt spricht meine Seele und das ohne das ich es ausgesprochen habe. Sie weis immer genau was los ist und ich brauch schon gar nicht viel zu sagen. Manchmal habe ich danach geweint weil ich so gerührt war. Ich kenne das eifnach nicht sowas. Jetzt erst hatte ich ne heftige Krise, an dem Tag hab ich versucht sie zu erreichen und sie hat mich da auch noch zurück gerufen und ich konnte noch zu ihr kommen. Ich war wirklich total aufgelöst und total am Boden und konnte kaum einen Gedanken fassen. Sie brachte mich tatsächlich auf ein normales Level zurück, das sie mit mir gesprochen hat, ihre Stimme, Anwesenheit hat mich so beruhigt. MIr ging es danach wieder ganz anders und ich konnte wieder klar denken. Ich dachte davor auch ich werde die Nacht nicht überleben. So viel ich weis hat sie ihre Hand kurz auf meinen Rücken gelegt, was ich von ihr zulassen kann. Es gab noch eine Situation in der ich mit ihr zusammen jemand angerufen habe und ich beim telefonieren schon wieder sehr unruhig und ängstlich wurde. Wäre ich allein gewesen wäre das bei mir ausgeartet. Sie saß nur direkt neben mir und als sie merkte jetzt werde ich aufgeregter legte sie ihre Hand auf meine Schulter, ich hab mich so sicher gefühlt. Vor allem auch mitihren ganzenWorten, es hat noch keiner so mit mir und über mich gesprochen. Sie steht einfach so hinter mir wie kein anderer. Ich möchte es nicht missen, ich wünschte ich könnte viel öfter hin auch wenn es nur kurzkontakte sind. einfach für neuen Mut und Kraft. Ich mag sie schon sehr und normalerweise bin ich die wo mit den meisten Menschen Probleme hat. Ich hatte mit ihr noch nicht wirkliche Probleme, Mißverständnisse werden aus der Welt geschafft. Aber normal ist das jetzt auch nicht mehr? ich weis nicht was es für ne Sympathie / Zuneigung ist und ob es sowas ist es tut mir gut, es sind positive Gefühle, ich kenne das nicht so a es ist ja nur ein ganz kleiner Teil denn das andere überwiegt, wenn alle Menschen so wären, was wäre dann? dann wäre ich gesund 
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Söckchen
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Betreff des Beitrags: Re: Meine Thera und Ich Verfasst: 12.Mai.2011, 10:39 |
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Hi, ich kenne dieses Gefühl sehr gut, und kann dir sagen es lässt auch wieder nach. Aber es ist eine wunderschöne Erfahrung die du machen durftest, nämlich das du uneingeschränkt Vertrauen gefunden hast, und genau das Urvertrauen kennen lernst, was uns eigentlich unsere Eltern hätten geben müssen. Genieße diese Gefühle und denke nicht länger darüber nach..., denn damit machst du dir das Leben unnötig schwer.
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